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ifo-Index überraschend gestiegen – Top-Analyst meldet Zweifel an!

Claudio Kummerfeld

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Laut ifo-Index herrscht gute Laune im Einzelhandel

Wir hatten heute Vormittag um 10 Uhr berichtet. Der ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste deutsche Konjunkturindikator, war überraschend gestiegen von 90,7 Punkte im November auf 92,1 Punkte für Dezember (Prognose war 90,0). Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, meldet in einem aktuellen Kommentar Zweifel an bei diesem Anstieg des ifo-Index.

Es ist kein Geheimnis, dass die Industrie in Deutschland relativ ordentlich da steht. Vor allem die Nachfrage aus China ist ein Segen für die hiesigen Exporteure. Aber vor allem die Dienstleistungen machen der Volkswirtschaft schwer zu schaffen, wenn der Einzelhandel zu großen Teilen wochenlang geschlossen bleibt. Wie kann es also sein, dass gerade jetzt der ifo-Index sogar ansteigt?

Merkwürdiger Optimismus im ifo-Index bei den Dienstleistungen

Dr. Jörg Krämer verweist zunächst auch auf die zwar guten Daten aus der Industrie. Er erwähnt auch, dass die ebenfalls deutliche Erholung des ifo-Index für das Dienstleistungsgewerbe auf den ersten Blick dem Lockdown widerspreche. Allerdings befrage das ifo-Institut schwerpunktmäßig unternehmensnahe Dienstleister. Die aufgehellten Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate könne man mit der Hoffnung erklären, dass die bald beginnenden Impfungen die Pandemie eindämmen werden. Aber unklar sei, warum die Unternehmen auch ihre aktuelle Geschäftslage deutlich besser einschätzen würden, so Dr. Krämer.

Merkwürdig sei, dass sich laut ifo-Institut auch im Einzelhandel die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage verbessert haben soll, so Dr. Jörg Krämer. Dies lasse sich kaum damit erklären, dass 80 Prozent der Unternehmen noch vor Bekanntgabe des Lockdowns am vergangenen Samstag die Umfrage des ifo-Instituts beantwortet hatten. Denn im Vorfeld der Entscheidung habe sich schon abgezeichnet, dass auch die meisten Einzelhändler schließen müssen. Er setze daher ein großes Fragezeichen hinter das verbesserte Geschäftsklima im Einzelhandel.

Die Commerzbank hat die Folgen des Lockdowns für einzelne Branchen analysiert und mittels der Anteile der Branchen an der gesamten Wertschöpfung auf das Bruttoinlandsprodukt hochgerechnet. Demnach senke jeder Monat mit einem harten Lockdown das Niveau des quartalsweisen Bruttoinlandsprodukts um schätzungsweise 1,25 Prozent. Man erwarte nach wie vor, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal gegenüber dem dritten um 1 Prozent sinken dürfte. Da ein Großteil des ersten Quartals ebenfalls vom Lockdown betroffen sein sollte, rechne man auch für das erste Quartal mit einem Minus (-0,5%). Richtig sei aber auch, dass die vom ifo-Geschäftsklima angezeigte Stärke im verarbeitenden Gewerbe das Hauptargument dafür sei, dass die Rezession im Winterhalbjahr viel milder ausfallen dürfte als die im Frühjahr 2020.

Positive Aussichten für nächstes Jahr

Aber wo viel Schatten ist, da erkennt man auch Licht am Ende des Tunnels? Dr. Jörg Krämer erwähnt auch positive Aussichten dank aufgesparter Geldbeträge bei den Konsumenten, die nach der Krise umfangreich in den Konsum fließen könnten (steht die Inflation ins Haus?). Zitat Dr. Jörg Krämer:

Nach der winterlichen Corona-Rezession sollte sich die Wirtschaft jedoch kräftig erholen. Erstens dürfte die Zahl der Neuinfektionen wie in diesem Frühjahr mit den wärmeren Temperaturen zurückgehen. Zweitens sorgen die Impfungen für mehr Zuversicht bei den Bürgern. Drittens haben viele Menschen wegen der beiden Lockdowns beträchtliche Ersparnisse gebildet. Diese belaufen sich bisher auf 4,5% des jährlichen verfügbaren Einkommens. Geben die Konsumenten ab dem Frühjahr nur einen Teil davon aus, schiebt das die Konjunktur kräftig an. Für den Durchschnitt des kommenden Jahres erwarten wir für das Bruttoinlandsprodukt ein Plus von 4,5%.

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Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

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Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

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Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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