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Industrie im Absturz – deutlich sinkender Energieverbrauch als klares Indiz

Die deutsche Industrie befindet sich im Absturz. Ein deutlich sinkender Energieverbrauch ist dafür ein klares Indiz.

Industrieproduktion
Foto: Usertrmk-Freepik.com

Die Industrie in Deutschland befindet sich im Absturz. Beim Blick auf das gerade um 0,2 % gestiegene BIP kann man getäuscht werden, denn die Bevölkerung wächst stetig, was natürlich vor allem im Bereich der Dienstleistungen die Wirtschaftsleistung wachsen lässt. Das Volumen der Industrieproduktion hat sich binnen sieben Jahren um 13,9 % reduziert, wie man aus Daten des Statistischen Bundesamt ablesen kann. In dieser Woche veröffentlichte Daten zum Energieverbrauch in Deutschland zeigen den sich beschleunigenden Absturz der Industrie in diesem Jahr.

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2024 voraussichtlich auf ein neues Rekordtief fallen, das sagte diese Woche die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen). Sie rechnet mit einem Rückgang des Verbrauchs um etwa 1,7 Prozent auf 10.453 Petajoule gegenüber dem Vorjahr. Damit läge der Energieverbrauch in Deutschland aktuell um knapp 30 Prozent unter dem bisherigen Höchststand des Jahres 1990, als 14.905 PJ erreicht wurden. Die von der AG Energiebilanzen erstellte Jahresprognose basiert auf den vorliegenden Daten des laufenden Jahres. An diesem Rückgang des Energieverbrauchs habe der Rückgang der Industrie einen ordentlichen Anteil. So sagt die AG Energiebilanzen, dass einen wesentlichen Anteil am Rückgang des Energieverbrauchs in diesem Jahr die stagnierende Konjunktur hat. Deutliche Rückgänge der Produktion im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe hätten durch den zuletzt wieder ansteigenden Energiebedarf in den besonders energieintensiven Industriezweigen nicht ausgeglichen werden können.

Verbrauchssteigernde Effekte auf den Energieverbrauch gingen 2024 von der weiter zunehmenden Bevölkerung sowie einer weiteren Abnahme des Energiepreisniveaus aus. Eine Zunahme des Energieverbrauchs war auch mit dem diesjährigen Schalttag verbunden. Insgesamt haben die verbrauchsreduzierenden Einflüsse die verbrauchssteigernden Effekte deutlich überstiegen, sodass sich der Energieverbrauch insgesamt weiter verringerte, so die AG Energiebilanzen.



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2 Kommentare

  1. Dann ist ja für Habeck wieder eine Jubelmeldung über den gesunkenen Energieverbrauch fällig.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Ohne Rezession kein Aufschwung

    Es ist nur logisch,dass der Energieverbrauch vor allem in der Industrie den Zustand der Wirtschaft abbildet.
    So könnte ein kleiner Angestellter mit Mindestlohn auf dem Statistikamt mit monatlichem Ausdrucken des Energieverbrauchs alle gutbezahlten Notenbanker und Wirtschaftsforscher ersetzen. ( Ausnahme Fratzscher ) Das würde eine Effizienzsteigerung und Kostenersparnis im Milliardenbereich bringen.Es ist tragisch dass viele Schönredner erst mit diesen eindeutigen rezessiven Zahlen zur Vernunft gebracht werden. Die Konsumausgaben werden bald ein weiteres unfehlbares Zeichen geben wenn man endlich inflationsbereinigte Zahlen in Betracht zieht. Das „ R“ Wort wird bald die Runde machen.
    Man kann die Realität negieren aber nicht die Folgen daraus.

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