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Immer wieder Tesla: Die Aktie steigt von Hoch zu Hoch – Elon Musk pusht und pusht

Dienstag fand die Hauptversammlung von Tesla statt. Wohl nur der Event selbst, und nur die Tatsache, dass der „Godfather of Elektroauto“ Elon Musk überhaupt gesprochen hat, dürfte die Aktie weiter…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Dienstag fand die Hauptversammlung von Tesla statt. Wohl nur der Event selbst, und nur die Tatsache, dass der „Godfather of Elektroauto“ Elon Musk überhaupt gesprochen hat, dürfte die Aktie weiter gepusht haben. Und er weiß, was seine Jünger hören wollen. Je größer die Ankündigungen toller neuer Projekte, desto größer auch die Euphorie. Die bisherigen Produktionskapazitäten bei Tesla platzen laut Musk jetzt schon aus allen Nähten.

Daher plane man bei Tesla drei neue Fabriken zu bauen. Auf lange Sicht könnte man sogar 10-20 neue Fabriken bauen. Wow, bei so vielen neuen Fabriken, da ist noch ein gigantisches Wachstum in Aussicht, muss sich der Zuhörer denken. Nach gerade mal 84.000 produzierten Autos letztes Jahr sollen es 2018 bereits 500.000 werden. Alles fiebert jetzt hin auf die startende Auslieferung des Modell 3 im nächsten Monat!

Von da an soll die Produktionsmenge explodieren, so ist es anzunehmen. Und nicht nur das. Bevor das Modell 3 überhaupt auf den Markt kommt, präsentierte Musk gestern ein erstes Foto des neuen Modell Y. Den Kompakt-Geländewagen stellt er bereits für 2019 in Aussicht. Motto: Je mehr Superlative man präsentiert, desto eher denkt der Börsianer wohl „da wird schon was dran sein“.

Klar, am Ende kann sich all die Euphorie als berechtigt herausstellen, aber die Fallhöhe nimmt immer mehr zu, und das Risiko wird immer größer, dass all das in einer Luftnummer endet (oder ist es schon eine Luftnummer, und die meisten haben es noch nicht gemerkt?). Die Marktkapitalisierung von Tesla liegt jetzt bei sagenhaften 59 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs steigt immer weiter. Alleine seit Anfang des Jahres stieg die Aktie von 225 auf jetzt 359 Dollar, ein Plus von 60%.

Welche Superlative stehen noch an?

Das Truck-Programm „Tesla-Semi“ solle an den Start gehen in 18-24 Monaten. Und da solle auch noch etwas Unbekanntes hinzukommen, so Musk. Ach ja, und durch den gestiegenen Aktienkurs sowie gestiegenen Umsatz der Firma ist die Aktie in den „Fortune 500“-Index aufgenommen worden. Das verleiht der Aktie noch mehr Beachtung! Da interessiert schon gar nicht mehr, dass Goldman vor wenigen Wochen sagte man setze das Kursziel bei 190 Dollar an, da die durchschnittliche Markterwartung für das zweite Halbjahr viel zu hoch erscheine.

Außerdem werde vermutlich der Verkauf des neuen Modells 3 zu Lasten des Modells S gehen. Auch Morgan Stanley sieht Tesla zuletzt sehr kritisch. Es sei nämlich immer schwerer vorstellbar, dass Tesla ein dominanter Spieler im Markt für Elektroautos sein werde. Anfang der Woche hat „Pacific Crest“ für die Tesla-Aktie ein Kursziel von 439 Dollar ausgegeben, bei einem aktuellen Kurs von 359 Dollar. Als Grund nannte man den kurz bevorstehenden Start des Modell 3.

Letztlich ist es egal, ob es echte harte Gründe für den Kursanstieg sind. Wenn es keine Gründe gäbe, würde man sich welche basteln. Tesla ist ein Phänomen, wie es sie alle Jahre immer wieder gibt an der Börse. Aber der Hype hält bei Tesla schon eine ganze Zeit an. Wir haben es langsam aufgegeben hartnäckig und detailliert auf die ausufernde Bewertung des Unternehmens hinzuweisen (2018er KGV-Erwartung -413). Die Produktion des Modell 3 ist fundamental schon längst im Kurs inkludiert. Um zu halbwegs normalen Bewertungen zu kommen nach dem vollen Start der Produktion, müsste die Nachfrage schon exorbitant höher ausfallen, als es selbst die kühnsten Analysten bisher erwarten.

Abschließend nochmal unsere Gratulation an alle, die immer noch in der Aktie investiert sind. Aktie behalten oder Gewinne mitnehmen? Wir halten uns da raus…


Die Tesla-Aktie seit August 2016.

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    8. Juni 2017 11:49 at 11:49

    „… ein erstes Foto des neuen Modell Y.“
    Anscheinend haben die Tesla-Fans einen an der Mütze, wenn sie sich von einem solchen „Foto“ beeindrucken lassen.

    Aber hinter dem Kursanstieg muss doch einfach mehr stecken, als nackte Spekulation.
    Es gibt ja neben Musk noch drei weitere Großaktionäre. Stocken die weiter auf – und wenn ja, warum bei diesen Kursen?
    Umgekehrt, falls die skeptisch wären, würden sie bei diesen Kursen doch ihren Anteil reduzieren, oder?
    Und ich rede jetzt nicht von der amerikanischen Pensionskasse oder dem kleineren Investor auch China.

  2. Avatar

    Tesla Fan ?

    8. Juni 2017 12:24 at 12:24

    @Gerd, noch nichts verstanden,DIEJENIGEN DIE DIE KURSE RICHTIG HOCHTREIBEN SIND DIE GLEICHEN DIE DANN AUF EINEM GEWISSEN NIVEAU RICHTIG SHORTEN U.ALLE NACHZÜGLER GUCKEN DANN RICHTIG IN DIE RÖHRE ! Ich habe soeben Tesla Aktien gekauft weil die anscheinend pro verkauftem Fahrzeug nur 1800 Dollar Verlust machen u.nach Börsenbewertung fast die grösste Autofirma sind.

    • Avatar

      Gerd

      8. Juni 2017 13:01 at 13:01

      Also ich trenn mich erst dann von meinen Puts und kaufe die Aktie, wenn der Verlust demnächst mal auf 2000 Dollar steigt.
      Aber ansonsten: Warum sollte z.Bsp der mit rund 13% beteiligte Fidelity Fonds darauf warten, dass irgendjemand das shorten anfängt und dem Fonds damit seinen milliardenschweren Buchgewinn kaputtmacht.
      Und dass der Fonds bessere Firmeninformationen hat, als wir hier alle zusammen, sollte uns doch auch klar sein. Der würde sein Investment nicht in der Größe beibehalten, wenn ein Desaster ins Haus stehen könnte.
      Ich muss leider annehmen, dass der weiter steigende Notierungen erwartet.

  3. Avatar

    MuskTesla

    13. Juni 2017 15:09 at 15:09

    Investor Ron Baron: „Tesla-Aktie Kursziel 1000 Dollar“

    http://aktien-boersen.blogspot.de/2017/06/investor-ron-baron-tesla-steht-vor.html

  4. Avatar

    PK

    13. Juni 2017 16:20 at 16:20

    Investor Ron Baron: „Tesla-Aktie Kursziel 1000 Dollar“

    Also sollen wir nun glauben, daß es erstens nur noch E-Autos geben wird, und die überwiegend nur von Tesla gebaut werden ? Denn nur dann wäre die 1000 Dollar Bewertung gerechtfertigt.

  5. Avatar

    Dieter G.

    13. Juni 2017 16:53 at 16:53

    Tesla ist doch kein Kaugummihersteller. Dieses Unternehmen hat eine Strategie, ein Konzept, und auch noch gute Produkte. Man forscht und entwickelt in allen Gassen, baut mal nebenbei über SpaceX eine wiederverwendbare Rakete, und konzipiert ein Röhrensystem für zukünftige Reisen, mit dem man schneller als ein Flugzeug wäre.

    Ich verstehe die ganze Hetze nicht, weil sich hier ein Unternehmen aufstellt welches genau den Anforderungen entspricht, wie es in der Managementlehre beschrieben wird.

    Und nochmal: die deutsche Industrie hat mehrere Jahrzehnte gepennt, und Musk lässt in wenigen Jahren hunderte von Patenten rund um die Elektromobilität eintragen.

    Unsere ganzen Pennerkonzerne, sorry für den Ausdruck, den ich aber durchaus mit Inhalt füllen kann, sind mit Schein und Sein beschäftigt.

    Aber kauft ruhig Zalando, VW, Dt. Bank und Konsorten. Toi…toi…toi

    Alles Gute….Dieter

    • Avatar

      Gerd

      13. Juni 2017 20:52 at 20:52

      Dieter G.,
      dass SpaceX die ISS beliefert, hat mich auch sehr beeindruckt.

      Ich wage aber zu behaupten, dass SpaceX nix mit der hier in Rede stehenden Aktie zu tun hat – außer dass Mr. Musk auch bei SpaceX an oberster Stelle mitmischt.
      Und trotzdem reagieren die Teslaaktienkäufer völlig irrational auf jede einigermaßen positiv auslegbare Nachricht, wenn nur Mr. Musk irgendwas damit zu tun hat.

      • Avatar

        Dieter G.

        14. Juni 2017 09:40 at 09:40

        Gerd, natürlich kann man über Unternehmensbewertungen streiten. Es mag auch sein das der Aktienkurs zu hoch ist. Mich wundert halt nur die Vehemenz, mit der hier auf Tesla eingedroschen wird. Die machen tolle Autos, auch wenn der Kaufpreis exorbitant hoch ist, was aber bei der Stückzahl kein Wunder ist.

        Defakto stehen aber die europäischen Autobauer mit offenem Mund dar, und haben keinerlei Antworten auf die Vorgehensweise von Tesla.

        Der ganze Vorgang erinnert mich an Microsoft aus den 80er Jahren, als ich MS$-Aktien als Pennystocks gekauft habe.

        Für alle Tesla-Shorties: toi…toi…toi :-)

        Liebe Grüße…Dieter

        • Avatar

          Gerd

          14. Juni 2017 10:02 at 10:02

          Dieter, mir persönlich gefallen die Teslas optisch sehr gut.
          Bloß der hohe Kurs der Aktie gefällt mir als Tesla-shortie nicht. Und mein (unser) Unverständnis gegenüber dem aus meiner (unserer) Sicht mit viel zu viel Vorschusslorbeeren bedachten Aktienkurs mündet eben in Äußerungen, die Ihnen dann natürlich so vorkommen, als würde auf Tesla generell eingedroschen.

  6. Avatar

    Columbo

    13. Juni 2017 19:09 at 19:09

    Einfach dumm, aber die Tesla-Investoren werdens erst kapieren, wenns zu spät ist. Elektromobilität wird so lange ein Nischenprodukt bleiben, bis bessere Akkus entwickelt werden und das dauert(wurde auch schon hundertmal gesagt). Da nutzen die tollsten Autos nichts. Noch dazu wird Öl immer billiger. Einfach idiotisch.
    Die Börsenwerbung des Jahres könnte so lauten: „Wollen Sie bis Jahresende richtig reich werden? Dann shorten Sie Tesla“.

    • Avatar

      PK

      13. Juni 2017 19:46 at 19:46

      ob man sie jetzt shorten sollte lassen wir mal offen. Ich traus mich nicht.
      Die Tesla Aktie ist doch ein Musterbeispiel, wie wenig man teilweise an der Börse mit Logik und Vernunft ausrichten kann.
      Man muss versuchen, ungefähr 30 IQ Punkte loszuwerden, und sich in den Verstand des Durchschnittsinvestors zu versetzen. Der glaubt Elan Musk auch, wenn er verkündet demnächst den Mars besiedeln zu wollen (da war isch spätestens überzeugt, daß der Mensch einen richtigen Schaden hat)
      Denn wir müssen verstehen, daß es nicht die Schlauesten sind, die bestimmen wohin die Kurse gehen. Aber man ist eben dumm, wenn man genau das nicht begreift.
      Elan Musk versteht es immer wieder, im richtigen Moment mit weiteren Ankündigungen die Fans zu verzücken. (Model 3, Model Y, Elektrotruck).
      Es ist für ihn ein Wettlauf Cashburn gegen immer neue Phantasiestories, den er bislang für sich entschieden hat. Irgendwann verliert er, da bin ich sicher. Ich weiss aber nicht wann.

      • Avatar

        Columbo

        13. Juni 2017 21:16 at 21:16

        Ich trau mich auch nicht. Andererseits setzen sich an der Börse die Schlauen dann doch oft durch. Die, die Tesla shorten(aber sich nicht trauen, wie Sie und ich?).

    • Avatar

      Dieter G.

      14. Juni 2017 09:58 at 09:58

      Öl wird billiger, weil die Nachfrage stark sinkt bzw. sinken wird. Alles deutet auf ein Ende der fossilen Verbrenner hin. Hierzu gibt es auch ein durchaus lesenswertes Buch von Prof. Dudenhöfer, der von einem brutalen Ende der klassischen Automobilära ausgeht.

      Und wer entwickelt mit Hochdruck Akkus? Genau, Tesla :-) .

      So, und jetzt mach Dich mal locker ;-)

      Liebe Grüße…Dieter

      • Avatar

        columbo

        14. Juni 2017 12:28 at 12:28

        @Dieter G.
        Seit es Smartphones gibt, ist es nicht gelungen, die Akkuleistung wesentlich zu verbessern. Es wird nur an der Leistungsaufnahme herumgeschraubt, nicht bei den Akkus. Dabei wäre eine Verdoppelung der Akkuleistung ein Riesengeschäft am Smartphonemarkt, schließlich ist es DIE Achillesferse. Und Sie glauben, daß Tesla von jetzt auf heute neue Akkus entwickeln wird, wenn es nicht einmal die Smartphoneindustrie schafft. Ziemlich realitätsfern, oder?

        • Avatar

          Dieter G.

          14. Juni 2017 14:34 at 14:34

          Wenn mir vor 20 Jahren jemand gesagt hätte, ich könnte mit einem Drohnentaxi von Remscheid nach Mönchengladbach fliegen, den hätte ich reif für die Klapse erklärt. Oder das ich mich mit einem Seil dran hängen kann, und damit über Dächer und Berge fliege.

          Ich bin kein Ingenieur oder Wissenschaftler.

          Naja, realitätsfern? Ok, warum nicht?

    • Avatar

      Dieter G.

      14. Juni 2017 10:08 at 10:08

      Noch eine kleine Ergänzung. Einach mal nach dem Artikel suchen

      „München erwägt Fahrverbot für Dieselautos“

      Kam heute über den Ticker. Für mich sind die hieisgen Autobauer dem Untergang geweiht, weil sie zu träge und zu satt sind. Und ein Fahrverbot in München, wo BMW in Rufweite steht…das ist doch mal ´ne Ansage.

      • Avatar

        PK

        14. Juni 2017 10:27 at 10:27

        „Für mich sind die hieisgen Autobauer dem Untergang geweiht“

        ist doch völliger Unsinn. Die Wahrheit ist, daß diese Firmen nur Produkte herstellen, mit denen man Geld verdienen kann. Diesen Anspruch hat Musk offenbar nicht. Irgendwann wird das den Aktionären auffallen.
        Die etablierten „Dinosaurier“ warten in Ruhe ab, bis das (Geld verdienen) mit E-Autos möglich ist. Die Eintrittsbarriere für E-Autos ist quasi 0. Der Antriebsstrang ist extrem simpel im Vergleich zu einem Verbrenner.
        Und bei den Akkus hat EM auch nicht den geringsten Vorsprung, generell hat es hier wenig Fortschritte in den letzten 2 Jahren gegeben. Die Energiedichte ist wahrscheinlich wirklich schon nahe am Optimum.
        Bei den ganzen Model 3 würde ich auch mal abwarten, wie das mit dem Service läuft. Schon jetzt müssen ja die S-Kunden nach einem größeren Unfall mehrere Monate Leihwagen fahren. Nicht alle sind so leidensfähig. Einige sehen Autos einfach als Fortgewegungsmittel.

      • Avatar

        Gerd

        14. Juni 2017 11:29 at 11:29

        Erwogen wird ein Fahrverbot seit Langem ja auch schon in Stuttgart. Ist natürlich ein zusätzliches Argument. Aber unbedingt für Tesla? Auch, aber
        in erster Linie eigentlich nur, auf jeden Fall die Anschaffung eines DIESEL zu überdenken. Ob es deshalb ein Tesla sein muss, ist die andere Frage.

        OffTopic – und doch nicht OffTopic:
        Ich bin von der Atmung her beeinträchtigt und schaue mir vor sportlichen Aktivitäten regelmäßig die aktuellen Feinstaubwerte an – da wo ich gerade bin. Wird von vielen Landesämtern zeitnah im Stunden-Abstand veröffentlicht, so dass man echt was mit anfangen kann (In NRW unbrauchbar, da nur 24-Std. gleitender Durchschnitt. So jedenfalls noch 2016) Allerdings nur Feinstaub beobachtet, nicht Stickoxyde.
        1. Nach meinen Beobachtungen wirkt sich die Heizperiode an kalten Tagen viel stärker auf die Feinstaubbelastung aus als der Autoverkehr. Auch in diesem Jahr wieder: alles bestens, seitdem es wärmer wurde (Werte so um die 10-30; Grenzwert 50).
        Ganz selten gab es in den letzten Jahren mal einen Ausreißer, wo auch im Sommer an zwei, drei Tagen mit totaler Windstille und langer Trockenheit die Werte anstiegen.
        Hingegen: Letztes Silvester bis Neujahr gab es Werte von 600 bis 1200. Fünfmal schlimmer als oft Peking. Silvester werden jedes Jahr rund 4.000 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.
        Dazu dann, wie gesagt, die Befeuerungsanlagen um die Wohnung warm und gemütlich zu machen.

        Das Elektroauto allein schafft keine Luftqualität wie auf einer Nordseeinsel. Da werden wir – meiner Meinung nach- mal wieder ein ganz klein wenig für dumm verkauft.
        Und jetzt kommt es: Messungen zufolge entsteht der verkehrsbedingte Feinstaub der Partikelgröße PM10 (bis zehn Mikrometer Durchmesser) zu rund 85% durch Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb sowie durch die Aufwirbelung der Staubschicht auf den Fahrbahnen.

        Aber o.k., das ändert nichts daran, dass man den Bürgern nahelegt, sich ein E-Auto zu kaufen, (was Aktienkurse beflügeln kann).
        Statt zumindest in Großstädten mit ÖPN anzuregen, eine solche Art der Fortbewegung freiwillig zu reduzieren.
        2. OB Reiter in München stellt jetzt angeblich verwundert fest, dass nicht nur an den viel befahrenen Straßen die Werte erhöht sind sondern auch im gesamten Umfeldbereich.
        Ist natürlich wieder Augenwischerei. Das konnte jeder schon lange wissen, der die Werte regelmäßig verfolgt. Schließlich gibt es sogar extra für Vergleichszwecke Messstationen, die abseits der Straßen liegen. Sogar am Feld- und Wiesenrand.

        • Avatar

          PK

          14. Juni 2017 12:22 at 12:22

          die höhere Belastung im Winter liegt an der reduzierten Konvektion (vertikalaustausch). Im Winter hat man oft eine Inversion und einen niedrigen Deckel unter dem sich alles sammelt.

          • Avatar

            Gerd

            14. Juni 2017 12:51 at 12:51

            Bei Inversionswetterlage im Winter ist natürlich besonders übel.
            Doch selbst dann (aber nicht nur dann) fiel mir auf, dass eine am Ortsrand an Wiese und Botanik, abseits jeglichen Autoverkehrs gelegene Messstation oft dieselben überhöhten Werte aufzeigt wie eine direkt in der Innenstadt an der Hauptverkehrsader.
            Vergleichsweise selten zwar, aber immerhin manchmal, liegen die Werte am Ortsrand sogar höher als in der Stadt.

  7. Avatar

    Dirk

    14. Juni 2017 08:56 at 08:56

    Ich bin auch der Meinung, dass Tesla fundamental astronomisch bewertet ist, die Aktie aber nur deshalb zu shorten ist extrem riskant.
    Bei Tesla sind aktuell 31 Mio. Aktien leerverkauft, bei einem Freefloat von 119 Mio. sind das 26%! Bei jedem neuen All-Time-High werden demnach Shorties gezwungen sich einzudecken, was den Kurs dann weiter befeuert. Ich würde eher abwarten ob es hier ähnlich wie bei VW St. 2008 zu einem Short-Squeeze auf 500 $ oder auch höher kommt um danach short zu gehen. Solange die Short Quote bei über 20% liegt, sind shorts ein Spiel mit dem Feuer…

    • Avatar

      PK

      14. Juni 2017 10:38 at 10:38

      Das Wort „Überbewertung“ sollte man genauso wie „Unterbewertung“ aus seiner Denkweise streichen. Ich glaube dann würden sehr viele Brokerkonten noch leben wenn diesen Ratschlag mehr beherzigen würden.

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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