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Europa

Industrie-Daten: Ist-Zustand super, aber Aussicht schlecht

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So kann Statistik den Betrachter durcheinander bringen. Gestern noch berichteten wir ĂĽber die seit zwei Monaten deutlich rĂĽckläufigen Auftragseingänge in der deutschen Industrie. Es ging um ein Minus von 2,2% und 1,8% in den letzten beiden Monaten – dies deutet darauf hin, dass vielleicht in einem halben Jahr die Umsätze sinken werden, weil es ja einige Zeit dauert, bis aus Aufträgen produzierte Waren werden.

Und heute früh kommen nun Daten zur Produktion im Produzierenden Gewerbe auf den Tisch. Sie hat in den letzten beiden Monaten um 0,8% und 0,2% zugelegt. Das hört sich doch gut an. Und in der Tat, das ist auch völlig in Ordnung. Nur handelt die Börse immer die Zukunft, und vom Ist-Zustand kann man sich schon morgen nichts mehr kaufen! Es ist immer deutlich wichtiger, wie die Zukunftsaussichten aussehen. Und da muss man sagen, dass die im vorigen Absatz erwähnten Auftragseingänge deutlich wichtiger sind.

Und hier haben wir nun mal deutliche Negativ-Zeichen! Der folgende Chart zeigt noch den schönen und intakten Aufwärtstrend bei den aktuellen Umsätzen – während der Chart fĂĽr die Auftragseingänge schon deutlich schwächer aussieht (zweiter Chart). Gut, es handelt sich laut Statistik nicht zu 100% exakt um die selben Wirtschaftsbereiche – aber sie ĂĽberlappen sich doch zu groĂźen Teilen, so dass man von einer deutlich schwächeren Aussicht fĂĽr die kommenden Monate sprechen kann.

Industrie Umsätze

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Europa

Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit 7 Jahren

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Die deutschen Erzeugerpreise steigen im Oktober im Jahresvergleich um 3,3%. Das ist der stärkste Anstieg seit Dezember 2011, wo sie um 3,5% stiegen. Auch die Tabelle zeigt, dass die Steigerungsraten von Monat zu Monat immer weiter klettern. Dies wird natürlich durch die Erzeugerpreise bei Ölprodukten verursacht. Sie steigen um 9,4%, und damit ebenfalls so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. Ohne Berücksichtigung von Energiepreisen waren die Erzeugerpreise um 1,6% höher als im Oktober des Vorjahres.

Wie lange können die Energiepreise die Erzeugerpreise und somit auch die Inflation noch oben halten in ihren Steigerungsraten? Der Weltmarktpreis für Öl ist seit Wochen stark rückläufig. Das müsste in mehreren Wochen oder Monaten auch in Deutschland spürbar werden. Aber man vergesse nicht den Sondereffekt, der in Teilen Deutschlands durchaus schon für Benzinknappheit sorgt.

Dank der langen Trockenheit in diesem Jahr führt der Rhein immer noch extrem wenig Wasser, so dass Tankschiffe nicht die Mengen Öl transportieren können wie üblich. Das hält (noch) die Endkundenpreise in Deutschland oben. Aber wie lange noch? Der aktuelle Stand der Dinge sieht nun mal so aus, dass die Preise (egal ob Erzeuger, Großhandel, Import oder Verbraucher) weiter spürbar steigen.

Erzeugerpreise

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Europa

Geldfluss in die Eurozone wird immer geringer

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Neben den reinen AuĂźenhandelsdaten zeigt die Leistungsbilanz, wie der reale Geldfluss aussieht, in einem Wirtschftsraum, und auch wieder hinaus. Und fĂĽr die Eurozone schrumpft diese Leistungsbilanz immer weiter ab. Vor gut einem Jahr gab es noch ein monatliches Plus von 40 Milliarden Euro – also flossen unterm Strich 40 Milliarden Euro binnen 30 Tagen aus Ăśbersee in die Eurozone, netto!

Heute veröffentlichte Daten der EZB zeigen fĂĽr den Monat September 2018 nur noch ein Plus von 17 Milliarden Euro – im August waren es noch +24 Milliarden Euro. Nimmt man die zwölf Monate von September 2016 bis September 2017 (+339), und vergleicht sie mit dem Zeitraum September 2017 bis September 2018 mit +357 Milliarden Euro, dann läuft ja eigentlich alles bestens.

Aber der Chart (seit 2013) spricht eine andere Sprache. Die Tendenz geht Richtung Null-Linie (dunkelblaue Linie), was sozusagen auch den Wohlstand bedroht. Denn wenn netto kein neues Geld reinkommt, hat man letztlich weniger Geld in der Tasche. In allen Bereichen macht die Eurozone Gewinne. Nur das Sekundäreinkommen (blaue Balken) ist negativ. Dabei geht es zum Beispiel um Geldüberweisungen ins Ausland von Ausländern, die in Europa arbeiten, und Geld nach Hause schicken.

Der Grund fĂĽr den schrumpfenden Geldzufluss nach Europa ist ganz klar im sinkenden Ăśberschuss im Warenhandel ablesbar (orange Balken). Dieser Betrag wird immer geringer.

EZB Geldfluss

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Europa

Warum die deutsche Wirtschaft schrumpft!

Was ist bloĂź mit dem deutschen Konjunkturwunder passiert?

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Was ist bloĂź mit dem deutschen Konjunkturwunder passiert? Anders als die meisten anderen Länder der Eurozone war das deutsche BIP jahrelang stark – aber das BIP im 3.Quartal war erstmals seit dem Jahr 2015 negativ. Warum? Warum schwächeln deutsche Exporte (und damit der Kern des deutschen Geschäftzsmodells), warum ist die deutsche Autoindustrie in schwerem Fahrwasser? Florian Homm ĂĽber die Ursachen der Probleme, die die deutsche Konjunktur derzeit hat:


Von C. Busch, Hamburg – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10031879

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