Europa

Aktuelle Daten vom Statistischen Bundesamt Industrie-Absturz geht ungebremst weiter – Aufträge sinken deutlich

Die neuen Aufträge der deutschen Industrie entwickeln sich schlechter als gedacht. Dies bedeutet für die nächsten Monate weniger Umsatz.

Industrieanlagen
Grafik: ChatGPT

In der deutschen Industrie geht der Absturz ungebremst weiter. Wenn die neuen Aufträge deutlich sinken, ist das ein Indiz dafür, dass die Umsätze in den folgenden Monaten natürlich auch weiter sinken werden. Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Juli 2025 gegenüber Juni 2025 saison- und kalenderbereinigt um 2,9 % gesunken (Markterwartung +0,5 %), so die aktuelle Meldung des Statistischen Bundesamts. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Mai 2025 bis Juli 2025 um 0,2 % höher als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge fiel er um 1,3 %.

Die negative Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie im Juli ist laut Aussage der Statistiker wesentlich auf die deutlichen Rückgänge (-38,6 %) von Neuaufträgen im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen. In diesem Bereich war im Juni 2025 ein hohes Volumen an Großaufträgen verzeichnet worden. Auch der Rückgang im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-16,8 %) beeinflusste das Gesamtergebnis negativ. Positiv wirkte sich hingegen der Anstieg des Auftragseingangs in der Automobilindustrie (+6,5 %) aus.

Bei den Investitionsgütern sank der Auftragseingang im Juli 2025 um 2,4 % gegenüber dem Vormonat, bei den Vorleistungsgütern sank er um 5,3 %, bei den Konsumgütern stieg er um 4,3 %. Die Auslandsaufträge der deutschen Industrie gingen im Juli 2025 um 3,1 % zurück. Dabei sanken die Aufträge aus der Eurozone um 3,8 %, die Aufträge von außerhalb der Eurozone gingen um 2,8 % zurück. Die Inlandsaufträge sanken um 2,5 %.

Grafik zeigt Entwicklung der neuen Aufträge für die deutsche Industrie



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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6 Kommentare

  1. Moin, moin,

    der Artikel beschreibt das, was im realen Leben auch zu beobachten ist. Da stellt sich die Frage, ob der Absturz ein linearer Prozess ist oder ob der Absturz weitere Dynamik gewinnt.

    Hieraus leiten sich dann aber Fragen ab, was die Sozialisten noch verteilen wollen, wenn mehr oder weniger nichts mehr zu verteilen vorhanden ist.

    Fazit: Die Berliner Märchenstunde glaubt langsam auch der letzte BRD-Michel nicht mehr.

    1. Links-grüne Medien bringen jeden Tag grüne oder rote Politiker ins Fernsehen und die dürfen ihren Mist so lange erzählen, bis wir eine Arbeitslosenquote von 20% haben. dann ist auch der Fachkräftemangel kein Problem mehr

  2. „Absturz“ nun nicht gerade.
    Langsames Siechtum würde ich eher sagen.
    Und langsames Siechtum deuten auf Fehler in der Planung hin.
    Corona war ein Absturz, der zwar auch hausgemacht war, aber eben durch Hysterie.
    Der richtige Absturz wird demnächst erzeugt durch die Klima- Hysterie, und die Russen- Hysterie.
    Das zusammen wird alleine einige Billionen kosten.
    Und das bei gleichzeitiger Deindustrialisierung und Entdemokratisierung.
    Welcher Investor investiert da noch in Deutschland?
    Beispiel: Die etwa 70 Gaskraftwerke, die dann auch nur dann in Betrieb gehen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.
    Was kostet da der Strom?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  3. Doch @ Moin, moin
    Der Michel glaubt zum größten Teil den Sozialisten.
    Denn die Sozialisten reden ihm ein, dass er ein schönes Leben hat, wenn man nur den Menschen, die mehr haben, möglichst viel weg nimmt.
    Wir werden:
    Bald,
    im Sommler noch,
    2026 oder 2027
    in Kürze,
    nach den Reformen,
    wenn wir alle zusammen halten,
    ich verbürge mich dafür.
    Wir werden keine Schulden machen
    Wir werden Billionen an Schulden machen
    Usw. , usw.
    Und der Michel glaubt es.
    Und wenn es dann natürlich nicht klappt, werden Schuldige gesucht, wie:
    Klimawandel,
    Putin,
    Trump,
    Chinesen,
    Ukraine-Krieg,
    die Reichen,
    die AfD,
    usw.
    Da muss Deutschland nun durch.
    Es wird viele Jahre weiter ins Tal gehen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  4. die zölle und die damit verbundene allgemeine unsicherheit und investituonszurückhaltung beginnen zu wirken. und das ist voraussichtlich erst der anfang, wenn nicht bald ernsthaft alternative absatzmärkte erschlossen werden.

    aber auch die haben einerseits natürlich auch andere anbieter (china) – was wiederum preiskampf und margenbelastung bedeutet. eine üble spirale, wenn sie mal am laufen ist.

  5. Schönreden nutzt nichts.
    Die Realität ist nicht wegzureden

    Entgegen allen Prognosen – Industrieaufträge zum dritten Mal in Folge im Minus

    https://blackout-news.de/aktuelles/entgegen-allen-prognosen-industrieauftraege-zum-dritten-mal-in-folge-im-minus/

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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