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Marcel Fratzscher ist noch pessimistischer.. ifo erwartet „Winter-Rezession“ und Inflation von 11% wegen Energiekrise

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Die deutsche Wirtschaft steht wegen der Energiekrise und der dadurch noch weiter steigenden Inflation vor einer „Winter-Rezession“, wie das ifo Institut soeben mitteilt. Vor allem der deutlich gestiegene Gaspreis und Strompreis ist laut ifo ein immenser Belastungsfaktor für die deutsche Wirtschaft – auch wenn der Gaspreis zuletzt wieder unter Druck gekommen ist, weil die Märkte eine Intervention der EU erwarten. Anfang 2023 erwartet ifo aufgrund der Folgewirkungen der Energiekrise eine Inflation von 11%!

Energiekrise, Inflation, und Rezession – ifo mit Prognose

Dazu schreibt ifo:

„2022: Inflation würgt privaten Konsum ab – deutsche Konjunktur vor hartem Winter: Die deutsche Konjunktur kühlt kräftig ab. Die hohen Inflationsraten lassen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduzieren ihre Kaufkraft. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr noch um 1,6% zulegen und dann im kommenden Jahr um 0,3% schrumpfen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei durchschnittlich 8,1% liegen und im kommenden Jahr auf 9,3% steigen. Ihren Höhepunkt wird sie voraussichtlich im ersten Quartal 2023 mit etwa 11% erreichen. Im Jahr 2024 wird sich die Konjunktur allmählich wieder normalisieren. Die Wirtschaftsleistung dürfte mit 1,8% zulegen und die Inflationsrate auf 2,5% sinken.“

Konkret sieht die ifo Konjunkturprognose Herbst dann so aus:

 

ifo Erwartungen Energiekrise Rezession Inflation

Grafik: ifo

Timo Wollmershäuser vom ifo kommentiert: „Die Kürzungen der Gaslieferungen aus Russland im Sommer und die dadurch ausgelösten Preissteigerungen verhageln die wirtschaftliche Erholung nach Corona“.

Fratzscher noch pessimistischer – ein Wendehals

Marcel Fratzscher vom DIW ist noch pessimistischer für die deutsche Wirtschaft und hält eine lange Rezession für unvermeidlich: „Die Rezession ist unvermeidlich, wir befinden uns bereits im Abschwung“ und prognostiziert, dass „viele Unternehmen in Konkurs gehen werden“, so der Ökonom am Wochenende. „Auch 2024 wird kein gutes Jahr werden“, so der Chef des DIW weiter.

Allerdings hatte Fratzscher lange Zeit die Gefahr der Inflation negiert und Mahnern vorgeworfen, Panikmache zu betreiben. Nun erwartet er eine lange Rezession bei hoher Inflation – eine interessante Wendung. Bemerkenswerterweise kann Marcel Fratzscher derzeit in vielen Talkshows auftreten, ohne dass seine vorherige katastrophale Fehlprognose zur Inflation auch nur erwähnt würde.

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7 Kommentare

  1. @Markus Fugmann, ich würde dich sooo gerne einmal bei Lanz, Illner, Will & Co sehen.
    Aber leider, dort sind immer die gleichen Idioten…

    1. @Columbo, na mit mir wäre da nur ein Idiot mehr zu sehen :)
      Liebe Grüsse!

      1. du warst ein Leuchtturm!!

    2. @Columbo, aber nur, wenn @Helmut auch mit in der Sendung ist 😲🙈

      Das würde die bundesweite Einschaltquote schlagartig auf etwa 10% drücken. Mit Schwerpunkt Sachsen und Thüringen, dort würden plötzlich rund 24% die verpönten und verweigerten GEZ-Medien schauen.

  2. Wurde Marcello Fratzscherino einer Gehirnwäsche unterzogen? Ich denke Inflation ist kein Problem und Schulden braucht man nicht zurückzahlen?

  3. Wenn jeder Politiker (oder sonstiger Gast) erst zu seinen Fehlentscheidungen befragt, würde, dann würde alleine dafür schon die Sendezeit nicht ausreichen.
    Merkel müsste eine eigene Serie bekommen.
    Und die Grünen könnten sich einen eigenen Sender mieten.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  4. Energiequellen braucht das Land. Beispielsweise ein ausreichendes Erdölvorkommen, u.a. zwecks Herstellung von Strom. Ein JCPOA-Deal würde zusätzliches iranisches Öl auf den Markt bringen. Die Islamische Revolution dient CIA-Imperalismus im Zusammenhang mit der mittlerweile verstaatlichen iranischen Ölindustrie entgegenzuwirken. Der Iran riskiert damit jedoch im Naher und Mittlerer Osten isoliert dazustehen. Das Risiko, daß Teheran wegen letzteres ggf. sozusagen die „Israel-Karte“ zieht, ist somit dermaßen hoch, daß die Islamische Republik Iran keine Atombombe besitzen sollte. Sämtliche iranische Atomanlagen müssen daher transparent offengelegt werden. Die im Libanon ansässige Hisbollah kritisiert zu recht Zionismus, muss aber den Terror beenden. Die im Gazastreifen ansässige Hamas ist antisemitisch. Der Islamische Dschihad ist zweifelsfrei eine Terrororganisation. Staat Israel-Premierminister Jair Lapid ist zur Zeit zu Gast bei Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin, und lehnt im Rahmen einer aktuellen Pressekonferenz mit Kanzler Scholz wie Knesset-Oppositionsführer Benjamin Netanyahu einen JCPOA-Deal generell ab. Bundeskanzler Olaf Scholz hingegen macht eine Beendigung des „unstrittigen“ iranischen Raketenprogramms zur Bedingung für einen JCPOA-Deal.

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