Europa

ifo Index fällt massiv – Erwartungen crashen wegen Ukraine-Krieg

Deutsche Wirtschaft vor unruhigen und unsicheren Zeiten

ifo Index und Ukraine-Krieg

Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für März veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 90,8 (Prognose war 94,2; Vormonat war 98,9)

– aktuelle Lage 97,0 (Prognose war 96,5; Vormonat war 98,6)

– Erwartungen: 85,1 (Prognose war 92,0; Vormonat war 99,2)

Dazu ifo: Index fällt wegen Ukraine-Krieg deutlich; deutsche Wirtschaft vor unruhigen und unsicheren Zeiten; Lieferketten-Probleme verschärft, Domino-Effekt bei Preiserwartungen, zwei Drittel der Firmen wollen Preise erhöhen

Die Pressemitteilung des ifo Instituts zum ifo Index im Wortlaut:

„Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist eingebrochen. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 90,8 Punkte abgestürzt, nach 98,5 Punkten[1] im Februar. Grund war ein historischer Einbruch der Erwartungen um 13,3 Punkte, der den Rückgang bei Ausbruch der Coronakrise im März 2020 (11,8 Punkte) übertraf. Die Firmen schätzten auch ihre aktuelle Lage schlechter ein. Der Rückgang fiel jedoch vergleichsweise moderat aus (1,6 Punkte). Die Unternehmen in Deutschland rechnen mit harten Zeiten.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index so stark gefallen wie noch nie. Dies gilt auch für die Erwartungen der Unternehmen. Diese schlugen von Optimismus in einen deutlichen Pessimismus um. Außerdem bewerteten die Unternehmen ihren Geschäftsausblick nun als extrem unsicher. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verschlechterten sich.

Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Dies war auf einen deutlichen Rückgang der Erwartungen zurückzuführen. Insbesondere die Logistikbranche blickt mit großer Sorge auf die kommenden Monate. Die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage hingegen nahezu unverändert ein.

Im Handel ist der Geschäftsklimaindikator eingebrochen. Der Erwartungsindikator stürzte so stark ab wie nie zuvor. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben hingegen nahezu unverändert gut.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima deutlich verschlechtert. Auch das war durch deutlich pessimistischere Erwartungen getrieben. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage verschlechterten sich zwar. Jedoch ist weiterhin eine Mehrheit der Baufirmen zufrieden mit den laufenden Geschäften.“



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