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Industrie gibt tiefere Preise zunehmend weiter – Deflationsgefahren nehmen zu

FMW-Redaktion

Die Industrie in Europa beginnt, ihre geringeren Einkaufspreise an die Konsumenten weiter zu geben. So fielen die Preise ab Fabrik im September das erste Mal seit sechs Monaten, während gleichzeitig die Input-Kosten für die Undustrieunternehmen in Europa so stark gefallen sind wie seit Januar nicht mehr. Das geht aus Daten des Einkaufsmanagerindex von Markit hervor, die heute Vormittag veröffentlicht wurden. Demnach fiel der Index auf 52,0 von 52,3 im Vormonat.

Der Trend, das zeigen die Daten von Markit, geht zu tieferen Preisne an allen Fronten. So waren gestern die Verbraucherpreise in der Eurozone in den negativen Bereich gefallen – und das trotz des QE der EZB. So schreibt der Chefvolkswirt von Markit, Chris Williamson:

“Despite unprecedented central-bank stimulus and substantial currency depreciation, the euro-zone manufacturing sector is failing to achieve significant growth momentum and even risks stalling again”.

Und weil die Preise fallen, steigen die Befürchtungen einer sich abzeichnenden Inflation – und üben weiteren Druck auf die EZB aus, wie Chris Williamson anmerkt: “deflation worries will intensify and put pressure on the ECB to act more aggressively.”

Nach wie vor aber ist das Auftrasvolumen der Industrie zufriedenstellend, wichtig ist, dass die Industrie in Frankreichs Industrie erstmals seit drei Monaten wieder wächst. Griechenland ist somit das einzige Land, dessen Industrie derzeit weiter schrumpft.

Gleichwohl aber beginnt die Industrie in Europa zunehmend den Abschwung der Schwellenländer zu spüren – und das wird auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, wie Chris Williamson analysiert:

“The manufacturing sector is likely to provide only a minor boost to the overall economy in the third quarter,” Williamson said. “Export orders rose at a slower rate in September, in part reflecting weaker demand from emerging markets, with the darkening global economic picture dampening business optimism and causing companies to pull-back on their hiring plans.”



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