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Immobilien: Anmerkungen über einen berauschten Markt vor dem Absturz

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Gestern hat Mario Draghi faktisch versprochen, dass die EZB im März entweder die Einlagezinsen weiter senkt und/oder ihr Anleihekaufprogramm weiter ausweitet. Heute sind dann die Euribor-Sätze (also die Zinssätze, zu denen sich Banken untereinander Geld leihen) auf ein neues Allzeittief gefallen – Geld wird also offenkundig immer billiger. Und weil dem so ist, steigen etwa heute die Aktien deutscher Immobilienfirmen wie Deutsche Wohnen und Vonovia um 6%, selbst die von Goldman Sachs heute auf „sell“ abgestufte LEG Immobilien steigen um 3%. Warum? Weil man davon ausgeht, dass die Refinanzierung der Branche noch günstiger wird – und Immobilienkäufer noch günstiger an Kredite zur Finanzierung ihres Immobilienkaufs bekommen.

Und vermutlich wird es erst einmal so kommen: Kredite werden noch günstiger, der Ruf, „Kauft jetzt“ wird immer lauter. Ist doch so schön günstig, der Kredit. Leitstern für die Zinsen ist die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe, die im Bund-Future gehandelt wird. Steigt der Bund-Future, fällt die Rendite, sprich die Zinsen für Kredite, die Banken anbieten, um es jetzt einmal etwas vereinfacht zu formulieren. Und der Bund-Future steigt und steigt, was die Kredite immer günstiger macht:

BundContinuos

Also alles wunderbar? Kurzfristig ja. Das gilt besonders für Großstädte wie Hamburg, der Stadt, in der ich als bayerischer Exilant lebe. Insbesondere die Elbvororte, wo ich wohne, haben einen massiven Anstieg der Preise in den letzten Jahren erlebt – schon weil die Lebensqualität durch die Nähe zur Elbe bei gleichzeitig naher Natur sehr hoch ist. Vor zwei Jahren hat sich ein Wissenschaftler aus Barcelona in unmittelbärer Nähe zu mir ein Reihenhäuschen gekauft – wir sind inzwischen gut befreundet. Er hat dafür 350.000 Euro bezahlt. Allerdings ohne Fußboden, er mußte also inklusive Makler, Notar und Innenausbau noch einmal ca. 50.000 Euro drauflegen. Jetzt hat er ein Angebot aus Dänemark bekommen, wo er eine für ihn sehr attraktive Professur übernehmen wird. Er wird also sein Haus verkaufen – am letzten Wochenende kam der Makler, sah sich das Haus an und sagte: „Wir gehen mit 450.000 Euro in den Markt und lassen uns maximal bis 415.000 runterhandeln. Aber wahrscheinlich ist das nicht nötig, die Leute reißen einem die Häuser aus der Hand“.

Das ist eine gute Nachricht für ihn gewesen, keine Frage. Von 350.000 auf 450.000 Euro in zwei Jahren – das ist das, was man als sportlichen Preisanstieg bezeichnen könnte. Tendenz nach oben scheinbar unbegrenzt. Und jetzt noch die Flüchtlinge, die alle in die Großstadt wollen und damit den scheinbar ebenso ununterbrechbaren starken Trend zur Großstadt weiter intensivieren. Gestern saßen wir zusammen, und ich habe ihm geraten, sein Haus möglichst zeitnah an einen Käufer zu bringen.

Warum? Aus mehreren Gründen. Der erste ist, dass Hamburg schwere Probleme bekommen wird. Finanzielle Probleme. Da ist zunächst einmal der für die Stadt eminent wichtige Hafen, für den ich dunkelschwarz sehe. Dafür gibt es mehrere Gründe: über Hamburg lief ein Großteil des Containertransports von und nach China, sowie nach Rußland/Mittelosteuropa. China ist in einem starken Abschwung, der Handel mit Rußland durch die westlichen Sanktionen eingebrochen. Wer an der Elbe sitzt, bemerkt seit längerem, dass die Zahl der Containerschiffe stark abnimmt – und die Schiffe, die man sieht, haben deutlich weniger Container an Bord. Seit Frühjahr 2015 hat sich daher die Aktie des Hamburger Hafens fast halbiert – und das, obwohl das Management des Unternehmens einen guten Job macht:

Hamburger Hafen

Dazu kommt, dass die gloablisierte Internetökonomie die Joblandschaft massiv verändern wird. So können etwa durch 3D-Drucker oder andere Automatisierungsmechanismen immer mehr Güter maschinell hergestellt werden, die noch vor kurzer Zeit von Menschen in Billiglohnländern hergestellt wurden – um dann über Containertransport im Hafen Hamburg zu landen. Das ist weniger geworden – und wird noch deutlich weniger werden.
Für die Stadt Hamburg insgesamt kommt dann noch dazu, dass in den 80er-Jahren massiv Beamte eingestellt wurden, die nun in näherer Zukunft in Rente gehen werden und die Stadt durch ihre Pensionsansprüche schwer belasten werden. Dazu noch die milliardenschweren Bürgschaften für die faktisch explodierte HSH Nordbank, die absehbar eingelöst werden müssen etc.

Aber es geht mehr als um Hamburg. Es geht darum, dass der Trend zur Großstadt bald abreißen wird – was derzeit ja fast niemand glauben will. Aber durch die technologische Revolution, die derzeit das große Thema auch in Davos ist, werden Millionen Jobs vor allem in Büros wegfallen. Und wo sind die meisten Büros, wo arbeiten die meisten Menschen in der Großstadt? Richtig, im Büro. Bislang zogen die Großstädte die Menschen magisch an, weil hier eben die Jobs waren. Aber die Jobs werden weniger, gerade in den bisher personalintensiven Bereichen (Büro!). Und wenn es in der Großstadt weniger Jobs geben wird, werden weniger Menschen in die Großstadt wollen. So einfach ist das. Und damit weniger Nachfrage nach Immobilien – und wo weniger Nachfrage ist, fallen die Preise.

Dagegen sind Immobilien auf dem Land, die derzeit keiner haben will, extrem günstig. Voraussetzung: einigermaßen schnelles Internet, mit dem immer mehr Menschen ihr Geld verdienen werden. Denn die gloablisierte Internetökonomie wird immer mehr Jobs schaffen, die von zu Hause gemacht werden können – es braucht dann die großen, für Unternehmen teuren Büros, die es derzeit in den Großstädten gibt, nicht mehr. Zumindest nicht mehr in dem Umfang wie derzeit. Dazu kommt noch: die globalisierte Internetökonomie ist hochgradig deflationär – sprich Sachwerte wie Immobilien fallen, wie in jeder Deflation, im Preis. Was wir bei den Rohstoffen gesehen haben, ist nur der Anfang, das erste sichtbare Zeichen dieser massiven Deflationswelle. Menschen werden zunehmend durch Maschinen ersetzt, das übt Druck auf die Löhne aus. Global. Und damit auch in Deutschland.

Dazu kommt dann noch die Alterung der Gesellschaft sowie die absehbare Schrumpfung der Bewohnerzahl in Deutschland, die zu weniger Nachfrage nach Immobilien führen wird. Daran ändern auch die Flüchtlinge nichts. Denn diese werden, da muß man sich keine Illusionen machen, bestenfalls von leeren Baumärkten (wie in Hamburg) oder Wohncontainern irgendwann in Sozialwohnungen einquartiert werden. Für den „normalen“ Immobilienmarkt in Deutschland sind sie, so traurig das ist, keine wirkliche Konkurrenz, die die Nachfrage steigern könnte.

Eines jedenfalls scheint mir sicher: wer jetzt oder in nächster Zeit etwa in Hamburg, aber auch in München, Köln etc. eine Immobilie kauft, dürfte das möglicherweise später einmal bereuen. Zumal bei den derzeitigen Preise in den Großstädten. Wer schlau ist, geht short in deutschen Immobilien..

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    David

    22. Januar 2016 16:07 at 16:07

    Short in Immobilien? Welche Vehikel gibt es beispielsweise?

    • Avatar

      joah

      24. Januar 2016 10:21 at 10:21

      Spekulation treibt Preise in die Höhe. Gefährlich wird es genau dann, wenn man auf den eigenen Hintern oder den eines anderen spekuliert, denn der Immobilienmarkt ist genaus das. Was kann man noch tun, wenn man kein Dach mehr über dem eigenen Kopf hat?

      Manche Spekulationen sollte man sich ernsthaft überlegen, da die negativen Folgen dermaßen weitläufig sind, daß diese effektiv unkontrollierbar wieder auf einen oder das eigene Umfeld zurück strahlen. Es kommt den eigenen Quasi-Tod auf Raten gleich, da man selbst – ebenfalls mehrere andere parallel dazu – das eigene Leben nur durch die Suche nach mehr Rendite zerstört: irgendeiner muss immer zahlen, aber die Endbilanz im monetären System ist Null – wer zahlt also den Renditeaufschlag/-gewinn? Es ist man letztendlich wieder selbst und alle anderen, die das gleiche Spiel spielen. Es ist sinnlos.

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    Gerd

    22. Januar 2016 18:07 at 18:07

    Ihr Artikel gibt mir Gelegenheit zu einer Anmerkung am Rande, weil mich der Sachverhalt selbst erstaunt:

    Der Bundfuture notiert ungefähr auf Allzeithoch.
    Die Rendite einer 10-jährigen Bundanleihe liegt gleichzeitig bei rund 0, 4 8 % .

    Am 12.04.2015 lag diese Rendite im Tief bei 0,05% und am Tagesende bei 0, 0 8 %.
    (Damals lag der Bundfuture bei rund 160)
    Der jetzt maßgebende Bundfuture-Kontrakt müsste zeitnah um noch rund 4 volle Punkte steigen – also auf ca.165 – damit wir das Rekordtief bei den Renditen des letzten erneut erreichen. Es wirkt wie Zauberei, muss aber wohl mit der Berechnung der wechselnden Future-Kontrakte zu tun haben, die mal einen „Discount“ aufweisen und manchmal einen „Aufpreis“.

    Maßstab für Häuslebauer ist jedenfalls eher die „reale“ Rendite als der wechselnde Bundfuture-Kontrakt.

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    Sebastian

    22. Januar 2016 20:48 at 20:48

    Das stimmt mich jetzt nachdenklich, stehe ich doch kurz davor eine ETW im Zentrum von Düsseldorf zu kaufen zur Eigennutzung. Die Vision dass der run auf die Städte ändet und stattdessen die Menschen alle aufs Land wollen will ich in letzter Konsequenz (noch) nicht wahr haben. Ich schaue ihr Videos täglich und nehme das als gerne als Framework für mein Trading. Was diese These betrifft hoffe ich, dass Sie sich irren. BG

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    Sebastian

    22. Januar 2016 20:54 at 20:54

    Was für einen Zeithorizont?

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    Sebastian

    22. Januar 2016 21:18 at 21:18

    Das stimmt mich jetzt nachdenklich, stehe ich doch kurz davor eine ETW im Zentrum von Düsseldorf zu kaufen zur Eigennutzung. Die Vision dass der run auf die Städte ändet und stattdessen die Menschen alle aufs Land wollen will ich in letzter Konsequenz (noch) nicht wahr haben. Ich schaue ihr Videos täglich und nehme diese als Framework für mein Trading. Was diese These betrifft hoffe ich, dass Sie sich irren. An was für einen Zeithorizont denken Sie? 10,20,50 Jahre? BG

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Januar 2016 10:50 at 10:50

      @Sebastian,

      ich habe in dem Artikel versucht aufzuzeigen, dass der Trend zur Großstadt und damit einhergehende Preissteigerungen bei Immobilien in einer sehr späten Phase sind und bald kippen wird. Wann das sein wird? Vielleicht ein Jahr, vielleicht drei, maximal fünf Jahre. Die Dynamik der aktuellen Veränderungen der Arbeitswelt durch Maschinisierung ist immens und wird sich noch weiter beschleunigen. Grundsätzlich ist es doch so, dass die meisten Menschen eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen und daher Jahre, wenn nicht Jahrzehnte als Zeithorizont haben. Und daher dürfte eben für diese Menschen diese von mir beschriebene Entwicklung so oder so zum Problem werden, wenn der Preis der von ihnen teuer gekauften Immobilie fallen wird. Wer Millionen hat und eine Immobilie gewissermaßen aus der Portokasse zahlen kann, kann das entspannt sehen. Wer allerdings einen erheblichen Teil auf Kredit finanziert hat, wird Probleme bekommen. Denn wenn der Preis der Immobilie gefallen ist, wird die finanzierende Bank neue Sicherheiten verlangen, da ihr Kredit durch die Immobilie gewissermaßen nicht mehr gedeckt ist. Genau das ist in den USA passiert während des Crash der Blase am amerikanischen Immobilienmarkt. Auch wenn die Rechtssituation in Deutschland anders ist – in den USA konnten die Käufer einfach die Schlüssel der Banken schicken, das Haus fiel an die Bank, aber die Immobilienkäufer waren schuldenfrei, und das geht so in Deutschland nicht. Im worst case ist dann also die Immobilie weg und die Schulden bleiben.
      Meine Kernaussage lautet daher: wer jetzt oder bald eine Immobilie in deutschen Großstädten kauft zu den derzeitigen Preisen, geht faktisch ein Klumpenrisiko ein – und das im Glauben, in Sicherheit investiert zu haben (Betongold!). Mithin ist also der Kauf einer Immobilie (wenn man sie nicht entspannt aus dem Eigenkapital finanzieren kann) eine extrem risikoreiche Investition..

      Viele Grüsse!

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    bademeister

    23. Januar 2016 14:58 at 14:58

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    bademeister

    23. Januar 2016 16:18 at 16:18

    Lieber Herr Fugmann!

    Ich habe Ihren Beitrag und die Rückmeldungen mit großem Interesse gelesen, Sie haben damit wieder einmal den Nagel des Zeitgeistes mit Feingefühl für die Materie mehr als getroffen….

    Ich wohne in einer strukturschwächeren Region in Österreich an der ungarischen Grenze…..und da geht der Immo-Pimp derzeit voll ab.

    Kurze Beispiele aus Ende 2015:

    In meiner (Klein-) Stadt wurde 2012 ein abbruchreifes „Hotel“ in Stadtrandlage mit Grundstücksgröße ca. 850 m2 zu wirklich damals marktüblichen EUR 120.000,- an den Höchstbietenden versteigert….2015 hat es der Käufer für EUR 320.000,- weiterverkauft, im selben Zustand, + 3 Jahre weiterer Verfall.

    In einem nahen Dorf an der Grenze zu Ungarn (komplett strukturschwache Region) wurden 2015 zwei unbebaute Grundstücke/Bauplätze mit jew. ca. 1500m2 mit einem Meterpreis von EUR 130,- als „Anlageobjekte“ gekauft….vorher lag der Höchstpreis (!) in diesem Dorf lange Zeit bei EUR 100,- als Referenzwert.

    Kittsee im Nordburgenland (nahe Nickelsdorf), Nachbarort von Bratislava in der Slowakei:
    Bis zur Ostöffnung vor mehr als 25 Jahren war Kittsee das Ende der westlichen Welt…..heute kostet der m2 Bauland zwischen EUR 200-350.
    Da ist Omas alter Marillenbaum-Acker plötzlich besonders sexy…..

    Mein Fazit: Bei den klassischen Anlageformen wie Zinshäusern und Einkaufs- und Technologiezentren, Wohnungen und Einfamilienhäusern ist (dann irgendwann in den nächsten Jahren wirklich) der Deckel nach oben drauf.

    Bei Acker und Wald geht’s dafür erst los…..obwohl die Preise auch schon angezogen haben.

    Raus aus der Stadt, zur globalisierten Sinnsuche aufs Land……und tausende ehemalige und arbeitslose Banker und Verwaltungsangestellte in ihren mittleren Jahren treten an, die marktüblichen Preise für Wald und Acker in bisher ungeahnte Höhen zu katapultieren…..um das wahre und echte Leben zu entdecken.

    Liebe Grüße aus dem tiefverschneiten Nordburgenland!

    • Avatar

      joah

      24. Januar 2016 10:30 at 10:30

      „Da ist Omas alter Marillenbaum-Acker plötzlich besonders sexy…..“

      Sexy ist es immer nur für einen selbst, denn ansonsten verliert man Substanz – diese kommt nicht zurück. Man sollte sich nicht durch zu hohe Geldwerte blenden lassen, denn Wertschätzung ist das komplette Gegenteil dessen.

  8. Avatar

    Olaf

    23. Januar 2016 18:09 at 18:09

    Lieber Herr Fugmann,
    ich gehe, wie mit den meisten Ihrer Einschätzungen, auch diesmal konform und bin schon länger in Immobilien „short“ (verkaufe geerbtes Bauland).
    Jetzt aber die Frage: Wenn überall Deflation herrscht (Aktien, Immobilien, Rohstoffe, Löhne, etc.), wo gehen dann Draghis ständig neu erschaffenen Milliarden irgendwann hin? Das Geld wieder einzusammeln ist doch auch nicht mehr möglich, oder?
    Herzliche Grüße aus dem Rheinland.

  9. Avatar

    Lossless

    24. Januar 2016 11:02 at 11:02

    Draghi sein Geld will doch keiner mehr. Was dieser Notenbänker im letzten Jahr getan hat ist unverantwortlich. Ohne Not wurde Geld in die Märkte gepumpt. Was passiert wenn wir wirklich einen Crash bekommen? Was kann er dann noch unternehmen um den Markt zu stützen? Nichts… was dann wirklich noch helfen könnte.

  10. Avatar

    Judas

    24. Januar 2016 11:56 at 11:56

    Wieder mal eine sehr einseitige Betrachtung der Stadt- und Immobilienlage. Wobei die Argumente selbst nicht zu kritisieren sind.

    Es fehlen halt nur die Entwicklungen, die für die Stadt sprechen, welche bei der Analyse von Herrn Fugmann nicht bzw. kaum eingepreist sind.

    So bleibt zu konstatieren, das der Oberarzt vor zwei Jahren gut getan hat nicht auf Herr Fugmann zu hören und wohl schon auf ca. 250.000€ Gewinn sitzt (Bericht vor ca. 2 Jahren).

    http://finanzmarktwelt.de/nicht-kaufen-extremrisiko-immobilienerwerb-433/

    Wer noch viel bessere Anlageberatungen und Böresentipps sucht wendet sich bitte vertrauensvoll an Herr Riße, Supertrader und Monster-Börsenguru und Kumpel von Herr Fugmann, der mit seinem Fond aktuell bei -50% steht aber fröhlich hier auf dieser Seite auf Kundenfang gehen darf.

    http://www.ariva.de/ri%C3%9Fe_inflation_opportunities_ui_b-fonds/chart?layout=neu

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      24. Januar 2016 13:00 at 13:00

      @Judas, wären Sie dann vielleicht so freundlich, dann die Argumente für die Stadt zu nennen?

      Der von ihnen angesprochene Oberarzt hat tatsächlich gekauft – aber er sitzt seltsamerweise nicht auf 250.000€ Gewinn, er ist kürzlich eingezogen (weil sich der Bau, wie fast immer, deutlich länger hingezogen hat als erwartet. Und das hat ihn eine Menge Geld gekostet, weil er natürlich seine bisherige Wohnung gekündigt hatte und dann erst einen Zwischenumzug organisieren und finanzieren musste. Ob der Kauf ein gute Idee war, wird sich dann in ein paar Jahren zeigen…

      Und wenn Sie alles ohnehin so fragwürdig finden bei FMW – warum lesen Sie es dann?

  11. Avatar

    Olaf

    24. Januar 2016 13:28 at 13:28

    Heute regen wir uns über die vermeintlich so blöden Chinesen auf, die kreditfinanziert Aktien gekauft und nun große Probleme haben.
    Ob alle meine zahlreichen Freunde, die aktuell kreditfinanzierte Häuser gekauft haben, in ein paar Jahren evtl. auch ihre Entscheidung bereuen, scheint mir jedenfalls recht wahrscheinlich.
    Erinnert sich noch einer an die staatlich geförderte Immobilienblase Anfang der ´90er im ach so goldenen Osten und deren Ende? Für einige ist das wohl schon zu lange her.

  12. Avatar

    Lossless

    24. Januar 2016 14:04 at 14:04

    @Judas Ich glaube, Herr Riße wird auf kurz oder lang mit seiner Börsenprognose sogar Recht behalten. An der Börse zählt das Momentum. Im Moment sind wir in einer sehr angespannten Situation die sich aber in den kommenden Tagen auflösen wird ob nun nach oben oder nach unten. Ein guter Trader sollte genügend Cash haben um solche Situationen überstehen zu können. Grundsätzlich hat sich an den Märkten nichts geändert. Öl wird sich wieder erholen und somit werden die Finanzmärkte die Bestätigung bekommen. Würde sogar soweit gehen und sagen, in der kommenden Woche werden die 10.300 im DAX aufgerufen.

  13. Avatar

    Judas

    24. Januar 2016 16:31 at 16:31

    @Herr Fugmann, wie schon erwähnt sind ihre Argumente absolut in Ordnung. Sie gründen auf rationalen Erkenntnissen. Nur ist der Mensch und die Politik nicht (immer) rational und es kommen Einflüsse und Strömungen, welche wir noch nicht sehen oder sehen wollen. Geht mir genauso.

    Vielleicht ein Argument für Immobilien und warum ich glaube das es länger als 5 Jahre so weiter geht. Danach, keine Ahnung.

    2005 wohnte ich im Umland von Barcelona (Spanien). Als ich einen geschätzten Freund in seinem Appartment besuchte fiel mir auf, das von zehn Appartments lediglich zwei bewohnt waren. Bei den umliegenden Gebäuden war es genauso. Da kündigte sich der Immobilien-Crash also schon 2 Jahre vorher an (völliges Überangebot).

    In der BRD hingegen ist jeglicher Wohnraum in der Stadt oder Umgebung bewohnt oder vermietet (kein Überangebot).

    Warum ich FMW lese? Ich liebe Sarkasmus und ab und zu sind wirklich gute Sachen dabei :-)

    Aber ich habe gelernt, nicht auf den Sarkasmus zu hören (generell, nicht auf ihre Person gemünzt) und somit einfach erfolgreich zu traden und zu handeln.

    Mir sind bzr ab und zu ihre Meinungen zu einseitig und ich denke, dass das ihre Leser zuviel Rendite kostet.

    Schauen wir uns mal Warren Buffett an. Hätte er so negativ gedacht, würde er immer noch seine alte Karre fahren und in der gleichen Bruchbude wohnen wie vor 60 Jahren…

    … achso, das tut er ja tatsächlich ;-)

    Scherz beiseite, mittel- bis langfristig baut man Vermögen auf durch eine positive Lebens-Einstellung.

  14. Avatar

    Judas

    24. Januar 2016 17:08 at 17:08

    @Olaf, ob sie es glauben oder nicht, ich habe auch eine Zeit lang in China gelebt. Da wiederum ist es genauso wie ich es in Spanien beschrieben habe. Absolutes Überangebot an Wohnungen. Das Ding fällt uns tatsächlich mal auf die Füsse.

    @Lossless, ein sehr gut gemanagter Fond zeichnet sich dadurch aus, dass er in schlechten Zeiten einen geringen Drawdown vorzeigen kann, respektive den Index, wenn auch mit negativem Vorzeichen, schlägt. Seit 12 Monaten hat der DAX im kleinen einstelligen Prozent-Bereich verloren, der Fond von Herr Riße aber mehr als 50%.

    Das Momentum und auch die Volatilität ist dabei völlig unerheblich bei so einem Ergebnis!!

    Übrigens, ein Trader der ein funktionierendes Risk- und Moneymanagement hat (über Jahre bewährt und erprobt mit Echtgeld), muss über Cash nicht nachdenken und wird auch immer Cash haben weil es seine Strategie verbietet Harakiri zu veranstalten. Anders wie bei Herrn Riße der offensichtlich keine Strategie verfolgt.

    Naja, außer der Strategie den Menschen mit nutzlosen Seminaren und Signaldiensten das Geld aus der Tasche zu ziehen und gut davon zu leben. Dabei fusst die „Expertise“ von Herr Riße nur auf das Kennenlernen von André Kostolany und dem Buch „Die Inflation kommt“, welche ja jetzt doch nicht kommt. Der Mann hat von erfolgreichem Trading keinerlei Ahnung!!

    Anbei noch ein weiteres Depot von Herr Riße :-)

    http://www.wikifolio.com/de/de/profil/hpmrisse

  15. Avatar

    Lossless

    24. Januar 2016 20:23 at 20:23

    @Judas, ich kenne Herrn Riße nicht persönlich und kann mir kein Urteil über seine Person erlauben. Sein Buch habe ich nicht gelesen und werde es auch nicht lesen. Ich kann nur empfehlen, nicht jede Aussage zu ERNST zu nehmen. Wer intensiv den Markt beobachtet wird sich selbst ein Bild machen können und bemerken, bitte erst denken bevor man Geld in die Hand nimmt! …Zahlen lügen nicht.

  16. Avatar

    Martin Sommer

    24. Januar 2016 22:54 at 22:54

    Ich glaube nicht, dass die Preise in den Ballungszentren dauerhaft fallen werden, auch wenn sie kurzfristig einbrechen sollten. Im Zuge der technischen Entwicklung werden viele Jobs verloren gehen, andererseits werden solche Arbeitsplätze wichtiger und wahrs. in Zukunft besser bezahlt, die genau diese Technologien weiterentwickeln. Zumeist haben sich diese Firmen in Städten mit führenden Universitäten etc. angesiedelt. Um z.B. komplexe Software, Roboter und Kommunikationstechnologien zu verbessern, braucht es einen regen Austausch, der nicht nur von Zuhause möglich ist. Ich gehe also davon aus, dass, während die höherwertigen Immobilien in der Nähe von zukunftsträchtigen Zentren ihren Wert erhalten werden, weiter entfernt liegende Objekte und Wohnungen mit niedriger Ausbauqualität weiter fallen werden. So sind z.B. die Immobilienpreise in Silicon Valley praktisch wieder auf den Stand wie vor der Immokrise.

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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