Europa

ifo-Institut und IW senken Konjunkturprognose für Deutschland

Containerschiff im Hamburger Hafen

Heute früh senken das ifo-Institut und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ihre Konjunkturprognose für Deutschland. Laut IW soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um drei Prozent wachsen – die vorige Prognose aus Dezember lag noch bei +4 Prozent. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle dazu alle Detailaussagen des IW.

ifo mit Senkung der Konjunkturprognose

Auch das ifo-Institut hat heute seine Konjunkturprognose abgesenkt. Man sehe die Wirtschaftsentwicklung in diesem Jahr pessimistischer als noch im Dezember (+4,2), mit einer jetzigen Erwartung an das BIP-Wachstum von 3,7 Prozent. Die Coronakrise ziehe sich hin und verschiebe den erwarteten kräftigen Aufschwung nach hinten. Für das Jahr 2022 erwarte man nun 3,2 Prozent Wachstum anstatt 2,5 Prozent. Insgesamt würden sich laut ifo die Kosten der Coronakrise für die Jahre 2020 bis 2022 auf 405 Milliarden Euro belaufen – gemessen an entfallender Wirtschaftsleistung.

Die Zahl der Arbeitslosen wird laut ifo-Institut von 2,70 Millionen 2020 über 2,65 in diesem auf 2,44 Millionen im Jahr 2022 leicht sinken. Gleichzeitig erwartet man, dass die Verbraucherpreise stärker anziehen von +0,5 Prozent 2020 über plus 2,4 Prozent in diesem Jahr. Im Jahr 2022 sollen sie dann um 1,7 Prozent steigen. Das Staatsdefizit dürfte dieses Jahr laut ifo von 139,6 Milliarden Euro auf 122,9 sinken und schließlich nur noch 61,2 Milliarden im nächsten Jahr erreichen.

Die Konjunkturprognose hänge allerdings entscheidend vom weiteren Pandemieverlauf ab. Sollten die Umsätze in den von der Coronakrise unmittelbar betroffenen Dienstleistungs-Branchen um weitere drei Monate auf dem niedrigen Niveau des ersten Quartals verharren, so würde der Anstieg der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 0,3 Punkte niedriger ausfallen und nur bei 3,4 Prozent liegen, so ifo. Im Jahr 2022 wäre der Anstieg dann nur noch um 0,2 Punkte höher, bei ebenfalls 3,4 Prozent. Die Gesamtkosten der Coronakrise, gemessen als Ausfall der Wirtschaftsleistung in den Jahren 2020 bis 2022, würden allerdings um 13 Milliarden Euro steigen.

Grafik zeigt Daten zur Konjunkturprognose des ifo-Instituts im Detail



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1 Kommentar

  1. Nette Märchenprognose für die kommenden 12 Monate vom Ifo-Institit !

    Weniger Arbeitslose ? Keine Geschäftspleiten ? Offiziell bestimmt nicht !

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