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Europa

Industrieproduktion rückläufig, obwohl Headlinezahlen Wachstum zeigen

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Die Industrieproduktion (genauer gesagt die „Produktion im Produzierenden Gewerbe“) ist im März im Jahresvergleich um 0,9% gesunken. Die extrem negativen Auftragseingänge scheinen sich also nach und nach langsam auf die reale Produktion auszuwirken.

Wie in den letzten Tagen und Wochen können wir uns auch heute nur wundern, dass sich das Statistische Bundesamt wie auch Ticker-Meldungen nur auf die Monatsvergleiche konzentrieren, also wie sich die Produktion von März 2019 im Vergleich zu Februar 2019 verändert hat. Denn da wird aktuell ein Plus von 0,5% ausgewiesen. Und dieses Plus wird auch aktuell als Headline-Story „verkauft“. Diese Monatsvergleiche sind fast komplett wertlos aufgrund saisonaler Einflüsse.

Man sollte (so unsere bescheidene Meinung) sich auf die Jahresvergleiche konzentrieren, also März 2019 in Relation zu März 2018. Und da liegt man wie gesagt im Minus! Wie bei den gestrigen Statistik-Daten auch ersparen wir uns heute die weiteren Details vom Statischen Bundesamt, weil sie sich ausschließlich mit Monatsvergleichen beschäftigen.

Die folgende Grafik zeigt das Produzierende Gewerbe in einer Langfristbetrachtung seit 2011. Die blaue Linie zeigt den Gesamtschnitt, und in rot sieht man die Baubranche. Ohne den Bauboom in Deutschland wäre der Gesamtschnitt wohl schon längst richtig im Eimer!

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Europa

Leistungsbilanz der Eurozone schrumpft immer weiter

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Die sogenannte „Leistungsbilanz“ beinhaltet nicht nur Außenhandelsüberschüsse und Defizite im Warenhandel, sondern auch aus Dienstleistungen, Kapitalerträge usw. Sie spiegelt also den effektiven Geldfluss wieder und gibt an, ob ein Land oder ein Wirtschaftsraum unterm Strich Mittelzuflüsse oder Mittelabflüsse erlebt. Für die Eurozone hat die EZB heute den aktuellsten Wert für die Leistungsbilanz für den Monat April präsentiert. Mit einen Überschuss von 20,9 Milliarden Euro hat man 3,8 Milliarden Euro schlechter abgeschnitten als noch im März mit +24,7 Milliarden Euro. Die Eurozone erlebt nun den dritten Monat in Folge eine sinkende Leistungsbilanz.

Im Januar (vierter Balken von rechts) gab es ein kurzes Aufflackern nach oben, was im Februar und März nach unten korrigiert wurde. Der Trend bleibt auf mehrere Jahre gesehen konstant. Aber momentan ist die Tendenz spürbar absteigend! Die Grafik zeigt den gesamten Saldo als blaue Linie. Das Sekundäreinkommen (blaue Balken) ist konstant negativ. Dabei geht es um Gelder, die von Ausländern in der Eurozone verdient und dann in ihre Heimat transferiert werden. Dieses Geld wird also den Volkswirtschaften in der Eurozone entzogen, und ist somit der einzige Negativwert bei der Errechnung der Leistungsbilanz.

Dann haben wir den Warenhandel (gelbe Balken), der traditionell für Europa dank der Exporte immer im positiven Bereich liegt, vor allem dank der immensen deutschen Überschüsse. Man kann im letzten Balken (April) eine Abnahme im Warenhandelsüberschuss sehen in Relation zu den Vormonaten. Der rote Balken steht für die Überschüsse im Außenhandel mit Dienstleistungen. Er bleibt konstant. Das Primäreinkommen (in grün, vor allem Kapitalerträge und Investments aus dem Ausland) kann sich grob gesagt halten. Vor allem der Warenhandel lässt die Bilanz der Eurozone schlechter aussehen, auch wenn der Gesamtsaldo immer noch gut im Plus liegt.

In den 12 Monaten bis inklusive April 2019 entstand für die Eurozone ein Überschuss in der Leistungsbilanz in Höhe von 315 Milliarden Euro. In den 12 Monaten davor (bis April 2018) waren es noch +391 Milliarden Euro. In diesem aussagekräftigeren Vergleich erkennt man schon einen deutlicheren Rückgang der Überschüsse.

Leistungsbilanz Eurozone April
Grafik und Daten: EZB

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Europa

Aktuell: Wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien

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Für Großbritannien wurden soeben einige wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Hier präsentieren wir sie in Kurzform. Es geht dabei um Daten für den Monat Mai im Vergleich zu Mai 2018.

Verbraucherpreise +2,0% (erwartet +2,0%).

Einfuhr-Erzeugerpreise +1,3% (erwartet +0,8%).

Einzelhandelspreise +3,0% (erwartet +2,9%).

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Europa

Konjunktur: Auftragsbestand rückläufig, Langfristtendenz fallend

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Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland zeigte jahrelang nur nach oben. Brummt die Wirtschaft, dann steigt natürlich auch die Halde offener Aufträge, welche in den Betrieben abgearbeitet werden müssen. Dementsprechend kletterte der folgende Chart auch jahrelang nach oben. Man sieht, dass die Halde seit Herbst 2018 kleiner wird. Heute nun folgende offizielle Meldung der Statistiker: Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe war im April 2019 um 0,3% niedriger als im Vormonat. Dabei fielen die nicht erledigten Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum März 2019 um 1,1%, der Bestand an Auslandsaufträgen erhöhte sich um 0,1%.

Auftragsbestand Verarbeitendes Gewerbe

Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragsbestand im April 2019 um 1,2 % niedriger als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern ging er um 0,2 % zurück. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand um 0,9 % höher als im März 2019.

Im April 2019 lag die Reichweite des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe bei 5,7 Monaten (März 2019: 5,8 Monate). Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz pro Monat im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag die Reichweite des Auftragsbestands im April 2019 wie im Vormonat bei 2,9 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug sie 8,0 Monate (März 2019: 8,1 Monate) und im Bereich der Konsumgüter 2,1 Monate (März 2019: 2,0 Monate).

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