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Inflation tatsächlich 3,8 Prozent statt offiziell 0,7 Prozent? Konkrete Daten!

Claudio Kummerfeld

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am

Höhere Inflation vor allem durch steigende Supermarktpreise

Die offizielle Inflation (Teuerung in den Verbraucherpreisen) liegt aktuell in der Eurozone bei 0,4 Prozent nach 0,7 Prozent im März. Wir bei FMW berichten monatlich über die Verbraucherpreise aus Deutschland, Eurozone und USA. Dabei berufen wir uns auf die jeweiligen offiziellen Statistikdaten. Und die werden aus sogenannten Warenkörben ermittelt. Statistiker überlegen hier, was die Bürger so alles konsumieren, und packen das in eine Gesamtkalkulation. Dazu gehören neben Lebensmitteln zum Beispiel auch Fernseher oder Pauschalreisen. Aber natürlich auch der Benzinpreis! Nun, es gibt schon länger bei diversen Beobachtern die Vermutung beziehungsweise die konkrete These, dass die tatsächliche Inflation viel höher liegt als offiziell vermeldet.

Kaputter Warenkorb?

Das Ziel der EZB liegt bei 2 Prozent Inflation oder knapp darunter. Und aktuell rauscht sie womöglich Richtung 0 oder unter 0 Prozent, weil der Ölpreis-Schock die Energiepreise für die Verbraucher vermutlich weiter kräftig runterzieht. Forscher der Uni Hohenheim haben sich überlegt: Kann es sein, dass sich in dieser Krise das Konsumverhalten der Bürger extrem gewandelt hat, so dass die Inflation für sie derzeit ganz anders aussieht, als es der offizielle Warenkorb abbildet? Denn wenn man darüber nachdenkt, ist es logisch. Die Leute buchen derzeit keine Pauschalreisen – und Millionen Kurzarbeiter werden auf absehbare Zeit auch keine buchen. Und vermutlich stark rabattierte Reiseangebote dämpfen daher für diese Konsumenten nicht ihre durchschnittlichen Verbraucherpreise. So ist es auch für andere Themengebiete wie die Benzinpreise. Die sind stark gesunken – aber derzeit wird vermutlich deutlich weniger Benzin getankt!

Inflation derzeit tatsächlich dramatisch höher

Aber was aktuell bei stark eingeschränktem Konsum der Hauptausgabenposten der Verbraucher ist? Hygieneartikel und Lebensmittel, na klar! Und da sehen die Forscher der Uni Hohenhein laut einem aktuellen Papier deutlich steigende Preise. Sie sagen sogar, dass die tatsächliche Inflation in der Eurozone derzeit bei 3,8 Prozent liegt, und nicht bei 0,7 Prozent im März. Sie analysierten dazu die Preisentwicklung von ca. 30.000 Produkten auf den Internet-Seiten von großen Supermarktketten seit Februar 2020. Würde sich die Entwicklung der letzten 2,5 Monate bis zum Jahresende fortsetzen, ergäbe sich eine Preissteigerung von 3,8 %, während die EZB deutlich niedrigere Werte errechnet. Der speziell für die Untersuchung gebildete „Chili-Con-Carne-Index“ zeigt sogar eine noch deutlichere Preissteigerung, so die Forscher. Einen Grund für die Diskrepanz sehen sie in der Zusammensetzung des statistischen Warenkorbes, der nicht dem aktuellen Kaufverhalten entspreche. Vor diesem Hintergrund müsse die Frage erlaubt sein, ob die Entwicklung des Geldwertes tatsächlich einen so großen Spielraum für eine Erhöhung der Geldmenge zulässt, wie man bei der EZB glaubt. Hier nochmal eine genauere Erläuterung der Wissenschaftler im Wortlaut:

Doch durch die Corona-Krise hat sich das Verhalten der Menschen verändert: Bestimmte Produkte des privaten Bedarfs können gar nicht oder nur noch eingeschränkt erworben werden. Ausgaben für Kultur- und Sportveranstaltungen, Restaurants und Hotels entfallen in der Krise. Aufgrund der verstärkten Tätigkeit im Home-Office entstehen weniger Spritkosten. Die Konsumausgaben konzentrieren sich auf Lebensmittel, Drogerieartikel und andere Produkte des täglichen Bedarfs.

Hier noch weitere interessante Aussagen der Uni-Wissenschaftler im Wortlaut:

Betrachtet man die Preisentwicklung seit dem 1. Februar genauer, finden sich zwei interessante Aspekte. Zunächst haben die Unternehmen die Preise nur zögerlich angepasst und es vermieden, die Krisensituation für kurzfristige Gewinne zu missbrauchen. Auch als die Regale für einige Produkte (Nudeln, Reis, Toilettenpapier und mitunter auch alkoholische Getränke) aufgrund von Hamsterkäufen leer blieben, sind die Preise für diese Produkte nur kaum merklich gestiegen.

Mit zunehmender Dauer der Krise wurden die Preisausschläge jedoch deutlicher. Dabei entwickeln sich die Preise für unterschiedliche Produktkategorien durchaus unterschiedlich. So sind frische Produkte, Backwaren und weitere Grundnahrungsmittel deutlich teurer geworden: Im 2,5-Monats-Zeitraum liegen europaweit Kekse und Gebäck mit fast 2,3 % durchschnittlicher Teuerung an der Spitze. Die Preisentwicklung für Obst und Gemüse sowie Fertig- und Tiefkühlprodukte zeigt insbesondere gegen Ende der Betrachtungsperiode einen deutlichen Preisanstieg.

„Chili-con-Carne-Index“ veranschaulicht unterschiedliche Preisentwicklung

Um die unterschiedliche Entwicklung zu veranschaulichen, haben die drei Wissenschaftler den „Chili-con-Carne-Index“ eingeführt. Dieses Gericht ist bei Studierenden besonders beliebt und kann leicht nachgekocht werden. In dem Warenkorb wurden ca. 70 Produkte zusammengestellt, die als Zutaten für die Herstellung dieses Gerichts Verwendung finden können.

Der „Chili-con-Carne-Index“ zeigt, dass sich dieses Gericht seit Anfang Februar bereits um 6 % verteuert hat. Ausnahmsweise ist die vegetarische Variante des Gerichts von der Preissteigerung ähnlich stark betroffen, da Hackfleisch im Gegensatz zu den übrigen Zutaten mit knapp 3 % den geringsten Preisanstieg verzeichnet. Tomaten hingegen wurden um fast 23 % teurer.

Anmerkung unsererseits: Die offiziellen Daten zur Inflation zum Beispiel in den USA sind ganz aktuell sogar schon deflationär (siehe hier). Auch für Europa kann man dank der sinkenden Ölpreise offizielle Daten erwarten, die weiterhin sehr gering ausfallen – halt weil die Energiepreise voll negativ reinknallen in die Gesamtstatistik! Sehen Sie auch hier das jüngste Video von Markus Fugmann zum Deflationsschock, der vor einer möglichen Inflation ansteht.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    thinkSelf

    13. Mai 2020 09:34 at 09:34

    Hinzu kommt, das gerade die preiswertesten Produkte oft gar nicht verfügbar waren. Zum Teil gibt es da noch immer male wieder kurzfristige Engpässe. Und die können gerade von einkommensschwachen Haushalten oft nicht durch eigene Lagerhaltung überbrückt werden.
    Was deren Teuerungsrate weiter antreibt.

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      Marco Polanzke

      13. Mai 2020 20:28 at 20:28

      Heinrich von Stein, ein Urgestein von der Uni Hohenheim, war dankenswerter Weise an der Klage in Karlsruhe beteiligt. Hoffentlich wird das Treiben der EZB zu Lasten der Deutschen jetzt endlich gestoppt. Ist ja nicht mehr zu ertragen, dieser Betrug mit Nichtautorisierung.

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    Mike Lohmann

    13. Mai 2020 09:48 at 09:48

    Auch die Leute bei der EZB wissen sehr gut wie Zaubertricks funktionieren. Man staunt immer wieder wie die Zaberkünstler den Leuten die die Armbänder vom Handgelenk klauen, die Geldbörse entwenden etc. Aber Geld aus Luft der ganzen Welt andrehen und mit dieser Luftnummer Börsenkurse zum steigen zu bringen und das erst noch trotz Krise… dieses Kunststück hatte bisher wirklich noch kein noch so listiger Illusionist fertiggebracht.

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    sabine

    13. Mai 2020 10:14 at 10:14

    1. Die Inflation war immer schon gelogen. Hat sogar Trump während der Wahl mal gesagt.
    a) Es hilft extrem bei Lohnverhandlungen, bei 2% mehr Lohn und 1% Inflationsrate jubeln die Arbeiter. Und die Regierung hat Ruhe im Kasten.
    b) Und es ist besser fürs Gemüt: ich brauch mir wegen der niedrigen Inflationsrate keine Sorge um mein Cash, meine spätere Rentenauszahlung, meine Minizinsen machen. Ist alles im grünen Bereich.
    c) Genau das verhindert die Flucht in Sachwerte bei dem kleinen Mann.

    2. Dieser Punkt ist schon (gefühlt) ewig ein Thema bei den kühlrechnenden Angelsachsen und allseits bekannt in der Allgemeinheit. Es gibt diese Shadow-Inflation. In Deutschland natürlich nur in Alternativmedien, ist ja eine Verschwörungstheorie – also outlaw. Bähbäh.
    http://www.shadowstats.com/alternate_data/inflation-charts
    So ja auch hier im Artikel: Huch, die Inflationsrate könnte ja nciht stimmen. Aber sowas aber auch. Wo kommen wir denn da hin, wenn jetzt jeder die offiziellen Zahlen anzweifelt. Anarchieee.

    3. Wo kann man denn bei der Inflations-Rate betrügen?
    a) Zusammensetzung des Korbes. Der hat noch nie gestimmt. Hoher Bewertungsanteil von Immobilien und technischen Hightechgeräten. Handy, Auto, Kühlschrank usw. Wer kauft sich aber denn dauernd eine neue Immobilie, Handy … Die Masse sicher nicht, höchstens das obere Drittel.
    b) Letzteres hat noch die zweite Betrugsmöglichkeit: Alle Neuerungen und Verbesserungen werden als höherwertig und somit preissenkend gerechnet. Hier ist Riesenpuffer bzw. sehr hohe „Gestaltungsmöglichkeit“ gegeben.
    c) Diese „Mechanismen“ werden so verkompliziert und in Schwurbeldeutsch veröffentlicht, das keine normale Sau da durchblickt. 1:0 für die Regierung. Diesen ewigen Frieden stört jetzt die Uni Hohenheim („M“ am Schluß), die sparsamen Schwaben. Aha! Gleich in die Kartei. Die Sachsen sind ja schon alle böse. Thüringen geht grad noch. Jetzt die Nächsten.

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      Martin Ebner

      19. Mai 2020 13:00 at 13:00

      „Lüge“, „Betrug“, „Schwurbel“… Warum immer so negativ?

      Die Inflation ist nicht „gelogen“ – sondern wird kreativ, aber streng wissenschaftlich berechnet und gesamteuropäisch „harmonisiert“…

      Zum Beispiel wurden heuer im April kaum Flugtickets verkauft, weil die meisten Flugzeuge irgendwo herumstanden. Trotzdem muss der europäische Verbraucherpreisindex (HICP) nicht auf Flugpreise verzichten. Es werden dafür einfach „imputation rules“ angewandt: Von März bis April 2019 stiegen die Ticketpreise um 5%. Der (fiktive) Wert für April 2020 wird daher geraten, pardon: berechnet, indem die Preise von März 2020 mit 1,05 multipliziert werden…
      Ganz ähnlich wie die Preise von saisonalen Produkten „erfasst“ werden, „when they are out of season“, also im Laden gerade nicht erhältlich sind.
      Hier nachzulesen:
      https://ec.europa.eu/eurostat/documents/10186/10693286/HICP_guidance.pdf

      Hausfrauen können vielleicht keine virtuellen Tomaten kochen – aber Statistik kann alles! Ganz zu schweigen von den Börsianern und „Analysten“, die dann mit diesen durch und durch verlässlichen Zahlen arbeiten.

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    sabine

    13. Mai 2020 10:22 at 10:22

    Man kann nur noch beten. Die Masse liegt falsch, weil sie belogen wird. Und die Lügner sitzen extrem fest im Sattel.
    Die Mehrheit hat nicht recht, sonst wär die Mehrheit reich. Engl. Sprichwort. (an meine Stalker: Stimmt. Hab ich schon mal geschrieben.)

    Stimmt übrigens mit dem Zufußgehen. Ein bekanntes älteres Ehepaar hat einen Mercedes und einen Kleinwagen. (Und 3 Häuser) Jetzt gehen sie mittlerweile zu Fuß zum Einkaufen. 3-4 km hin und zurück!

  5. Avatar

    Lausi

    14. Mai 2020 08:14 at 08:14

    Vielleicht steigen auch die Preise weil die Produktion und der Transport aufgrund von Corona eingeschränkt sind, und dadurch die Nachfrage das Angebot übersteigt – gerade bei Lebensmittel. Ich denke da z.B. an Zucchinis und Broccoli.

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    Konstantin Schendler

    18. Mai 2020 23:54 at 23:54

    Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln, Kaufkraftverluste in der freien Wirtschaft

    Eine befreundete Filialmanagerin meinte kürzlich, ihre Kunden würde sich über die hohen Kosten ihrer Einkäufe wundern. Die gleichen Waren wie früher, aber wesentlich teurer.

    Gleichzeitig Kurzarbeit und Einkommensverluste, auf mittelfristige Sicht werden viele Unternehmen noch einige Monate in der Verlustzone bleiben, was angesichts der vielen Zombieunternehmen ein heftiger Schlag für viele Unternehmen werden wird.

    Auch wenn es derzeit günstige Kredite gibt, rechnerisch muss die Rendite trotzdem über dem Leihbetrag liegen. Der Markt war schon lange nicht mehr so labil, der Billigzins der letzten Jahre trägt sicherlich zur Krise mit bei.

    Die Tatsache, dass die meisten Unternehmen keine Anleihen herausgeben können, trägt dazu bei, dass börsennotierte Unternehmen einfacher durch die Krise kommen können. Fair ist das nicht und schadet sicherlich dem Wettbewerb.

    Mehr Unternehmen zu stützen bedeutet mehr zukünftige Zombieunternehmen. Jede weitere Krise würde umso heftiger ausfallen. Unternehmen nicht zu stützen würde bedeuten, dass Deutschland insb. seinen High-Tech-Sektor und seine jungen Gründer verlieren könnte.

    Es ist die Wahl zwischen zwei Übeln. Einfach ist die Lage nicht.

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

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am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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