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Industrie 4.0 – Unqualifizierte werden nicht mehr gebraucht

Uns allen sollte bewusst sein, dass die nĂ€chste große Industrialisierung – die digitale Industrialisierung – gerade stattfindet. Eine Industrialisierung, welche ebenso extreme Auswirkungen auf unser Leben haben wird wie die…

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Gastbeitrag von Matthias Weik und Marc Friedrich

„Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien“ sagte bereits Oscar Wilde. Was uns heute noch utopisch erscheint kann in KĂŒrze bereits RealitĂ€t sein. Ob wir es möchten oder nicht, der Fortschritt war niemals und ist auch heute nicht aufzuhalten. Die Erde „dreht“ sich immer schneller. FrĂŒher erlebte man in seinem Leben eine Welt – heute sind es 3, 4 vielleicht sogar 5 Welten. Uns allen sollte bewusst sein, dass die nĂ€chste große Industrialisierung – die digitale Industrialisierung – gerade stattfindet. Eine Industrialisierung, welche ebenso extreme Auswirkungen auf unser Leben haben wird wie die Industrialisierung vor knapp 250 Jahren. Google, PayPal, Amazon, Facebook, WhatsApp, Uber, Carsharing sind erst der Anfang und selbstlernende Computer das nĂ€chste ganz große Ding.


Die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich.

WĂ€hrend wir uns insbesondere in Deutschland auf unserem Exportweltmeistertitel ausruhen und die Politik Steuergelder aus Rekordsteuereinnahmen verprasst, welche wir in KĂŒrze bitter benötigen werden, wĂ€hrend Arbeitnehmer sich der Work-life-balance, der 35-Stundenwoche, der Rente mit 65 und der Elternzeit erfreuen, rollt ein gigantischer – fĂŒr die meisten noch vollkommen unsichtbarer – Tsunami auf uns zu: die Welle der Digitalisierung, das Ersetzen menschlicher Arbeit durch Maschinen und Computerprogramme. Die Industrialisierung 4.0 wird die Welt komplett aus den Angeln heben und damit grundlegend verĂ€ndern. Bis vor kurzem haben wir dem Computer alles beigebracht. Dies ist Ă€ußerst mĂŒhsam und zeitintensiv. Wesentlich schneller geht es, wenn Computer selber lernen. Selbstlernende Systeme sind lĂ€ngst keine Zukunftsmusik mehr, sondern RealitĂ€t, und sie werden unsere Welt massiv verĂ€ndern. Das IBM-Computersystem Watson – ein Computerprogramm aus dem Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz – versteht die menschliche Sprache, lernt durch Interaktion, analysiert die Daten und liefert Antworten fĂŒr bessere Ergebnisse. Es hat sich beispielsweise selbst beigebracht, das in den USA populĂ€re Quiz „Jeopardy!“ zu spielen und die besten Spieler der Welt geschlagen. Programme wie Watson, AlphaGo von Google oder die beliebte Siri von Apple ziehen aus sehr großen Datenmengen ihre eigenen SchlĂŒsse. Sie können zum Beispiel binnen Sekundenbruchteilen 100 Millionen MRI-Bilder «anschauen» und so ihr Kreuzband mit einer riesigen Sample-Gruppe vergleichen. Die kĂŒnstliche Intelligenz ist im echten Leben angekommen: Heute lösen Algorithmen Computerprobleme, suchen und finden Tumore, sind im Investmentbanking nicht mehr wegzudenken. Sie lernen kontinuierlich mit unvorstellbarer Geschwindigkeit dazu. Kein Mensch kann da mehr mithalten.

In unserer heutigen globalisierten Welt ist Humankapital (ArbeitskrĂ€fte) im Überfluss vorhanden. Es herrscht ein massives Überangebot insbesondere an ungelernten, niedrig- und mittelqualifizierten ArbeitskrĂ€ften – eigentlich ein Traum fĂŒr jeden Unternehmer. Glaubt man den blumigen Aussagen Ă  la „meine Arbeiter sind mein Kapital“ einiger großer Konzernlenker, mĂŒsste sich ein einigermaßen qualifizierter Angestellter in der Produktion, im Handel und in der Verwaltung von Unternehmen und Behörden eigentlich – insbesondere in Deutschland – keinerlei Sorgen machen. Diese gegenwĂ€rtige Sicherheit ist jedoch ein Trugschluss, denn die Welt ist lĂ€ngst eine andere. Entgegen aller Behauptungen sind die meisten Mitarbeiter im digitalen Zeitalter fĂŒr Unternehmen lĂ€ngst nicht mehr so wichtig wie Software. Dies ist nicht nur die Meinung einiger Neoliberalisten, sondern so denkt die Mehrheit der Chefs global. Laut einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft Korn Ferry unter 800 Spitzenmanagern (Chefs internationaler Großunternehmen) weltweit sind fĂŒr knapp zwei Drittel der FĂŒhrungskrĂ€fte (64 Prozent) Menschen in erster Linie ein Kostenfaktor und kein Vermögenswert. 67 Prozent der Manager vertreten die Meinung, dass Technologie fĂŒr sie in Zukunft mehr Ertrag schaffen wĂŒrde als Humankapital. 44 Prozent gehen davon aus, dass Robotik, Automatisierung und kĂŒnstliche Intelligenz Menschen im Arbeitsleben der Zukunft „zum großen Teil“ irrelevant werden lassen. Weitere 40 Prozent der Manager berichteten von Druck seitens der AktionĂ€re, Mitarbeiter durch Maschinen zu ersetzen. Dieses Ersetzen von Menschen durch Maschinen ist ein kontinuierlicher Prozess seit dem Anfang der Industrialisierung.

Die sogenannte Industrialisierung hat uns in der westlichen Welt einen sehr hohen Lebensstandard gebracht: Wohnraum mit Strom, fließend Wasser, Heizung, ein voller KĂŒhlschrank und unzĂ€hlige sonstige technische GerĂ€te sind fĂŒr uns heute genauso selbstverstĂ€ndlich wie das Reisen mit dem Schiff, der Bahn, dem Auto oder dem Flugzeug und die tĂ€gliche Kommunikation mit dem Laptop und dem Smartphone. In den letzten 250 Jahren sind bei der Transformation vom Agrar- zum Industriestaat einerseits laufend ArbeitsplĂ€tze durch Maschinen vernichtet worden und andererseits neue entstanden. Kontinuierlich steigen jedoch die Anforderungen und somit auch der Grad der Qualifikation der Mitarbeiter. Viele einfache Hilfsarbeiterjobs, welche vor 50 Jahren in der Produktion Usus waren, sind heute schon verschwunden bzw. werden in KĂŒrze verschwinden. In Fabrikhallen, in denen vor 40 Jahren noch 100 Menschen gearbeitet haben, sind es heute noch 20. Bald werden es nur noch 5 hochqualifizierte Experten sein, und in maximal 15 Jahren nur noch einer. Bei der VW AG sollen in den kommenden Jahren global 30.000 und in Deutschland 23.000 Stellen wegfallen. Andererseits sollen 9.000 Jobs in Zukunftsbereichen wie Digitalisierung und dem autonomen Fahren neu geschaffen werden. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Obengenannten fĂŒr diese Jobs zumeist nicht einmal ansatzweise qualifiziert sind. Im November 2016 appellierte VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing an die allgemeine Lernbereitschaft: „Der Umbau in den kommenden Monaten und Jahren betrifft jeden Einzelnen. Wer einen zukunftsfesten Arbeitsplatz haben will, muss bereit sein, neue berufliche Herausforderungen anzunehmen. Nutzen Sie deshalb Qualifizierungsangebote, nutzen Sie Ihre Chancen!“ Ein gut gemeinter Rat, ob er fruchtet, sei einmal dahingestellt. Jedoch nicht nur bei VW, sondern auch bei allen anderen Automobilherstellern werden massiv ArbeitsplĂ€tze in der Produktion wegfallen. Dass das Zeitalter des Verbrennungsmotors sich dem Ende zuneigt, ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Folglich werden zigtausende Jobs in diesem Bereich allein in Deutschland wegfallen. Was die nĂ€chste große Entwicklung in puncto Antrieb wird, ist heute noch nicht klar. Egal was kommt, ob Elektromotor, Brennstoffzelle, eine Kombination von beidem, fraglich ist, ob die Arbeiter, die in der Entwicklung und Fabrikation der Verbrennungsmotoren beschĂ€ftigt sind, auch die Richtigen fĂŒr den Antrieb der Zukunft sind. Wir haben in dieser Causa nach RĂŒcksprache mit Experten erhebliche Zweifel.

In der High-Tech-Branche ist man bereits um einiges weiter. Der taiwanesische Apple-Zulieferer Foxconn beschĂ€ftigt mehr als eine Million Menschen und baut Teile fĂŒr iPhones und Galaxy-Handys. In einigen seiner chinesischen Fabriken gibt es ganze Produktionsstraßen, in denen keine Menschen mehr arbeiten. Mitte 2016 erschĂŒtterte der Konzern die Welt: In einer einzigen Fabrik wurde die Mitarbeiterzahl von 110.000 auf 50.000 verringert. Ersetzt wurden die menschlichen ArbeitskrĂ€fte durch Roboter. Jetzt hat der fĂŒr Automatisierung zustĂ€ndige Manager Dai Jia-Peng erklĂ€rt, dass mittelfristig in den chinesischen Werken beinahe gar keine Menschen und nur noch Maschinen arbeiten sollen. Ziel ist es, gesamte Fabriken zu automatisieren. Übrig bleiben ihm zufolge fĂŒr Menschen einige ArbeitsplĂ€tze in den Bereichen Produktion und Logistik sowie in der Überwachung von Robotern.

„Banking is necessary, banks are not. “
Bill Gates (1994)

Die Digitalisierung stellt auch das klassische BankgeschĂ€ft vollkommen auf den Kopf. Egal ob Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken – keiner wird verschont. Filialen werden bereits heute nach und nach geschlossen, digitalisiert und Stellen massiv abgebaut. Ob Sie einen Kredit aufnehmen, Geld ĂŒberweisen oder anlegen, im Netz oder in der realen Welt einkaufen gehen, fĂŒr all das benötigen Sie eine Bank im klassischen Sinne schon lange nicht mehr. Das Bezahlen per PayPal ist fĂŒr viele Menschen genauso selbstverstĂ€ndlich wie das Einkaufen im Netz. Bald werden wir das Bezahlen via Handy als genauso selbstverstĂ€ndlich empfinden wie bereits das Telefonieren mit Callcenter Robotern. Schon heute können sich laut einer Accenture-Studie weltweit sieben von zehn Befragten vorstellen, bei BankgeschĂ€ften, bei der Altersvorsorge oder bei Versicherungen von Robotern beraten zu werden. Bankkunden lassen sich immer weniger beraten und vergleichen immer mehr Finanzprodukte auf Vergleichsportalen im Internet. Nicht nur die Deutschen wickeln vermehrt ihre Bankangelegenheiten online ab. Lediglich bei grĂ¶ĂŸeren Finanzierungen wie einem Immobilienkauf kommen die Kunden noch zur Bank. Laut einer Studie des Verbandes Bitkom nutzen 70 Prozent aller Deutschen Online-Banking – 30 Prozent ausschließlich. Der US- Bezahldienst Paypal – dem unsere Banken mit ihrer hĂ€ufig veralteten Technologie verzweifelt hinterherrennen – hat die Zeichen der Zeit erkannt und ist jetzt einer der „Big Player“ im zukunftstrĂ€chtigen Online-Handel.

Auch im Investmentbanking ĂŒbernehmen zunehmend die Rechner das Kommando. Selbstlernende Rechner sind nicht mehr Science Fiction sondern RealitĂ€t. Der Investmentbanker der Zukunft ist kein klassischer MBAler mehr, sondern ein PC-affiner Mathematiker oder Physiker. Der Hedgefonds Bridgewater Associates arbeitet bereits an einem Projekt, um Entscheidungsprozesse zu automatisieren und menschliche EmotionalitĂ€t auszumerzen. In Japan haben die Hedgefonds-Roboter, des Nomuras Simplex Equity Futures Strategy Funds, den Menschen in punkto erfolgreicher Anlage bereits geschlagen. Dies ist einer der ersten Fonds in Japan, der sich der Technologien aus dem Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz bedient. Erst seit 10 Jahren ist das Smartphone auf dem Markt. Innerhalb dieser kurzen Zeit hat es unsere, aber auch die Welt der Banken tiefgreifend verĂ€ndert. Es hat und wird das Banking weiter atemberaubend schnell und knallhart revolutionieren und einige Big Player werden diese Revolution nicht ĂŒberleben. LĂ€ngst kann man mit dem Smartphone-Konto Geld ĂŒberweisen, Sofortkredite abschließen … Konzerne wie Apple oder Google könnten ohne Probleme die eine oder andere Bank aus der Portokasse erwerben. Beide haben seit Jahren eine Banklizenz. Sie machen es aber nicht. Warum nur? Weil es „old economy“ ist. Weil die alten Banken doch nicht so lukrativ und vor allem zukunftstrĂ€chtig sind. Apple, Google, Paypal 
 haben nicht nur Ă€ltere, sondern vor allem auch junge Kunden und zwar global. Sie haben somit die Zukunft. Wenn Apple pay auch bei uns kommt, und es wird kommen und sich durchsetzen, dann wird manch einem Banker nicht nur im hundertsten Stock seines Hochhauses klar werden, dass er die Digitalisierung komplett verschlafen hat, und er wird erkennen mĂŒssen, dass die Welle der Digitalisierung selbst das oberste Stockwerk der „Kathedralen“ unserer Zeit erreicht.

Die Versicherungsbranche steht ebenfalls vor gewaltigen UmwĂ€lzungen. Der klassische VersicherungsverkĂ€ufer und Makler wird sukzessive bis auf ein Minimum an Experten verschwinden. StĂ€ndig schießen neue Vergleichsportale wie Pilze aus dem Boden. Vermehrt werden Versicherungen Online abgeschlossen. Kurzzeitversicherungen (Spot Insurance) fĂŒrs Ski-Wochende, fĂŒr die Radtour, den Wanderausflug, den Stadionbesuch
 lassen sich ĂŒber “Appsichern“ bequem per Smartphone erledigen. Einen Versicherungsvertreter braucht hierfĂŒr lĂ€ngst keiner mehr. Auch im Innendienst wird die Automatisierung und kĂŒnstliche Intelligenz bisher noch durchschnittlich bis gut qualifizierte und bezahlte Mitarbeiter ĂŒberflĂŒssig machen. Sogenannte Supercomputer sind auf dem Vormarsch. Das japanische Versicherungsunternehmen Fukoku Mutual Life Insurance beabsichtigt, knapp 30 Prozent seiner Mitarbeiter in der Abteilung Schadensbemessung durch ein auf IBMs Watson basierendes System zu ersetzen. Laut IBM ist das Watson-System „kognitive Technologie, die denken kann wie ein Mensch“. Diese ermöglicht „jegliche Daten zu analysieren und zu interpretieren, inklusive unstrukturierter Texte, Bilder, Tonaufnahmen oder Videos“. Den Kosten fĂŒr das System (€1,6 Mio. plus €120.000 laufende Kosten) stehen Personalkosten in Höhe von €1,1 Mio per annum gegenĂŒber. Nach nicht einmal 2 Jahren hat sich das System, welches Ă€rztliche und andere Dokumente auswertet, um fĂ€llige Zahlungen zu berechnen, und das selbst in der Lage ist, besondere Klauseln in VersicherungsvertrĂ€gen zu berĂŒcksichtigen, amortisiert. Einer Untersuchung des Nomura Research Instituts zufolge könnten bis zum Jahr 2035 fast die HĂ€lfte aller ArbeitsplĂ€tze in Japan durch Roboter ersetzt werden.

Eine Studie des britischen Think Tanks – Reform – kam zu dem Ergebnis, dass 90 Prozent aller Jobs im britischen öffentlichen Dienst so bedeutungslos sind, dass diese ohne Probleme von Robotern gemacht werden können, und dass die Regierung dadurch 8 Milliarden Dollar. einsparen wĂŒrde. Die Oxford University und Deloitte kommen in eigenen Studien zu Ă€hnlichen Ergebnissen. Laut der Studie der Oxford University können mehr als 850.000 Jobs im öffentlichen Dienst in den nĂ€chsten 10 Jahren Robotern zum Opfer fallen. Auch bei uns wird man sich im öffentlichen Dienst auf Dauer dem technischen Fortschritt nicht verschließen können. Folglich wird es auch hier in Zukunft wesentlich weniger Jobs, insbesondere fĂŒr gering und mittelmĂ€ĂŸig Qualifizierte geben.

Carsharing, Uber, Mytaxi, selbstfahrende Bahnen, Autos und LKWs, Check in und Security Checks am Flughafen ohne Personal – alles bereits RealitĂ€t oder in der Erprobung. Auch Flugzeuge steuern sich bereits selbst und das selbsttĂ€tige Landen stellt fĂŒr die großen Maschinen kein Problem mehr dar. Flugzeuge ohne Piloten nur Sciencefiction? Nein, nicht nur Airbus-Chef Tom Enders glaubt an das autonome Flugzeug. Die Digitalisierung ist voll in der Dienstleistungsindustrie angekommen. SelbstverstĂ€ndliche Jobs wie Taxi-, Bus-, LKW-Fahrer, aber auch Piloten werden wir in Zukunft genauso selten vorzufinden sein wie heute Schriftsetzer, Harzer, Hufschmied, Köhler, Wagner. Ob insbesondere Menschen, deren höchste Qualifikation ein FĂŒhrerschein ist, in einer hoch technologisierten Welt wieder Anschluss an das Berufsleben finden, sei einmal dahingestellt.

SupermĂ€rkte mit vollautomatischen Brotbackautomaten ohne Kassen, vernetztes Einkaufen, Lieferung per Drohne –die Welt des Einkaufens steht vor gravierenden VerĂ€nderungen. Ob BĂŒcher, Bekleidung, Spielzeug, Elektroartikel, FahrrĂ€der, Möbel, alles wird bereits von vielen heute wie selbstverstĂ€ndlich im Internet erworben. Warum nicht auch Lebensmittel?

Jetzt ist der Handel mit Lebensmitteln dran. Dieser durchlĂ€uft nach Jahrzehnten des mehr oder weniger gleichen GeschĂ€ftsmodells momentan technisch wie gesellschaftlich einen radikalen Wandel. Da sind vollautomatische Brotbackautomaten erst der Anfang. Den klassischen Supermarkt wird es in KĂŒrze nicht mehr geben. Bereits heute wird der Kunde verstĂ€rkt zum kostenlosen Angestellten gemacht, in dem er selbst und unbezahlt Pfandflaschen-automaten befĂŒllt, Artikel an der Kasse einscannt und einpackt. Amazon hat in Seattle (USA) bereits einen Lebensmittelladen ohne Kasse (Amazon Go) als Testladen fĂŒr Mitarbeiter eröffnet. Bezahlt wird automatisch per App. Der Konzern wirbt mit dem Versprechen, dass in Zukunft lĂ€stige Warteschlangen beim Bezahlen komplett wegfallen könnten. Kunden mĂŒssen lediglich ihr Smartphone am Eingang einscannen, können dann Amazon Go Produkte aus dem Regal nehmen und den Laden verlassen. Der Einkauf wird dann ĂŒber einen virtuellen Warenkorb ĂŒber das Amazon-Konto des KĂ€ufers abgebucht. In den USA und London bietet Amazon mittlerweile den Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an. In Zukunft will Amazon grĂ¶ĂŸtenteils auf menschliche Angestellte verzichten. Stattdessen sollen Roboter die Waren fĂŒr die Kunden verpacken und abrechnen. Einer Lidl-Umfrage nach möchte mehr als die HĂ€lfte der Kunden das Einkaufen im Internet zumindest einmal ausprobieren.

Bald werden wir mitdenkende KĂŒhlschrĂ€nke haben, welche erkennen, dass sich die Milch, der Wein, die Butter oder was auch immer dem Ende zuneigt, die dieses dann automatisch ĂŒber das Netz bestellen, und die Waren werden per Drohne geliefert. GegenwĂ€rtig experimentiert die Lebensmittelkette 7-Eleven mit einem regelmĂ€ĂŸigen Lieferdienst per Drohne. AllerspĂ€testens dann werden nicht nur zahlreiche der ĂŒber 3 Millionen Jobs im Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch im Bereich der Paketzusteller wegfallen. Nicht nur der Vorsitzende des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands prognostiziert, dass fĂŒr VerkĂ€ufer im Einzelhandel das Risiko, arbeitslos zu werden, in den kommenden Jahren eher steigen wird.

Auch in weiteren Bereichen sind Maschinen auf dem Vormarsch. In Shoppingmalls, InnenstĂ€dten, Bahnhöfen und FlughĂ€fen werden bald Coffeeshops ohne jegliches Personal wie beispielsweise Cafe X genauso selbstverstĂ€ndlich sein wie heute Starbucks und McDonalds. In Bars werden Cocktails allein von Robotern gemixt, wie heute bereits in der „Bionic Bar“ auf dem Kreuzfahrtschiff Royal Caribean. Die Texte fĂŒr den Wetterbericht werden genauso wie die Analyse des letzten Fußballspiels nicht mehr von Menschenhand geschrieben. Fast ĂŒberall werden Roboter den Job von Menschen besser, schneller und vor allem billiger machen als der ungebildete und schlecht qualifizierte Homo sapiens. Selbst bei TĂ€towierungen hat der Roboter den Menschen im punkto Genauigkeit bereits ĂŒberholt.

BranchenĂŒbergreifend werden einerseits Abermillionen Jobs in der Produktion, in der Verwaltung, bei Banken und Versicherungen, und nicht zuletzt im Einzelhandel verschwinden, andererseits werden zahlreiche neue entstehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese neuen Jobs von eben nicht von diesen besetzt werden, welche ihren Job auf Grund der Digitalisierung verloren haben. Die kommenden Jobs sind in der IT. – Suchmaschinenoptimierer, Mechatroniker oder Datenanalysten sind heute gefragt. Im November 2016 gab es in Deutschland 51.000 offene Stellen fĂŒr IT-Spezialisten, das entspricht einem Plus von fast 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Menschen ohne Technologie-AffinitĂ€t werden es auf dem Jobmarkt der Zukunft immer schwerer haben. Menschen ohne Qualifikation oder gar mit mangelnden oder ungenĂŒgenden Sprachkenntnissen werden zumeist keinerlei Chance mehr auf einen Job haben. Selbst Jobs fĂŒr „Ungelernte“ erfordern heute hĂ€ufig Zusatzqualifikationen und technisches Know-how. Ein Lagerarbeiter ohne PC-Kenntnisse wird es bald nicht mehr geben. Bereits jetzt wechseln in den USA 26 Prozent der ArbeitskrĂ€fte von einem Job zum anderen und halten diesen durchschnittlich nur viereinhalb Jahre lang. Einen Job ein Leben lang zu behalten wird es in Zukunft nicht mehr geben: Die Menschen werden sich im Laufe ihres Lebens laufend fortbilden mĂŒssen.

Wir sind weder Sozialromantiker noch Phantasten. Jedoch sind wir mittlerweile nicht nur Verfechter des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), sondern vollkommen ĂŒberzeugt, dass das BGE kommt. Im Zuge der Industrie 4.0 werden so viele Jobs wegfallen und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenige neue Jobs fĂŒr absolut hochqualifizierte FachkrĂ€fte entstehen, dass wir ĂŒberhaupt gar keine andere Möglichkeit haben, als das BGE einzufĂŒhren. Es ist durchaus vorstellbar, dass genau aus diesem Grunde Menschen wie Siemens Chef Joe Kaeser, Telekomboss Timotheus Höttges, Ebay-GrĂŒnder Pierre Omidyar, SAP-Vorstand Bernd Leukert, Tesla GrĂŒnder Elon Musk 
 fĂŒr ein BGE sind. Entweder setzt sich Erkenntnis eines BEG bei den Eliten in Wirtschaft und Politik durch oder „sonst knallt’s.“




Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 gemeinsam den Bestseller “Der grĂ¶ĂŸte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer Ă€rmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. In ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, haben sie u.a. die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen fĂŒr die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Der Crash ist die Lösung war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014. Im Mai 2016 ist ihr drittes Buch „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ erschienen welches es auf Anhieb auf die Spiegelbestsellerliste geschafft hat. Am 24.April 2017 erscheint ihr viertes Buch „Sonst knalltÂŽs!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken mĂŒssen“ das sie gemeinsam mit Götz Werner (GrĂŒnder des Unternehmens dm-drogerie markt) schreiben. Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren von Deutschlands erstem offenem Sachwertfonds dem FRIEDRICH&WEIK WERTEFONDS. Weitere Informationen ĂŒber die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook und bei Twitter.


24 Kommentare

24 Comments

  1. frank.trg

    10. MĂ€rz 2017 14:59 at 14:59

    Ich glaube nicht dass die Menschen in der Wirtschaft ĂŒberflĂŒssig werden. Diesen Trugschluss glaubte man schon vor 200 Jahren als die industrielle Revolution kam und mit jeder technischen Revolution kamen auch immer solch Szenarien auf indem Menschen ĂŒberflĂŒssig wurden und von Maschinen ersetzt wurden. Das ist jedoch nie eingetroffen bzw. wurden neue Jobs geschaffen die man davor noch nicht erahnen konnte. Genau so wird es wieder kommen. Neue Jobs und BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Und falls nicht, also falls der Mensch wirklich „ĂŒberflĂŒssig“ werden sollte, könnte man ganz einfach die EigentĂŒmer der Maschinen besteuern um damit den Rest der Menschen zu finanzieren.

    • Yahoud

      11. MĂ€rz 2017 10:08 at 10:08

      Wer soll den ganzen MĂŒll kaufen, den die Maschinen produzieren? Unternehmen bleiben auf ihren Schrott sitzen,deshalb soll das BGE entstehen. Der Konsum muss schließlich aufrechterhalten werden…Dies wird uns lehren, unsere Angelegenheiten selbstĂ€ndig zu lösen, unabhĂ€ngig von Sozialistischen Modellen, wo Menschen in einem Kollektiv gezwungen werden fĂŒr das “Allgemeinwohl“ zu arbeiten. Wir mĂŒssen weg von Massenproducktion zur autarken LebensfĂŒhung. Somit werden alle AbhĂ€ngigkeiten von den Feudalisten bzw. Oligarchen gekappt. Öl brauchen wir nicht, es gibt andere umweltschonende Möglichkeiten und dabei wĂ€re man geistig behindert, wenn man diese Energieversorgung zentralisieren lĂ€sst. Zur UnabhĂ€ngigkeit und Freiheit gehört es dazu, dass man energetisch autark bleibt. Die Menschen mĂŒssen wieder ihren Arsch bewegen, ihr eigenes SĂŒppchen kochen, dann brauchen sie auch nicht wie Bittsteller und Sozialjunkies, um Gerechtigkeit betteln und wie Idioten zu demonstrieren. Das bringt nichts,wenn man gegen dieses unmenschliche System ist, dieses versuchen niederzuschlagen, zu zerstören, weil es gegen uns gerichtet ist. Am Ende werden die Demonstranten zu Terroristen,besonders wenn sie nichts mehr haben und leiden, so kommt die Gewalt ins Spiel. Dieses Verhalten ist absolut schĂ€fig, unverantwortlich,schwach und dumm. Die Mehrheit kann ja nix, nur zerstören,deshalb fehlt es den Menschen an guten Visionen, wie sie produktiv sein können und somit Neues und Inovatives erschaffen sollen. Die Menschen diskutieren ĂŒber das BGE, als ob das eine Lösung des Problems wĂ€re.Wir sollen in einer ĂŒbertechnisierten Welt nichts tun und ein Grundeinkommen erhalten,damit wir ĂŒberhaupt in der Lage sind diese von den so nĂŒtzlichen Robotern produzieren GĂŒter zu kaufen. Begleitet von einer Langzeitpsychose der Lange Weile und Sinnlosigkeit der eigenen Existenz. Was sagt uns das eigentlich?? Das Ende dieses Systems leitet sich gerade selber ein. Die materiell besetzten Oligarchen laden gerade ihre Pistolen, um sich selbst in den Kopf zu schießen. Eine Totgeburt wird am Ende nicht stehen können.

    • Ralf

      11. MĂ€rz 2017 12:38 at 12:38

      Ich denke die ÜberflĂŒssigen Menschen werden in Kriegen verheizt. Es gibt doch angeblich PlĂ€ne die Menschheit auf 500 Millionen zu reduzieren. Mit Isis, Impfungen, bestrahlter Nahrung, Mikrowellenessen, Codex Alimentarius, Chemtrails, atomarer Verseuchung z.B. des Pazifik durch Fukushima u.s.w. wird ja auch schon einiges dafĂŒr getan.

  2. Bademeister

    10. MĂ€rz 2017 15:21 at 15:21

    Kann nur funktionieren, wenn die Roboter dann auch fleissig konsumieren, denn womit sollen die ĂŒberflĂŒssigen Menschen den Maschinen dann die erzeugten Produkte abkaufen?
    Eine Maschinensteuer mĂŒsste global kommen, das wird jedoch niemals geschehen….EMP’s sollten und werden in dieser Zukunft dann wieder Klarheit schaffen.

    • Gerd

      10. MĂ€rz 2017 15:46 at 15:46

      Also, ich kenne ein paar AbkĂŒrzungen, so z. B. FMW.
      Kann aber mal jemand einem Unbedarften wie mir kurz sagen, was EMP’s sind? Elektrische Maschinenpistolen doch wohl nicht?

      • Bademeister

        10. MĂ€rz 2017 16:46 at 16:46

        Electro Magnetic Pulse. In ,Bombenform‘ (die amis haben angeblich solche Dinger) macht emp moderne Strom- und Schalterkreise, Platinen…..in einem gewissen Umkreis nachhaltig unbrauchbar. FĂŒr Menschen angeblich so gut wie unschĂ€dlich, ausser man hat nen Herzschrittmacher. Die Airforce One verfĂŒgt genau aus diesem Grund ĂŒber ein analoges und einfaches ,Notsystem‘ , das den Vogel in einem solchen Notfall weiterfliegen lassen soll. Im Falle des Falles wĂ€ren alle elektrisch betriebenen modernen GerĂ€te in einem gewissen Umkreis betroffen und unbrauchbar.

        • Gixxer

          11. MĂ€rz 2017 10:11 at 10:11

          Als Tipp: einfach mal John Carpenters „Flucht aus L.A.“ anschauen. Da geht es genau um so eine Waffe.

      • Marvin

        10. MĂ€rz 2017 17:34 at 17:34

        EMP bedeutet Elektro Magnetischer Puls oder besser die Auswirkung einer massive Sonneneruption oder einer in der oberen AtmosphĂ€re gezĂŒndeter Atombombe. Beides wĂŒrde alle elektrischen und elektronischen GerĂ€te in einem großen Bereich (Kontinent) auf einen Schlag zerstören und die Menschheit zumindest vorĂŒbergehend ins Mittelalter zurĂŒck katapultieren.

        • Bademeister

          10. MĂ€rz 2017 19:04 at 19:04

          EMP-Bomben solls ja mittlerweile ohne den Zusatz ‚Atom‘ geben…leistungsstarke Mikrowellen…..erleichtert nach einem diesbezĂŒglichen Angriff den Aggressoren den Einsatz von Bodentruppen ungemein…..wir wissen nur viel zu wenig ĂŒber solche Waffen.

    • ich unterwerfe mich nicht

      10. MĂ€rz 2017 22:56 at 22:56

      Selten so gelacht . . . (diese Menschheit ist sehr nah an ihrem Ende !)
      Ihr Kommentar sollte man Einrahmen lassen und im Wohnzimmer aufhÀngen !!!
      Herrlich !

    • M. Beyer

      11. MĂ€rz 2017 13:08 at 13:08

      ……. Genau DAS beinhaltet DIE NEUE WELTORDNUNG ! Das „Fußvolk“ , welches nur Kosten verursacht, kann weg ……. deshalb das schon laufende „Bevölkerungsreduzierungsprogramm“ ………. (was mich vor Jahren schon vom Begriff her schockiert hat, – aber jetzt nimmt es Gestalt an…. ) – Alles schleichend, gerĂ€uschlos…….

  3. Gerd

    10. MĂ€rz 2017 18:43 at 18:43

    EMP
    Danke, Bademeister und Marvin.

    Vor dreißig Jahren war mal die sog. Neutronenbombe aktuell.
    Genauso perfide – oder eigentlich noch schlimmer.
    In etwa das umgekehrte Muste. Da wÀren die Menschen sofort liquidiert, aber SchÀden an GebÀuden hÀtte es angeblich keine gegeben.

  4. Pingback: Presse

  5. Tino

    10. MĂ€rz 2017 20:04 at 20:04

    Das ein großer Teil automatisiert wird ist klar, nur bei der Geschwindigkeit gibt es Unklarheiten, um so schneller um so Arbeitsplatz vernichtender, vielleicht mildert ja die Demographie die Entwicklung in Europa etwas ab, in Afrika sehe ich eine extrem schwierige Situation

  6. jumpin1

    11. MĂ€rz 2017 07:39 at 07:39

    Ich sehe das auch so wie Frank (oben). Der Artikel beleuchtet eine natĂŒrliche Entwicklung des technischen Fortschritts, lĂ€ĂŸt aber die Komponente Mensch total außer acht. HĂ€tte quasi von einem Roboter/Algo geschrieben worden sein können 😉 Zudem ist der undefinierte Begriff „bald“ sehr fahrlĂ€ssig gebraucht.
    Und nicht das Smartphone war die umwĂ€lzende Entdeckung, sondern die Vernetzung, das Internet. Nur dadurch ergibt sich diese techn. Notwendigkeit und Möglichkeit. In 10 Jahren wird das Smartphone ein altes Relikt aus vergangenen Zeiten sein. Ebenso hat sich der „einfache“ Mensch immer weiter entwickelt und wird es auch weiterhin tun. Vom Analphabeten hin zum technisch versierten und allgemein interessierten Gesellschaftsmitglied. Und es braucht kein BGE, sondern weiterhin eine Anpassung der Arbeitszeit und des Einkommens. Der Mensch wird in dieser Zukunft ein sehr angenehmes Leben mit Hilfe der Roboter haben. Er wird nur noch 5 Stunden in der Woche arbeiten und viel Zeit fĂŒr Konsum, Kindererziehung und Philosophie haben. Das BGE wird weiterhin Sozialhilfe heißen und fĂŒr die bestimmt sein, die sich der Leistungsbereitschaft widersetzen oder gesundheitlich nicht in der Lage sind. Das BGE wĂ€re das Ende der Fortentwicklung, das Ende des Ă€ußeren Zwangs zur Leistung und Anpassung.

    • Petkov

      11. MĂ€rz 2017 09:35 at 09:35

      Ihr Plan funktioniert aber nur, wenn die Gesellschaft hinsichtlich Moral, Toleranz und Wertesystem eine hohe HomogenitĂ€t aufweist. merkel hat die Voraussetzungen dafĂŒr nachhaltig zerstört. Denn ihre Millionen Araber und Afrikaner aus teils UrlaubslĂ€ndern haben bei weitem nicht die Entwicklung hin zur Philosophie vollzogen, die Sie weiter oben erwĂ€hnen. Die sind immer noch Analphabeten, die unserer christlichen Kultur extrem skeptisch bis feindlich-militant gegenĂŒberstehen. Aktuell sind es relativ wenige Fanatiker, aber wenn sie merke(l)n, dass sie auch hier absolute Außenseiter sind, aber von der links-liberalen Gesetzgebung und Justiz komplett geschĂŒtzt, werden sie ihr enormes Aggressionspotential ungehindert entfalten. Heute schon erzĂ€hlen Polizisten, dass sie angehalten sind, Straftaten von „FlĂŒchtlingen“ möglichst nicht zu erfassen. Diese Gesetzlosigketi wird zu französichen ZustĂ€nden fĂŒhren, wo die Moslems aus den Ex-Kollonien immer an der vordersten Front sind, wenn es um Krawallen und Gewalt gegen Polizei und BĂŒrger geht.

      • sabine

        11. MĂ€rz 2017 12:23 at 12:23

        In unserem oberbayr. Dorf wurde vom Chef des ECenter diese Woche seinen Angestellten befohlen, Assylanten Gestohlenes wegzunehmen, aber sie nicht anzuzeigen. Auch wenn sie es mehrmals tun. Sie dĂŒrfen nicht angezeigt werden.
        Vielleicht ungerecht, aber wir sind im Vergleich zu denen extrem reich. Dieses jahrelange extreme Ungleichgewicht rĂ€cht sich jetzt, freudig unterstĂŒtzt und unterschĂ€tzt von dem Heer unserer Gutmenschen.

        • Petkov

          11. MĂ€rz 2017 20:23 at 20:23

          Als ich das erste Mal von dieser opferverachtenden Anstiftung zu weiteren Straftaten erfuhr, bin ich direkt ins Polizeirevier gefahren und wollte den Polizeichef sprechen. Meinem Wunsch wurde tatsĂ€chlich entsprochen. Es war köstlich und traurig zugleich. Ich habe ihm ins Gewissen geredet und er hat wie ein sprachbehinderter ErstklĂ€ssler gestottert – rot im Gesicht, den Blick gen Boden gesenkt. Das war sicherlich der Tiefpunkt seiner Karriere – ein Migrant aus Osteuropa hat sich vor ihm aufgebĂ€umt und ihm erzĂ€hlt, wie die deutsche Polizei ihre Verpflichtungen zu erfĂŒllen hat. Dabei konnte er nichts dafĂŒr. Die Befehle kommen von ganz oben, er ist nur zu feige, um sich zu wehren.

          Sabine, Sie mĂŒssen die Verantwortlichen ebenfalls mit ihrem irrsinnigen Handeln konfrontieren, haben Sie keine Angst, Sie haben die Wahrheit und Gerechtigkeit an Ihrer Seite. Sie haben die gesellschaftliche Pflicht, das zu schĂŒtzen, was besonders schĂŒtzenswert ist – nĂ€mlich das Recht und die Ordnung. Das ist Voraussetzung fĂŒr alles, was Deutschland stark gemacht hat. Wenn Sie wegschauen, machen Sie sich mitschuldig. Sie werden spĂ€ter Ihren Kindern nicht in die Augen schauen können.

          Wenn Sie sich doch nicht dazu aufraffen können, posten Sie hier die Telefonnummer von diesem ECenter. Ich werde da anrufen. Was bedeutet ECenter eigentlich?
          Diese Gesetzlosen dĂŒrfen sich in diesem schockerstarrten Land frei bewegen, das geht jeden von uns was an, wenn man denen beibringt, dass sie Straffreiheit genießen. Ich kann wirklich helfen. Geben Sie mir bitte die Kontaktdaten dieser Behörde und den Namen vom Chef. Ich kann helfen.

  7. Bernhard Kohnke

    11. MĂ€rz 2017 13:38 at 13:38

    ach!?!

  8. trader67

    11. MĂ€rz 2017 21:13 at 21:13

    Guter Artikel. Sehr nah an dem was kommen wird. Danke fĂŒrs Gehirnfutter.

  9. Dreamtimer

    12. MĂ€rz 2017 04:04 at 04:04

    Das meiste, was im Artikel angesprochen wird, hat nicht viel mit „Industrie 4.0“ zu tun ( kontinuierliches Monitoring von Industrieprozessen mit digitalen Techniken bei versprochenem Impact auf Wartung und Bestellung ), fĂŒr die Finanzbranche machen die Autoren die riskante Zukunftsprognose, dass dort dereinst sog. Quants ( Mathematiker und Physiker ) beschĂ€ftigt werden. Nun sagt aber selbst Onkel Fugmann gelegentlich, dass es wieder die Algos waren, wenn Kursschwankungen nicht durch das Narrativ des „Anlegers“ zu erklĂ€ren sind, durch Menschen also, die handeln nachdem sie sorgfĂ€ltig Mario Draghi Reden interpretiert oder sich in Trumps Twitter Meldungen im privaten Lesekreis oder auf FMW eingearbeitet haben. Sie sind also schon da und es sind viele.

    Mit einem nĂŒchternen Blick auf die Gegenwart fallen mir spontan nur wenige Innovationen der 1-er Jahre ein. Es gibt nun Deep Learning Algorithmen, github und Docker in der Systemadministration. FĂŒr den Endkunden gibt es den Selfie-Stick. Aber schön mal wieder von richtigen, technoiden Zukunftsvision zu hören, so wie in den ’90er Jahren, als uns durch William Gibson inspirierte Futurologen erzĂ€hlten, dass wir bald als körperlose Wesen im Cyberspace existieren werden und Humanisten das fĂŒr-und wider des Uploads diskutierten. Ich fand das toll, das visionĂ€re, wie auch die intellektuelle Überspanntheit damals, warte aber bis heute auf mein Upload.

  10. Ze Bastiano

    12. MĂ€rz 2017 16:00 at 16:00

    Dann fangen wir bei den Banken an und das wird dauern😂😂😂😂 danach die Politiker 😂😂😂😂

  11. Pingback: Honigmann-Nachrichten vom 16. MĂ€rz 2017 – Nr. 1053 | Der Honigmann sagt...

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Mr. Dax Dirk MĂŒller: Es geht nicht um Zölle, es geht zwischen den USA und China um die Voherrschaft in der Welt!

Eine alte Weisheit unter Historikern lautet: der Handelskrieg ist stets ein Vorbote fĂŒr den „echten“ Krieg..

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am

Eine alte Weisheit unter Historikern lautet: der Handelskrieg ist stets ein Vorbote fĂŒr den „echten“ Krieg. Faktisch werden sich die beiden WeltmĂ€chte einen „echten“ Krieg nicht leisten können angesichts des jeweiligen Vernichtungspotentials – aber eines wird immer klarer: der Trump-Administration geht es zwar auch um Zölle, aber es geht ihr vielmehr darum zu verhindern, dass China zur dominanten Weltmacht aufsteigt!

Daher die immense Erhöhung des US-MiliĂ€rbudgets, dessen Mittel vorwiegend dort eingesetzt werden, wo es gilt, China strategisch in Schach zu halten. China wolle, so ein vorgerstern vorgelegtes Papier des Weißen Hauses, zur dominanten Weltmacht aufsteigen und bediene sich dabei krimineller Methoden. Dieses Papier ist die theoretische Grundlage dafĂŒr, wie die USA dieses Streben zur Vormacht Chinas unterbinden mĂŒssen – und können.

Daher sind Zölle nur der Auftakt fĂŒr einen Kampf um die Vormachtstellung in der Welt – und die Amerikaner wissen, dass ihnen fĂŒr diesen Kampf die Zeit weglĂ€uft, weswegen sie schon jetzt militĂ€rische Tatsachen schaffen mĂŒssen, indem sie ihre strategische Dominanz im sĂŒdpazifischen Raum ausbauen und damit die Versorgungswege Chinas (vor allem durch die Straße von Malakka, ĂŒber die ca. 80% des chinesischen Energiebedrafs transportiert wird) kontrollieren können.

Aus unserer Sicht liegt daher „Mr. Dax“ Dirk MĂŒller mit seiner EinschĂ€tzung völlig richtig – wĂ€hrend die FinanzmĂ€rkte noch von einer schon irgendwie möglichen Vereinbarung zwischen den USA und China trĂ€umen:

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Aktuell: Trump kĂŒndigt 20% Zoll auf alle europĂ€ischen Autoimporte an – Dax und Autotitel verlieren

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Donald Trump macht weiter im Handelskrieg. Ganz frisch droht er via Twitter: Die EU habe die großartigen Firmen und Arbeiter in den USA schon zu lange belastet mit Zöllen und Handelsschranken. Wenn diese nicht beseitigt wĂŒrden, werden die USA 20% Importzoll einfĂŒhren auf alle Autoimporte aus der EU. Und am Ende noch seine Aufforderung an die EuropĂ€er: Baut eure Autos hier bei uns in den USA! So einfach ist also die Lösung. Machen wir doch unsere Fabriken dicht, und produzieren alles in den USA, was die Amerikaner benötigen. Das Leben kann so einfach sein!

Der Dax (Auto-lastiger Index) fÀllt aktuell um 67 Punkte auf 12.500. Der Euro fÀllt um 20 Pips. Die Aktie von Volkswagen rutscht auf einen Schlag um 2 Euro auf 148 Euro. Daimler verliert 70 Cents auf 57,06 Euro. BMW verliert 1 Euro auf 79,50 Euro.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: whitehouse.gov

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Griechenland kriegt zum Abschied vom ESM nochmal ordentlich Bares auf die Hand

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Griechenland verlĂ€sst wie erwartet planmĂ€ĂŸig das Hilfsprogramm der Eurogruppe und des Rettungsschirms „ESM“. Die letzte Rate von fĂ€lligen 15 Milliarden Euro wird von dort aus an Griechenland ausgeschĂŒttet. Damit hat Athen die gesamten 86 Milliarden Euro des „Rettungsprogramms“ erhalten. Es floss immer nur in Tranchen, weil die Europartner immer erst sehen wollten, ob Griechenland auch wirklich die vereinbarten Reformen umsetzt.

Und offenbar ist man mit der Umsetzung von Reformen zufrieden. Von den jetzt zu ĂŒberweisenden 15 Milliarden Euro sollen 5,5 Milliarden Euro direkt benutzt werden um Altschulden zurĂŒckzuzahlen (also die klassische Dauer-Umschuldung). 9,5 Milliarden Euro sollen auf ein Sonder-Konto fließen, wo die griechische Regierung eine weitere Cash-Reserve (fĂŒr schlechte Zeiten) anlegen soll. Insgesamt verlasse Griechenland jetzt den Rettungsschirm der Europartner mit einem (so die Eurogruppe im Wortlaut) „beachtlichen Cash-Polster“ in Höhe von insgesamt 24,1 Milliarden Euro.

Mit diesem Polster sei es der griechischen Regierung möglich auch nach Ende des Hilfsprogramms ab August alle finanziellen Notwendigkeiten (immer wieder auslaufende Schulden zurĂŒckzahlen) fĂŒr die nĂ€chsten 22 Monate zu stemmen. Dies bedeute eine immense Sicherheit gegen jedwede Risiken, so die Eurogruppe in ihrer heutigen Veröffentlichung.

Damit ist klar: Man entlĂ€sst Griechenland nicht einfach nur aus dem Programm. Nein, man weiß auch: Selbst wenn die Griechen ab August am freien Kapitalmarkt wenig bis gar nichts alleine hinbekommen, haben sie immer noch die nĂ€chsten zwei Jahre genug Luft (Cash), so dass erst einmal aus finanzieller Sicht Ruhe in Athen ist – also bis Sommer 2020. Aber wer weiß schon, was in den nĂ€chsten Monaten passiert? Kommen die Griechen auf die Idee mit diesem Geldberg Wohltaten zu verteilen? Spontane Rentenerhöhung, Wiederanhebung der GehĂ€lter im Staatsdienst? Da ist ja alles möglich!

Erwartungen an Griechenland

Damit ist die ganze Sache aber nicht erledigt. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici sagte gestern Abend doch allen Ernstes, dass die griechische Krise ab sofort vorbei sei. Die Schulden hat Griechenland jetzt erst einmal, und es geht darum, ob und wie Schuldenerleichterungen umgesetzt werden. Dazu gibt es aktuell konkretere Aussagen. Es wird zehn Jahre spĂ€tere RĂŒckzahlungen bei Zins und Tilgung Ă€lterer Kredite geben. Und Griechenland wird Zinsgewinne, welche die Europartner durch griechische Schulden machten, von ihnen zurĂŒckĂŒberwiesen bekommen. Alleine Deutschland hatte (so die Auskunft der Bundesregierung an die GrĂŒnen) seit 2010 fast 3 Milliarden Euro Zinsgewinn mit Griechenland gemacht. Olaf Scholz zeigte sich jetzt bereit einen Teil der Gewinne abzufĂŒhren – ob nur zukĂŒnftige oder auch alte, ist unklar.

Eurogruppe sowie IWF bestĂ€tigen, dass seitens des IWF keine Beteiligung an GeldflĂŒssen Richtung Athen stattfindet (das klang von Wolfgang SchĂ€uble Richtung Bundestag doch mal anders?). Laut EU-Kommission hat Griechenland allein in den vergangenen drei Jahren 450 Einzelmaßnahmen umgesetzt (Reformprozess). NatĂŒrlich erhoffen sich die Kreditgeber, dass das Land sich weiter modernisiert. Ob das ohne Kontrolle der Partner wirklich funktioniert?

Probleme nicht gelöst

Die Grundprobleme sind nicht gelöst. Eurogruppe, Griechenland und EU-Offizielle klopfen sich aktuell gegenseitig auf die Schulter. Griechenland habe es geschafft, das Land verlasse das Programm. Das bedeutet konkret aber nur, dass Griechenland aktuell keine weiteren Kredite von der Eurogruppe aufnimmt (bisher flossen 250 Milliarden Euro). Die frischen Kredite kommen ab August vom freien Kapitalmarkt. Das Land hat Schulden in Höhe von 180% zum Bruttoinlandsprodukt. Die griechischen Banken haben fast 50% notleidender Kredite in ihren BĂŒchern – also Kredite, deren Raten nicht bezahlt werden. Wie man sich davon strukturell erholen soll, ist unklar. Und man bedenke: Wir (die EuropĂ€er) befinden uns derzeit womöglich im absoluten Höhepunkt des Konjunkturzyklus. Geht es bergab, wird auch Griechenland das zu spĂŒren bekommen. Aber man hat ja erstmal ein „kleines“ Cash-Polster.

Flaggen von Griechenland und EU
© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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