Immobilienpreise und Wohnungsmieten in Deutschland sind kräftig im Aufwind. Höhere Bauzinsen, höhere Baukosten, mehr Bürokratie. Zu wenig Angebot bei steigender Nachfrage lässt dann die Mieten explodieren! Hier ein Blick auf jüngste Daten.
Immobilienpreise in Norddeutschland bis zu 12 % Zuwachs in einem Jahr
In Norddeutschland sind die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 12 % angestiegen. Dies zeigen heutige Daten des Portals immowelt. Die Preise steigen demnach erstmals seit Beginn der Zinswende des Jahres 2022 wieder flächendeckend. In 70 von 71 kreisfreien Städten und Landkreisen in den fünf norddeutschen Bundesländern haben sich die Angebotspreise für Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) im Vorjahresvergleich erhöht. In der Spitze beträgt das Plus aber fast 12 Prozent.
In Hamburg verteuerten sich Bestandswohnungen binnen 12 Monaten um 4,6 Prozent auf aktuell durchschnittlich 5.949 Euro pro Quadratmeter. In Bremen sind es +8,5 Prozent auf 3.148 Euro, in Hannover sind es +4,4 Prozent auf durchschnittlich 3.456 Euro pro Quadratmeter. Die deutlichsten Steigerungen der Immobilienpreise gab es unter den kreisfreien Städten in Rostock (3.932 Euro), wo sich der Quadratmeter um 9,9 Prozent verteuerte, und in Braunschweig (3.159 Euro) mit einem Plus von 9,7 Prozent. Die einzige Ausnahme unter den norddeutschen Großstädten bildet Kiel (3.573 Euro), wo die Preise im Vorjahresvergleich mit -0,5 Prozent leicht nachgegeben haben.
„In den vergangenen Jahren haben vor allem die gestiegenen Zinsen für Zurückhaltung bei Kaufinteressenten gesorgt“, sagt immowelt Geschäftsführer Dr. Robert Wagner. „Inzwischen scheinen sich Käufer jedoch zunehmend an das neue Zinsniveau zu gewöhnen und die steigende Nachfrage lässt die Immobilienpreise in nahezu allen Regionen Norddeutschlands anziehen. Gleichzeitig liegen die Preise vielerorts noch unter dem Höchststand von 2022, was für viele Käufer weiterhin eine attraktive Einstiegschance bedeutet.“
Wohnungsmieten steigen kräftig
Seit Anfang 2022 sind die Angebotsmieten um satte 18,3 Prozent gestiegen, so zeigen es Medienberichte. In Berlin sind es mit 14,90 Euro pro Quadratmeter 42 % mehr als vor drei Jahren. Im Landkreis Kaiserslautern sind die Mietpreise binnen drei Jahren um 41,7 Prozent gestiegen – keine andere Region konnte in der Rangliste der teuersten Landkreise so viele Plätze gutmachen. In Cottbus steigen die Angebotsmieten um satte 41,3 Prozent.Der Landkreis Tirschenreuth legt kräftig zu mit +32,3 Prozent. Brandenburg an der Havel ist mit +33,2 Prozent dabei.
Die Gründe
Was ist hier los? Ist der „böse Kapitalismus“ schuld, die raffgierigen Vermieter und das böse Großkapital, wie man es von linker Seite nur all zu gerne erzählt? Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Mietregulierung sorgt dafür, dass zu wenig gebaut wird – weil Erbauer von Wohnraum keinen Anreiz sehen. Erzielbare Renditen sind zu gering oder gleich gar nicht mehr vorhanden. Gleichzeitig aber ist die Nachfrage nach Wohnraum massiv gestiegen. Millionen Ukrainer und viele weitere Einwanderer wollen alle eine Wohnung haben. Wenn aber zu wenig neu gebaut wird, steigen die Wohnungsmieten – weil sich mehr Nachfrager um zu wenig Angebot streiten.
Auch höhere Immobilienpreise sorgen für steigende Wohnungsmieten. Müssen die Erbauer von Wohnraum für Grundstücke und Erstellung des Wohnraums immer mehr zahlen, und müssen sie höhere Kreditkosten stemmen, müssen sie logischerweise diese höheren Kosten an die Mieter weitergeben – sonst würden sie mit ihrer Vermietung kein Geld verdienen, und dann würde selbst der geringe Wohnungsbau noch weiter einbrechen. Der „Todesmix“ für deutsche Immobilien lautet aktuell wie folgt: Durch die seitens der EZB kräftig erhöhten Zinsen verteuerten sich die Bauzinsen! Dazu kommen immer mehr Bauvorschriften, steigende Lohnkosten und vor allem steigende Kosten für Baumaterial. Alles zusammen macht das Bauen immer teurer. Und wenn zu wenig gebaut wird, aber viele Menschen Eigentum erwerben wollen, steigen die Preise.
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Moin, moin,
genau so ist es, wie in „Die Gründe“ beschrieben.
Vielleicht hilft der BRD einmal der echte Sozialismus, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass das nicht funktioniert.
Noch vergessen, der Mietpreisdeckel ist eher ein Intelligenzdeckel.Wenn in einer Zeit wo alle mit Nichtstun schnell reich werden wollen, sei es mit Aktien, Kryptos oder Influenzen und ein Immoinvestor mit grossem Aufwand keine 3% Bruttomiete mehr erreichen darf, wird halt nicht mehr gebaut.Der Staat soll doch bauen, in der DDR hat das doch auch wunderbar funktioniert.
Jaja, die Gründe sind schlüssig, lassen sich aus der ökonomischen Sicht schon so erklären.
Aus der politischen Sicht ist das ebenfalls sehr einfach. Man hat den Leuten weiß gemacht, die massenhafte Aufnahme von neuen Bürgern gäbe es zum Nulltarif.
Man hätte eben entpsrechend Wohnungen bauen müssen, was man im übrigen immer noch nicht tut. Auch der Staat kann das, auch der Staat kann sozialen Wohnungsbau fördern.
Wie wäre es damit: Die hohen Mieten hängen mit der stark gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum direkt zusammen (ganz einfaches Angebot/Nachfrage Proinzip)
Soviel zu dem oberen Kommentar über Sozialismus der nicht funktioniert. Das ist kein Problem des Sozialismus, sondern das Resultat der Blindheit und Ignoranz seit 2015, wie man damit umgeht.
Weder wurden passende (!!!) Wohungen gebaut, noch wurde das Gesundheitssystem oder auch Schulen etc. auf „mehr“ Menschen vorbereitet. Noch dazu landen viele direkt in den Sozialsystemen. Und wenn dadurch die Mieten noch steigen aber der Staat ja derjenige ist, der die Mieten dann zahlt…!
Glückwunsch, wäre vermutlich sogar billiger gewesen Wohnungen zu bauen (geeignete noch mal bemerkt!!!).
Das ist ne Katastrophe und die wird viel zu wenig Thematisiert. Für mich ist die Ära Merkel die schlechteste in der Nachkriegsgeschichte. Helfen finde ich gut (wo es wirklich nötig ist wohlbemerkt) aber da muss man auch helfen und nicht einfach weg kucken und meinen, die Bürger wuppen das. Das können die gar nicht wuppen, sondern die Allgemeinheit leidet darunter und das schlägt sich leider auch in den Wahlergebnissen nieder.
Sondervermögen noch und noch, ist Wohnugnsbau ein Thema? Hab bis jetzt nix davon gehört. Gut in einen Panzer passen auch ein paar Leute rein. Das bringt ein Doppelwums