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„In Bank of England we trust“? Britische Banken können problemlos UK-Rezession und gleichzeitige globale Rezession überstehen

Seit 2014 veranstaltet die britische Notenbank „Bank of England“ (BoE) einen jährlichen Banken-Stresstest. Stolz verkündet man heute bei der aktuellsten Verkündung, dass zum ersten Mal in diesem drei Jahren…

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FMW-Redaktion

Seit 2014 veranstaltet die britische Notenbank „Bank of England“ (BoE) einen jährlichen Banken-Stresstest. Stolz verkündet man heute bei der aktuellsten Verkündung, dass zum ersten Mal in diesem drei Jahren keine britische Bank nach Sichtung der Testergebnisse ihre Kapitalbasis nachbessern müsse. Mehr noch. Das britische Bankensystem sei inzwischen so robust aufgestellt, dass es problemlos eine Rezession in Großbritannien sowie eine parallel stattfindende weltweite Rezession überstehen könne.

Dabei könnten die Banken inzwischen große Preiseinbrüche in einzelnen Anlageklassen überstehen. Die Test-Vorgaben (das zugrunde liegende ökonomische Szenario) seien strenger gewesen, als es die Situation während der Finanzkrise 2008 hergegeben habe, so die BoE. Im Test hätten die Banken 50 Milliarden Pfund Verluste gemacht in den ersten beiden Jahren der Krise. Noch zehn Jahre zuvor hätten diese Verluste die Kapitialbasis der britischen Banken leergefegt („wiped out“), so die BoE.

Aber heute hätten sie zusätzlich zu ihren Minimal-Reserven auch Zusatzreserven geschaffen, mit denen solche Verluste aufgefangen werden könnten. Wir waren bei der Prüfung nicht dabei, also können wir nur fragen: Vertrauen wir diesen Aussagen, und der tatsächlichen Stabilität der Banken? „In Bank of England we trust“? Geht man danach, könnte man eigentlich relativ beruhigt britische Bankaktien kaufen? Entscheiden Sie das im Zweifelsfall doch bitte selbst!

Denn ob solche Stresstests, wie sie die Fed in den USA nach der Krise einführte, und wie sie dann in Europa von BoE und EZB nachgemacht wurden, wirklich Hand und Fuß haben, wissen wir erst nach der nächsten richtig kräftigen Krise. Denn in der Finanzbranche hört man gerne mal das Wort „Placebo Tests“ im Zusammenhang mit diesen Banken-Stresstests. Es geht aber noch weiter. Die BoE ist in ihrer heutigen Veröffentlichung sogar der Meinung, dass die britischen Banken selbst bei diesem Szenario von 50 Milliarden verlorenen Pfund immer noch stark genug wären, um auf dem selben Niveau wie derzeit weiterhin Kredite an Konsumenten und Unternehmen herauszureichen.

Na dann, alles wird gut… eine Einschränkung macht man dann doch noch. Wenn zu einer inländischen sowie globalen Rezession auch noch ein ungeordneter Brexit oben drauf käme, könnten die Finanzierungskonditionen strenger werden als im Stresstest. Unter solchen Bedingungen könnten die zusätzlichen Kapitalpolster der Banken substanziell stärker zurückgehen.

https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=J-0dJsSu7qw

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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