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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Immer mehr wird auf Bankkonten gespart – die EZB kann den Menschen nicht umprogrammieren!

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Als die EZB die Zinsen abschaffte, für Banken sogar auf -0,4% setzte, und den Anleihemarkt begann leerzukaufen (mit bisher mehr als 2,5 Billionen Euro), hatte man eine Grundidee. Geld sollte billig werden, und die Banken sollten vom Anleihemarkt verdrängt werden, damit sie es stattdessen an Kreditkunden herausreichen. Damit sollten die Kreditkunden (vor allem die Gewerbetreibenden) die Konjunktur anheizen, neue Jobs schaffen, und letztlich die Inflation ankurbeln.

Das war das offizielle Ziel der EZB. Inoffiziell (jeder weiß es, niemand sagt es) wollte man Länder wie Italien vor dem Bankrott retten, in dem man in großem Umfang italienische Staatsanleihen kaufte, und für die Eurostaaten die Zinslasten extrem absenkte. Aber das ist ein anderes Thema. Und was war mit dem Bürger, dem einfachen Konsumenten? Was sollte er tun? Auf die Frage, was der deutsche Sparer denn tun solle bei nicht mehr vorhandenen Zinsen und dank Inflation realen Negativzinsen, antwortete Mario Draghi schon mal, dass die Leute ja als Alternative Aktien kaufen könnten.

Und ja, das ist ein Teil der Antwort. Aber vor allem wollte die EZB, dass die Privatkonsumenten ihr Erspartes verpulvern, in den Konsum pumpen, Fernseher, Autos und Möbel kaufen (vereinfacht ausgedrückt). Auch dadurch sollte volkswirtschaftlich gesehen mehr Aktivität entstehen, und somit auch mehr Inflation. Denn nach der Finanzkrise gab es in der Tat die Gefahr einer Deflation.

Und was zeigt sich Jahre später? Wir haben es schon mehrmals in den letzten Jahren angesprochen. Von Psychologie scheinen die Damen und Herren im EZB-Turm nicht all zu viel zu verstehen. Auch wir bei FMW sind keine Psychologen, aber der normale Menschenverstand reicht da schon aus. Was macht der Otto-Normal-Verbraucher, wenn er keine Zinsen mehr aufs Sparbuch erhält? Hebt er das Geld ab und gibt es aus? Nein, er/sie möchte in der Regel was fürs Alter auf die hohe Kante legen. Und da der erwartete Geldbetrag dank entfallender Zinsen im Alter geringer ausfallen wird, spart der Bürger bei Nullzinsen noch mehr als vorher. Mehr zurückgelegtes Geld soll die entfallenen Zinsen ersetzen.

Das sieht man aktuell auch im heute veröffentlichten Deutschlandmonitor der Deutschen Bank, wo es um die Finanzen privater Haushalte geht. Demnach haben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2018 mit 108,7 Milliarden Euro so viel auf Bankkonten angelegt wie noch nie seit der Einführung des Euro. Alleine im vierten Quartal 2018 betrugen die Zuflüsse 46,1 Milliarden Euro. Die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr habe bei 5,2% gelegen.

Dieser Trend zum „Immer mehr Geld auf die hohe Kante legen“ wird für die Banken natürlich zum Problem. Denn je mehr überschüssige Gelder sie haben, desto mehr müssen sie bei der EZB hinterlegen und dort 0,4% Strafzins zahlen. Deswegen sprudeln auch die Gewinne der Bundesbank (als Vor Ort-Organ der EZB). Gerade erst hat sie satte 2,5 Milliarden Euro Überschuss für das Jahr 2018 an den Bundeshaushalt überwiesen. Die Deutsche Bank äußert sich aktuell wie folgt dazu, warum der Deutsche so viel spart. Zitat auszugsweise:

Im Jahr 2017 betrug die Sparquote in Deutschland beispielsweise rund 10% – das ist doppelt so hoch wie der Durchschnitt im Euroraum und mehr als dreimal so hoch wie der EU-Durchschnitt. Nur die Schweden sparten noch mehr, während spanische und britische Haushalte sogar negative Sparquoten aufwiesen. Die Sparquote der Deutschen ist außerdem seit der Wiedervereinigung mehr oder weniger unverändert geblieben. Trotz historisch niedriger Zinssätze sind Bankeinlagen – die wohl sicherste Form des Sparens – weiterhin die wichtigste Form der Geldanlage in Deutschland. Im Jahr 2018 entfielen auf sie 42% des Finanzvermögens der Deutschen; das entspricht der enormen Summe von EUR 2.157 Mrd.

Hier einige ausgewählte Aussagen auch zu Krediten:

Die privaten Haushalte in Deutschland erhöhten ihre Bankkredite im vierten Quartal 2018 netto um EUR 11,7 Mrd., der höchste Wert in einem Schlussquartal seit der Jahrtausendwende. Insgesamt erreichte die Nettokreditaufnahme der Haushalte für 2018 damit den Rekordwert von EUR 48,9 Mrd. und toppte noch das Plus des Vorjahres von 41,7 Mrd. Die jährliche Wachstumsrate überstieg 2018 erstmals seit 2000 wieder die 4%-Marke. Sie ist in Deutschland seit 2012 höher als im Durchschnitt des Euroraums; dort lag sie 2018 bei 3%.

Einlagen:

Den Großteil ihrer neuen Einlagen legten die deutschen Privathaushalte wie schon in den Vorquartalen als Sichteinlagen an (EUR 42,2 Mrd. ggü. Vq.; 8,5% ggü. Vj.). Termineinlagen stiegen im vierten Quartal um den relativ hohen Betrag von EUR 2 Mrd. (1,3% ggü. Vj.). Die Spareinlagen wuchsen um EUR 1,9 Mrd., blieben aber aufgrund der unterjährigen Abflüsse um 0,7% unter dem Vorjahresbestand. Seit Jahren verzeichnen Spareinlagen überhaupt nur im Schlussquartal Zuflüsse. Die Sparkassen profitierte von in Q4 am meisten vom Einlagenwachstum. Sie erhielten EUR 28,8 Mrd. oder knapp zwei Drittel der neuen Sichteinlagen, obwohl ihr Marktanteil in diesem Segment mit gut einem Drittel deutlich darunter liegt. Außerdem sammelten die Sparkassen EUR 5 Mrd. an Spareinlagen ein.

EZB Banken Sparen
Beispielfoto aus einer Bankberatung. Foto: Foto: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

2 Kommentare

2 Comments

  1. Columbo

    5. März 2019 18:33 at 18:33

    Er spart Geld, nicht Gold, nicht Silber, nicht Aktien, nicht Diamanten, nicht einmal Rolexuhren, sondern einfach nur Geld. Geld, dessen Wert ab 2020, wie Markus Krall voraussagt, gegen Null gehen wird. Und Null ist nicht besonders viel.

  2. sabine

    8. März 2019 13:07 at 13:07

    Das Wichtige ist immer: Was kommt unterm Strich raus?
    Der Deutsche konnte noch nie rechnen, nur tüpfteln. (Dem Ingenör ist nix zu schwör. Wir haben bei uns das ganze Haus voll. Autoindustrie.)
    – Z.B. wenn ich gegen die GEZ klage? Viel Zeit- und Geldinvest… Rentiert sich für mich nicht. Viele machen es aus Prinzip!
    – Dasselbe mit neuen Autos kaufen. Wenn man ein neues Auto kauft, ist nach der Unterschrift das Auto bereits 5-10% weniger wert. Aber man will ja keinen vollgepupsten Sessel haben. Ich kauf BMW von 2000 Diesel !! mit 175.000km für 3.000€. Neupreis war 32.000€!
    – Die Engländer dagegen können rechnen. Nettozahler rentiert sich nicht.

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Behörden-Fake, Einlagen, Kredite, Lizenzen, : BaFin mit Verboten und Hinweisen

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Es ist mal wieder Traumtänzer-Zeit bei FMW. Immer wieder geistern „Patienten“ durch die Lande, die sich als Anlageberater, Kreditvermittler, Geldvermehrer, Broker oder sonst was ausgeben. Alles ganz ohne Banklizenz oder sonstige Lizenz aus Finanzdienstleister, versteht sich! Aktuell hat die BaFin mehrere Verbote ausgesprochen und Infos veröffentlicht. Aber bevor wir dazu kommen, hier eine neue Masche. Betrüger scheinen sich der BaFin selbst zu bedienen, und sich zum Beispiel als Mitarbeiter der Behörde auszugeben. Zitat BaFin dazu:

Der BaFin sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen ein angeblicher BaFin-Mitarbeiter Verbraucherinnen und Verbraucher per Telefon kontaktiert haben soll. Der angebliche BaFin-Mitarbeiter habe Unterstützung bei Geschäften mit Bitcoin sowie Entschädigungszahlungen in Aussicht gestellt. Die BaFin nimmt dies zum Anlass, um grundsätzlich auf Folgendes hinzuweisen: Die Kernaufgabe der BaFin ist die Aufsicht über die von ihr zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Bank-, Finanzdienstleistungs- und Versicherungsunternehmen. Darüber hinaus befasst sie sich auch mit Grundsatzfragen des Verbraucherschutzes und bearbeitet konkrete Anfragen und Beschwerden zu Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen. Die BaFin wendet sich nicht an Einzelpersonen, um sie im Hinblick auf konkret zu tätigende Bank-, Finanzdienstleistungs- oder Versicherungsgeschäfte zu beraten. Sie beteiligt sich auch nicht an der Durchführung derartiger Geschäfte. Die BaFin ist zudem ausschließlich im öffentlichen Interesse tätig. Es ist ihr daher untersagt, zivilrechtliche Ansprüche für einzelne Personen gegenüber Dritten durchzusetzen. Die BaFin bittet alle Personen, die mit einem entsprechenden Angebot in Kontakt kommen, dieses abzulehnen und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten.

Und hier eine weitere BaFin-Masche:

Die BaFin weist darauf hin, dass sie keine Personen zur Eröffnung von Konten bei Kreditinstituten zu Testzwecken anwirbt. Der BaFin sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen unbekannte Täter unter dem Namen der BaFin Personen per Telefon oder Online kontaktiert haben. Die Täter haben die Personen aufgefordert, ein Testkonto bei einem Kreditinstitut zu eröffnen. Zur Eröffnung des Testkontos im Rahmen eines Video-oder Foto-Ident-Verfahrens sollen die angesprochenen Personen ihren Personalausweis zeigen bzw. ein Foto des Personalausweises und ein „Selfie“ zur Verfügung stellen. Das Konto soll dann in einem Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten getestet werden. Dafür wird den Testpersonen eine Vergütung versprochen. Unter diesem Vorwand versuchen die unbekannten Täter, unter dem Namen der angesprochenen Personen ein Konto bei dem Kreditinstitut zu eröffnen. Es besteht der Verdacht, dass dieses anschließend für kriminelle Zwecke genutzt werden könnte. Die BaFin bittet alle Personen, die mit einem entsprechenden Angebot in Kontakt kommen, dieses abzulehnen und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. In diesem Zusammenhang möchte die BaFin auf ihre Warnung vom 26. März 2019 hinweisen, in der eine ähnliche Betrugsmasche dargestellt wird.

Hier die aktuellsten Traumtänzer-Warnungen und Infos von der BaFin im Wortlaut:

RWC Real Win Club

RWC Real Win Club UG (haftungsbeschränkt): BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des Einlagengeschäfts an

Die BaFin hat der RWC Real Win Club UG (haftungsbeschränkt), Düsseldorf, mit Bescheid vom 6. März 2019 aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft sofort einzustellen und die unerlaubt betriebenen Geschäfte abzuwickeln. Die RWC Real Win Club UG (haftungsbeschränkt) hatte auf Grundlage von Verträgen über partiarische Darlehen gewerbsmäßig Gelder angenommen, die unbedingt rückzahlbar waren, ohne dass der Rückzahlungsanspruch in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft war. Damit betreibt die RWC Real Win Club UG (haftungsbeschränkt) das Einlagengeschäft nach § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG), ohne über die dafür erforderliche Erlaubnis der BaFin zu verfügen. Die Abwicklungsanordnung verpflichtet die RWC Real Win Club UG (haftungsbeschränkt), die angenommenen Gelder unverzüglich zurückzuzahlen. Der Bescheid der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

IFC South-East-Asia

IFC South-East-Asia Investment and Technology Corp. kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut

Die BaFin weist darauf hin, dass sie der IFC South-East-Asia Investment and Technology Corp. keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland erteilt hat. Das Unternehmen untersteht nicht der Aufsicht der BaFin. Die IFC South-East-Asia Investment and Technology Corp. spricht potenzielle deutsche Kunden per Zeitungsanzeige an und wirbt mit „Darlehen zu einem eff. Zins p.a. 1,50% und endfaelliger Tilgung“. Die IFC South-East-Asia Investment and Technology Corp. gibt ihren Unternehmenssitz nicht an. Die von dem Unternehmen im E-Mail-Verkehr verwendete Domain intfincorp.com ist anonym registriert. Die BaFin weist darauf hin, dass unerlaubt tätige Unternehmen häufig ähnliche Namen wie etablierte Institute wählen, um bei potenziellen Kunden Vertrauen zu erwecken. Die IFC South-East-Asia Investment and Technology Corp. suggeriert mit der von ihr verwendeten Domain intfincorp.com eine Verbindung zur International Finance Corporation, Washington, Vereinigte Staaten von Amerika. Eine solche Verbindung besteht nicht.

ME NASHUA Michael Erdmann

ME NASHUA Michael Erdmann Vertriebs GmbH: BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des Kreditgeschäfts an

Die BaFin hat der ME NASHUA Michael Erdmann Vertriebs GmbH, Ismaning, mit Bescheid vom 13. Mai 2019 die sofortige Einstellung und die unverzügliche Abwicklung des Kreditgeschäfts aufgegeben. Die Gesellschaft verkauft Bürogeräte und bietet ihren Neukunden Kredite an, mit denen die Kunden ihre Mietverträge über Bürogeräte Dritter vorzeitig ablösen können. Hierdurch betreibt sie das Kreditgeschäft, ohne über eine Erlaubnis der BaFin zu verfügen. Das Unternehmen ist verpflichtet, das Angebot unverzüglich einzustellen und bestehende Darlehensvereinbarungen durch vertragsgemäße Kündigung der Vereinbarungen abzuwickeln. Der Bescheid ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

BaFin
Die BaFin-Zentrale in Frankfurt. Foto: © Kai Hartmann Photography / Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

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Grundrente – die peinliche Lachnummer des Hubertus H.

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Drei Millionen Menschen in Deutschland mit einem Mini-Rentenanspruch will Bundessozialminister Hubertus Heil helfen. Sie sollen über die Grundrente im Alter deutlich mehr Geld in der Tasche haben. Ein honoriges Ziel! Aber ist es etwa reiner Zufall, dass der gute Minister Hubertus H. (SPD) ganze vier Tage vor der Wahl zum EU-Parlament auf die Idee kommt seinen großen Plan zur Grundrente zu veröffentlichen? Warum nicht schon vor sechs Monaten? Und wird diese an sich gute Idee nach der Wahl gleich wieder tief unten in der Schublade des Herrn Minister verschwinden?

Aber schauen wir doch mal auf die Details. Hier eine Beispielrechnung aus dem Ministerium. Eine Friseurin hat 40 Jahre lang gearbeitet. Ihr Einkommen lag nur bei 40% des deutschen Durchschnittseinkommens. Damit komme sie momentan auf einen monatliche Rentenauszahlung von 512 Euro, also nichts! Mit der nun angedachten Grundrente wären es monatlich 960 Euro. Das ist doch mal eine Hausnummer, Hut ab! Altersarmut bei Millionen von Menschen wird nämlich eines der wichtigsten, wenn nicht gar das wichtigste Thema der nächsten Jahrzehnte sein!

Aber wie will der gute Herr Heil diesen Geldsegen finanzieren? Schon gestern hatten wir darüber berichtet. Aber inzwischen liegen konkrete Aussagen des Ministers vor. Erstmal zu den Kosten. Von 2021 bis 2025 soll die Grundrente insgesamt 21,5 Milliarden Euro kosten. Genau im Jahr 2021 würden 3,8 Milliarden Euro anfallen, danach wären es pro Jahr 4,8 Milliarden Euro.

Kosten und Gegenfinanzierung für die Grundrente

Und jetzt kommt der Oberhammer. Zuerst die einzige vernünftige Maßnahme, die sich Heil ausgedacht hat für die Gegenfinanzierung der Grundrente. Die Mövenpiksteuer (reduzierter Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen) soll rückgängig gemacht werden. Da das aber nicht ausreicht, sollen auch Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer herangezogen werden. Aber hähhhh? Moment mal. Die existiert ja noch gar nicht. Ob, wie, wann und wo sie kommt, steht noch gar nicht fest. Also, Ausgabenmodelle rechnen aufgrund von Steuern, die noch nicht einmal gesetzlich beschlossen sind, geschweige denn konkret angedacht sind? Ein unglaublich unseriöser Vorgang! Populismus pur? Nochmal: Es geht hierbei um die auf EU-Ebene erst noch einzuführende Finanztransaktionssteuer ab dem Jahr 2021. Ob sie überhaupt kommt, ist unklar! Und dann zu guter letzt noch die Krönung. Linke Tasche Rechte Tasche nennt man so was.

Was die eine Sozialversicherung an Mehrkosten haben würde (mehr Belastung für die Rentenkasse durch die Grundrente), sollen andere Sozialtöpfe dann eben tragen, in dem sie Geld zweckentfremdet zur Rentenkasse rüberschieben. Müssten dann gesetzliche Krankenversicherungen und die Arbeitslosenversicherung ihre Beitragssätze anheben, damit die Grundrente bezahlt werden kann? Vielleicht, wenn die Konjunktur nicht gerade explosionsartig weiter wächst. Prost Mahlzeit Herr H. Die Idee verarmten Rentnern ein würdiges Auskommen zu geben ist natürlich sehr gut und wichtig! Aber bei der Gegenfinanzierung, da bitten wir darum sich nochmal auf die stille Treppe zu setzen und sich etwas neues einfallen zu lassen.

Hubertus Heil und seine Grundrente
Hubertus Heil. Quelle:Susi Knoll / Hubertus Heil

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Was weiß Böhmermann? „Wenn es hart auf hart kommt, sind wir mit einem Panzer in 30 Minuten in Salzburg“

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Bekanntlich gibt es in Österreich politische Turbulenzen erster Güter nach der Veröffentlichung des Strache-Videos – und nach wie vor ist rätselhaft, welche Rolle Jan Böhmermann dabei spielt! Inzwischen ist „was weiß Böhmermann“ zu einem geflügelten Wort geworden..

Bereits im Appirl nämlich hatte Böhmermann bei einem Auftritt in Österreich die damals seltsam erscheinenden Worte gesagt, dass er „gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza“ sei.

Und letzten Donnerstag, also ein Tag vor der Veröffentluchung des Strache-Videos am letzten Freitag durch Spiegel Online und Süddeutsche Zeitung, hatte Böhmermann geraunt: „Kann sein, dass morgen Österreich brennt“.

Und wie es „brennt“, unser schönes Österreich! Aber Böhmermann wäre nicht Böhmermann, wenn er nicht noch einmal nachlegen würde mit harschen Aussagen gegen Kanzler Kurz („Versicherungsvertreter“) und Strache. Der ORF, ohnehin unter Druck im Alpenland, musste sich denn auch schnell distanzieren von den Aussagen Böhmermanns und dabei auf die künstlerische Freiheit verweisen, warum man das folgende Interview dennoch sendete. In jedem Fall lustig!


Von Jonas Rogowski – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31657596

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