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Immobilien Hausse: Geldvolumen verdoppelt, Anzahl Transaktionen unverändert

Boom bei Immobilien -Beispielbild für Einfamilienhaus

Der Boom bei Immobilien in Deutschland kennt weiterhin keine Grenzen. Er vor Kurzem berichteten wir von Zinsen auf Rekordtiefs und einer weiter sprudelnden Kreditnachfrage für Immobilien. Ganz aktuell wurde zur Lage am Immobilienmarkt eine Meldung der Gutachterausschüsse veröffentlicht. Noch nie gehört? Die „Gutachterausschüsse“ sind eigenständige Behörden und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr. Sie verstehen sich als selbstständiges Kollegialgremium unabhängiger Gutachter und bedienen sich einer Geschäftsstelle.

Geldvolumen bei Immobilien verdoppelt sich binnen zehn Jahren

Die Gutachterausschüsse melden in ihrem aktuellen „Immobilienmarktbericht 2019“ Daten rund um das Thema Immobilien in Deutschland. Und die Zahlen gehen weiter kräftig nach oben! So stieg zum Beispiel das Investitionsvolumen für den Kauf von Immobilien zwischen 2016 und 2018 von 237,5 Milliarden Euro auf einen neuen Höchststand von 269 Milliarden Euro. Während sich der Gesamtgeldumsatz binnen zehn Jahren mehr als verdoppelte, blieb die Anzahl der Abschlüsse stabil und lag im Jahr 2018 bei rund einer Million. Diese Zahl wird wohl ziemlich präzise sein, denn sie basiert auf den notariellen Kaufverträgen in der Bundesrepublik Deutschland als Datenquelle. Wir zitieren hier weitere Aussagen der Gutachterausschüsse zum Thema Wohnimmobilien:

Bei gebrauchten freistehenden Eigenheimen stiegen die Preise seit dem Jahr 2009 jährlich im Schnitt um 4,3 Prozent. Bundesweit am höchsten waren sie im Jahr 2018 im Landkreis München mit 10.200 Euro pro Quadratmeter. Darüber hinaus sind die sieben größten Groß- städte besonders teuer: Auf die Stadt München mit 9.500 Euro pro Quadratmeter folgen Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart. Hier lag der Quadratmeterpreis jeweils bei etwa 5.000 Euro – und damit fast drei Mal so hoch wie der Bundesdurchschnitt von 1.750 Euro pro Quadratmeter. Weitaus weniger mussten Käufer dagegen in den Landkreisen Mansfeld- Südharz in Sachsen-Anhalt (490 Euro je Quadratmeter) oder im Kyffhäuserkreis in Thürin- gen (410 Euro je Quadratmeter) zahlen.

Seit 2009 erhöhten sich auch die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen deutlich. Sie legten im Schnitt um 4,4 Prozent im Jahr zu. Die bundesweit höchsten Preise zahlten Käufer in der Stadt München (mittlerer Wohnflächenpreis 7.150 Euro/Quadratmeter) und auf Sylt (6.350 Euro/Quadratmeter). Bundesweit lag der mittlere Preis pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2018 bei rund 1.550 Euro.

Bauland für Eigenheime kostet bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter

Kaum anders verhält es sich bei Bauland für den individuellen Wohnungsbau. Die jährlichen Steigerungsraten betrugen seit dem Jahr 2009 bundesweit durchschnittlich 4,7 Prozent. Die höchsten Preise bezahlten Käufer für ein Baugrundstück für das Eigenheim in der Stadt München (2.000 Euro pro Quadratmeter). Ganz anders ist die Situation im Landkreis Sonne- berg in Thüringen, wo Käufer lediglich 15 Euro pro Quadratmeter zahlten. Im Mittel kostete ein Eigenheimbauplatz in Deutschland in 2018 135 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2013 waren es noch rund 100 Euro.

Der mittlere Quadratmeterpreis für Bauland für Mehrfamilienhäuser lag bundesweit im Jahr 2018 bei 155 Euro, die höchsten mittleren Preise wurden in München (3.000 Euro), Düssel- dorf (1.400 Euro) und Stuttgart (1.310 Euro) gezahlt. Während der bundesweite Geldumsatz für Mehrfamilienhausbauplätze zuletzt weiter stieg, sank die Gesamtfläche der veräußerten Grundstücke in 2018 auf bundesweit 880 Hektar. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es noch 1.000 Hektar. Auch die Zahl der Transaktionen ging gegenüber 2016 um 11 Prozent auf 5.250 zurück.

„Knappe und schwer bebaubare Grundstücke in den Städten sind ein Flaschenhals für die Ausweitung des Wohnungsneubaus“, sagte der Leiter des BBSR, Dr. Markus Eltges. „Die Lösung dieser Engpässe liegt in der Region. Die Vernetzung von Stadt und Umland ist ein Schlüssel zum Erfolg. Im Umkreis der Großstädte sollten die kleineren Städte und Gemein- den Teil der Lösungsstrategie werden, ohne dass diese ihre Identität verlieren. Die Kommu- nen müssen die Integration der Neubürger gleich mitdenken und die Verkehrsanbindung muss auch klimaverträglich sein.“



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1 Kommentar

  1. Ja das spiegelt die eigenen Erfahrungen wieder. Der Markt funktioniert. Die Preisspanne in diesem Land ist riesig. Von fast geschenkt bis wer kann sich das leisten. Bauland in Städten praktisch nicht vorhanden. Und selbst das Umland ist viel zu träge. Man kann die Nachfrage kaum bedienen und verdient kräftig mit. Ein Unding für die Öffis.

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