Immobilien

Europace Hauspreisindex Immobilienpreise steigen fünften Monat in Folge – aktuelle Daten

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen im Mai den fünften Monat in Folge. Hier zeigen wir aktuell veröffentlichte Details.

Wohnblock mit Balkonen. Foto: Roman_Babakin-Freepik.com

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen aktuell den fünften Monat in Folge! Die monatlich erstellten Daten des Europace Hauspreisindex für den deutschen Immobilienmarkt liegen jetzt für den Monat Mai vor, was wir hier im Detail besprechen wollen.

Immobilienpreise steigen fünf Monate in Folge

Der Gesamtindex des Europace Hauspreisindex ist von April bei 211,67 Indexpunkten auf 212,57 Punkte im Mai gestiegen, wie gesagt der fünfte monatliche Anstieg in Folge! Noch im Dezember 2023 lag der Index bei 208,91 Punkten. Entsprechend sind die deutschen Immobilienpreise im Schnitt von Dezember 2023 bis Mai 2024 um 3,66 Indexpunkte oder 1,75 % gestiegen! Die Grafik zeigt die Entwicklung der letzten fünf Jahre, in lila sehen wir den Gesamtschnitt.

Grafik zeigt in Form des Europace Hauspreisindex die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland in den letzten fünf Jahren

Blick auf die Details

Die Details aus dem Europace Hauspreisindex zeigen: Im Mai setzte sich ein „Gegen-Trend“ aus April fort. Denn wo die Preise für Neubauhäuser lange Zeit immer weiter stiegen auf neuer Rekordniveaus, sieht man jetzt den zweiten Monat in Folge fallende Preise, erst von 236,17 auf 235,38 Indexpunkte, und jetzt im Mai auf 234,85 Punkte. Die Zweiteilung der Immobilienpreise zeigt sich erneut, wenn wir jetzt auf die Bestandsobjekte blicken, die den Gesamtschnitt pushen: Hier sehen wir nun seit vier Monaten in Folge klare Anstiege, was ein wirklich gutes Indiz ist für die Wende am Immobilienmarkt! Bei Eigentumswohnungen steigen die Preise im Monatsvergleich von 206,96 auf 209,33 Punkte, ein großer Sprung! Bei Bestandshäusern steigt der Index von 192,76 Punkten im April auf 193,54 Punkte im Mai.

Gerade die Bestandsobjekte sind ein wichtiger Faktor. Sie waren lange Zeit im Absturz, weil die hohen anstehenden Renovierungskosten (Energieeffizienzgesetz etc) die Immobilienpreise drückten. Denn Neukäufer von alten Objekten müssen hohe anstehende Renovierungskosten mit einkalkulieren, und drängten daher lange Zeit Eigentümer auf niedrigere Verkaufspreise. Aber wenn diese Preise für schlechter isolierte Bestandsobjekte jetzt seit vier Monaten am Stück wieder steigen, scheint ein Tiefpunkt zumindest bei Wohnimmobilien erreicht zu sein.

„Der Aufschwung ist da“

Offenbar kehrt die Lust der Häuslebauer langsam wieder zurück am Immobilienmarkt? Wie Daten der Barkow Consulting aus dieser Woche zeigen, erreichte das Volumen der neu vergebenen Hypothekarkredite im April 2024 mit 16,8 Milliarden Euro den höchsten Wert seit dem Einbruch nach der Zinswende. Gegenüber März 2024 mit 15,4 Milliarden Euro stieg das Neugeschäftsvolumen um 9 %. Noch deutlicher fällt der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 29 % aus. Auch jüngste Daten des Verbands der Pfandbriefbanken bestätigen den Auftrieb bei Immobilienkrediten. Mehr Kredite für Käufe und Neubau, das wirkt wie ein unterstützender Faktor für die Immobilienpreise in Deutschland! Barkow dazu: „Damit scheint sich die von vielen Marktteilnehmern und auch vom Bank Lending Survey der Bundesbank bereits für das erste Quartal in Aussicht gestellte Belebung des Baufinanzierungsmarktes nun auch statistisch niederzuschlagen. Anders ausgedrückt: Der Aufschwung ist da!“



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1 Kommentar

  1. Die 10 jährige Bundesanleihe ist der Taktgeber für Immobilienkreditzinsen und nicht der Leitzins. Diese verharrt weiterhin auf hohem Niveau. Die Verkäuferseite mag zwar stur bleiben, berücksichtigt allerdings nicht das sie dadurch immer mehr sozialistisch gesinntes Wählerpotential generieren. Wäre auch interessant wieviel Steuergelder zur Unterstützung von Mietzahlungen herangezogen werden. In meinen Augen ist die Fiskal- und Wirtschaftspolitik ausser Kontrolle.

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