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Inflation, Rezession – und bullische Aktienmärkte? Marktgeflüster (Video)

Die Inflation schießt weiter durch die Decke, die Anleihemärkte signalisieren das Kommen einer Rezession – aber die Aktienmärkte preisen, wie in den letzten Wochen gesehen, ein bullisches Szenario ein. Wie paßt das zusammen? Leider paßt das nicht wirklich zusammen – die Rally der Aktienmärkte dürfte daher eine Bärenmarkt-Rally sein. Denn vor allem die Fed wird mit ihrer Geldpolitik die überschießende Inflation bekämpfen müssen, da fast zwei Drittel aller Amerikaner von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben (also praktisch keine Ersparnisse haben). Entweder man läßt also die Inflation laufen, dann, das zeigt die Geschichte, ist eine Rezession unvermeidlich und verliert als Notenbank dazu noch die Kontrolle. Oder man versucht die Kontrolle über die Teuerung zu behalten – und schickt die Wirtschaft in die Rezession..

Hinweise aus Video:

1. Inflation rennt weg – dringender Appell eines Top-Experten an die EZB

2. Sanktionen: Medwedew droht dem Westen mit Agrar-Exportstopp



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12 Kommentare

  1. Bei den Notenbanken ist wohl der Punkt erreicht, wo bei einem kleinen Schuldner die Post nicht mehr geöffnet wird, und Anrufe nicht mehr entgegengenommen werden. Als nächster Schritt muss ein Schuldiger dafür gesucht werden, warum nun das En(d)eignungs – Karussell sich immer schneller dreht.
    Dann kommt entweder Chaos, oder ein Konkursverfahren, bei dem die Gläubiger (Bürger) 60 bis 90 % verlieren werden. Je nachdem wie lange noch der Kopf in den Sand gesteckt wird.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Danke für Euer Informationsportal. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass Ihr in Eurer Redaktion mehr Sachverstand habt als der Laden in Brüssel. Junge Junge. Die bei der EZB fahren scheinbar betrunken und Sonnenbrille tragend bei Nacht und Nebel. Und bei einem Unfall will es dann keiner gewesen sein:-/

    1. Die in Brüssel haben schon Sachverstand, nur gehören zu deren Zielen eben nicht Wohlstand und Freiheit, sondern das Gegenteil. Der Mensch ist nun mal kein Homo Oeconomikus und nur mittelbar an materiellem Wohlstand interessiert. So zählt für Machtmenschen nur Macht und die ist Selbstzweck.

      Lieber aus Trümmern über Trümmer herrschen, als im Luxus hocken und gar nicht herrschen.

      Womit auch zwanglos erklärt ist warum so Aussagen wie „die Schaden sich dich selbst“ eine eher dämlicher Gedankengang ist. Die haben schlicht eine ganz andere Definition von Schaden.

  3. Fugi blendet in seinen Szenarien vollständig aus, das die Schuldenlast egal wo, auf Staatsebene, Unternehmen und Privaten nie höher war und daher kommt er auch zum falschen Schluss das Cholera die Zinserhöhung ist, die Zinserhöhung ist die Pest, den unter der Schuldenlast werden bei steigenden Zinsen alle Zusammenbrechen, wenn die Eigenheime plötzlich Wert verlieren und über 100% finanziert sind, usw, meiner Meinung nach ist die Zinserhöhung die Pest und die Hyperinflation die Cholera, es endet so oder so in der Währungsreform & der Rezession

    1. @John – man könnte auch sagen, dass es eine Entscheidung zwischen schleichendem Tod und abruptem Exitus ist, wobei der schleichende Tod die Inflation, und der abrupte Exitus der Schuldenschnitt ist. Wie sich die Politiker dabei entscheiden werden, scheint ziemlich klar zu sein.

  4. Der entscheidenden Frage gehen die meisten Kommetatoren bisher aus dem Weg: Warum halndelt die EZB angesichts hoher Inflation scheinbar irrational, warum tritt sie nicht auf die Bremse (Beendigung der Anleihekäufe, Zinserhöhung)?
    Offiziell will sie keine Rezession herbeiführen, doch das ist ein Scheinargument, weil eine anhaltend hohe Inflationsrate genau das zur Folge hat (Rückgang der Nachfrage und dann der Produktion).
    Der eigentliche Grund wird von der EZB nicht genannt: Die hoch verschuldeten südlichen Euroländer einschließlich Frankreich würden höhere Zinsen nicht verkraften und selbst Deutschland würde mit seiner Verschuldung von gut 2,2 Billionen Euro eine deutliche Zinsanhebung teuer zu stehen kommen. Ergo wäre die Wahrscheinlichkeit groß, daß die Eurozone auseinanderfällt, zumal dann, wenn die Anleihekäufe ebenfalls eingestellt würden.
    Mit anderen Worten: Für eine politisierte EZB steht offensichtlich nicht die Geldwertstablität im Vordergrund, sondern der Zusammenhalt der Eurozone. Ein demokratisch legitimiertes Mandat hat sie dazu nicht.

    1. @Franz – das oberste Mandat der EZB lautet, sich selbst bzw. den Euro so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Erst dahinter folgt das mit der Geldwertstabilität.

  5. Danke lieber Herr Fugmann, obwohl es traurig sein sollte habe ich wieder herzlich gelacht über den Treppenwitz der alten DDR Panzer, können wahrscheinlich nur als Deckung für die Infanterie verwendet werden. Vergrößerte Helme eben.HaHa
    Es ist Alles schon ein reales Kabarett über Politiker, Zentralbanken und Wirtschaft.
    Die Frage welche sich jetzt stellt ist: Was kommt jetzt als nächstes in den Fokus? Der Ukraine Krieg hat ausgedient, die Medien brauchen wieder was Neues. Vielleicht schon mal schlechte Unternehmenszahlen für das 1. Quartal, Rezession beginnt? Rohstoffkrieg mit Putin eskaliert, Nahrungsmittelmangel durch die hohen Getreidekosten in Afrika – Aufstände und wieder mehr Flüchtlinge nach Europa? Ein sehr wichtiger Punkt ist wie wehrt sich die USA gegen Putins Dollar Angriff, denn das hat für die Amerikaner wohl die höchste Priorität.
    Eine Bitte hätte ich noch Herr Fugmann, wo kann ich mir die Umschichtungen im Powell Portfolio ansehen, der wird schon wissen was kommt :) :)

  6. Young Global Leader

    Ach, jetzt heißt das „Slowflation“. Bei Frau Schnabel war das vor ein paar Wochen noch „Greenflation“. Die Hauptaufgabe der EZB scheint derzeit nicht darin zu bestehen, die Inflation zu bekämpfen, sondern sich absurde Neologismen einfallen zu lassen, um untätig zu bleiben.

    Zu dumm, dass die EZB rechtlich unabhängig ist, eine absolute Technokratie, deren herumkasperndes Spitzenpersonal, von niemandem gefeuert werden kann. Es wäre besser, wenn diese Leute Aufträge auszuführen hätten und ausgewechselt werden, wenn sie ihre Ziele nicht erreichen.

  7. Ich denke, die EZB nimmt ganz bewusst eine sich immer schneller erhöhende Inflation in Kauf.
    So wird „nur“ der Sparer enteignet.
    Es wird auch der “ humanere“ Weg sein. Die Hausbesitzer und alle Kreditnehmer bleiben dann länger ungeschoren, als wenn jetzt die Zinsen erhöht werden, und die Gelddruckerei eingeschränkt wird.
    Die Südländer sind noch die hohen Inflationen von vor dem Euro gewöhnt. Daher auch der verhältnismäßig hohe Immobilienbesitz in diesen Ländern
    Ich bin wirklich mal gespannt, ob während der sich immer schneller drehenden Inflationsspirale der Wertverfall des Euros besser durch Aktion, Immobilien oder durch Edelmetalle ausgeglichen wird.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  8. @ John, ob Pest oder Cholera, beides ist schrecklich, das eine geht schneller und beim andern gibt es noch eine gewisse Leidenszeit.
    ( Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende ) Diejenigen,die immer meinten ,es könne immer ohne Zinserhöhungen weitergehen haben sich getäuscht.Draghi hat auch gesagt,die Notenbanken können nur Zeit kaufen, statt die Zeit zu nutzen hat die intelligente MMT Sekte dank Nullzinsen die Verschuldung noch weiter getrieben.Jetzt präsentiert der Markt die Rechnung und wie immer im unpassendsten Moment.

    1. Es ist wohl immernoch nicht klar. Welcher Markt??? Ich kann ein Land nur lenken ,wenn ich sein Geld kontrolliere.
      Soll heißen als Fremdgläubiger. So,bezieht sich aber nicht auf eine Landesgrenze. Sondern ,egal was der Schuldner macht ,selbst wenn er eine Zentralbank ist,er darf keine Möglichkeit bekommen mein Ursprungsasset zu seinen Gunsten beeinflussen zu können. Die EZB schreibt in seiner eigenen Währung von einer Buchseite auf eine andere Seite und zurück. Welcher Markt nochmal genau ?? Die Verlierer sind alle die sich da reinschreiben lassen,nur nicht die Fremdgläubiger ,die kassieren und zwar automatisch !!
      Die ZB kann dagegen nullkommanix tun .

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