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Immobilien: Der Preisboom beschleunigt sich aktuell sogar noch!

Beispielbild für einen Hausneubau

Der Preisboom bei Immobilien hält nicht nur an, er beschleunigt sich sogar noch. Denkt man „das ist jetzt das Hoch, mehr Exzess geht nicht“, dann wurde man letzten Monat bereits vom Gegenteil überzeugt. Und heute wird es noch exzessiver! Der Anbieter Europace ermittelt anhand realer Immobilien-Transaktionen seinen monatlich veröffentlichten Hauspreisindex.

Stiegen die Preise für Immobilien (Eigentumswohnungen, neue Häuser und Bestandshäuser) im Dezember im Jahresvergleich noch um 10,24 Prozent, so war es im Januar schon eine Steigerungsrate von 11,50 Prozent. Und jetzt im Februar (heutige Veröffentlichung) ist es eine Steigerungsrate von 12,22 Prozent. Wahnsinn! Ob der Coronavirus den Drang der Deutschen hin zu mehr Sicherheit (Immobilien als Betongold) schon im Februar verstärkt hat? So schnell? Dazu Europace im Wortlaut:

Corona oder Covid-19 als Ursache können wir hier erstmal ausschließen, denn wenn das Virus eine Auswirkung auf die Hauspreise haben sollte, dann sicherlich nicht nur auf einzelne Segmente. Diesbezüglich werden wir wohl erst in den kommenden Monaten klarer erkennen können, ob und wie sich die Auswirkungen auch auf dem Immobilienmarkt niederschlagen.

Hier noch weitere interessante Aussage aus der aktuellen Veröffentlichung von Europace:

Trotz des sich immer stärker ausbreitenden Coronaviruses und den weitreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Maßnahmen dagegen, steigen die Hauspreise stetig weiter. Für eine Überraschung sorgte im Monat Februar allerdings das Segment der Eigentumswohnungen, das erstmals seit Beginn der Berechnung des Europace Hauspreis-Indexes die Neubauten überholte.

Interessant ist, dass nach aktueller Auswertung die Neubauten im bundesweiten Durchschnitt im Vergleich zum Vormonat um gerade einmal 0,08 Prozent angestiegen sind. Eine solch geringe Preisentwicklung verzeichneten die Neubauten zuletzt im Januar 2019. Seitdem haben sich die Hauspreise für Neubauten um 8,87 Prozent auf 179,03 Punkte gesteigert und kamen so im Jahresvergleich auf die geringste Preiserhöhung. Ganz anders wiederum die Eigentumswohnungen, die mit dem letzten Schub auf einen Indexwert knapp unter 180 Punkten mittlerweile bei einer Steigerung von 14,85% seit Februar 2019 liegen. Auch die Bestandshäuser weisen bereits zum dritten Mal Steigerungen im zweistelligen Bereich im Vergleich zum Vorjahr auf. So stieg der Indexwert im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar um satte 13,21 Prozent, im direkten Vergleich mit den anderen Segmenten bilden die Bestandshäuser in der Preisentwicklung aber immer noch das Rücklicht, gefolgt von nun erstmals dem Segment der Neubauten.

Aktuelle Übersicht für Steigerung bei Immobilien-Preisen

Europace Hauspreisindex für Immobilien



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3 Kommentare

  1. Womöglich ein typischer Crack-up-Boom, dem v.a. dann, wenn die Wirtschaft über längere Zeit schwächeln sollte, ein sehr langer Weg abwärts bevorstehen dürfte. Denn aus platzenden Immobilienblasen entweicht oft über ganz besonders lange Zeit die Luft, da es sich um recht illiquide Märkte handelt.

    Übrigens: Wan platzt endlich die Fußballspieler-Preisblase, egal, ob nun bald wieder gespielt werden darf oder nicht? Über 200 Millionen für einen einzigen Spieler – da ist doch nur noch eine vergleichsweise stumpfe Nadel vonnöten, um hier mal kräftig die Luft rauszulassen…!

  2. Ich denke solche bezahlte Beiträge werden nicht sonderlich helfen. Wenn schon heute alle um die Arbeit zittern sehe ich Preisverfall ca. 60%. Vonovia hat schon 30% verloren.

  3. Es wird sehr interessant zu sehen was passiert. Eine Deflation wäre durch die Jobverluste möglich, doch durch das viele neu gedruckte Geld würde diese relativ schnell Umschwenken. Es ist eine ganz einfache Rechnung, wird mehr Geld gedruckt ist es weniger wert…. Ich sehe die Chance für einen ernstzunehmenden Preisverfall in den Ballungsräumen als sehr niedrig an. Der Zuzug ist stark, die Knappheit groß und die Wirtschaft nicht bereit die Industrie aufzugeben. Geld wird nachgeschoben werden, die Inflation sich für dieses Jahr doppeln und der Minuszins zur Normalität. Dadurch werden Anlagegüter auf lange Sicht wieder teurer.

    Sollte es kurzfristig zu einem Preiseinbruch von mehr als 15% kommen werde ich kaufen.

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