Die Immobilienpreise in Deutschland fallen den zweiten Monat in Folge. Dies zeigen frische Daten aus dem Europace Hauspreisindex, der monatlich neue Daten zur Preisentwicklung für Wohnimmobilien aufzeigt. Der Gesamtindex sank von Dezember auf Januar von 220,71 auf 220,11 Indexpunkte.
Immobilienpreise sinken – Blick in die Details
Alle drei Segmente im Europace Hauspreisindex sanken im Januar im Monatsvergleich. Nach fast zwei Jahren mit ununterbrochenem Anstieg der Immobilienpreise ist ein gewisser Rückgang noch lange keine Trendumkehr. Bei den Bestandshäusern sank der Index im Monatsvergleich von 201,48 auf 200,82 Indexpunkte. Bei den Eigentumswohnungen ist es ein leichter Rückgang von 217,37 auf 217,35 Punkten. Aber auch bei neuen Objekten sah man im Januar einen Preisrückgang: Der Index für Neubauhäuser sank von 243,27 auf 242,16 Punkte.
Knappheit vs Bauzinsen
Grundsätzlich kann man sagen: Die mögliche Aufwärtstendenz bei den Bauzinsen (aktuell 3,74 % bei 10 Jahren Sollzinsbindung) könnte ein Faktor sein, der tendenziell eher gegen weiter steigende Immobilienpreise spricht. Denn je teurer die Bauzinsen, desto weniger Häuslebauer können sich Neubau oder Kauf von Haus oder Eigentumswohnung leisten. In den letzten zwölf Monaten sind die Renditen für zehnjährige deutsche Bundesanleihen – die Referenz für die Bauzinsen – um 20 % angestiegen. Die kräftige Neuverschuldung des Bundes droht, die Renditen weiter ansteigen zu lassen, was auch die Bauzinsen weiter hochtreiben könnte.
Dem gegenüber steht aber die große Knappheit an Wohnraum, vor allem in den Ballungszentren. Daher sieht man weiter steigende Wohnungsmieten, was den Spielraum für höhere Mietrenditen bietet. Und damit bleibt womöglich auch Luft für höhere Immobilienpreise. Denn bei der Aussicht auf ständig weiter steigende Mieten für die Käufer von Wohnimmobilien, könnten die Verkäufer der Objekte auch höhere Verkaufspreise aufrufen.
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„Daher sieht man weiter steigende Wohnungsmieten, was den Spielraum für höhere Mietrenditen bietet.“
Und was machen die Mieter wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen? Sie wählen „Enteignungsparteien“. Und diese Wählerschicht steigt weil man den Menschen immer mehr Möglichkeiten nimmt. Von den steigenden Arbeitslosenzahlen brauche ich nicht zu schreiben.
Game Over!