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Drei News in Kürze: EU-Stahl in Not, Delivery Hero und e.on

Drei aktuelle News möchten wir in Kurzform besprechen. Da wäre aktuell die Warnung des Europäischen Stahlverbands EUROFER. Natürlich geht es hierbei um die US-Importzölle auf Stahl, die bald greifen werden. Ansprechen tut man aber die indirekten Effekte. Denn die Chinesen...

FMW-Redaktion

Drei aktuelle News möchten wir in Kurzform besprechen. Da wäre aktuell die Warnung des Europäischen Stahlverbands EUROFER. Natürlich geht es hierbei um die US-Importzölle auf Stahl, die bald greifen werden. Ansprechen tut man aber die indirekten Effekte. Denn die Chinesen, die mit ihrer Überproduktion und Verkäufen zu Dumpingpreisen seit Jahren ausländische Märkte angreifen, werden dann laut EUROFER ihre Exporte noch mehr nach Europa verlagern.

2017 seien bereits 40 Millionen Tonnen Stahl in die EU importiert worden, und man erwarte nun eine zusätzliche Flut von 13 Millionen Tonnen. Zehntausende Jobs in der EU seien in der Branche in Gefahr, nachdem sie gerade erst mit dem Ende der letzten Branchenkrise kämpfe. Man fordert die EU eindringlich dazu auf Maßnahmen zu ergreifen. Das bedeutet: Zu den bisher bestehenden Beschränkungen noch zusätzliche Importbeschränkungen für ausländischen Stahl, um die EU-Märkte zu schützen. Damit würde der weltweite Handelskrieg in eine zweite Stufe treten, nachdem Trump die erste Stufe begonnen hat.

e.on

e.on teilt nur kurz nach der Übernahmeverkündung von innogy aktuell mit, dass im neuen Gesamtkonzern von den 70.000 Arbeitsplätzen bis zu 5000 wegfallen könnten. Es war doch zu erwarten. Zusammenlegen bedeutet immer Rationalisierung, und das Streichen von Doppelfunktionen! Bei RWE sollen keine Jobs gestrichen werden. Dem Kauf und dem Verschieben von Unternehmensteilen zwischen e.on und RWE haben beide Aufsichtsräte nun zugestimmt. Gestern haben beide ihre Jahreszahlen 2017 vorgestellt. Die interessieren aber niemanden wirklich, denn nur der aktuelle Deal ist interessant, und was er für die Zukunft bedeutet! e.on-Chef Teyssen und RWE-Chef Schmitz wollen heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz ihre Pläne erläutern.

Delivery Hero

Die Aktie von Delivery Hero ist heute früh mit „nur“ 0,7% im Minus. Eigentlich ist das erstaunlich. Denn gerade mal neun Monate nach dem Börsengang gab man gestern Abend eine Kapitalerhöhung bekannt. So schnell braucht man neues Geld? Damit verwässert man die bisherigen Aktien, weil man die Gesamtzahl der Aktien ja erhöht. Somit hat jede einzelne Aktie einen geringeren Anspruch auch einen Teil vom Unternehmensgewinn.

Das Volumen beträgt 52,36 Millionen Euro (1,36 Millionen neue Aktien + Platzierungspreis von 38,50 Euro). Das sind 0,75% des Grundkapitals. Der absolute überwiegende Teil dieser neuen Aktien sei im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens institutionellen Investoren zum Kauf angeboten worden. Drückt das auf die Aktie? Man wird sehen. Seit dem IPO-Tag mit Kursen um 27 Euro stieg die Aktie im Dezember bis auf fast 40 Euro, und liegt nach einem Zwischentief Anfang des Jahres jetzt bei 38,72 Euro.


Stahlproduktion. Foto: Deutsche Fotothek‎ / Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de)



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