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In den USA entstehen neue Medien-Giganten – globale Auswirkungen!

Redaktion

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Netflix rollt die ganze Medienbranche auf, das ist kein Geheimnis mehr. Der Erfolg und das Wachstumstempo des Anbieters zwingt die „alte Medienindustrie“ zu einem großen Wurf. Netzbetreiber (Kabel und Telefonnetze) meinen aktuell sich in einer Zwangssituation zu befinden. Wo Netflix ihnen das Wasser abgräbt, flüchten sie sich in eine brutale Welle der Vergrößerung. Es entstehen neue Medien-Giganten!

Medien-Giganten entstehen

Es gab diese Woche erst ein Gerichtsurteil in den USA, das es dem Telekom-Giganten AT&T endgültig gegen das Veto der US-Regierung erlaubte Time Warner zu übernehmen. Neben HBO und CNN fallen damit auch die Warner Filmstudios in die Hände von AT&T. Damit hat der Vertreiber/Betreiber von Netzten nun auch die Produktion von Inhalten in den Händen.

Teil 2 dieser Machtkonzentration findet auch diese Woche statt. Eigentlich hatte Disney schon lange den Deal klar gemacht für 52 Milliarden Dollar große Teile des Medienimperiums Fox zu übernehmen. Aber aktuell taucht der US-Kabelnetzbetreiber Comcast (Besitzer unter anderem von CNBC) auf, und bietet mal eben 65 Milliarden Dollar, ein 19%-Auschlag auf das Disney-Angebot. Während Rupert Murdoch seine „geliebte Fox News“ behalten würde, wandern Anbieter wie Fox Studios, National Geographic, Hulu und auch die europäischen Sky-Sender (auch Sky Deutschland) wohl geschlossen an den neuen Eigentümer gehen – die da wären Disney oder Comcast.

Nur einen Tag nach dem Gerichtsentscheid über den AT&T-Deal mit Time Warner ist das ein klares Signal – die großen Netzbetreiber in den USA versuchen aktuell zu raffen, was noch zu haben ist! Wer nicht zugreift, geht leer aus und bleibt klein und ohne eigene Inhalte-Produktion zurück. Der „Content-Krieg“ war eskaliert, nachdem das Wachstum von Netflix bei Disney die Alarmglocken schrillen ließ.

Wenige Konzerne, aber mehr notwendige Bezahl-Decoder?

Disney kündigte schon vor Monaten an keine Inhalte mehr für Netflix bereitstellen zu wollen, sondern in Kürze einen eigenen Streaming-Dienst an den Start zu bringen. Hierdurch sah sich Netflix wiederum genötigt sein Budget für Eigenproduktionen massiv auszuweiten. Der knallharte Wettbewerb in den USA kann also letztlich dazu führen, dass Vielfalt verschwindet – weil immer mehr Medienunternehmen zusammen-fusioniert werden.

Am Ende leiden die Verbraucher eventuell unter weniger Vielfalt und höheren Kosten. Aber jetzt kurzfristig können sie sich über „noch“ viele neue hochwertige Serien freuen. Was haben wir in Deutschland damit zu tun? Nun, diese neu entstehenden verdammt großen und finanzstarken Konzerne könnten sich überlegen auch in Europa massiv zu expandieren. Wie sicher wäre zum Beispiel eine Gruppe wie die „ProSiebenSat.1 Media“ vor einer Übernahme? Immerhin befinden sich derzeit nach eigenen Angaben des Unternehmens 98% der Anteile im Streubesitz.

Auch könnte dieser Medienkrieg in den USA dazu führen, dass Kunden von Sky oder Netflix hierzulande zukünftig vielleicht noch ein oder zwei weitere Decoder von zusätzlichen Anbietern benötigen, wenn die ihre gesamten Inhalte über ihre eigenen Decoder ausspielen (Disney?). Vielleicht gibt es dann drei oder vier mächtige Anbieter mit eigenen Decodern. Und wer zufällig vier verschiedene Lieblingsserien hat, könnte das Problem haben, dass er/sie monatlich vier verschiedene Decoder bezahlen muss.

Medien-Giganten entstehen - Star Wars gehört inzwischen Disney
Der Star Wars-Produzent „Lucasfilm“ ist längst im Besitz von Disney. Star Wars Cosplayer. Photo: Mike – Flickr: DSC_0751 (uploaded by Nicoli Maege) Wikipedia (CC BY 2.0)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Patrick

    14. Juni 2018 15:46 at 15:46

    Ich sehe das relativ nüchtern. Wenns die Anbieter übertreiben flüchten wieder viele in die Raubkopie-Szene.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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