Folgen Sie uns

Europa

Industrieproduktion stürzt ab – hier die ganz aktuellen Daten

Avatar

Veröffentlicht

am

Industrieproduktion in Deutschland bricht ein

Die Industrieproduktion in Deutschland (offiziell “Produktion im Produzierenden Gewerbe”) bricht aufgrund der Coronakrise deutlich ein. Aktuell hat das Statistische Bundesamt Daten für März veröffentlicht. Da der Shut Down ja noch nicht den ganzen Monat März betraf, darf man annehmen, dass der Absturz im April heftiger ausfallen wird. Im Vergleich von Februar auf März sinkt die Industrieproduktion um 9,2 Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Erwartungen lagen bei -7,5 Prozent. Im Jahresvergleich von März 2019 zu März 2020 ist es ein Rückgang von 11,6 Prozent! Die Auftragseingänge sind im März noch stärker rückläufig (siehe hier). Hier weitere Details der Statistiker im Wortlaut:

Innerhalb der Industrie nahmen die Produktion von Vorleistungsgütern um 7,4 % und die Produktion von Konsumgütern um 7,5 % ab. Bei den Investitionsgütern ging die Produktion um 16,5 % zurück. Einen besonders starken Rückgang verzeichnete die Automobilindustrie mit -31,1 %. Auch in der Herstellung von Druckerzeugnissen (-12,5 %), bei pharmazeutischen Erzeugnissen (-11,8 %) und in der Bekleidungsindustrie (-11,5 %) gab es starke Rückgänge. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 6,4 % niedriger als im Vormonat. Die Bauproduktion stieg dagegen um 1,8 %.

Die Grafik, die bis 2012 zurückreicht, zeigt gut, wie die die Industrieproduktion schon vor der Coronakrise abstürzte. Und man sieht auch gut das Auseinanderdriften der Produktion von der Baubranche, die immer weiter boomt.

Industrieproduktion und Bau im Chartverlauf seit 2012

2 Kommentare

2 Comments

  1. Pingback: Nchrichten vom 7. Mai 2020 – Teil 1 | das-bewegt-die-welt.de

  2. Pingback: Industrial production crashes - here the very latest data - En24 News

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanagerindizes schwächer als erwartet – “Aufschwung in weiter Ferne”

Avatar

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Mai) veröffentlicht – die deutsche Wirtschaft zeigt kaum Zeichen einer Erholung:

Gesamtindex: 31,4 (Prognose war 34,1; Vormonat war 17,1)

Verarbeitendes Gewerbe: 36,8 (Prognose war 39,2; Vormonat war 34,5)

Dienstleistung: 31,4 (Prognose war 26,6; Vormonat war 16,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhoben hat:

 

„Die Mai-Flashes, die sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor erneut signifikante Geschäftseinbußen signalisieren, machen jegliche
Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung der deutschen Wirtschaft nach der Lockerung der Ausgangssperren und Restriktionen zunichte. Zwar hat sich die Talfahrt gegenüber dem von Eindämmungsmaßnahmen dominierten Vormonat verlangsamt, die Rückkehr zu ‚Business as usual’ und ein neuerlicher Aufschwung sind jedoch noch in weiter Ferne. Und da die Nachfrage auch noch für einige Zeit unterdurchschnittlich ausfallen dürfte, sank die Beschäftigung aufgrund von Kapazitätsanpassungen erneut in Besorgnis erregende Tempo. Das Ausmaß des Stellenabbaus ist die größte Gefahr für den längerfristigen Ausblick.“

weiterlesen

Europa

Verbraucherpreise Eurozone Richtung Deflation – Osteuropa entwickelt sich ganz anders!

Avatar

Veröffentlicht

am

Die Verbraucherpreise für die Eurozone wurden heute für den Monat April in ihrer endgültigen Fassung veröffentlicht. Die Teuerungsrate liegt im Vergleich zu April 2019 bei nur noch +0,3 Prozent nach +0,7 Prozent im März. Für die EU liegt die Inflation bei 0,7 Prozent nach 1,2 Prozent im März. Warum rauschen die Verbraucherpreise in der Eurozone derzeit volle Pulle Richtung Deflation? Es ist klar – der Ölpreis-Schock schlägt mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise ein, und so langsam zeigen sich die Auswirkungen. Die Energiepreise für die Verbraucher sinken im April im Jahresvergleich nämlich um 9,7 Prozent, nach bereits -4,5 Prozent im März.

Das zieht den Gesamtschnitt natürlich runter, der dank einem Plus der Lebensmittelpreise von 3,6 Prozent nicht ins Minus rutscht. Fast komplett Osteuropa erlebt deutliche Preissteigerungen von oft über 2 Prozent (siehe die erste Grafik), während der Rest der EU entweder nur noch minimale Preissteigerungen sieht, oder bereits in der Deflation angekommen ist. Jüngst war der Ölpreis wieder deutlich gestiegen. Dauert es wieder ein oder zwei volle Monate, bis sich dies positiv auf den Gesamtschnitt der Verbraucherpreise auswirkt?

Verbraucherpreise aufgeteilt nach Ländern


source: tradingeconomics.com

Details der Verbraucherpreise für April

weiterlesen

Europa

Aktuell: ZEW Index mit totaler Schizophrenie – Hoffnung riesig, Lage katastrophal!

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Der ZEW Index (Mai; Konjunkturerwartungen) ist mit +51,0 deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +32,0; Vormonat war +28,2).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber katastrophal, sie liegt bei -93,0 (Prognose war -88,0; Vormonat war -91,5).

Also einmal mehr (wie schon im Vormonat!) totale Schizophrenie: Lage ultra-mies, Hoffnung riesig. Schon im April war die Hoffnung ja groß – und hat sich nicht so recht bestätigt..

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage