Allgemein

Inflation in Deutschland – wie heftig wird sie ausfallen?

Inflation - wie heftig wird sie?

Die Inflation hat keine Bremse mehr – so hat es der ehemalige ifo-Chef Hans-Werner Sinn in seiner Weihnachtsvorlesung formuliert. Wie heftig wird sie ausfallen?

Inflation: Mit „Buckel“, aber auf hohem Niveau

Im Gespräch mit dem aktuellen ifo-Chef Clemens Fuest beschreibt Hans-Werner Sinn die Gefahren der Teuerung – die Inflation ist längst da und wird schon deshalb bleiben, weil sie strukturell angelegt ist (Degloablisierung, Decarbonisierung, Demografie).

Irren sich  also die Anelihe- und Zinsmärkte, wenn sie (wie die Kurse zeigen) davon ausgehen, dass die Teuerung bald wider nach unten gehen wird? Hans-Werner Sinn meint: sie irren sich, weil sie nicht erkennen würedn, dass die meist deflationäre Vergangenheit nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden könne, sondern nun ein echte Wende hin zur Inflation passiert sei:



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

2 Kommentare

  1. Sebastian Schaarschmidt

    Eine Inflation, die nicht mehr mit höheren Zinsen bekämpft wird, bedingt automatisch eine noch höhere Inflation.
    Die Inflation wird also nicht sinken, sie wird steigen.
    Wie bekämpft man eine zu hohe Inflation? Antwort: Mit höheren Zinsen und zwar Zinsen über der Inflationsrate.
    Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Wir schreiben das Jahr 1992. Der Wiedervereinigungsboom erfasst ganz Deutschland. Die Inflation erreicht sogar teilweise die Marke von 5 Prozent.
    In dieser Phase der konjunkturellen Übertreibung, erhöht die Bundesbank den Diskontsatz auf 8,75 Prozent. Ursprünglich war auch geplant ,den für die Banken wichtigen Lombardsatz auf das gleiche Niveau anzuheben, aber das unterbleibt.
    Die Folge, die Blase platzt und die Inflation geht stark zurück.
    Oder nehmen wir Paul Volcker, der die Leitzinsen 1981 auf 20 Prozent erhöht, um eine Inflation von 13 Prozent zu bekämpfen.
    Wir sehen aus diesen Beispielen, die Leitzinsen müssen die Märkte regelrecht schockieren, um die Inflation einzudämmen. Dazu müssen sie aber über der jeweiligen Inflationsrate liegen und zwar mit großem Abstand.
    Alles andere funktioniert nicht, das hat die Geschichte bewiesen.

    1. Ja Sebastian Schaarschmidt,
      das ist alles vollkommen richtig.
      Nur- die Inflation soll nicht bekämpft werden, weil Guthaben „abgebaut“ werden sollen.
      Der Sparer lässt sich ja auch ohne zu meckern zu der Schlachtbank der Inflation führen.
      Was würde der selbe Sparer wohl sagen, wenn sein Erspartes nicht durch z. B. 6 % Inflation geschmälert würde, sondern durch eine Sondersteuer von 6 %, die er zu überweisen hat.
      Auch 6 % von dem Angesparten der Lebensversicherung, Anleihen, Staatsanleihen, private Rentenversicherungen, Sparbuch, Festgeld usw., usw.
      Ich denke mal, es gäbe einen Aufstand.
      Und ich denke auch, dass es im nächsten Jahr nicht bei 10 % Inflationsrate enden wird.
      Natürlich wird man mit viel Gerede versichern, dass die Inflation nun doch bekämpft wird.
      Ja, eben mit Gerede.

      Viele Grüße aus Andalusien
      Und einen guten Rutsch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage