Europa

Importpreise im Oktober +2,6%, Milch verteuert sich um 13,1%, Kakao 24,8% billiger

Die deutschen Importpreise steigen im Oktober auf Jahresbasis um 2,6% nach +3,0% im Vormonat. Dabei fallen vor allem die sogenannten Vorleistungsgüter ins Gewicht, die 35% der Importpreise ausmachen. Das sind alle Güter, die in einem...

FMW-Redaktion

Die deutschen Importpreise steigen im Oktober auf Jahresbasis um 2,6% nach +3,0% im Vormonat. Dabei fallen vor allem die sogenannten Vorleistungsgüter ins Gewicht, die 35% der Importpreise ausmachen. Das sind alle Güter, die in einem Rohzustand angeliefert, und hier weiterverarbeitet und umgewandelt werden. Hierbei gab es teilweise extreme Preisanstiege, wobei der gesamte Sektor im Preis um 5,1% zulegte. Zitat Statistisches Bundesamt:

Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,6 %. Im Vergleich zu Oktober 2016 verteuerten sich insbesondere importierte Nicht-Eisen-Metallerze (+ 27,8 %) und Eisenerze (+ 21,9 %). Dies galt auch für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+ 18,9 %) sowie für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus (+ 12,6 %). Chemische Grundstoffe waren ebenfalls erheblich teurer als im Oktober 2016 (+ 7,7 %). Dagegen sanken unter anderem die Preise für elektronische Bauelemente (– 2,4 %).

Energieeinfuhren mit einem Anteil von gut 13 % am Gesamtindex waren im Oktober 2017 um 10,3 % teurer als im Oktober 2016. Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Oktober 2017 um 1,8 % höher als im Oktober 2016.

Hier weitere interessante Preisveränderungen, vor allem bei Verbrauchsgütern des Alltags.

Importierte Verbrauchsgüter (kurzlebige Konsumgüter) verteuerten sich gegenüber Oktober 2016 um 0,6 %. Im Vergleich zu September 2017 stiegen die Preise im Durchschnitt um 0,2 %. Gegenüber dem Vorjahr wurden vor allem importierte Milch und Milcherzeugnisse teurer (+ 13,1 %). Auch die Preise für Frucht- und Gemüsesäfte lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+ 25,4 %). Dagegen war verarbeiteter Kakao um 24,8 % billiger als im Oktober 2016.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren gegenüber Oktober 2016 um 2,3 % billiger. Während sich Rohkakao (– 29,0 %) und Rohkaffee (– 15,8 %) stark verbilligten, wurden insbesondere lebende Tiere und Erzeugnisse tierischen Ursprungs zu höheren Preisen importiert (+ 11,2 %).

Man sieht, die hohen Preise kommen von allen Seiten, und werden für weiter hohen Druck auf die Verbraucherpreise sorgen, die ganz am Ende der Preiskette stehen.



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