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Warum für Inflation die Geldumlaufgeschwindigkeit wichtig ist

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Gelddrucken allein sorgt nicht für steigende Preise. Damit dies geschieht, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine der Wichtigsten ist die Zunahme der Geldumlaufgeschwindigkeit. Doch wie wird diese gemessen und wie entsteht Inflation?

Inflation, Teuerung und Geldmenge

Nicht erst seit der Weltfinanzkrise oder der aktuellen Corona-Krise wurde Geld gedruckt, um Löcher in Bankbilanzen zu stopfen oder Staatsschulden zu finanzieren. Wann immer die Notenbanken Geld aus dem Nichts schöpfen, findet Inflation statt, was per Ursprungsdefinition nichts anderes als die Ausweitung der Geldmenge beschreibt (Lat. Inflatio = „Aufblähen“ der Geldmenge). In unserem heutigen Geldsystem schöpfen aber nicht nur die Notenbanken Geld aus dem Nichts, sondern auch die Geschäftsbanken über das Teilreservesystem. Die Banken sind sogar für den überwiegenden Teil der Geldschöpfung via Kreditvergabe an Schuldner verantwortlich. Es kommt also bei der Inflation im Sinne der Geldmengenausweitung nicht nur darauf an, wie viel Geld die Notenbanken drucken und verteilen, sondern auch auf die Kreditvergabe der Banken.

Momentan führt die Geldschöpfung aus beiden Quellen beispielsweise in den USA zu einem Anstieg der Geldmenge M2 im März 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat von 11 Prozent. Im Februar waren es noch 7,2 Prozent. Die letzten verfügbaren Daten zum 13. April 2020 zeigen eine Jahresveränderungsrate der Geldmenge M2 von bereits +15.9 Prozent. Die Inflation der Geldmenge gewinnt also an Schwung. Die Geldmenge M2 setzt sich übrigens aus allem Bargeld, Giralgeld (Sichtguthaben) sowie geldähnlichen Vermögenswerten, wie z. B. kurzfristig liquidierbaren Spareinlagen oder Wertpapieren mit kurzer Laufzeit zusammen.

Obwohl die US-Geldmenge aktuell prozentual zweistellig steigt, bleibt die Teuerung, gemessen an einem vordefinierten statistischen Warenkorb, aktuell gering. Der Konsumentenpreisindex in den USA stieg gemäß den am Donnerstag veröffentlichten Daten im Monat März 2020 lediglich um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Im Februar betrug die Preissteigerungsrate noch 1,8 Prozent. Ein wichtiger Grund für die abnehmende Teuerungsdynamik waren die kollabierenden Energiepreise (Rohöl, Erdgas, Heizöl, Benzin, Diesel etc.). Ein weiterer Grund ist die ansteigende Sparquote. Wegen der Corona-Krise und den ohnehin hohen Schulden nutzen viele Amerikaner das vom Staat zur Verfügung gestellte Geld aus dem Billionen-Notprogramm der Trump-Administration zum Abbau von Verbindlichkeiten und bilden Rücklage für noch schlechtere Zeiten. Dadurch steigt die Haltedauer des Geldes und die Geldumlaufgeschwindigkeit sinkt. In Folge dessen sinkt auch die Nachfrage, trotz explodierender Geldmenge. Die Preise steigen selektiv nur dort an, wo Knappheit herrscht oder eine Sondernachfrage existiert, wie zum Beispiel bei Mund- und Nasenmasken.

Die Geldumlaufgeschwindigkeit

Im makroökonomischen Sinne beschreibt die Geldumlaufgeschwindigkeit (V) die Summe aller realen Transaktionen einer Volkswirtschaft im Verhältnis zum Geldbestand, z. B. der Geldmenge M2. Zur Berechnung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch die Geldmenge dividiert (V=BIP/M2). Zum 31. März lag die Geldumlaufgeschwindigkeit in den USA bei 1,374 – das ist der niedrigste jemals gemessene Wert seit der Datenaufzeichnung durch die Federal Reserve Bank.

Inflation durch gedrucktes Geld - die Fed-Zentrale in Washington DC

Nun ist es logisch, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes (V) sinkt, wenn massiv Geld durch die Notenbank erzeugt wird und die Geldmenge M2 dadurch prozentual zweistellig ansteigt aber gleichzeitig die wirtschaftliche Aktivität (BIP) unverändert bleibt. Das zusätzliche Geld wird gehortet und damit nicht nachfragewirksam. Im ersten Quartal schrumpfte das US-BIP jedoch gemäß vorläufiger Zahlen sogar um annualisiert 4,8 Prozent. Damit sinkt der Wert V zusätzlich. Würde im gegenteiligen Fall das BIP ansteigen und die Geldmenge gleichbleiben, würde die Geldumlaufgeschwindigkeit ansteigen, ebenso wie die Preise.

Bargeldverbot, Negativzinsen und Schwundgeld als Schlüssel zur Inflation

Natürlicherweise steigt die Geldumlaufgeschwindigkeit, wenn sowohl Geld als auch die Bereitschaft vorhanden ist, dieses auch auszugeben. An Geld (M2) mangelt es derzeit gesamtwirtschaftlich nicht. Aber die Neigung zu Investieren und zu Konsumieren ist aktuell so gering ausgeprägt wie während der Weltfinanzkrise. Sollten die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 erfolgreich sein und die Wirtschaft langsam wieder Tritt fassen, würde das zusätzliche Geld auf eine steigende Ausgabenbereitschafts treffen und mehr und mehr nachfragewirksam werden. Die Geldumlaufgeschwindigkeit würde wieder ansteigen, ebenso wie die Preise.

Kommt es jedoch zu einer ausgeprägten und lang anhaltenden Schulden-, Finanz- und Wirtschaftskrise, dann wird die Sparquote weiter steigen, die Einkommen weiter sinken und der Konsum sowie die Investitionen werden weiter schrumpfen.
In diesem Fall müsste die Geldumlaufgeschwindigkeit durch staatliche Sanktionen künstlich erhöht werden, um Nachfrage zu erzeugen und die Wirtschaft vor dem Kollaps zu bewahren.

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16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    thinkSelf

    1. Mai 2020 18:32 at 18:32

    Guter Artikel. Ich möchte aber noch auf einen Aspekt hinweisen.

    Am Ende entscheidet ausschließlich der Konsum. Denn Produktionsmittel brauchen wir nur um Güter zu erstellen, die wir konsumieren. Weshalb die Wirtschaftsleistung auch nicht “überwiegend vom Konsum” abhängt, sondern ausschließlich.

    Der Staat könnte zwar jetzt z.B. Abgaben und Zinsen dramatisch senken und sich weiter verschulden. Startet er dann noch Investitionsprogramme spült er zusätzliches Geld in breite Schichten. Aber auch das muss noch keine Inflation auslösen, denn dazu müssen zwei Dinge passieren. Die Beschäftigten müssen in der Lage sein ihre Einkommen zu erhöhen und die Güterlieferanten ihre Preise. Für beides fehlen im Moment die strukturellen Rahmenbedingungen.

    Militär stellt übrigen die maximale Form des Konsums dar. Ihr Zweck besteht entweder darin irgendwann ohne reale Nutzung wieder verschrottet zu werden oder sich selbst und auch noch andere Güter zu zerstören.

    • Avatar

      Shong09

      2. Mai 2020 23:36 at 23:36

      Sehr guter Gedankengang.

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    Brigitte

    1. Mai 2020 21:19 at 21:19

    Bestes Mittel um die Wirtschaft in Deutschland (EU) wieder anzukurbeln, wäre eine komplette Streichung der Mehrwertsteuer!!!!!
    Als Ersatz könnte damit angefangen werden, Abschreibungen (Investitionen), welche innerhalb der Betriebe in direkter Konkurrenz zu den Arbeitnehmern stehen, zu besteuern.
    Und weil wir schon dabei sind – auch jeglicher Gewinn, der hauptsächliche Gegenpart der Neuverschuldung, sollte besteuert werden.
    Also:
    Streichung der Mehrwertsteuer und der derzeitigen Besteuerung des Arbeitnehmerentgelts und der Unternehmen
    Einführung einer prozentual einheitlichen Steuer auf jeglichen Gewinn, den Abschreibungen und dem Arbeitnehmerentgelt

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    Peter Sallister

    2. Mai 2020 05:18 at 05:18

    Das haben sie schön erklärt Herr Zipfel.
    Man könnte das mal ergänzen mit Vorschlägen, wie sich heute jemand auf ev. zu erwartende “unangenehme” Maßnahmen von oben vorbeugend einstellen könnte.

    Die Psychologie und in diesem Fall die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage spielt eine große Rolle, denn viele Entscheidungen der Bürger werden mehr aus dem Bauch getroffen als daß jemand sich die Mühe macht wie Sie der Sache auf den Grund zu gehen.

    Ich glaube im Moment unterschätzen viele noch den Faktor Zeit. Noch ist das Rauf und Runter bei den Kursen aufregend. Und die Hoffnung da, daß sich in 3,4 Monaten alles mehr oder weniger wieder gerichtet hat.
    Es könnten aber auch 2,3 Jahre des steten, tristen und langweiligen Niedergangs kommen. Reserven gehen privat wie geschäftlich zu Ende, es wird eher billigseitig eingekauft, Auto-, Immomarkt und vieles mehr brechen dauerhaft ein um 30 %. Usw. usf.
    Gleichzeitig Schulden abbauen und stimulieren wird für den Staat auf längere Sicht eigentlich unmöglich oder es hat Folgen.
    In ein paar Monaten wird man sicher mehr sehen zumindest von der Tendenz her.
    Ich würde mir in den nächsten 6-12 Monaten längerfristige Investitions-Entscheidungen eigentlich verbieten wollen.

    Ich denke auch die Seite der Regierenden ist noch einige Zeit im Notfallmodus. Aber irgendwann kommt dann der Zeitpunkt wo dann “in Ruhe” nachgedacht wird, an welchen Knöpfen man drehen möchte oder ob nicht noch eine paar neue Drehknöpfe dazukommen sollen.
    Bei diesem Nachdenken werden dann auch die Dinge wichtig sein die Sie in Ihrem Artikel ansprechen.

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    Kay

    2. Mai 2020 15:47 at 15:47

    Guter Artikel.
    Was meinen Sie genau mit “Diesen Versuch musste die US-Notenbank im Winter 2018 schon einmal abbrechen – noch ohne Krise und bei deutlich geringerer Gesamtverschuldung”?

    Um was gehts da genau, ein paar Sticherwörter zum Suchen würden schon reichen.

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      Shong09

      2. Mai 2020 23:34 at 23:34

      Bis Dez 2018 hat die FED die Zinsen über mehrere Quartale hinweg angehoben und QE reduziert bzw. die Geldmenge sogar reduziert oder dieses angekündigt. Die Anleihen, welche vorher in QE aufgekauft wurden, wurden regelmäßig bei Fälligkeit quasi gerollt, also durch neue ersetzt.
      Aufgrund des Markteinbruchs im Dez 2018 wurde der Vorgang abgebrochen und die Zinsen innerhalb von 8 Monaten wieder deutlich gesenkt

      • Avatar

        Kay

        3. Mai 2020 19:24 at 19:24

        Herzlichen Dank.

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    joah

    2. Mai 2020 20:40 at 20:40

    >>Hierzu könnte der Staat beispielsweise Konsumschecks an Privathaushalte verteilen, die mit einem engen Verfallsdatum versehen sind.<<

    Scheinaufschwung. Nullsummenrechnung.

    >>Sparen funktioniert mit Schwundgeld nicht. Die Geldumlaufgeschwindigkeit würde massiv ansteigen und das BIP mit nach oben ziehen.<<

    Freche Enteignung. Keine Ansparungen für größere Anschaffungen mehr möglich; Schuldensklaven.

    >>Eine deflationäre Depression á la 1929 ff. ist in einem ungedeckten Geldsystem mit theoretisch unendlich großer Geldmenge (Inflation) und ohne Bargeld jederzeit abwendbar.<<

    Gegenthese: nicht zwangsläufig. Man kann mit viel monetärer Inflation auch massive Deflation und ökonomische Depression erzeugen: entscheidend ist, wohin das Geld gepumpt wird.
    Ablehnung: Weder gibt es in finiten Zahlensystemen die Möglichkeit eine Unendlichkeit zu erreichen, geschweige denn mathematisch (nur ein virtuelles Behelfskonstrukt). Währungssysteme sind alle finite Zahlensysteme, egal wie groß die Anzahl erzeugter Einheiten sei. Genau dies hat weitreichende Implikationen.

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    Sabine

    3. Mai 2020 16:55 at 16:55

    In Twittermeldung schlägt Robert Schlick, als Grünenpolitiker Mitglied des Dresdner Stadtrates, vor, „dass wir die Wirtschaft jetzt mal gegen die Wand fahren. Lassen wir doch Tui und Co einfach mal absaufen. Und dan probieren wir etwas Neues aus, etwas das klima-, umwelt- und menschenfreundlich ist“. Schlick hat dies später gelöscht, denn es sei in ihrer „ursprünglichen Aussage ungünstig formuliert“. Na dann.
    Dagegen Palmer wird aus der Grünen Partei vielleicht ausgeschlossen, weil er die Wirtschaft retten wollte. So ein Depp.
    https://www.tag24.de/dresden/wirtschaft-jetzt-mal-gegen-die-wand-fahren-gruener-stadtrat-unter-beschuss-1486922

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      verwundert

      3. Mai 2020 21:13 at 21:13

      Worin liegt Ihr Problem? An der Wortwahl? Satzstellung? Person? Parteizugehörigkeit?

      Es ist immerhin sehr selten, wenn ein “Grüner” mal ausnahmsweise vernünftig tickt: freie Märkte heißt auch, das man sich raus hält und nicht in kommunistischer Manier alles staatlich “unterfüttert” bei der kleinsten Fluktuation (Verluste sozialisiert). Hart, aber korrekt.

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        sabine

        4. Mai 2020 12:40 at 12:40

        Falsch geraten.
        a) Er sagt ausdrücklich: “Ich schlage vor, dass wir die Wirtschaft jetzt mal gegen die Wand fahren”, nicht “fahren lassen”. Es geht also nicht um Hilfspakete oder Hubschraubergeld! Entlarvend sind auch seine Chefs in der Pardei. ‘Er müsse sich noch an die Artikulierung in der Politik gewöhnen.’ Aha, Lügen, verstecken usw. Was Alternative Medien ja immer sagen. Denn ein Versprecher war das nicht!!! Man kann das auch nicht irgendwie noch gutdeuten. Höchstens in Ihrem Sinne, mit dem Geldschwemme-Stop.
        b) Es ist der grüne Kommunismus, der am Lockdown festhält, und gut, das dabei die Wirtschaft “absäuft”. Die Hotels sollen bitte ihre Öl-Heizung auswechseln. Dazu das ganze Plexiglasplastik und die Plastik-Mundschutz. (Textil dichtet nicht genug für Viren.)
        c) Diese Hysterie wieder mal.
        https://www.facebook.com/permalink.php?id=306265679397998&story_fbid=3248266491864554
        https://www.ruhr24.de/promis/sonja-zietlow-rtl-coronavirus-verschwoerung-theorie-beleidigung-facebook-dschungelcamp-aerger-zr-13654152.html
        Zietlow zählt die ganzen Professoren auf, die jetzt alle Verschwörungstheoretiker sind, wenn nicht “Rechts”, also Nazis. Oder “Reichsbürger”, das neue Schimpfwort.
        Palmer sagte z.B.: Der Shutdown treibe die Wirtschaft in den „Abgrund“ und könne nach WHO-Angaben vielen Kindern in ärmeren Ländern das Leben kosten. Dann meinte er rein mathematisch: man müsse abwägen, hierzulande würden möglicherweise nur das Leben Älterer um 1/2 Jahr verlängert, dort sterben Kinder. Das war natürlich gelinde gesagt “unpraktisch”. Natürlich will auch er jedes Leben retten. Ich will seinen verbalen Fehltritt nicht verteidigen, aber er wollte eigentlich wissenschaftlich abwägen. Das mußte man in Italien ja auch: Für wen die Masken, der Arzt mußte wählen, wen er sterben läßt! Nur so wollte Palmer sich ausdrücken. Pest und Cholera… Er hats ja sogar sofort korrigiert, aber die Heuler waren froh, ihn endlich abschießen zu können.

        • Avatar

          verwundert

          4. Mai 2020 18:36 at 18:36

          Sie reden sich ja regelrecht in Rage, kommen aber letztendlich wo ganz anders heraus, als Sie anfingen. Das kommt äußerst verwirrt rüber.

          • Avatar

            leftutti

            5. Mai 2020 02:15 at 02:15

            @Verwundert, seinen Sie nicht verwundert, wenn @sabine fünft Mal täglich einen zum Besten gibt. Wie gewohnt nach folgendem Schema:

            a) Ein Halbsatz zum eigentlichen Thema
            b) Ein halber Roman über links-grüne Verbrecher
            c) Ein doppelter Roman über Mainstream-Hysterie

            Seit sie von ihrer nach Milliarden bettelnden Automobilbranche in Zwangsurlaub oder Kurzarbeit geschickt wurde, hat sie leider Zeit und Frust genug, uns 4-6 Mal täglich zu allen möglichen Themen mit der ABC-Methode an den Rande des Wahnsinns zu treiben.

          • Avatar

            verwundert

            5. Mai 2020 09:41 at 09:41

            @LEFTUTTI: Danke für die Erklärung. Dann scheine ich nicht der einzige zu sein, welchem dies auffällt: Madame scheint sich einfach nur noch um ihren eigenen Narzissmus zu drehen.

  7. Avatar

    Erich Steiner

    4. Mai 2020 09:37 at 09:37

    Einwand zur These mit Schwundgeld ließe sich der Konsum ankurbeln:
    Das ist nicht der Fall. Wenn der Bürger nicht konsumieren will sondern
    den Wert aufbewahren möchte hat folgende Alternativen:
    1) Sein Geld in andere Währungen ohne negativ-Zinsen einzutauschen.
    2) Immobilien und Grundstücke zu kaufen
    3) Gold + Silber kaufen.
    Man wird kaum jemanden, der für das Alter sparen möchte, zum Konsum jetzt von irgendwelchen
    kurzlebigen Konsumgütern zwingen können.

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Dr. Jens Ehrhardt: Dax 2021 bei 16.000 Punkten, Deflation statt Inflation

Claudio Kummerfeld

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Laut Dr. Jens Ehrhardt wird der Dax weiter kräftig ansteigen

Dr. Jens Ehrhardt (hier mehr zu seiner Person) ist ein anerkannter Börsianer. Aber auch seine Meinung ist nur eine von vielen. Er betont in einem ganz aktuellen Videobeitrag, dass er auch im Tief des Börsencrash im März diesen Jahres seine Prognose bestätigt hatte. Der Dax werde nächstes Jahr bei 16.000 Punkten notieren.

Dax 16.000 Punkte laut Dr. Jens Erhardt

Und heute erneuert er diese Prognose. 16.000 Punkte für das nächste Jahr, das sei für den Dax sogar eher eine bescheidene Prognose. Bei Börsenkursen gehe es nun mal nicht um wirtschaftliche Realitäten, sondern um Angebot und Nachfrage im Handel, so seine Aussage. Die Notenbanken würden immer weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Und irgendwo hin müsse all dieses neue Geld fließen. Es treibe die Börsenkurse an. Auch bei seiner letztjährigen Gold-Prognose von 2.000 Dollar hätte ihn so mancher schief angeguckt. Und jetzt sei sie eingetreten. Und warum der Dax derzeit noch so gut aussehe? Die Börsianer würden nun mal in den Kursen die realwirtschaftliche Entwicklung ein halbes Jahr vorwegnehmen! Und wie Dr. Jens Erhardt schon richtig sagt im Video… so weit entfernt sind die 16.000 Punkte von heutiger Sicht aus gar nicht mehr. Nur noch ein klein wenig zusätzliche Euphorie… der Sprung von 12.500 Punkten rauf auf 16.000 ist ja nicht mehr so groß?

Inflation?

Wo viele andere Kommentatoren wie Markus Krall etc eine Hyperinflation oder zumindest eine deutlich spürbare Inflation anrollen sehen, da spricht Dr. Jens Ehrhardt heute eher von Deflation. Er nennt dafür auch konkrete Gründe. Ob er Recht hat oder doch eher die Krall-Fraktion? Wir werden das wohl erst in gut einem Jahr genauer wissen. Erhardt meint, dass Inflation für die nächsten 1-2 Jahre gar kein Thema sei.

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Künstliche Intelligenz: Die nächste Generation der Robo Advisor?

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Künstliche Intelligenz pusht den Robo Advisor in der Geldanlage?

Vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt, ist die Geldanlage über einen Robo Advisor für viele deutsche Verbraucher heute zu einer echten Alternative geworden. Jeder dritte Deutsche (29 Prozent) weiß bereits was ein Robo Advisor ist. Von denjenigen, die mit dem Begriff vertraut sind, kann sich sogar jeder fünfte (20 Prozent) vorstellen, sein eigenes Geld über einen Robo Advisor verwalten zu lassen. (Info: Begriffserklärung Robo Advisor) Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführte Studie ,,Robo Advice in Deutschland – Status quo und Entwicklungsperspektiven 2020“, welche von der European Bank for Financial Services in Auftrag gegeben wurde.

370,10 Prozent Anstieg des Anlagevolumens bis 2024 erwartet

Belief sich das Anlagevolumen im Segment Robo Advisor im Jahr 2017 in Deutschland noch auf 756 Millionen Euro, wird für das Jahr 2024 ein satter Anstieg auf insgesamt 29,860 Milliarden Euro Anlagevolumen prognostiziert. Bereits in diesem Jahr (2020) wird mit einem Anlagevolumen von über 8 Milliarden Euro allein in Deutschland gerechnet. (Quelle: Statista.com) Kein Wunder also, dass Banken und Finanzdienstleister weiterhin massiv in Neuentwicklungen und Verbesserungen der Analysefähigkeiten der digitalen Berater investieren. Nachdem anfängliche Kinderkrankheiten nach und nach beseitigt wurden, sollen Robo Advisor in Zukunft deutlich cleverer werden als ihre ,,Vorfahren“.

Die nächste Generation kommt – mit ihr die Künstliche Intelligenz

War der Anlagevorschlag der „ersten Generation“ noch aufgrund einer einfachen Risikoabfrage und Auswahl an möglichen Anlageklassen relativ statisch und konnte sich bei kurzfristigen Marktveränderungen nur bedingt schnell anpassen, wird die nächste Generation schneller und individueller arbeiten.

Die laufenden Verbesserungen der Künstlichen Intelligenz bieten besonders im Segment Robo Advisor ein enormes Potenzial. Es ist bereits in naher Zukunft denkbar, dass Robo Advisor eine smarte Steuerung des Portfolios durch eine Echtzeit Risikosteuerung ermöglichen und besondere Anlegerwünsche wie ESG-Investing (Environment, Social and Governance – sprich: Ethisches Investieren) vermehrt berücksichtigen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte mittel- und langfristig ganzheitlichen Charakter erlangen, welcher ein solides Cashflow-Management, einen entscheidenden Teil der Altersvorsorge, die übergreifende Investitionsplanung, das Finanzrisikomanagement und individuelle Steuerplanungen des Anlegers begleitet.

Fazit: Wo führt das hin?

Dort wo Wachstum stattfindet, wird investiert. Dort wo investiert wird, entstehen neue Möglichkeiten. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit der Veränderung in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz nie wieder so langsam sein wird wie heute. Von diesem Standpunkt aus betrachtet wird die Zukunft viele Chancen bieten, aber auch enorme Risiken in sich bergen, die heute noch kaum vorstellbar sind. Eine kritische Betrachtung möglicher Veränderungen ist daher durchaus gesund.

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TikTok: Opfer des US-Monopols? Trump und Microsoft in Aktion

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TikTok App auf einem Smartphone

Achtung Verschwörungstheorie? Oder jede Menge heiße Luft? Nein, hier geht es um mehr als nur ein Geschmäckle. Offiziell zumindest geht es um Datenschutz. Es ist ja bekannt, dass der Social Media-Dienst TikTok mit Sitz in China auch im “Freien Westen” eine ernsthafte Gefahr für Instagram und YouTube geworden ist. Noch schlimmer. TikTok ist erfolgreicher und beliebter. Mit alleine 46 Millionen Downloads in den USA alleine im Jahr 2019 ist TikTok als Plattform für kurze Videos richtig angesagt. Die allermeisten Nutzer konsumieren nur Inhalte, wie auf anderen Plattformen auch.

TikTok als einzig ernsthafte Gefahr für das US-Monopol

Damit ist TikTok die erste wirklich ernsthafte Gefahr für das Social Media-Monopol der USA. Denn mal ehrlich. Es ist ein Monopol, wenn man danach geht, aus welchem Land die Anbieter kommen. YouTube, Google, Twitter, Instagram, Facebook, Whatsapp, LinkedIn. Was man in Europa und Nodamerika und in den meisten anderen Teilen des Planeten nutzt, kommt aus den USA. Und TikTok wird offenbar immer beliebter und erfolgreicher. In den App Stores wird die App häufiger geladen als die Apps von den großen US-Anbietern. Und das auch noch völlig ohne Zwang. Die Kids und jungen Erwachsenen in Europa und den USA finden etwas aus China viel besser als etwas aus den USA?

Das kommt noch hinzu zum Angriff auf das Monopol der USA. So was darf doch nicht sein, dass die Chinesen etwas anbieten, was die Leute im Westen besser finden? Und dann wie gesagt noch das schöne Monopol der USA, das bedroht ist. Dagegen musste etwas unternommen werden? Schon seit Wochen gab es Drohungen gegen TikTok vorzugehen, zum Beispiel seitens des US-Kongress oder durch US-Außenminister Pompeo. Als Grund führt man Datenschutzbedenken an. Nutzerdaten könnten bei der chinesischen Regierung landen. Ob es so ist? Man weiß es nicht. Aber dass gerade die US-Regierung nun mit dem Datenschutz kommt (Thema NSA-Skandale), ist schon witzig, oder eher traurig?

Trump droht, Microsoft will kaufen

Und jetzt ganz frisch droht Donald Trump damit TikTok als App in den USA komplett verbieten zu wollen. Und upsss, ohhhh Wunder. Exakt zur selben Zeit, nämlich am letzten Wochenende, wird bekannt, dass Microsoft mit dem chinesischen Betreiber von TikTok (der Firma ByteDance) in Verhandlungen stehe (hier die offizielle Mitteilung von Microsoft). Man wolle der Firma das TikTok-Geschäft für die USA, Kanada, Australien und Neuseeland abkaufen. Offenbar geht es um eine Kaufsumme in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Bis zum 15. September wolle man eine Einigung erreichen. Warum bis dahin? Laut Berichten soll die Trump-Administration bis dahin Zeit gegeben haben. Schafft Microsoft bis dahin keine Einigung zur Übernahme, wolle man TikTok in den USA verbieten. Was für ein zeitlicher Zufall zwischen aktueller ganz konkreter Verbotsandrohung und der Microsoft-Verhandlung? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Denn was wäre ohne die Verbotsandrohung durch Donald Trump passiert? Welchen Grund hätte ByteDance haben sollen, nun womöglich zügig TikTok für die angelsächsischen Märkte verkaufen zu müssen? Gar keinen. Aber gibt es keinen Käufer und die USA verbieten TikTok im eigenen Markt einfach, dann ginge ByteDance ein gigantischer Milliardenbetrag durch die Lappen, beziehungsweise ein beträchtlicher Wertverlust für den chinesischen Anbieter als Gesamtunternehmen.

Nur eine dumpfe Verschwörungstheorie rund um TikTok?

Ist es ein abgesprochenes Spiel hinter den Kulissen? Ich (Trump) drohe mit Verbot, und damit wird TikTok genötigt sein Geschäft für die USA schnell und günstig zu verkaufen, und zwar an einen US-Konzern? Wenn nicht, drohe ich einfach weiter mit Verbot? Ja, das ist natürlich rein spekulativ und klingt schon stark nach Verschwörungstheorie. Aber der zeitliche Zusammenhang von ganz konkreter Androhung eines schnellen Verbots von TikTok, und der Kaufverhandlung durch Microsoft, das wirkt sehr, sehr, sehr stark wie Geschmäckle hoch 10!

Natürlich kann man auch argumentieren, dass die Trump-Administration derzeit ja eh grundsätzlich die Krallen ausfährt gegen China, siehe die Konsulats-Schließung, verschärfter Handelskrieg, Vorwürfe in Sachen Covid-19 usw. Da könnte TikTok nur ein weiterer Eskalations-Baustein sein. Aber ich denke mal: Man sollte das bisherige Social Media-Monopol der USA nicht außer Acht lassen, und dass TikTok derzeit in der Tat dem Monopol den Rang abläuft. Holt man TikTok in die USA und bringt die App in die Hände eines US-Konzerns, kann die Monopol-Party weitergehen, im Zugriffsbereich der NSA versteht sich. Aber, da darf man wenigstens beruhigt sein… dann gäbe es immerhin keine Datenschutzbedenken mehr, dass die chinesische Regierung Daten abgreift.

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