Europa

ifo Beschäftigungsbarometer: „Optimismus verflogen“, größter Rückgang seit 2008

Während andere Stimmen für den Arbeitsmarkt etwas zurückhaltender und optimistischer sind, zeigt das heute früh vom Münchner ifo-Institut veröffentlichte Beschäftigungsbarometer eine ziemlich pessimistische Sicht (es basiert auf 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen). Denn der aktuelle Rückgang ist der größte seit dem Jahr 2008, also dem Zeitpunkt der Finanzkrise! Das Beschäftigungsbarometer ist im Februar auf 98,1 Punkte gefallen, von 99,6 Punkten im Januar. Der zu Jahresbeginn herrschende Optimismus auf dem deutschen Arbeitsmarkt sei nun verflogen, so ifo. Die Grafik zeigt den Verlauf des Barometers seit fünf Jahren. Hier einige Details im Wortlaut von ifo:

Waren die Dienstleister noch im Januar die positiven Treiber des Barometers, so sind sie jetzt eher die Bremser: Der Indikator fiel auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Auch im Verarbeitenden Gewerbe zeigte das Barometer nach unten. Die Beschäftigtenzahlen sind weiter rückläufig. Im Bauhauptgewerbe wird trotz eines Rückgangs des Barometers weiterhin Personal gesucht. Im Handel zeigt sich, wie auch in den Vormonaten, wenig Bewegung bei der Beschäftigung.

Das Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts

Die folgenden Detailgrafiken zeigen es recht anschaulich. Die Industrie-Rezession ist auch am Arbeitsmarkt seit geraumer Zeit voll im Gange. Dienstleistungen und Bau schwenken nun auch gen Süden. Nur der Handel sieht noch positiv aus.

ifo Beschäftigungsbarometer im Detail

Hier die Erklärung von ifo, wie dieses Beschäftigungsbarometer erstellt wird:

Das ifo Beschäftigungsbarometer basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Planungen für die Zahl der Beschäftigten für die nächsten drei Monate als „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“ kennzeichnen. Der Saldowert der Planungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „zunehmen“ und „abnehmen“. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert.



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