Europa

Industrieproduktion in der Eurozone: Starker Absturz – es wird noch schlimmer?

Eurostat hat heute Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone im Monat März veröffentlicht. Im Jahresvergleich geht sie um 12,9 Prozent zurück. Die folgende Langfristgrafik seit den 90er-Jahren zeigt, dass er Absturz in der Industrieproduktion in der Eurozone während der Finanzkrise 2008 noch schlimmer war. Aber man sieht dort, dass der Absturz auch mehrere Monate anhielt. Heute sehen wir den ersten Monat des Absturzes. Und man bedenke bitte, dass der März nur halb vom Shut Down betroffen war. Der April dürfte höchstwahrscheinlich das Tief aus 2008 unterschreiten. Andere Konjunkturdaten deuten das selbe an. Der März war nur der erste konkrete Corona-Absturzmonat, aber April wird wohl noch schlimmer. Hier Details im Wortlaut von Eurostat:

Im Euroraum sank die Produktion von Gebrauchsgütern im März 2020 gegenüber März 2019 um 24,2%, von Investitionsgütern um 21,5%, von Vorleistungsgütern um 11,8%, von Energie um 6,7% und von Verbrauchsgütern um 0,8%. In der EU sank die Produktion von Gebrauchsgütern um 21,7%, von Investitionsgütern um 20,0%, von Vorleistungsgütern um 10,1%, von Energie um 6,4% und von Verbrauchsgütern um 0,3%. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Luxemburg (-32,7%), Italien (-29,3%) und die Slowakei (-19,6%) die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion. Die höchsten Zuwächse wurden in Irland (+25,3%), Malta (+5,7%) und Finnland (+2,8%) registriert.


source: tradingeconomics.com

In diesem Chart sieht man den Absturz der Industrieproduktion mit einem Rückblick bis zum Jahr 2011.

Entwicklung der Industrieproduktion seit 2011



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1 Kommentar

  1. Danke. Das sieht schon bös aus. Sollten die USA wirklich auf ein Desaster zussteuern (Pandemie und Grippewelle), dann ist auch hier Schluss mit Lustig. Die EU (insbesondere die Südlander) können die Situation auch nicht verbessern. Puhhh…

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