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Inflation und Deglobalisierung – Änderungen für Anleger

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

diese Faktoren sind offensichtlich. 2020 konnten die Verbraucher richtig Geld sparen. Aufgrund der Pandemie mussten wir auf Restaurantbesuche verzichten. Auch den üblichen Jahresurlaub haben wir kostengünstig in den eigenen vier Wänden verbracht. Als dann die Maßnahmen zurückgefahren wurden, haben wir unser Geld – allein in Europa wohl rund 500 Milliarden Euro – wieder rasch in den Markt gegeben und genussvoll konsumiert. Das hat die Preise für viele Produkte und Dienstleistungen massiv getrieben.

Außerdem stellten wir fest, dass das Virus diverse Lieferketten stark beschädigt hatte. Die Folgen, wie verzögerte Auslieferungen, Mangel an Ersatzteilen, spüren wir noch heute. Dieser Mangel feuerte die Inflation zusätzlich an. Diese Faktoren werden allerdings nicht dauerhaft wirksam bleiben. Sie sind vorübergehend.

Im Hintergrund des Marktes spielen allerdings zwei Kräfte, die uns langjährig erhalten bleiben werden. Zunächst der demografische Wandel, also die Alterung westlicher Gesellschaften. Lange war dieser demografische Wandel eher ein theoretisches Phänomen für Statistiker. Inzwischen schlägt die Alterung allerdings realwirtschaftlich durch.

So verlassen in den USA jedes Jahr rund 1 Million Menschen den Arbeitsmarkt, weil sie in Rente gehen. Generell: Die sog. Baby Boomer oder geburtenstarken Jahrgänge ziehen sich auf ihr Altenteil zurück. Diese Menschen bilden aber vor allem in Europa das Rückgrat unserer Volkswirtschaften. Das Ergebnis wird sein: Die Unternehmen müssen immer mehr Geld für Arbeitskräfte auf den Tisch legen. Auch dieser Sachverhalt treibt die Inflation weiter.

Zuletzt: Offenbar steigen wir in eine Phase der Deglobalisierung ein. Etwas volkstümlicher formuliert: Wir machen jetzt den Weltmarkt wieder klein, schotten nationale Märkte ab und beschädigen den Welthandel. Das ist wirklich doof und wird für uns bestimmt nicht als Wohlstandsvermehrung wirken.

So dürfen US-Chipentwickler mittlerweile chinesische Unternehmen nur noch eingeschränkt mit hochwertigen elektronischen Bauteilen beliefern. Den chinesischen Telekomausstatter Huawei schließen London, Washington, Berlin usw. inzwischen von Ausschreibungen zum Aufbau des 5G-Netzes sehr weitgehend aus. Und Peking zahlt mit gleicher Münze zurück und foltert die westlichen 5G-Techniker Nokia…..

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1 Kommentar

  1. Der Virus hat die Lieferketten nicht beschädigt sondern die Massnahmen und Auflagen.

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