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Europa

Deutsche Industrieproduktion erstaunlich schwach – nur ein Ausrutscher?

Die deutsche Industrieproduktion ist von November auf Dezember 2016 um satte 3% gefallen. Ein kräftiger Ausreißer nach unten und damit erwähnenswert. Ist das was Außergewöhnliches passiert? Im Vormonat lag…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die deutsche Industrieproduktion ist von November auf Dezember 2016 um satte 3% gefallen. Ein kräftiger Ausreißer nach unten und damit erwähnenswert. Ist da was Außergewöhnliches passiert? Im Vormonat lag die Veränderung noch bei +0,5%, und für Dezember war allgemein ein kleines Plus knapp über der Null-Linie erwartet worden. Es ist der schlechteste Wert seit der Finanzkrise 2009. Das Statistische Bundesamt in seiner heutigen Originalmeldung:

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2016 preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt 3,0 % niedriger als im Vormonat. Für November 2016 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 0,5 % gegenüber Oktober 2016 (vorläufiger Wert: + 0,4 %). Die Industrieproduktion ist im Dezember 2016 um 3,4 % gegenüber dem Vormonat gefallen. Innerhalb der Industrie nahm die Produktion von Investitionsgütern um 5,4 % und die Produktion von Konsumgütern um 3,1 % ab. Bei den Vorleistungsgütern ging die Produktion gegenüber dem Vormonat um 1,1 % zurück. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung im Dezember 2016 um 0,9 % niedriger als im November 2016, die Bauproduktion sank um 1,7 %. Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe (2010 = 100). Die saison- und arbeitstägliche Bereinigung erfolgt mit dem Verfahren Census X-12-ARIMA.

Das Bundeswirtschaftsministerin hatte gestern (in weiser Voraussicht?) diesen Text veröffentlicht. Also doch alles gut? Die aktuelle Industrieproduktion hat nur eine unerwartete spontane Delle, und die Neuaufträge deuten auf eine rasche Erholung hin? Zitat:

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] haben sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember im Vergleich zum Vormonat sehr kräftig um 5,2 % erhöht. [2] Die Bestellungen bei den Großaufträgen fielen dabei deutlich überdurchschnittlich aus. Dies prägte den sehr starken Auftragszuwachs bei den Investitionsgütern (+9,7 %). Die Aufträge für Vorleistungs- und Konsumgüter (-0,6 % bzw. -1,8 %) fielen hingegen etwas geringer aus als im Vormonat. Die Bestellungen aus dem Inland (+6,7 %) stiegen kräftiger als die aus dem Ausland (+3,9 %), wobei die Nachfrage aus Ländern außerhalb des Eurogebiets stagnierte.

Der Trend der Bestellungen ist weiterhin aufwärtsgerichtet. Im Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober ergab sich ein Anstieg der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 1,3 %. Die Nachfrageimpulse kamen aus dem Inland (+3,2 %) und auch aus dem Euroraum (+3,6 %). Die Aufträge aus den Ländern außerhalb des Euroraums waren im Zweimonatsvergleich dagegen etwas geringer (-2,4 %). Im Jahresschlussquartal 2016 nahmen die Aufträge im Vergleich zum dritten Vierteljahr um 4,3% kräftig zu. Dies signalisiert eine weitere Belebung der Industriekonjunktur im Winterhalbjahr.


Entwicklung der Industrieproduktion seit 2008.

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Europa

Verbraucherpreise Deutschland im September: Deflation!

Claudio Kummerfeld

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Verbraucherpreise schwanken

Soeben hat das Statistische Bundesamt als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für den Monat September veröffentlicht. Im Jahresvergleich zu September 2019 ist es ein Minus von 0,2 Prozent , nach 0,0 Prozent im August und -0,1 Prozent im Juli. Die Erwartung lag für heute bei -0,1 Prozent. Es ist offensichtlich, dass die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung die Verbraucherpreise insgesamt in den Negativbereich drückt – was die Statistiker auch so erwähnen. Auch die kurzfristige Veränderung von August zu September liegt bei -0,2 Prozent.

Die Grafik zeigt die Details der aktuellen Vorabschätzung (endgültige Zahlen gibt es am 13. Oktober). Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel liegen im September nur noch mit 0,6 Prozent im Plus (im Juni noch +4,4 Prozent). Der Schnitt wird aber in den Keller gezogen durch die Energiepreise, die dank Ölpreis-Crash aus dem Frühjahr immer noch 7,1 Prozent niedriger sind als im Vorjahr.

Aktuelle Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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Europa

Kurzarbeit: ifo-Institut präsentiert aktuellste Zahlen – deutlicher Rückgang

Claudio Kummerfeld

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Die Gastronomie ist auch stark von Kurzarbeit betroffen

Die Kurzarbeit geht in Deutschland deutlich zurück, auch wenn sie nach diesem Rückgang immer noch auf einem dramatisch hohen Niveau liegt. Laut ganz frischer Veröffentlichung des ifo-Instituts waren im September 3,7 Millionen Menschen in Deutschland von Kurzarbeit betroffen, nach 4,7 Millionen im August. Dies hat ifo exklusiv berechnet. Der Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 11 Prozent geschrumpft, von 14 Prozent im August. Der Rückgang schreite stetig voran. Besonders hoch bleibe aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie, so die aktuelle Aussage von ifo. Hier Details im Wortlaut:

Im Verarbeitenden Gewerbe waren im September schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, das sind 21 Prozent der Beschäftigten. Bei den Dienstleistern waren es 1,23 Millionen oder 12 Prozent, im Handel 406.000 Menschen oder 9 Prozent. Im Bauhauptgewerbe waren es nur 5000 Menschen oder 1 Prozent. In den übrigen Sektoren schätzt das ifo Institut die Zahl der Kurzarbeiter auf 622.000 oder 5 Prozent der Beschäftigten.

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Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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