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Immobilien Bauboom zu Ende – Offizielle Daten zeigen deutlichen Rückgang

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Man muss fairerweise sagen: Der Bauboom der letzten Jahre in Deutschland war gigantisch. Die Preise für Immobilien boomten. Jahrelang gab es ständig gigantische Wachstumsraten am Bau! Das konnte ja nicht ewig so weitergehen. Letzten Donnerstag zeigte bereits der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Baubranche für den Monat August ein weiteres Abrutschen in den negativen Bereich – ein extrem negatives Signal! Von Juli auf August sank er von 49,5 auf 46,3 Indexpunkte. Alle Werte unter 50 zeigen eine rückläufige Tätigkeit.

Heute hat das Statistische Bundesamt für den Monat Juni die offiziellen Daten für den Umsatz im Bauhauptgewerbe veröffentlicht. Also schauen wir hier zwei Monate in der Rückschau auf die Daten der Branche – während der PMI die aktuelle Lage zeigt. Der Umsatz geht im Juni im Jahresvergleich um 3,3% zurück. So schwach wie der PMI letzte Woche für August war – darf man dann davon ausgehen, dass die tatsächlichen Umsätze im Juli und August noch schlechtere Daten bringen als heute für den Monat Juni? War es das mit dem Boom bei Immobilien? Der Bauboom jedenfalls ist erst einmal zu Ende, wenn man auf diese Daten schaut.

Ein Blick in die Detaildaten zeigt, dass gerade die Teilbereiche der Baubranche noch stärker im Minus liegen als der Schnitt, bei denen es um den Bau von Immobilien geht. Der Bau von Gebäuden ist um 4,3% rückläufig. Dachdeckerei zeigt ein Minus von 4,2%. Dagegen sieht man zum Beispiel ein Plus von 2,6% im Bereich „Leitungstiefbau und Kläranlagenbau“. Schaut man auf den Vergleich eines größeren Zeitraums, nämlich Januar-Juni 2019 in Relation zu Januar-Juni 2018, dann ist der gesamte Umsatz im Bauhauptgewerbe noch satt im Plus mit 8,3%. Es ist also eine negative Entwicklung, die jetzt gerade aktuell beginnt.

Immobilien Baugewerbe Umsätze Juni

16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    Will_DM_wieder

    10. September 2019 11:51 at 11:51

    Seit über 30 Jahren schau ich regelmäßig vom Hügel in einer süddeutschen Großstadt über die Stadt und zähle die Baukräne (nur Wohnungsbau). Es waren im Schnitt in den letzten 10 Jahren immer etwa 3x so viele wie in den ganzen Jahren vor 2007.

    Was heißt das? Doch nichts anderes, als dass wir 10 Jahre lang eine 3x so starke Bautätigkeit hatten als normal. Und das heißt auch, dass inzwischen die Bauvorhaben der NÄCHSTEN 20 JAHRE vorgezogen wurden! Finanziert mit Luftgeld aus dem Nichts! Also frisch gedrucktem im Bankkeller (fractional reserve).

    Alle diese Häuslebauer und -käufer werden logischerweise die nächsten 20 Jahre als Kunden für die gesamte Bauwirtschaft ausfallen. Mein Beileid an alle am Bau tätigen. Bedankt Euch bei einem Draghi. Diesmal wird das Loch nicht wie normal 2 Jahre lang sein, sondern satte 20 Jahre!

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      tm

      10. September 2019 15:57 at 15:57

      „ass wir 10 Jahre lang eine 3x so starke Bautätigkeit hatten als normal.“

      Oder vor 2007 eine Bautätigkeit 67% unter Normalniveau – was immer das sein soll.

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        Will_DM_wieder

        10. September 2019 16:25 at 16:25

        tm: kann ein Zustand „Normalniveau“ sein, der schon nach 10 Jahren an die Wand fährt?

  2. Pingback: Meldungen vom 10. September 2019 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

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    Prognosti

    10. September 2019 12:35 at 12:35

    @Will DM wieder, Ja nicht nur in der Baubranche wurden die die nächsten Jahre vorgezogen,mit der Verschuldung u.den Nullzinsen werden auch die Altersrenten stark dezimiert.Ich bin gespannt ,wie lange es geht, bis die Erben dieser Verschuldungsorgie auf die Strasse gehen.

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    Stina

    10. September 2019 14:35 at 14:35

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    Michael

    10. September 2019 17:27 at 17:27

    Betrachtet man einmal die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Auftragseingang, sieht die Sache allerdings etwas anders aus:

    Im Vorjahresvergleich war der kalenderbereinigte reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2019 um 4,4 % höher als im Juni 2018. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 stieg der Auftragseingang real um 5,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

    Höchster Auftragseingang in einem Juni seit 25 Jahren

    Im Juni 2019 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen nominal mit rund 7,6 Milliarden Euro 2,9 % höher als im Juni 2018. Einen höheren Auftragseingang in einem Juni hatte es zuletzt vor 25 Jahren gegeben (1994: 7,9 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2019 nominal um 10,8 %.

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      Will_DM_wieder

      10. September 2019 18:20 at 18:20

      1) Den Zahlen einer Behörde, auf die Politiker „einwirken“ können und diese möglicherweise nur politisch korrekte Zahlen ausspuckt, traue ich schon lange nicht mehr.

      2) Unaufgeschlüsselte Zahlen sind wertlos. Wie sehen die Zahlen beim rein privaten Wohnungsbau aus? Wieviel von den Bauleistungen entfällt auf mit Steuergeldern errichtete Gebäude für die vielen Personen, die sich seit 2015 ohne Aufenthaltstitel (also illegal) im Lande aufhalten?

      3) Ein Zins von 0,5% für 10 Jahre zeigt, dass unter den Verschuldungswilligen die Verschuldungsfähigen ausgegangen sind, denn die haben alle schon eine Hypo an der Backe.

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        Michael

        11. September 2019 11:24 at 11:24

        @Will_DM_wieder, bis ins letzte Detail aufgeschlüsselte Zahlen finden Sie ebenfalls bei Destatis. Da Sie dieser Behörde jedoch nicht trauen, weil die Zahlen manipuliert sein könnten, hilft Ihnen das auch nicht weiter. Andere Quellen können sich dahingehend auch nur auf die Daten der Bundesbehörde berufen. Somit werden Skeptiker wie Sie wohl niemals die wahren Fakten eruieren können und immer im Nebel der puren Spekulation herumstochern müssen.

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    Immobilionär

    10. September 2019 18:23 at 18:23

    @Michael, bitte die Nachlaufzeit beachten.Der Auftragseingang/ Baubeginn kommt einige Monate nach Projektentscheid.

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      Michael

      11. September 2019 10:41 at 10:41

      @Immobilionär, das waren die Zahlen zum Auftragseingang, nicht zum Projektentscheid. Ich wollte damit auch nur meine Meinung bekunden, dass ich die Lage auf dem Bau nicht so dramatisch sehe, nur weil einmal ein Monat mit Rückgängen zu verzeichnen ist.

      Ich weiß zudem nicht, ob es einen Einfluss auf die Umsätze hatte, dass der Juni 2019 drei Arbeitstage weniger hatte als Juni 2018?

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    Sumsi mit Po

    10. September 2019 18:34 at 18:34

    Rezession, Zusammenbruch, Arbeitsmarkt am Boden, Bauboom zu Ende, Deutschland am Ende, Europa am Ende, Planet Erde am Ende… Wer hier regelmäßig mitliest, muss schon ein sonniges Gemüt haben, um nicht in Depressionen zu verfallen. Ich muss jedes Mal an einen Song der Rolling Stones denken:

    I see a red door
    And I want it painted black
    No colors any more
    I want them to turn black

    I see the girls walk by
    Dressed in their summer clothes
    I have to turn my head
    Until my darkness goes

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      Will_DM_wieder

      10. September 2019 19:21 at 19:21

      Ist es denn wirklich übertrieben, nach dieser unglaublichen Gelddruckerparty und jahrenlangen Zinsen so tief wie seit 5000 (!) Jahren nicht mehr, als Kater ein Negativereignis zu erwarten ebenfalls in einer Dimension, wie seit 5000 Jahren nicht mehr passiert?

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        Hesterberg

        11. September 2019 11:05 at 11:05

        @Will_DM_wieder
        Das ist keineswegs übertrieben, es ist realistisch!

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    Torsten

    11. September 2019 00:04 at 00:04

    Schön wenn der Bauboom etwas nachlässt, ich komme nicht mehr hinterher mit Aufträgen.
    Und alles was gebaut wurde muss auch gewartet und in Ordnung gehalten werden.
    Keine Chance auf Faulenzen. :((

    Gilt aber nur für Leute die echte Arbeit verrichten.

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    Immobilionär

    11. September 2019 12:04 at 12:04

    @Michael,ich bin gleicher Meinung, der Immobilienmarkt ist sehr träge, ( immobil) Wenn z.B.in Berlin aus bekannten Gründen gar Nichts mehr geplant würde, würde sich das erst in 2 bis 3Jahren auswirken.
    Das ist auch mit der Konjunktur so, wenn der GröPaz die Konjunktur gebremst hat ,wird sich das erst später auswirken. So ist auch eine Ankurbelung nur zeitverzögert möglich, d,h irgendwelche Massnahmen entfachen höchstens ein Strohfeuer.

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Europa

Deutschland: Abhängigkeit von China und vom Handelsstreit

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Deutschland ist gerade noch einmal einer technischen Rezession entkommen und die Wirtschaftsindikatoren deuten zumindest auf eine weitere Stabilisierung hin. Kann es deshalb 2020 wieder nach oben gehen für das exportorientierte Land – oder müssen andere Regionen mitziehen, damit der Industriesektor des ehemaligen Exportweltmeisters wieder auf die Beine kommt? Vermutlich ja, es braucht der Unterstützung anderer, wie es die folgenden Daten und Fakten nahe legen.

 

Die bisherigen Auswirkungen Wirkungen des Handelsstreits

Klar leidet das Exportland Deutschland stark an den Folgen eines Handelsstreits, der die Industrieproduktion von vielen Ländern ins Schrumpfen gebracht hat: Abzulesen an den Produktionsziffern im Verarbeitenden Gewerbe, die über eineinhalb Jahre gefallen waren. Auf der anderen Seite profitiert man immer noch von der laufenden Konjunktur in den USA, man übernahm quasi einen Teil der Rückgänge aus dem Streit zwischen den USA und China, mit dem Ergebnis eines wachsenden Handelsbilanzdefizits zu den Vereinigten Staaten – sehr zum Missfallen von US-Präsident Trump. Allerdings kann dieser jetzt keinen zweiten Handelskriegsschauplatz aufbauen, knapp ein Jahr vor seinem großen Wahlziel.

 

Die Bedeutung Chinas für Deutschland und die Welt

Der Aufstieg Chinas insbesondere nach der Finanzkrise – im Jahr 2010 wurde man zur Nummer zwei in der Welt – hat viele Staaten in eine wirtschaftliche Abhängigkeit mit dem Riesenreich gebracht. Laut statista betrug der Anteil am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt der Welt 2018 bereits über 18 Prozent. Für 33 Länder ist China der wichtigste Absatzmarkt und für 66 Länder steht China als Importland an erster Stelle. Das gilt ganz besonders für Deutschland, wie es aktuelle Studien wieder zeigen. Zwar boomt der Konsum auch in Deutschland, er macht in etwa die Hälfte der Wirtschaft in Deutschland aus und damit weniger als in den USA mit ihren viel zitierten 70 Prozent. Aber es gibt noch einen gravierenden Unterschied, wie die Ökonomin vom Bundesverband der deutschen Industrie BDI, Annika Mildner, herausstellt:

Deutschlands Abhängigkeit vom internationalen Handel, also Exporte und Importe zusammengefasst, würden 87 Prozent vom BIP ausmachen – in den USA vergleichsweise niedrige 27 Prozent. Deshalb wähnt man sich auch noch so sicher auf der amerikanischen „Konsuminsel“. Damit ist Deutschlands Wirtschaft auch Haupt-Leittragende, wenn irgendwo Zollschranken aufgebaut werden. Keine sehr neue Erkenntnis – und da wir wieder bei der Bedeutung Chinas für Deutschland:

Nach einer aktuellen Studie der deutschen Handelskammer fühlen sich bereits 83 Prozent der in China tätigen Unternehmen vom Handelsstreit direkt betroffen, 2018 waren es erst 30 Prozent. Hierbei steht die deutsche Automobilindustrie wieder an vorderster Stelle. Fast 70 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung des Marktes 2020.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Europa

Handelsbilanz der EU: Dramatische Verschlechterung für Donald Trump

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Cointainerschiff Hafen Beispielfoto

Donald Trump hat im großen Bild gesehen mehrere Ziele. Die Mauer zu Mexiko ist wichtig, die Re-Industrialisierung der USA, und vor allem der Abbau des großen Defizits der USA in ihrer Handelsbilanz. Die USA importieren deutlich mehr, als dass sie exportieren – das ist ein Dauerzustand. Daher müssen sich US-Verbraucher, Kommunen und Staat immer mehr verschulden um die Importe bezahlen zu können. Somit fließt konstant Geld aus den USA ab. Die Handelsbilanz der EU für den Warenverkehr mit dem Ausland zeigt seit einiger Zeit eine dramatische Verbesserung gegenüber den USA – so auch heute.

In diesem Zusammenhang möchte man aktuell sagen: Leute, bitte, dass niemand die folgenden Daten dem Donald Trump heute früh auf den Schreibtisch legt. Dann könnte er spontan auf die Idee kommen zum Beispiel jetzt Autozölle gegen die EU einzuführen. Denn die bösen Europäer wie auch die bösen Chinesen haben ja die armen Amerikaner seit Jahrzehnten mit ihren Exporten über den Tisch gezogen!?! Die Amerikaner wurden also genötigt deutsche Autos und chinesische Fernseher zu kaufen? Naja, aber genug davon. Zu den Zahlen.

Handelsbilanz dramatisch verschlechtert für die USA

Eurostat veröffentlicht für die Handelsbilanz im Warenverkehr gegenüber einzelnen Handelspartnern immer Year to date-Zahlen, also von Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt. Letzten Monat lag der Überschuss der EU in der Handelsbilanz gegenüber den USA von Januar-August bei 102,7 Milliarden Euro nach +90,6 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Heute haben wir die Zahlen für Januar-September erhalten, also ein größerer Bezugszeitraum. Hier liegt der EU-Überschuss gegen die USA bei 115,2 Milliarden Euro nach 101,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Wie gesagt, dass bloß niemand Donald Trump davon erzählt!

Übrigens: Was die EU bei den Amerikanern „abzwackt“, verliert man an die Chinesen. Das EU-Defizit in der Handelsbilanz mit Waren gegenüber China liegt für Januar-September bei 145,5 Milliarden Euro nach -131,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch hier verschlechtern sich die Werte gegenüber dem Zeitraum Januar-August. Vereinfacht gesagt nur bezogen auf die drei großen Blöcke USA, China und EU kann man sagen: China produziert die große Masse der Waren. EU und USA sind übelst defizitär gegenüber China. Aber die EU kann dieses Defizit zu großen Teilen ausgleichen, in dem man kräftig in die USA exportiert. Die Amerikaner können ihr China-Defizit aber nicht ausgleichen, und sind deftig im Minus!

Handelsbilanz EU Januar-September

Hier weitere aktuelle Daten zur aktuellen Handelsbilanz von Eurostat im Wortlaut:

Nach ersten Schätzungen lagen die Warenausfuhren des Euroraums (ER19) in die restliche Welt im September 2019 bei 196,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,2% gegenüber September 2018 (186,5 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 177,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1% gegenüber September 2018 (173,9 Mrd.). Infolgedessen registrierte der Euroraum im September 2019 einen Überschuss von 18,7 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +12,6 Mrd. im September 2018. Der Intra-Euroraum-Handel belief sich im September 2019 auf 163,4 Mrd. Euro, ein Anstieg von 0,9% gegenüber September 2018.

Im Zeitraum Januar-September 2019 beliefen sich die Warenausfuhren des Euroraums in die restliche Welt auf 1 741,9 Mrd. Euro (ein Anstieg von 2,9% gegenüber Januar-September 2018) und die Einfuhren auf 1 586,3 Mrd. (ein Anstieg von 2,7% gegenüber dem Vorjahr). Infolgedessen verzeichnete der Euroraum einen Überschuss von 155,5 Mrd. Euro, gegenüber +147,3 Mrd. im Zeitraum Januar-September 2018. Der Intra-Euroraum-Handel belief sich im Zeitraum Januar-September 2019 auf 1 470,9 Mrd. Euro, ein Anstieg von 1,4% gegenüber JanuarSeptember 2018.

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone Oktober – Energie zieht den Durchschnitt weiter nach unten

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Die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Oktober wurden soeben in ihrer ausführlichen Fassung veröffentlicht. Sie steigen wie erwartet um 0,7% nach 0,8% im September. Die Steigerungsrate wird immer schwächer! Die Energiepreise innerhalb der Verbraucherpreise ziehen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Energie liegt bei -3,1% im Jahresvergleich, nach -1,8%, -0,6% und +0,5% in den Vormonaten. Lebensmittel können den Schnitt ein wenig stabilisieren mit +1,5%. Italien liegt in der Gesamtrate nur noch bei 0,2%, und Griechenland sogar schon bei -0,3%. Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Zypern (-0,5%), Griechenland (-0,3%) und Portugal (-0,1%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,2%), Ungarn (3,0%) und der Slowakei (2,9%) gemessen. Gegenüber September ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in acht unverändert und stieg in fünf an. Im Oktober kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,69 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,07 Pp.) sowie Energie (-0,32 Pp.).

Verbraucherpreise Eurozone

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