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ifo-Index Januar: Leichter Anstieg – Industrie aber nochmals verschlechtert

Zwar legt der ifo-Index aktuell minimal zu. Aber die Aussichten für die Industrie verschlechtern sich noch weiter.

Deutschland-Flagge
Foto: Borin-Freepik.com

Soeben wurde der ifo-Index (ifo-Geschäftsklimaindex) für den Monat Januar veröffentlicht. Er gilt als das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer.

Der Gesamtindex liegt bei 85,1 Punkten (erwartet 84,9 / Vormonat 84,7).

Geschäftserwartungen: 84,2 (erwartet 84,2 / Vormonat 84,4).

Aktuelle Lageeinschätzung: 86,1 (erwartet 85,4 /Vormonat 85,1).

Das ifo-Institut kommentiert aktuell zum ifo-Index: Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Januar auf 85,1 Punkte, nach 84,7 Punkten im Dezember. Der Anstieg war primär das Ergebnis einer günstigeren Bewertung der gegenwärtigen Situation. Die Erwartungen fielen hingegen erneut schlechter aus. Die deutsche Wirtschaft bleibt pessimistisch.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima nochmals verschlechtert. Die Skepsis der Unternehmen mit Blick auf die kommenden Monate nahm erneut zu. Die aktuelle Geschäftslage wurde jedoch besser beurteilt. Die Zahl der Neuaufträge nimmt weiter ab. Die Kapazitätsauslastung verharrte nahezu unverändert bei 76,5 Prozent. Dies ist weiterhin deutlich weniger als der langfristige Mittelwert von 83,4 Prozent.

Im Dienstleistungssektor ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich merklich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen hellten sich auf, bleiben aber von Skepsis geprägt. Insbesondere bei den IT-Dienstleistern verbesserte sich der Ausblick maßgeblich.

Im Handel ist das Geschäftsklima unverändert geblieben. Die Händler beurteilten ihre aktuelle Lage besser. Dies galt insbesondere für den Großhandel. Die Erwartungen fielen jedoch etwas pessimistischer aus, was durch den Einzelhandel getrieben war.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima wieder eingetrübt. Dies war auf schlechtere Erwartungen der Firmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen leicht besser eingeschätzt.

Grafik zeigt Entwicklung im ifo-Index seit dem Jahr 2021



Claudio Kummerfeld

Über den RedakteurClaudio Kummerfeld

Claudio Kummerfeld hat langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.

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1 Kommentar

  1. Wenn die Chinesen ihre Exportwaren nicht mehr in die USA schicken, wird die EU noch mehr bekommen, und zu noch tieferen Preisen. Letzteres kommt daher, dass die chinesische Währung abgewertet wird. Da der Export das einzige ist was in China noch läuft, wird man von dieser Strategie nicht ablassen. Das heißt, das wird nicht besser bei uns werden, eher noch schlechter. Dazu kommt dann noch, dass die nächste Regierung bei uns wohl erst im Sommer ihre Arbeit aufnehmen wird, wenn überhaupt. Es kann auch gar keine Mehrheit im Parlament geben. Ob Scholz dann einfach weiter macht?

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