Europa

Inflation: Erzeugerpreise in Europa steigen wie noch nie

Erzeugerpreise als Vorbote der Inflation

Die Erzeugerpreise, also die Kosten der Unternehmen, steigen so stark wie noch nie seit Erfassung der Daten (also seit dem Jahr 1999) – ein Vorbote für weiter steigende Inflation. So stiegen die Erzeugerpreise laut Eurostat in der Euro-Zone um +10,2% zum Vorjahresmonat und in der EU um +10,3% gegenüber demselben Zeitraum.

Der Trend in Richtung Inflation

Der Trend in Richtung Inflation zeigt sich besonders auch zum Vormonat: so stiegen die Erzeugerpreise sowohl in der EU als auch in der Eurozone um jeweils +1,4% – Anstiege um mehr als 1% zum Vormonat sind eigentlich überaus selten.

Derzeit liegt die Inflation – also die Verbraucherpreise – in der Eurozone bei +2,2% (in Deutschland sogar bei +3,8%). Wenn die Unternehmen nicht deutliche Einbußen bei der Marge hinnehmen wollen, müssen sie ihre gestiegenen Kosten an die Konsumenten weiter geben – derzeit beträgt das „Gap“ zwischen Erzeugerpreisen und Verbraucherpreisen stattliche 8% in Europa. Mit anderen Worten: die Unternehmen werden nicht anders können, als durch Preisanhebungen die Inflation weiter anzuheizen!

Besonders krass der Preisanstieg in Irland (42,5% zum Vorjahresmonat), Belgien (20,7%) und Dänemark (19,1%).

Besonders Energie wirkt dabei als Treiber der Kosten: sie stiegen zum Vorjahresmonat um sage und schreibe 24,8%, Zwischenprodukte verteuerten sich um 10,9%.

Der folgende Chart zeigt die Erzeugerpreise als Index seit dem Jahr 2015:

Ereugerpreise - Vorbote der Inflation



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