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Immer wieder Tesla: Die Aktie steigt von Hoch zu Hoch – Elon Musk pusht und pusht

Dienstag fand die Hauptversammlung von Tesla statt. Wohl nur der Event selbst, und nur die Tatsache, dass der „Godfather of Elektroauto“ Elon Musk überhaupt gesprochen hat, dürfte die Aktie weiter…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Dienstag fand die Hauptversammlung von Tesla statt. Wohl nur der Event selbst, und nur die Tatsache, dass der „Godfather of Elektroauto“ Elon Musk überhaupt gesprochen hat, dürfte die Aktie weiter gepusht haben. Und er weiß, was seine Jünger hören wollen. Je größer die Ankündigungen toller neuer Projekte, desto größer auch die Euphorie. Die bisherigen Produktionskapazitäten bei Tesla platzen laut Musk jetzt schon aus allen Nähten.

Daher plane man bei Tesla drei neue Fabriken zu bauen. Auf lange Sicht könnte man sogar 10-20 neue Fabriken bauen. Wow, bei so vielen neuen Fabriken, da ist noch ein gigantisches Wachstum in Aussicht, muss sich der Zuhörer denken. Nach gerade mal 84.000 produzierten Autos letztes Jahr sollen es 2018 bereits 500.000 werden. Alles fiebert jetzt hin auf die startende Auslieferung des Modell 3 im nächsten Monat!

Von da an soll die Produktionsmenge explodieren, so ist es anzunehmen. Und nicht nur das. Bevor das Modell 3 überhaupt auf den Markt kommt, präsentierte Musk gestern ein erstes Foto des neuen Modell Y. Den Kompakt-Geländewagen stellt er bereits für 2019 in Aussicht. Motto: Je mehr Superlative man präsentiert, desto eher denkt der Börsianer wohl „da wird schon was dran sein“.

Klar, am Ende kann sich all die Euphorie als berechtigt herausstellen, aber die Fallhöhe nimmt immer mehr zu, und das Risiko wird immer größer, dass all das in einer Luftnummer endet (oder ist es schon eine Luftnummer, und die meisten haben es noch nicht gemerkt?). Die Marktkapitalisierung von Tesla liegt jetzt bei sagenhaften 59 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs steigt immer weiter. Alleine seit Anfang des Jahres stieg die Aktie von 225 auf jetzt 359 Dollar, ein Plus von 60%.

Welche Superlative stehen noch an?

Das Truck-Programm „Tesla-Semi“ solle an den Start gehen in 18-24 Monaten. Und da solle auch noch etwas Unbekanntes hinzukommen, so Musk. Ach ja, und durch den gestiegenen Aktienkurs sowie gestiegenen Umsatz der Firma ist die Aktie in den „Fortune 500“-Index aufgenommen worden. Das verleiht der Aktie noch mehr Beachtung! Da interessiert schon gar nicht mehr, dass Goldman vor wenigen Wochen sagte man setze das Kursziel bei 190 Dollar an, da die durchschnittliche Markterwartung für das zweite Halbjahr viel zu hoch erscheine.

Außerdem werde vermutlich der Verkauf des neuen Modells 3 zu Lasten des Modells S gehen. Auch Morgan Stanley sieht Tesla zuletzt sehr kritisch. Es sei nämlich immer schwerer vorstellbar, dass Tesla ein dominanter Spieler im Markt für Elektroautos sein werde. Anfang der Woche hat „Pacific Crest“ für die Tesla-Aktie ein Kursziel von 439 Dollar ausgegeben, bei einem aktuellen Kurs von 359 Dollar. Als Grund nannte man den kurz bevorstehenden Start des Modell 3.

Letztlich ist es egal, ob es echte harte Gründe für den Kursanstieg sind. Wenn es keine Gründe gäbe, würde man sich welche basteln. Tesla ist ein Phänomen, wie es sie alle Jahre immer wieder gibt an der Börse. Aber der Hype hält bei Tesla schon eine ganze Zeit an. Wir haben es langsam aufgegeben hartnäckig und detailliert auf die ausufernde Bewertung des Unternehmens hinzuweisen (2018er KGV-Erwartung -413). Die Produktion des Modell 3 ist fundamental schon längst im Kurs inkludiert. Um zu halbwegs normalen Bewertungen zu kommen nach dem vollen Start der Produktion, müsste die Nachfrage schon exorbitant höher ausfallen, als es selbst die kühnsten Analysten bisher erwarten.

Abschließend nochmal unsere Gratulation an alle, die immer noch in der Aktie investiert sind. Aktie behalten oder Gewinne mitnehmen? Wir halten uns da raus…


Die Tesla-Aktie seit August 2016.

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    8. Juni 2017 11:49 at 11:49

    „… ein erstes Foto des neuen Modell Y.“
    Anscheinend haben die Tesla-Fans einen an der Mütze, wenn sie sich von einem solchen „Foto“ beeindrucken lassen.

    Aber hinter dem Kursanstieg muss doch einfach mehr stecken, als nackte Spekulation.
    Es gibt ja neben Musk noch drei weitere Großaktionäre. Stocken die weiter auf – und wenn ja, warum bei diesen Kursen?
    Umgekehrt, falls die skeptisch wären, würden sie bei diesen Kursen doch ihren Anteil reduzieren, oder?
    Und ich rede jetzt nicht von der amerikanischen Pensionskasse oder dem kleineren Investor auch China.

  2. Avatar

    Tesla Fan ?

    8. Juni 2017 12:24 at 12:24

    @Gerd, noch nichts verstanden,DIEJENIGEN DIE DIE KURSE RICHTIG HOCHTREIBEN SIND DIE GLEICHEN DIE DANN AUF EINEM GEWISSEN NIVEAU RICHTIG SHORTEN U.ALLE NACHZÜGLER GUCKEN DANN RICHTIG IN DIE RÖHRE ! Ich habe soeben Tesla Aktien gekauft weil die anscheinend pro verkauftem Fahrzeug nur 1800 Dollar Verlust machen u.nach Börsenbewertung fast die grösste Autofirma sind.

    • Avatar

      Gerd

      8. Juni 2017 13:01 at 13:01

      Also ich trenn mich erst dann von meinen Puts und kaufe die Aktie, wenn der Verlust demnächst mal auf 2000 Dollar steigt.
      Aber ansonsten: Warum sollte z.Bsp der mit rund 13% beteiligte Fidelity Fonds darauf warten, dass irgendjemand das shorten anfängt und dem Fonds damit seinen milliardenschweren Buchgewinn kaputtmacht.
      Und dass der Fonds bessere Firmeninformationen hat, als wir hier alle zusammen, sollte uns doch auch klar sein. Der würde sein Investment nicht in der Größe beibehalten, wenn ein Desaster ins Haus stehen könnte.
      Ich muss leider annehmen, dass der weiter steigende Notierungen erwartet.

  3. Avatar

    MuskTesla

    13. Juni 2017 15:09 at 15:09

    Investor Ron Baron: „Tesla-Aktie Kursziel 1000 Dollar“

    http://aktien-boersen.blogspot.de/2017/06/investor-ron-baron-tesla-steht-vor.html

  4. Avatar

    PK

    13. Juni 2017 16:20 at 16:20

    Investor Ron Baron: „Tesla-Aktie Kursziel 1000 Dollar“

    Also sollen wir nun glauben, daß es erstens nur noch E-Autos geben wird, und die überwiegend nur von Tesla gebaut werden ? Denn nur dann wäre die 1000 Dollar Bewertung gerechtfertigt.

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    Dieter G.

    13. Juni 2017 16:53 at 16:53

    Tesla ist doch kein Kaugummihersteller. Dieses Unternehmen hat eine Strategie, ein Konzept, und auch noch gute Produkte. Man forscht und entwickelt in allen Gassen, baut mal nebenbei über SpaceX eine wiederverwendbare Rakete, und konzipiert ein Röhrensystem für zukünftige Reisen, mit dem man schneller als ein Flugzeug wäre.

    Ich verstehe die ganze Hetze nicht, weil sich hier ein Unternehmen aufstellt welches genau den Anforderungen entspricht, wie es in der Managementlehre beschrieben wird.

    Und nochmal: die deutsche Industrie hat mehrere Jahrzehnte gepennt, und Musk lässt in wenigen Jahren hunderte von Patenten rund um die Elektromobilität eintragen.

    Unsere ganzen Pennerkonzerne, sorry für den Ausdruck, den ich aber durchaus mit Inhalt füllen kann, sind mit Schein und Sein beschäftigt.

    Aber kauft ruhig Zalando, VW, Dt. Bank und Konsorten. Toi…toi…toi

    Alles Gute….Dieter

    • Avatar

      Gerd

      13. Juni 2017 20:52 at 20:52

      Dieter G.,
      dass SpaceX die ISS beliefert, hat mich auch sehr beeindruckt.

      Ich wage aber zu behaupten, dass SpaceX nix mit der hier in Rede stehenden Aktie zu tun hat – außer dass Mr. Musk auch bei SpaceX an oberster Stelle mitmischt.
      Und trotzdem reagieren die Teslaaktienkäufer völlig irrational auf jede einigermaßen positiv auslegbare Nachricht, wenn nur Mr. Musk irgendwas damit zu tun hat.

      • Avatar

        Dieter G.

        14. Juni 2017 09:40 at 09:40

        Gerd, natürlich kann man über Unternehmensbewertungen streiten. Es mag auch sein das der Aktienkurs zu hoch ist. Mich wundert halt nur die Vehemenz, mit der hier auf Tesla eingedroschen wird. Die machen tolle Autos, auch wenn der Kaufpreis exorbitant hoch ist, was aber bei der Stückzahl kein Wunder ist.

        Defakto stehen aber die europäischen Autobauer mit offenem Mund dar, und haben keinerlei Antworten auf die Vorgehensweise von Tesla.

        Der ganze Vorgang erinnert mich an Microsoft aus den 80er Jahren, als ich MS$-Aktien als Pennystocks gekauft habe.

        Für alle Tesla-Shorties: toi…toi…toi :-)

        Liebe Grüße…Dieter

        • Avatar

          Gerd

          14. Juni 2017 10:02 at 10:02

          Dieter, mir persönlich gefallen die Teslas optisch sehr gut.
          Bloß der hohe Kurs der Aktie gefällt mir als Tesla-shortie nicht. Und mein (unser) Unverständnis gegenüber dem aus meiner (unserer) Sicht mit viel zu viel Vorschusslorbeeren bedachten Aktienkurs mündet eben in Äußerungen, die Ihnen dann natürlich so vorkommen, als würde auf Tesla generell eingedroschen.

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    Columbo

    13. Juni 2017 19:09 at 19:09

    Einfach dumm, aber die Tesla-Investoren werdens erst kapieren, wenns zu spät ist. Elektromobilität wird so lange ein Nischenprodukt bleiben, bis bessere Akkus entwickelt werden und das dauert(wurde auch schon hundertmal gesagt). Da nutzen die tollsten Autos nichts. Noch dazu wird Öl immer billiger. Einfach idiotisch.
    Die Börsenwerbung des Jahres könnte so lauten: „Wollen Sie bis Jahresende richtig reich werden? Dann shorten Sie Tesla“.

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      PK

      13. Juni 2017 19:46 at 19:46

      ob man sie jetzt shorten sollte lassen wir mal offen. Ich traus mich nicht.
      Die Tesla Aktie ist doch ein Musterbeispiel, wie wenig man teilweise an der Börse mit Logik und Vernunft ausrichten kann.
      Man muss versuchen, ungefähr 30 IQ Punkte loszuwerden, und sich in den Verstand des Durchschnittsinvestors zu versetzen. Der glaubt Elan Musk auch, wenn er verkündet demnächst den Mars besiedeln zu wollen (da war isch spätestens überzeugt, daß der Mensch einen richtigen Schaden hat)
      Denn wir müssen verstehen, daß es nicht die Schlauesten sind, die bestimmen wohin die Kurse gehen. Aber man ist eben dumm, wenn man genau das nicht begreift.
      Elan Musk versteht es immer wieder, im richtigen Moment mit weiteren Ankündigungen die Fans zu verzücken. (Model 3, Model Y, Elektrotruck).
      Es ist für ihn ein Wettlauf Cashburn gegen immer neue Phantasiestories, den er bislang für sich entschieden hat. Irgendwann verliert er, da bin ich sicher. Ich weiss aber nicht wann.

      • Avatar

        Columbo

        13. Juni 2017 21:16 at 21:16

        Ich trau mich auch nicht. Andererseits setzen sich an der Börse die Schlauen dann doch oft durch. Die, die Tesla shorten(aber sich nicht trauen, wie Sie und ich?).

    • Avatar

      Dieter G.

      14. Juni 2017 09:58 at 09:58

      Öl wird billiger, weil die Nachfrage stark sinkt bzw. sinken wird. Alles deutet auf ein Ende der fossilen Verbrenner hin. Hierzu gibt es auch ein durchaus lesenswertes Buch von Prof. Dudenhöfer, der von einem brutalen Ende der klassischen Automobilära ausgeht.

      Und wer entwickelt mit Hochdruck Akkus? Genau, Tesla :-) .

      So, und jetzt mach Dich mal locker ;-)

      Liebe Grüße…Dieter

      • Avatar

        columbo

        14. Juni 2017 12:28 at 12:28

        @Dieter G.
        Seit es Smartphones gibt, ist es nicht gelungen, die Akkuleistung wesentlich zu verbessern. Es wird nur an der Leistungsaufnahme herumgeschraubt, nicht bei den Akkus. Dabei wäre eine Verdoppelung der Akkuleistung ein Riesengeschäft am Smartphonemarkt, schließlich ist es DIE Achillesferse. Und Sie glauben, daß Tesla von jetzt auf heute neue Akkus entwickeln wird, wenn es nicht einmal die Smartphoneindustrie schafft. Ziemlich realitätsfern, oder?

        • Avatar

          Dieter G.

          14. Juni 2017 14:34 at 14:34

          Wenn mir vor 20 Jahren jemand gesagt hätte, ich könnte mit einem Drohnentaxi von Remscheid nach Mönchengladbach fliegen, den hätte ich reif für die Klapse erklärt. Oder das ich mich mit einem Seil dran hängen kann, und damit über Dächer und Berge fliege.

          Ich bin kein Ingenieur oder Wissenschaftler.

          Naja, realitätsfern? Ok, warum nicht?

    • Avatar

      Dieter G.

      14. Juni 2017 10:08 at 10:08

      Noch eine kleine Ergänzung. Einach mal nach dem Artikel suchen

      „München erwägt Fahrverbot für Dieselautos“

      Kam heute über den Ticker. Für mich sind die hieisgen Autobauer dem Untergang geweiht, weil sie zu träge und zu satt sind. Und ein Fahrverbot in München, wo BMW in Rufweite steht…das ist doch mal ´ne Ansage.

      • Avatar

        PK

        14. Juni 2017 10:27 at 10:27

        „Für mich sind die hieisgen Autobauer dem Untergang geweiht“

        ist doch völliger Unsinn. Die Wahrheit ist, daß diese Firmen nur Produkte herstellen, mit denen man Geld verdienen kann. Diesen Anspruch hat Musk offenbar nicht. Irgendwann wird das den Aktionären auffallen.
        Die etablierten „Dinosaurier“ warten in Ruhe ab, bis das (Geld verdienen) mit E-Autos möglich ist. Die Eintrittsbarriere für E-Autos ist quasi 0. Der Antriebsstrang ist extrem simpel im Vergleich zu einem Verbrenner.
        Und bei den Akkus hat EM auch nicht den geringsten Vorsprung, generell hat es hier wenig Fortschritte in den letzten 2 Jahren gegeben. Die Energiedichte ist wahrscheinlich wirklich schon nahe am Optimum.
        Bei den ganzen Model 3 würde ich auch mal abwarten, wie das mit dem Service läuft. Schon jetzt müssen ja die S-Kunden nach einem größeren Unfall mehrere Monate Leihwagen fahren. Nicht alle sind so leidensfähig. Einige sehen Autos einfach als Fortgewegungsmittel.

      • Avatar

        Gerd

        14. Juni 2017 11:29 at 11:29

        Erwogen wird ein Fahrverbot seit Langem ja auch schon in Stuttgart. Ist natürlich ein zusätzliches Argument. Aber unbedingt für Tesla? Auch, aber
        in erster Linie eigentlich nur, auf jeden Fall die Anschaffung eines DIESEL zu überdenken. Ob es deshalb ein Tesla sein muss, ist die andere Frage.

        OffTopic – und doch nicht OffTopic:
        Ich bin von der Atmung her beeinträchtigt und schaue mir vor sportlichen Aktivitäten regelmäßig die aktuellen Feinstaubwerte an – da wo ich gerade bin. Wird von vielen Landesämtern zeitnah im Stunden-Abstand veröffentlicht, so dass man echt was mit anfangen kann (In NRW unbrauchbar, da nur 24-Std. gleitender Durchschnitt. So jedenfalls noch 2016) Allerdings nur Feinstaub beobachtet, nicht Stickoxyde.
        1. Nach meinen Beobachtungen wirkt sich die Heizperiode an kalten Tagen viel stärker auf die Feinstaubbelastung aus als der Autoverkehr. Auch in diesem Jahr wieder: alles bestens, seitdem es wärmer wurde (Werte so um die 10-30; Grenzwert 50).
        Ganz selten gab es in den letzten Jahren mal einen Ausreißer, wo auch im Sommer an zwei, drei Tagen mit totaler Windstille und langer Trockenheit die Werte anstiegen.
        Hingegen: Letztes Silvester bis Neujahr gab es Werte von 600 bis 1200. Fünfmal schlimmer als oft Peking. Silvester werden jedes Jahr rund 4.000 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.
        Dazu dann, wie gesagt, die Befeuerungsanlagen um die Wohnung warm und gemütlich zu machen.

        Das Elektroauto allein schafft keine Luftqualität wie auf einer Nordseeinsel. Da werden wir – meiner Meinung nach- mal wieder ein ganz klein wenig für dumm verkauft.
        Und jetzt kommt es: Messungen zufolge entsteht der verkehrsbedingte Feinstaub der Partikelgröße PM10 (bis zehn Mikrometer Durchmesser) zu rund 85% durch Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb sowie durch die Aufwirbelung der Staubschicht auf den Fahrbahnen.

        Aber o.k., das ändert nichts daran, dass man den Bürgern nahelegt, sich ein E-Auto zu kaufen, (was Aktienkurse beflügeln kann).
        Statt zumindest in Großstädten mit ÖPN anzuregen, eine solche Art der Fortbewegung freiwillig zu reduzieren.
        2. OB Reiter in München stellt jetzt angeblich verwundert fest, dass nicht nur an den viel befahrenen Straßen die Werte erhöht sind sondern auch im gesamten Umfeldbereich.
        Ist natürlich wieder Augenwischerei. Das konnte jeder schon lange wissen, der die Werte regelmäßig verfolgt. Schließlich gibt es sogar extra für Vergleichszwecke Messstationen, die abseits der Straßen liegen. Sogar am Feld- und Wiesenrand.

        • Avatar

          PK

          14. Juni 2017 12:22 at 12:22

          die höhere Belastung im Winter liegt an der reduzierten Konvektion (vertikalaustausch). Im Winter hat man oft eine Inversion und einen niedrigen Deckel unter dem sich alles sammelt.

          • Avatar

            Gerd

            14. Juni 2017 12:51 at 12:51

            Bei Inversionswetterlage im Winter ist natürlich besonders übel.
            Doch selbst dann (aber nicht nur dann) fiel mir auf, dass eine am Ortsrand an Wiese und Botanik, abseits jeglichen Autoverkehrs gelegene Messstation oft dieselben überhöhten Werte aufzeigt wie eine direkt in der Innenstadt an der Hauptverkehrsader.
            Vergleichsweise selten zwar, aber immerhin manchmal, liegen die Werte am Ortsrand sogar höher als in der Stadt.

  7. Avatar

    Dirk

    14. Juni 2017 08:56 at 08:56

    Ich bin auch der Meinung, dass Tesla fundamental astronomisch bewertet ist, die Aktie aber nur deshalb zu shorten ist extrem riskant.
    Bei Tesla sind aktuell 31 Mio. Aktien leerverkauft, bei einem Freefloat von 119 Mio. sind das 26%! Bei jedem neuen All-Time-High werden demnach Shorties gezwungen sich einzudecken, was den Kurs dann weiter befeuert. Ich würde eher abwarten ob es hier ähnlich wie bei VW St. 2008 zu einem Short-Squeeze auf 500 $ oder auch höher kommt um danach short zu gehen. Solange die Short Quote bei über 20% liegt, sind shorts ein Spiel mit dem Feuer…

    • Avatar

      PK

      14. Juni 2017 10:38 at 10:38

      Das Wort „Überbewertung“ sollte man genauso wie „Unterbewertung“ aus seiner Denkweise streichen. Ich glaube dann würden sehr viele Brokerkonten noch leben wenn diesen Ratschlag mehr beherzigen würden.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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