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Inflation frißt Altersvorsorge auf – EZB handelt „asozial“

Inflation und die Folgen der Politik der EZB

Die Inflation ist in der Realwirtschaft angekommen – aber die Notenbanken bleiben weiter auf dem Gaspedal, mit dem Argument, dass die Teuerung nicht dauerhaft hoch sein werde. Die Inflation läßt die Kaufkraft vor allem der Sparer geringer werden – aber sie läßt vor allem auch die Altersvorsorge für viele Menschen geradezu unmöglich werden.

Inflation und die EZB: gesellschaftliche Vewerfungen

„Die Politik der Zentralbanken ist hochgradig unsozial, führt zu einer Verschiebung der Vermögensverhältnisse und zu einer Spaltung der Gesellschaft“, sagt der Vermögensverwalter Andreas Beck. Denn die meisten Altersvorgemodelle basieren auf ausfallsicheren Anleihen, etwa der 10-jährrigen deutschen Bundesanleihe, in die Versicherungen und Pensionskassen qua Regularien investieren müssen.

Durch die Käufe der EZB von länger laufenden Staatsanleihen aber drückt die Notenbank die Renditen nach unten – mit der Folge von Negativ-Renditen. So hat heute etwa der deutsche Staat eine Aufstockung seiner 10-jährigen Bundesanleihe mit einer Rendite von -0,44%!

Und das bei einer Inflation von derzeit 3,8% in Deutschland. Negativzinsen und Inflation aber passen nicht zusammen – daher meint Beck: es wird eine Normalisierung kommen müssen, die Notenbanken werden früher oder später ihr Experiment beenden müssen. Noch aber regt sich wenig Widerstand gegen die heimliche „Vermögenssteuer“ für die Mittelschicht, so Beck – denn nichts anderes sei das Resultat der EZB-Maßnahmen, während die Vermögenden mitt Aktien und Immobilien eher zu den Profiteuren gehören:



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3 Kommentare

  1. Eigentlich muss man sich mal diese Idiotie geben. Gemäss Beck war der wahre Wertspeicher die 10 Jährige Staatsanleihe (aus dem Schluss das Versicherungen und PKs gesetzlich gezwungen sind dort zunimvestieren)

    Der wahre Wertspeicher gemäss Beck soll also nicht ein echter Wert sondern eine Schuldverschreibung sein ???

    Der wahre Wertspeicher soll die Glüubigerfunktion und als Schuldner der Staat sein, der Staat der praktisch überall auf der Welt mehr ausgibt als er einimmt ?

    Eventuell war das so, vorallem aber wohl weil man sich gesetzlich schon Clever verhalten hat, in dem man die Versicherer verpflichtet den Dreck zu kaufen.

    Aber warum ein Schuldschein ein echter Wertspeicher, notabene eines überschuldten Schuldners ein Wertspeicher sein könnte lässt sich nun nicht mit gesundem Menschenverstand erklären….

    1. Bis vor 50 Jahren war der Dollar direkt und alle wesentlichen Währungen indirekt (durch Umtauschbarkeit in Dollar zu festen Kursen) durch GOLD gedeckt. Und so gehört es sich auch.
      In so einem System liegt auch für die ausgegebene Staatsanleihe die entsprechende Menge Gold im Tresor des Staates. Es gibt also kein Ausfallrisiko und zusätzlich erhält man einen Zins. (Natürlich ist das idealtypisch. Es gab auch Goldstandards mit Teildeckung – das minimiert Krisen nur, läßt sie aber zu.)
      Da das Geld nicht einfach gedruckt wird, ist der Staat zugleich gezwungen, die geliehenen Gelder produktiv zu verwenden. Er muss sein Ausgaben so gestalten, dass sie wie eine gute Investition in der Zukunft wieder Einnahmen erbringen. Nur das der Staat dazu keine Aktien kauft, sondern z.B. in Bildung und Infrastruktur investiert.

  2. Die von Herrn Beck angesprochene „Japanifizierung“ der Gesellschaft ist durchaus im Bereich des möglichen.

    Problematisch könnte sich aber der kulturelle Unterschied zwischen der Jungen japanischen und der europäischen Generation erweisen.

    Mal schauen ob junge Europäer brav zur Arbeit gehen werden um etwas zu leisten um sich dann am Ende mit dem Verdienst nichts leisten bzw. kein Vermögen aufbauen zu können.

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