Immobilien

Europace Hauspreisindex Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter an – aktuelle Daten

Aktuelle Daten für Juli zeigen weiter steigende Immobilienpreise in Deutschland, besonders bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern.

Baustelle in Hamburger Hafencity. Foto. Claudio Kummerfeld/Finanzmarktwelt.de

Die Immobilienpreise in Deutschland zeigen weiterhin Auftrieb. Untermauert wird der Trend durch heute gemeldete Daten für den Monat Juli.


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Immobilienpreise steigen im Juli – die Details

Der Europace Hauspreisindex basiert laut Aussage des Anbieters auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungs-Transaktionsdaten von monatlich über 30.000 Transaktionen mit einem Volumen von über 7 Milliarden Euro. Diese Daten geben einen monatlichen Einblick in die Veränderung der deutschen Immobilienpreise. Der Gesamtindex steigt im Juli im Monatsvergleich leicht um 0,19 % auf 222,22 Punkte, im Jahresvergleich sind es +1,44 %. Damit setzt sich die insgesamt stabile Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt fort, so sagt es Europace.

Die Preise für Eigentumswohnungen sinken im Juli geringfügig um 0,03 % auf 219,54 Punkte, im Jahresvergleich ist es ein Plus von 0,16 %. Damit bewegen sich die Wohnungspreise nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Auch die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser bleiben auf hohem Niveau weitgehend stabil. Im Juli gibt der Index um 0,20 % auf 244,07 Punkte nach, im Jahresvergleich steht weiterhin ein deutliches Plus von 2,34 %.


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Eine stärkere Bewegung der Immobilienpreise zeigt sich dagegen bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern: Nach der Seitwärtsbewegung im Juni steigen die Preise im Juli um 0,89 % auf 203,04 Punkte, im Jahresvergleich sind es +1,79 %.

Expertenkommentar

Europace-Vorstand und Co-CEO Stefan Münter kommentiert aktuell: „Der Wohneigentumsmarkt hat sich stabilisiert, doch die Erholung dürfte langsamer verlaufen als bislang erwartet. Die schwache gesamtwirtschaftliche Dynamik und fehlende Einkommensimpulse bremsen den Wechsel vom Miet- in den Eigentumsmarkt.  Käufer und Verkäufer werden deshalb länger brauchen, um bei ihren Preisvorstellungen zusammenzufinden. Auffällig ist im Juli vor allem die Entwicklung bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern. Ein Plus von 0,89 Prozent in einem Monat ist deutlich. Um von einem neuen Trend zu sprechen, ist es aber zu früh. Ein Teil dürfte saisonal bedingt sein. Gleichzeitig beobachten wir schon seit Jahresbeginn, dass Bestandshäuser gegenüber Eigentumswohnungen aufholen. Das könnte darauf hindeuten, dass Käufer bei höheren Finanzierungskosten stärker auf das Verhältnis von Preis und Wohnfläche schauen und das Haus im Umland wieder attraktiver wird. Ob daraus eine nachhaltige Verschiebung entsteht, werden die kommenden Monate zeigen.“

Langfristig ansteigende Immobilienpreise in Deutschland



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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4 Kommentare

  1. Deutschland steht vor immensen strukturellen Problemen.

    Der Wohnungsmarkt ist ein zentrales Element.

    Es gibt bereits erste Warnungem aus dem Mittelstand, der das Defizit erkennt. Es ist recht einfach:

    Die Boomer gehen in Rente, das Problem: Die werden aber nicht in Zelte umziehen.

    Neue Fachkräfte beauchen Wohnraum, der aber voll belegt ist.

    Die zukünftigen Renten hängen auch an Wohmeigentum. Wenn sich niemand mehr Eigenheim leisten kann, müssen die Mieten zusätzlich aufgebracht werden, jeden Monat!

    Ich zweifle an der Kompetenz der Regierung.

    Der beschimpfte Sozialismus ist nicht Ursache des Versagens. Er könnte vielmehr ein Lösungsansatz sein.

    Bei uns um die Ecke entsteht neuer Wohnraum. extrem wenig. Für 55qm werden Netto über 400.000 Euro verlangt.

    Sorry, das ist ein krankes System. Der Markt regelt es nicht selbst.

  2. Werden hier eigentlich Verkaufspreise bei einem tatsächlichen Verkauf hergenommen oder nur Preise, die im Angebot stehen?

  3. @Mani Gute Frage! Bei Immobilien bewegen sich die tatsächlichen Verkaufspreise nach einer altbewährten Faustregel in der Regel bei 60-70% des ursprünglich aufgerufenen Verkaufspreises. Natürlich gilt auch hier: keine Regel ohne Ausnahmen (sowohl nach unten, als auch nach oben).

  4. Ein eigenes Häuschen ist natürlich was schönes und sollte nicht primär als Renditeobjektiv angesehen werden.
    Aber sonst?
    Immobilienbesitz wurden in den letzten etwa100 Jahren in Deutschland schon 3 Mal ganz oder teilweise enteignet.
    Wenn der Staat Geld benötigt und es anderswo nicht mehr zu holen ist, müssen die Immobilienbesitzer ran.
    Das ist ja auch im Grundgesetz so geregelt.

    https://youtu.be/OToe8ETFxYk?is=vaOb0J436e7gIx5x

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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