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Immobilien: Preisboom nahm im März sogar noch weiter zu!

Claudio Kummerfeld

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am

Erstellung eines Einfamilienhauses

Der Preisboom bei Immobilien ging im März nicht nur weiter, er nahm sogar noch deutlich zu! Für März steigt der Hauspreisindex des Anbieters Europace (Daten basieren auf realen Transaktionen) im Jahresvergleich um sagenhafte 12,27 Prozent, nach 12,22 Prozent im Februar und 11,50 Prozent im Januar. Dabei erkennt man eine Aufteilung nach den Segmenten. Eigentumswohnungen haben sich im März um 13,61 Prozent verteuert, und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sogar um 14,90 Prozent. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind „nur“ um 8,73 Prozent teurer geworden. Auch in den Vormonaten war der Preisanstieg jeweils unter der 10 Prozent-Schwelle, während er bei den beiden anderen darüber lag.

Boom geht weiter?

Bei den Preisen für Immobilien könne man keine negativen Auswirkungen der Coronakrise erkennen, so Europace. Denn neben den Jahresvergleichszahlen ist auch der Monatsvergleich von Februar zu März mit 1,08 Prozent Zuwachs beachtlich, so möchten wir anmerken! Anders als in den Vorjahren blieb dieses Jahr erstmals der leichte Rückgang um die Wintermonate gänzlich aus, so Europace! Der Anbieter sieht auch in den kommenden Monaten keinen Einbruch bei Immobilien aufgrund der Coronakrise. Hier weitere Aussagen im Wortlaut:

Ein Einbruch der Immobilienpreise aufgrund der im März veranlassten, umfangreichen Kontaktsperre und den damit verbundenen Einschränkungen für Immobilienkäufer und -verkäufer ist, laut Co-CEO der Europace AG Stefan Kennerknecht, momentan noch nicht erkennbar: “Das Thema Wohnen ist nach wie vor essentiell. Vielleicht auch gerade deshalb, weil die Menschen im Umfeld der Corona-Krise wesentlich mehr Zeit zuhause verbringen und sich verstärkt die Frage stellen, wie sie in Zukunft leben wollen – da rückt der Gedanke an die eigenen vier Wände noch stärker in den Fokus. Basierend auf unseren Zahlen gehen wir davon aus, dass der angebotene Service vieler Makler zur Online-Besichtigung als eine valide Alternative zur Vorort-Besichtigung für den ersten Eindruck wahrgenommen wird. Gerade jetzt scheint für Kaufinteressenten eine gute Zeit, sich intensiv über den Kauf und die Finanzierung einer Immobilie zu informieren. Mit Online-Besichtigungen und digitaler Beratungen können die Kunden ihrer Immobilie trotz der momentanen Einschränkungen einen großen Schritt näher kommen und dieses Angebot nutzen sie auch.”

Alles bestens bei Immobilien?

Wir möchten dennoch fragen: Kann es nicht vielleicht doch sein, dass bei Millionen von Kurzarbeitern und wohl bevorstehender deutlich steigender Arbeitslosigkeit viele Mieter Probleme mit ihren Mietzahlungen bekommen werden, und dass vor allem viele Immoblilienkäufer Probleme haben werden ihre Kreditraten zu zahlen? Werden dadurch nicht doch zahlreiche Immobilien auf den Markt geworfen, und potenzielle Neukäufer halten sich aufgrund ihrer persönlichen finanziellen Lage erstmal zurück? Laut Berichten sind die Forscher von „Empirica“ der Meinung, dass sich die Coronakrise sehr wohl auf die Immobilienpreise auswirken wird.

Man glaubt, dass die Kaufpreise in den kommenden Monaten um bis zu 25 Prozent sinken werden. Privatpersonen würden aus Gründen des persönlichen Liquiditätsbedarfs Objekte verkaufen, wodurch die Angebotsmenge an verkäuflichen Immobilien steige. Und die Nachfrage in Ballungszentren werde sinken. Selbst wenn die Coronakrise die Immobilienpreise kurzfristig in die Knie zwingt – es ist durchaus möglich, dass die Hausse am Markt für Immobilien danach weitergeht, so möchten wir mutmaßen. Denn man darf nicht außer Acht lassen, dass es da draußen verdammt viele kleine, mittelgroße und sehr große Investoren mit verdammt viel Cash-Reserven gibt, die auf solche Schnäppchenpreise warten, und dann die Angebotsschwemme auffangen. Dies könnte stabilisierend auf die Immobilienpreise wirken.

Preise für Immobilien steigen immer weiter

Detaildaten der Immobilienpreise im März

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    16. April 2020 18:59 at 18:59

    Es mag schon sein, dass in der Hochzeit der Corana-Krise die Immobilienpreise fallen werden, um nach der Üebrwindung der Krise mit der Inflationierung der Sachwerte wieder zu steigen. Derjenige der seine Immobile solide finanziert, gut vermietet und keine Mietausfälle zu verzeichnen hat, muss sich keine Sorgen machen. Ausserdem wird die Nachfrage auch bei einer alternden Gesellschaft konstant hoch bleiben. Das fängt der Zuzug von Neubürgern aus allen Herren Ländern, den Deutschland absehrbar immer haben wird, locker ab. Man sieht ja, wie die Krise in andern Ländern im Gegensatz zu uns abläuft. Ferner bleiben und sind wird ein Mieterland.

    Einfach lächerlich diese teilweise apokaliptischen Vorhersagen. Vor allem den Crashpropheten, wie Krall, Faber, Friedrich & Weik, Dirk Müller und wie sie alle heissen. Die wollen auch nur ihre Bücher, Gold und Fonds verkaufen wollen, das ja alles so krisenfest ist. Sollte es wirklich so den Bach runter gehen, wie die alle vorhersagen, kommt man mit ihren Lösungen auch nicht weit. Da bin ich mir sicher.

    • Avatar

      falko

      17. April 2020 10:38 at 10:38

      Ich glaube dass es derzeit einfach sehr schwierig ist etwas abzuschätzen. Sowohl die Crahs Propheten als auch deren Gegenteile haben schlüsssiges auf Lager ..

  2. Avatar

    Korrektor

    17. April 2020 07:25 at 07:25

    @ Zimmermann, bitte weniger Unsinn, Mindestens Krall u.Faber empfehlen Immobilien als gute Anlage.Sonst bin ich gleicher Meinung, normale Wohnungen ( nicht Luxus) sind gesucht u.werden im Notfall sogar vom Sozialamt bezahlt.( Sichere Mieter)

    • Avatar

      thinkSelf

      17. April 2020 12:25 at 12:25

      Die in die Märkte gepumpte Liquidität muss irgendwo hin. Das spricht eher für weiter steigende Immobilienpreise. Zudem ist eine selbstgenutzte Immobilie die beste Methode zur Liquiditätssicherung.

      Wer solide finanziert hat (bis 50% Immobilienwert) oder aktuell umschulden kann, der bekommt die Hypotheken selbst bei langer Zinsbindung fast zinsfrei. Und wenn es persönlich eng wird, einigt man sich mit der Bank auf Tilgungsfreiheit. Denn die winzigen Restzinsen kann man locker stemmen. Und für die Bank wird der Kreditvertrag dadurch nicht notleidend (Win-Win).

      In der Maße verlieren jetzt ohnehin erst mal die Leute ihren Job, die zur Miete wohnen. Und wenn man als Kleinvermieter einen guten Draht zu seinen Metern hat, dann läuft das im Notfall über das Sozialamt schon ganz gut. Schlimmstenfalls muss man bei teuren Wohnungen etwas nachgeben, aber das treibt einen auch nicht in den Ruin.

      Problematischer könnte es bei Ladenmieten werden. Aber da gibt es schon länger große Leerstände und die Nettomieten fallen dort inflationsbereinigt schon seit 20 Jahren.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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