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Immobilienmarkt vor dem Kollaps?

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

ich habe in diesem Punkt noch keine eigene Meinung. Die Meinung der anderem Marktteilnehmer ist hingegen völlig klar. Der (deutsche) Immo-Markt steht vor dem Kollaps. Die Spekulationsblase platzt in den kommenden Monaten, so die einhellige Meinung der Investoren.

Woran erkenne ich die Marktmeinung? Die Aktie des marktführenden Immobilienverwalters Vonovia steht bereits seit Monaten unter schwerem Verkaufsdruck. In den vergangenen 12 Monaten sackte der eigentlich konservative DAX-Wert um fast 42 % ab. Auf Wochensicht wurden wieder einmal über 6 % vom Kurs abgehobelt.

Eine einfache Rechnung: Ausweislich der letzten Zwischenmitteilung des Unternehmens (Stand: März 2022) hält Vonovia Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Diese Objekte gibt man mit einem Verkehrswert in Höhe von 96 Milliarden Euro an. Ziehen wir die Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 42 Milliarden Euro ab, bleibt ein Netto-Vermögenswert von ungefähr 54 Milliarden Euro zurück.

Achtung! An der Börse freilich gesteht man der Vonovia-Aktie nur noch eine Marktkapitalisierung in Höhe von etwas über 23 Milliarden Euro zu. Damit unterstellt der Markt zunächst, die Zinswende wird das Wachstumspotenzial in der Immo-Branche weitgehend vernichten. Diese Einschätzung teile ich sehr weitgehend.

Aber mehr noch: Im Grunde prognostizieren die Börsianer derzeit, dass die Vonovia-Objekte in absehbarer Zeit rund 50 % ihres Wertes verlieren werden und in der Bilanz entsprechend wertberechtigt werden müssen. Folglich hat man die Marktkapitalisierung schon einmal in diesen…..

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7 Kommentare

  1. Mit Verlaub ist die Überschrift pure Panikmache. Und Wörter wie „vernichten“ haben in seriösen Reporten nichts zu suchen. Nichts ist in Deutschlands Bankenwelt besser kontrolliert, als eine Immobilienfinanzierung. Und eine saubere Vonovia Bewertung hat noch lange nichts mit dem Platzen einer Immobilienblase zu tun!

    Seriös geht anders…

    1. @Bubbler

      Privatanleger sollten sich mit dem Begriff „Finanzpornographie“ auseinandersetzen.

  2. Entschuldigung, aber seit wann funktioniert die Börse so vernünftig, dass Leute mit dem Taschenrechner ermitteln, was die Aktien wert sind? Die Schlussfolgerung, das Aktionäre einen Wertverfall in dieser Größenordnung erwarten, ist das lächerlichste, das ich seit langem gelesen habe.

  3. Ein Abverkauf der Vonovia Aktie oder sonstiger Aktien in so einer Größenordnung resultiert meistens aufgrund umfangreicher Hintergrundinformationen der Investoren. Das dies die meisten „Pusher“ und Nutzniesser hoher Immobilienpreise nicht wahrhaben wollen ist schon klar. Ich sehe hier keine Panikmache, sondern die logische Konsequenz wenn Preise in der „High Value Area“ unterwegs sind. Die Bundesanleihen sind auch kein Hirngespinst sondern Fakten. Und diese zeigen ganz klar wo die Bauzinsen stehen. Ich lese mittlerweile die haarsträubendsten Argumente warum die Immobilienpreise stabil bleiben sollten. Das ist Wunschdenken, mehr nicht. Migration als Grund weiterer Preissteigerungen? Lächerlich, die spielen erstmal auf der Soll-Seite des Sozialhaushaltes. Anlagedruck? Ja, aber die Welt ist größer als Deutschland. Energetische Sanierung? Ja, da kann man viele Bestandsimmobilien wegschmeissen bei solchen Preisen. Inflation reduziert die Kraft vernünftiges EK anzusparen. Höhere Tarifabschlüsse? Die müssten dann 16% betragen um 8% netto (Inflation zuletzt 8.6%) sein. Wird nicht passieren. Da gibts einen populistischen Placebo, mehr aber nicht. Hier träumen zuviele von ewig steigenden Preisen und der Illusion das Deutschland keinerlei ökonomischer Gesetzmäßigkeiten unterliegt.

  4. Gewohnt wird immer und gerade große Städte leiden unter viel zu wenig Wohnraum, der nun auch noch durch gestiegende Baukosten ersteinmal viel weniger Wohnraum schafft als beabsichtigt. Es kommen also die vom Bund geplanten Wohnungen nicht an und das führt zu einer weiteren Verschärfung auf dem Mietermarkt, das Menschen wieder anfangen werden, zu kaufen. Aktuell ist die Verunsicherheit groß zu Zinsen und durch Aufmachungen, wie diese, die den Markt kippen sehen. Jeder wartet auf Schnäppchen. Doch diese werden nicht kommen. Es werden nur die Überbewertungen verschwinden, die durch Verkäufer angestrebt wurden. Wir reden nicht von Preisrutsch sondern zurück zu Werten, die nicht durch Glauben getrieben sind. Alles andere ist Panikmache und wie viele in diesen Zeiten wieder zu Crashpropheten sich Gehör verschaffen wollen. Sachwerte sind Geldwerten überlegen,gerade in den Zeiten von Inflation und wenn Sparer das erkennen, wird der Wind derer schnell drehen, die es sich leisten können.

  5. Auch ein Mythos das Sachwerte, vorallem wenn diese Im“mobil“ sind schützen. Enteignungen zugunsten von Macht gab es genug. Wähler mit Enteignungsphantasien gibt es auch genug. Kapital streut man weltweit um solche Ausfallrisiken zu reduzieren. Bei Mietsteigerungen werden sich viele Leute finden die „sozialistische“ Parteien wählen. Keine Sorge, so kann man vor lauter Gier sich auch selber seiner Sachwerte entledigen. Es wird Zeit die Gier zu bereinigen.

  6. Wie überall, wer zu teuer einkauft wird Probleme bekommen.

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