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Inflation: Nach Corona verdichten sich die Anzeichen immer mehr!

Das Jahr 2021 könnte im Jahresverlauf anlagetechnisch wieder einmal viele überraschen! Kommt noch Corona jetzt die Inflation?

Wolfgang Müller

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am

Kommt noch Corona jetzt die Inflation? Viele werden es am ersten Januar bemerkt haben, vor allem diejenigen, die am frühen Morgen auf die Preisanzeige für Benzin und Diesel an den Tankstellen geblickt haben: Die Preise hatten einen deutlichen Sprung vollzogen, die CO2-Abgabe macht sich mit ihrer ersten Anhebung bemerkbar, gepaart mit der Rückkehr der Mehrwertsteuer auf das Vor-Coronaniveau. Dabei hat doch FMW erst gestern die Dezemberzahlen zu den Verbraucherpreisen für die Eurozone genannt – ein abermaliger Rückgang um 0,3 Prozent und ein fünfter in der deflaratorischen Phase der Pandemie.

Aber kann dies auch 2021 so weitergehen? Verschiedene Argumente lassen etwas anderes erwarten.

Corona-Krise, eine Gesundheitskrise und keine normale Rezession

Die Pandemie trifft die Staaten der Welt mit voller Wucht, noch nie dagewesene Lockdowns lassen Wirtschaftsaktivitäten einbrechen wie selten zuvor. Aber Staaten und Notenbanken haben Rettungspakete geschnürt in unglaublicher Höhe, allein die großen Zentralbanken haben über acht Billionen Dollar in die Märkte gepumpt, bei einer Schrumpfung der Weltwirtschaft um gut vier Prozent und bei einem Vor-Corona-Niveau von 86,6 Billionen Dollar. Dazu großen staatliche Rettungspakete, wie Staatsgarantien, Helikopter- und Kurzarbeitergeld. Dies hat zu dem für Rezessionen sehr ungewöhnlichen Phänomen geführt, dass nach Umfragen 80 Prozent der Deutschen angaben, wirtschaftlich von Corona kaum getroffen sind. Darunter natürlich die 21 Millionen Rentner und Pensionäre, die im Jahr 2020 sogar noch größere Rentenerhöhungen genießen konnten. Die finanzielle Situation hat zu etwas geführt, was in Zeiten von Rezessionen sehr ungewöhnlich ist: Das Guthaben der Deutschen ist 2020 um 393 Milliarden Euro auf 7,1 Billionen Euro gestiegen.

Die Sparquote ist auf 17 Prozent, den höchsten Stand seit Jahrzehnten geklettert, angesichts der Umstände, dass viele Menschen keine sinnvolle Gelegenheiten zum Geldausgeben fanden. Doch was bedeutet dies, sollte die Covid-19-Pandemie tatsächlich im Sommer mittels der großen Impfaktion erfolgreich bekämpft werden können?

Inflation: Wird das Geld den Weg in die Märkte finden?

Man kann es kaum glauben. Nach Eurostat haben die Bürger der EU-Zone brutto (ohne Gegenrechnung der Verbindlichkeiten) im Schnitt 23,90 Prozent ihres verfügbaren Einkommens weggelegt, in Deutschland beträgt diese Quote sogar 28,03 Prozent. Wie erwähnt die reine Sparquote der Bundeshaushalte bewegt sich in Normaljahren bei gut 10 Prozent und schnellte in den vergangenen Monaten auf 17 Prozent hoch.

Hinter dieser statistischen Anomalie verbirgt sich die 100.000 Dollarfrage: Werden die Bürger nach vielen Monaten mit Restriktionen durch ihr aufgestautes Vermögen die Phase der Deflation beenden?

Bei einer normalen Rezession haben Zinsanstiege mit Inflation dem Wirtschaftsleben zugesetzt, ein Anstieg der Arbeitslosigkeit verunsichert die Menschen und lässt sie nach Krisen vorsichtig zu alten Gewohnheiten zurückkehren.

Doch was erwartet uns nach Corona? Menschen, die mit Macht zum alten Leben zurück wollen – mit einem Wechsel von einem Extrem zum anderen – in der Psychologie Enantiodromie genannt?

Die Zutaten für Inflation

Aufgrund der beschriebenen Sondersituation bei Corona könnte dann viel Geld auf ein begrenztes Angebot fließen. Weder im Reisebereich, noch in den vielen Branchen, die so sehr unter Corona gelitten haben, kann die Nachfrage aus dem Stand wie vorher befriedigt werden. Auch dürften viele Anbieter in der langen Coronazeit aufgegeben haben.

Weiter preistreibend könnte das Bestreben vieler Geschäfte (Restaurants, alle Arten von Dienstleistern) sein, die Kosten der speziellen Hygienemaßnahmen auf die Preise aufzuschlagen. Könnte die bayerische Maß Bier im Biergarten nicht einen Sprung in der Preisliste nach oben machen, genauso wie der Service beim Haareschneiden?

Hinzu kommt natürlich noch der Effekt der Energiekosten. Preiserhöhungen bei Benzin, Diesel, Heizöl, Gas (47 Mio. Kfz, 4,8 Mio. Ölheizungen) und der brutale Preisvergleich zum Frühjahr 2020, als der Lockdown den Gesamtverkehr in die Knie zwang.

Steigende Energiekosten waren stets ein Hauptanlass für eine anspringende Inflation. Aber wäre dies nicht ein Wunschszenario für die Geldpolitik?

Die finanzielle Repression und eine notwendige Inflation

Bereits seit Jahren versucht die Europäische Zentralbank das relative Schuldenniveau zu senken, indem man die Zinsen auf null brachte und eine moderate Inflation in Richtung Zweiprozentmarke herbeidrucken wollte – bisher ohne Erfolg. Absenkung der relativen Schuldenlast der Staaten durch Nullzinsen bei gleichzeitiger, moderater Inflation und einem Wirtschaftswachstum. Wie es schon einmal nach dem Zweiten Weltkrieg geklappt hat.

Jetzt kam Corona und die Geldschleusen wurden in nie erlebter Art und Weise erhöht. Eine Erhöhung der Notenbankbilanz durch Fed, EZB, BoE, Bank of Canada, BoJ und SNB, die großen Sechs mit um bisher 8,3 Billionen Dollar, dergleichen hat es noch nicht gegeben. Von 2007 bis 2019 hatte die Bilanz bei maximal 3 Billionen Dollar gelegen. Das Geld gelangte nicht in die Märkte und nicht in den Umlauf.

Denn was haben die Verbraucher gemacht? Geldhortung, wie Professor Sinn es bezeichnet. Nicht den Konsum wie gewünscht angekurbelt, sondern in den Sparsprumpf gesteckt. Diese Situation dürfte sich schon deutlich verändern, sollte es tatsächlich zu einem Preisanstieg kommen. Die kaufkraftvernichtende Wirkung von Negativzinsen bei einem Anstieg der Teuerungsrate wurde jetzt schon in allen Medien breitgetreten, nur war dies bei einer „negativen“ Inflation nicht so sehr von Belang.

Hinzu kommt: Es wird sicherlich so schnell keinen Anstieg der Leitzinsen geben und damit auch keine größere Anhebung der Sparzinsen, die Kapitalmarktzinsen hingegen haben bereits den Weg nach oben angetreten.

Die dämpfenden Effekte

Was das Ganze so kompliziert und nicht so leicht vorhersehbar macht, sind die Gegenkräfte, die eine Inflation eindämmen. Zum Beispiel die Zuwanderung billiger Arbeitskräfte in die alten Industriestaaten, denn der demographische Faktor schlägt in Deutschland noch nicht voll zu. Die mit Abstand stärksten Jahrgänge 1963/64/65 haben noch einige Jahre zu arbeiten. Die Lohn/Preisspirale dürfte so schnell nicht in Gang kommen. Dazu hat Corona die Digitalisierung vorangetrieben – mit tendentiell deflationären Effekten.

Fazit

Auch wenn meine Aussage den Lesern, die FMW regelmäßig verfolgen, schon mehr als bekannt vorkommt: Nahezu alle Börsenhaussen wurden seit dem Zweiten Weltkrieg infolge eines Renditeanstiegs (zumeist über die Leitzinsen) in Verbindung mit einer Preissteigerung beendet. Ein Heißlaufen der Konjunktur mit dem unvermeidlichen Inflationsanstieg musste durch die Notenbanken mittels Zinsanhebungen verhindert werden. Auftrag der Federal Reserve: „Price Stability and Maximum Employment.“

Aber Corona hat auch hier eine Situation ohne Vorbild geschaffen.

Ein aufgestautes Geldvolumen, das mit staatlichen Maßnahmen erzeugt wurde (Lockdowns plus schuldenfinanzierte Rettungspakete) trifft eventuell schlagartig auf ein etwas reduziertes Angebot. Die Energiepreise, zum Beispiel Brentöl, lagen vor 12 Monaten noch über den jetzigen, trotz eines größeren Anstiegs in den letzten beiden Monaten. Aber ab Ende Februar kam der große Absturz, der auf Future-Basis im April für unmöglich gehaltene Preiskapriolen geführt hat.

Die Notenbanken rechnen schon seit Längerem mit einem Anstieg der Inflation, deshalb auch die Einführung eines flexiblen Ziels der Inflation, welches auch ein Überschießen der Zweiprozentmarke toleriert. Wäre ja auch die Wunschvorstellung die ausufernden Staatsschulden mittels finanzieller Repression zu relativieren. Der Traum der Zentralbanken: Vier Prozent Wirtschaftswachstum, bei einer Inflation von 2-3 Prozent und gleichzeitiger Neu- und Umverschuldung der Staaten mit Langläufern zu nahe null Prozent. Und nicht zu vergessen der „genötigte“ Geldsparer, der seine „Horte“ reduziert und die Wirtschaft ankurbelt.

Gegen steigende Preise zeigen sich Aktienmärkte zunächst meist recht immun, aber wenn der Anleihemarkt als Konkurrenz zumindest ein wenig heranwächst? Gute Daten aus der Realwirtschaft und ein nachgebender Aktienmarkt?

Das Jahr 2021 könnte im Jahresverlauf anlagetechnisch wieder einmal viele überraschen!

Kommt nach Corona im Jahr 2021 die Inflation?

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Jan

    8. Januar 2021 11:07 at 11:07

    Wenn es anderen geht wie es mir geht: ich verlange nach Urlaub am Strand, essen auf Terassen, tanzen auf voller Tanzfläche. Dafür werde ich geld ausgeben. Vermutlich viele anderen auch, vor allem weil man 2 Sachen aufgespart hat: Geld und Bedürfnis. Das höre ich bei Kollegen, Nachbarn, Freunde und Bekannten. Sobald sich die Beschränkungen öffnen, wird es ein Gedrängel werden wie nie vorher. Wer an der richtige stelle halbgare pommes und lauwe Würstchen verkauft, wird auch noch gut verdienen. Frage bleibt: wann geht es los?

  2. Avatar

    franko33

    8. Januar 2021 11:09 at 11:09

    Von der Beurteilung her eine schwierige Situation !
    Bei steigenden Preisen: Wird der Verbraucher wirklich Geld ausgeben,oder als „ängstlicher Deutscher“ noch mehr sparen ?
    Was ist mit der Verschuldung ? Können bei steigenden Preisen die Zinsen unten bleiben ?
    Der Schuß kann gut nach hinten losgehen,doch ist dies nicht die reale Absicht,denn
    die Zinstilgung der Staaten wird über eine Enteignung seiner Bürger laufen.
    Für einen „Umbau“ der Wirtschaft möchte man die Besitzlosigkeit der Massen mit Einschränkung der individuellen Beweglichkeit.Den Anfang sehen wir bereits jetzt.
    Es ist aber wie gesagt nur der Anfang.Bis jetzt trifft es „nur“den Mittelstand und
    die 80% „Verschonten“ schauen noch zu und meinen,daß sie ohne große Belastungen davonkommen.Dies ist keine normale Krise,sondern ein Zusammenbruch des jetzigen Finanzsystems und Einzug der Digitalisierung,vielleicht vergleichbar mit der Einführung
    des Webstuhls oder der ersten Industrialisierung.

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    rettich

    8. Januar 2021 11:57 at 11:57

    @Franko

    Wer ist „man“?

    Warum will „man“ die Einschränkung der individuellen Beweglichkeit?

    Was heißt hier „Besitzlosigkeit der Massen“? Der Großteil der Bevölkerung hat netto Schulden oder allenfalls einige 10.000 Euro Ersparnis. Das war auch schon immer so und liegt nicht an einer Verschwörung, sondern daran, dass für die meisten Leute am Ende des Monats nicht viel übrig bleibt, wenn alle Kosten bezahlt sind.
    (Auch in den „guten alten Zeiten“, wann immer die gewesen sein sollen, hatte der Großteil der Leute kein weitgehend schuldenfreies Eigenheim.)

    Was für ein „Umbau“ der Wirtschaft?

  4. Avatar

    Jan

    8. Januar 2021 11:57 at 11:57

    Hallo Franko, bei den großen Änderungen in der Vergangenheit (Webstuhl, Dampfmaschine, Elektrizität,..) sind die Menschen beweglicher, städtischer, reicher, gebildeter geworden, ist die Lebenserwartung gestiegen und gab es mehr und mehr Geld für „unnötige“ Sachen, wie Urlaub, Schmuck, Luxus, Dienste, usw. Das waren ganz andere Änderungen als das was jetzt kommt. Aber weil wir all diese Luxus eben gewohnt sind, sogar meinen darauf recht zu haben, wird es nach meiner Erwartung eine Konsumwelle geben. Was nachher mit Wirtschaft, Schulden und Zinsen passiert, ist, glaube ich, zum Teil schon zugange. Unverhältnismäßiges Steigen der Aktien ist für mich Inflation, also Zinssteigung irgendwann unvermeidlich. Pleitewelle auch unvermeidlich. Was machen Staat und Zentralbanken? Neue Währung, Enteignen, Steuer, Entschulden, Krieg (hier oder auf einem anderen kontinent), Klauen…. evt. Verschwinden? Schauen wir in der Geschichte, Gab es schon alles. Ah, fehlt noch Revolution und Köpfen der Reichen und Adlichen durchs Proletariat.
    Hat auch schon angefangen.
    Ich erwarte von allem etwas.

  5. Avatar

    Mike

    8. Januar 2021 14:09 at 14:09

    Jeder Ökonom weiss doch (oder sollte wissen), dass die Steigerung des Wohlstands immer nur durch Innovation mit entsprechender Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit einhergeht.
    Alles andere wie notwendige Inflations- und Zinsmanipulation etc. sind immer nur Fragen der Verteilung von bestehenden Ressourcen. Deshalb sind die Sprüche der Notenbanker, dass man unbedingt eine Mindestinflation von 2% haben müsse ect. eigentlich nichts anderes als eine Form von Enteignung und sogar Schwächung der Wirtschaft. Diese flotten Sprüche dienen nur als Schutzbehauptungen für die verbotene Staatenfinanzierung und den Schuldenabbau durch die Bürger.
    Dass dabei alle Schuldner fröhlich mitmachen und es gut finden, versteht sich deshalb von selbst. Allerdings sind nun Bürger die aufbegehren und zu all den Vorgängen nichts zu sagen haben, nun schlechte Demokraten und Zerstörer der wichtigen Einheit der EU die von Laien geführt wird.

  6. Avatar

    Columbo

    8. Januar 2021 14:53 at 14:53

    Ein steigender Goldpreis zeigt angeblich die Inflationserwartung an. Der fällt aber.
    Aber wer weiß schon, was da noch alles kommt…

  7. Avatar

    thinkSelf

    8. Januar 2021 17:31 at 17:31

    Auch wenn es sinnlos ist und ich weiß das man Gläubige nicht mit Fakten überzeugen kann: Es gibt weiterhin keine Gesundheitskrise, allerdings eine gigantische politische und gesellschaftliche Krise die übrigens und das ist meine feste Überzeugung das final killen wird, was man mal als „Westen“ bezeichnet hat.

    Aber nun zum eigentlichen Thema:

    1. Die Zinsen werden unten bleiben, bzw. müssen deutlich unterhalb der Inflationsraten bleiben. Sonst sind alle Schuldner über Nacht Pleite und damit auch alle Geldvermögen verdampft. Daher ist eine anziehende Inflation auf gar keinen Fall zu stoppen.

    2. Asset- und Immobilienpreise werden weiter steigen denn der Geldüberhang steigt mit den Schulden (nie Vergessen: Schulden – Geld = 0). Und irgendwie muss man die Kohle ja in Sicherheit bringen. Was sie dummerweise aber nicht „vernichtet“, sondern nur zirkulieren lässt.

    3. Eine Güterverknappung wird so lange nicht eintreten, so lange China Dollar und Euro akzeptiert. Außer natürlich für die in marxistischer Manier verbotenen dekadenten Güterklassen des Klassenfeindes. Früher hieß das Gosplan, heue Corona.

    4. Der „Donald Duck“ Effekt und die Geldzirkulation innerhalb der Feudalklasse ist weiterhin intakt. Die steigende Vermögenskonzentration verhindert damit weiterhin zuverlässig einen Anstieg der Geldumlaufgeschwindigkeit und damit Inflationseffekte bei vielen Gütern.

    5. Die Lohnersatzleistungen ersetzen die Einkommen nicht. Das wirkt daher weiterhin deflationär. Hinzu kommen dramatisch steigende Abgaben. Was die möglichen Nettopreise für die Hersteller weiter reduziert.

    6. Schulden müssen eh nicht mehr zurückgezahlt werden (außer bei den kleinen Leuten), Insolvenzen werden faktisch verboten und die Geldmenge wird weiter weltweit massiv ausgeweitet. Damit ist klar wohin es geht. Gold rauf, Aktien rauf, Immobilien rauf. Und das ordentlich.

  8. Avatar

    Lausi

    8. Januar 2021 18:34 at 18:34

    @Columbo – Gold fällt, weil die Leute gerade ins digitale Gold (Bitcoin) switchen – lol

  9. Avatar

    rettich

    8. Januar 2021 18:41 at 18:41

    Was die Inflation angeht, bin ich mir unsicher, ob die Argumente von Herrn Müller ausreichen.

    Es gibt einen Geldüberhang bei den Verbrauchern, der gerade wegen fehlender Konsummöglichkeiten nicht abgebaut wird. Nach Lockerung der Corona-Maßnahmen werdem dem Überhang vermutlich reduzierte Kapazitäten in den relevanten Branchen gegenüberstehen. Das könnte – wenigstens zunächst – zu einem Preisanstieg führen. Soweit einverstanden.

    Aber: Die jetzt zusätzlich aufgebauten Ersparnisse werden irgendwann verkonsumiert sein. Im Unterhaltungs- und Gastrobereich ist der Neuaufbau von Kapazitäten eher einfach. Wenn der Nachfragestau also zu einer Kapazitätsausweitung führt und – weil er sich aus Ersparnissen, nicht aus laufenden Einkommen speist – nur vorübergehend ist, dann könnte auf einen Gastro-Boom ein Gastro-Bust folgen.

    Außerdem hätte man in dem beschriebenen Szenario nur einen Preisanstieg in bestimmten, eng umgrenzten Sektoren. Es ist nicht erkennbar, wie der sich auf die anderen Branchen ausdehnen sollte. In den Bereichen, wo die Leute jetzt schon (oder noch) konsumieren können, sind ja keine dramatischen Anstiege erkennbar.

  10. Avatar

    Columbo

    8. Januar 2021 20:19 at 20:19

    @Lausi

    Dann ist es ja gut. Das dumme Geld kauft wie immer ganz oben🙈.

  11. Avatar

    Pandemie- Leugner

    9. Januar 2021 12:37 at 12:37

    @thinkself
    „Es gibt weiterhin keine Gesundheitskrise“, das behauptet auch folgender Covidiot:
    https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-covid-seitz-rang-mit-dem-tod.e5aff249-3a82-4a77-a4cc-24b332ef050f.html
    https://www.abendblatt.de/vermischtes/article231296768/Corona-AfD-Abgeordneter-Thomas-Seitz-Tod-Pandemie.html
    Warum derartige Gehirmamputierte, die bewusst und vorsätzlich die eigene und auch die Gesundheit anderer Menschen gefährden und selbst nach derartigen Erlebnissen weiterhin ihre Lügen verbreiten, auch noch Kapazitäten auf Intensivstationen belegen dürfen, ist mir schleierhaft.

  12. Avatar

    leftutti

    10. Januar 2021 15:44 at 15:44

    Fakt ist, es gibt keine Gesundheitskrise. Wer das meint, ist ein linksradikaler und kulturmarxistisch versiffter Gläubiger und nützlicher Idiot der politischen Eliten, des Deep State und des Establishments (wer oder was immer genau das alles sein soll) auf deren Weg zur globalen Unterdrückung und Kontrolle der dummen Lemmingsherden weltweit.

    In London rief Bürgermeister Sadiq Khan den Katastrophenfall aus. Die Krankenhäuser dort sind dort nach übereinstimmenden Berichten am Anschlag.

    In Los Angeles herrscht Krisenzustand. Alle 15 Minuten stirb ein Mensch an Covid-19. Die Krankenhäuser sind voll, der Sauerstoff ist knapp und Patienten mit geringer Überlebenschance werden vor Ort liegen gelassen. Herzinfarkt-Opfer werden teils nicht mehr in Kliniken gebracht, Sauerstoff wird schon auf dem Weg dorthin rationiert. Das Personal in den Krankenhäusern von Los Angeles ist am Limit und darüber.

    Krankenwagen mit Covid-19-Patienten sind in der zweitgrößten US-Metropole derzeit oft stundenlang unterwegs, bevor sie endlich eine Klinik mit freien Betten finden. Angesichts der steigenden Totenzahlen haben die Behörden begonnen, mehr als 150 Kühlanhänger zur Aufbewahrung von Leichen in der Stadt zu verteilen.

    Die Übersterblichkeit in Deutschland lag im Dezember etwa 23 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, in Sachsen waren es sogar 88%. Und das, obwohl es erwiesenermaßen deutlich weniger Influenzafälle gab.

    Krematorien sind überlastet, Verstorbene werden in mobilen und ebenfalls bereits überfüllten Kühlzellen auf dem Hof gelagert:
    https://www.saechsische.de/doebeln/lokales/doebelner-krematorium-ist-voellig-ueberlastet-5347334-plus.html

    Aber ansonsten ist alles gut … Ach ja, die mehr als 7 Billionen EUR an Geldvermögen allein der deutschen Privathaushalte würden verdampft, falls die Zinsen steigen. Und ich dachte immer, die würden dann anwachsen. Hmmm?! … Mögliche Erklärung: Zombies pleite -> Banken pleite -> Geldeinlagen verdampft

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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am

Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Ölpreis: Aufwärtstrend geht weiter? Was macht Biden? API-Daten lassen aufhorchen

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war seit dem 5. Januar im Aufwärtstrend. Nach einer Mini-Pause ging es Anfang dieser Woche weiter nach oben, von unter 48 Dollar im WTI-Öl am 5. Januar bis auf derzeit knapp unter 53 Dollar. Zahlreiche Gründe für die jüngst gestiegenen Preise und womöglich auch weiter anziehenden Preise hatten wir die letzten Tage genannt.

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Positiv für den Ölpreis zu werten waren die inzwischen seit fünf Wochen fallenden Lagerbestände für Öl in den USA, die großen Stimulus-Hoffnungen an den neuen US-Präsidenten, und vor allem die zusätzlichen freiwilligen Kürzungen der Öl-Fördermenge durch Saudi-Arabien (minus 1 Million Barrels pro Tag für Februar und März).

Gestern Abend wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl veröffentlicht mit einer Wochenveränderung von +2,6 Millionen Barrels. Die API-Daten gelten stets als Vorschau auf die am folgenden Tag vermeldeten offiziellen Lagerdaten. Diese Woche verschieben sich viele Konjunkturdaten in den USA um einen Tag nach hinten, weil am Montag Feiertag war. Die offiziellen Lagerdaten aber verschieben sich aufgrund der gestrigen Amtseinführung von Joe Biden um noch einen weiteren Tag nach hinten auf Freitag Nachmittag. Bis dahin könnte der Ölpreis also zittrig bleiben, in der Vorschau auf möglicherweise steigende Lagerbestände in den USA.

Was bringt Joe Biden für den Ölpreis?

Positiv für die Öl-Bullen ist zu werten, dass Joe Biden gestern im Rahmen diverser präsidialer Dekrete die Keystone XL Pipeline gestoppt hat, deren Bau in den USA noch nicht begonnen hat. Damit wird zukünftig nicht noch mehr Öl aus Kanada in Texas ankommen. Grundsätzlich ist dies vorsichtig positiv für den Ölpreis zu werten, da die Angebotsmenge geringer ausfallen dürfte. Aber na ja… werden die Kanadier ihr Öl dann nicht anderweitig auf dem Weltmarkt anbieten?

Also, bringt Joe Biden tendenziell für die nächsten Jahre dank dem Pipeline-Stop und sicherlich diversen schärferen Umweltgesetzen die Öl-Förderung in den USA zu einem Wachstumsstop, oder sogar zu einer Schrumpfung? Das wäre gut für alle Trader, die einen höheren Ölpreis sehen wollen. Aber da gibt es noch die andere Seite der Medaille. Man darf annehmen, dass sich die Beziehung zwischen den USA und dem Iran unter dem neuen US-Präsidenten entspannt. Sollten die US-Sanktionen gelockert werden, dürfte der Iran wohl zügig mehr Öl fördern und auf dem Weltmarkt verkaufen. Denn das Land braucht wohl jeden Petro-Dollar. Dies wäre folglich schlecht für den Ölpreis. Also ist es nicht so einfach zu beantworten, ob Joe Biden nun gut oder schlecht für einen potenziell weiter steigenden Ölpreis zu betrachten ist. Schaut man auf den Chart 30 Tage zurück, dann ist der Ölmarkt noch im Aufwärtstrend. Die Grundstimmung ist vor allem wegen dem möglichen anstehenden Mega-Stimulus in den USA positiv.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis in den letzten 30 Tagen
Chart zeigt Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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Christine Lagarde: Headlines der PK der EZB: entscheidende Fragen unbeantwortet

Markus Fugmann

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am

Hier die wichtigsten Aussagen von Christine Lagarde auf der heutigen Pressekonferenz der EZB – im offiziellen Statement bislang wenig Neues:

– Lagarde beginnt mit warmen Wünschen für 2021

– Impfungen wichtiger Meilentstein

– Industrie weiter robust, Dienstleistung weiter schwach, wenngleich weniger schwach als in der ersten Corona-Welle

– Inflation bleibt niedrig

– Kurzfristig überwiegen die Risiken

– Wirtschaft der Eurozone dürfte auch im 4.Quartal geschrumpft sein

– Pandemie wird auch 1.Quartal 2021 belasten

– es wird trotz Impfungen noch dauern, bis Herdenimmunität erreicht ist

– Impfungen und Brexit-Deal sind ermutigend, aber übergeordnet bleiben die Risiken bestehen

– Headline-Inflation dürfte bald ansteigen, auch wegen deutscher Wieder-Anhebung der Mehrwertsteuer

– Inflation dürfte mittelfristig anziehen, Inflationserwartungen sind gestiegen

– Kreditvergabe: Banken etwas vorsichtiger geworden

– Europäische Länder sollen schnell beschlossene EU-Hilfsmaßnahmen in ihren Parlamenten beschließen, um Erholung anzuschieben

– Lagarde „hat fertig“, jetzt Fragen

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– Lagarde: positiv sind Impfungen, dass der Brexit-Dealk zustande gekommen ist, dazu bessere Aussichten auf Kooperation mit der neuen US-Regierung

– schärfere Lockdowns wegen Mutationen durchaus möglich

– Frage nach Zombiefirmen: bislang weicht Lagarde einer Antwort aus – da redet sie minutenlang herum, aber die Frage zielte letztlich auf die negativen Konsequenzen der EZB-Politik, und das ließ sie (wieder einmal!) unbeantwortet!

– Frage nach (unausgesprochener) yield curve control der EZB (Berichte darüber, dass EZB versucht, die Renditen für Anleihen vor allem italienischer Anleohen nicht zu stark gegenüber deutschen Anleihen als Benchmark steigen zu lassen:: wieder keine konkrete Antwort von Lagarde!

– Frage nach digitalem Euro: was soll der für die Menschen bringen? Lagarde: ein digitaler Euro würde das Bargeld nicht ersetzen (FMW: echt??)
Lagarde: wir wollen in Sachen Digitaleuro sehr transparent sein (FMW: wohl eher pseudo-transparent..)
Lagarde:Einführung des digitalen Euros würde noch Jahre dauern; viele Fragen darüber noch offen und schwierig, wenn er käme, wäre er für alle gut, nicht nur für Elite

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