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Über unaktuelle Daten - und die Folgen Inflation: Unzuverlässige US-Daten – Börse wird Glücks-Spiel! Videoausblick

Heute kommen die lange erwarteten Daten zur Inflation in den USA – gestern wurde eine Fake-Zahl per Twitter lanciert, und wie nervös die Börse derzeit ist, zeigt der darauf folgende Abverkauf (bis dann das Dementi des Bureau of Labor Statistics kam). Aber so oder so: bei der Berechnung der Inflation spielt die Immobilienkomponente (owners euquivalent rent, Miete) eine überragende Rolle: und diese Daten werden mit mehrmonatiger Verzögerung bei der Berechnung der Inflation herangezogen. Faktisch heißt das, dass Preissteigerungen der Vergangenheit erst jetzt oder gar in der Zukunft (sechs bis neun Monate Verspätung) in die Berechnung mit einfließen! Eigentlich hat die Inflation ihren Hochpunkt bereits überschritten: Benzinpreise, Rohstoffpreise, Inflations-Erwartungen – alles fallend. Dennoch könnte alleine die Verzögerung bei der Daten-Erfassung dafür sorgen, dass die Teuerung vermeintlich hoch bleibt aufgrund der unzuverlässigen (weil unaktuellen) US-Daten..

Hinweis aus Video:

1. Baubranche nähert sich der Rezession – schwerwiegende Probleme

2. Inflation weniger stark gestiegen – kurzzeitig künstlich abgebremst



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9 Kommentare

  1. Den Gründern des Hedgefonds Three arrows capital konnte man doch vertrauen oder etwa nicht ??? Denen hätte ich auch mein Geld anvertraut, schließlich sind Kryptos ja das neue Wundermittel der Finanzwelt.

    „Vielmehr heißt es, die 3AC-Gründer hätten Singapur, den langjährigen Sitz ihres Unternehmens, bevor dieser zuletzt auf die British Virgin Islands verlegt wurde, verlassen und seien nicht auffindbar.“

    1. Teilen sich ne Villa mit Marsalek;)

  2. Die Inflation wird ihren ersten peak (real) schon erreicht haben. Hier stimme ich Ihnen zu. Nur Inflation in dieser Größenordnung verläuft in Wellen. Die vollen Lager sprechen für deflationäre Phase in der Inflationsbewegung. Die Waren die nach dem Lagerausverkauf produziert werden, werden mit höheren Grundkosten produziert. Zusätzlich gehe ich davon aus, dass die FED die Rezession mit QE und Zinssenkungen bekämpfen wird ( kann sie ja nach der dann vorliegenden Datenlage) obwohl die Inflation real bereits wieder steigt. Plus Erhöhung der Geldmenge. Welle 2 der Inflation ist somit schon fast sicher. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich und aktuell sehr stark mit den 70ern. Auch damals gabs nicht durchgängig hohe Inflation.

    Nur meine bescheidene Meinung.

    PS: vielen Dank für die nicht immer Mainstream Berichterstattung. Auch wenn ich öfter mal anderer Meinung bin, aber das ist für mich Toleranz. Frei nach Polt. „Toleranz heißt etwas aushalten“ und andere Meinungen gilts auch auszuhalten und die eigene kritisch dagegen zu prüfen. Mehr dieser Toleranz würde ich mir bei manchen Kommentaren der Leser hier wünschen.

    1. @Feedback, sehr starker und kompetenter Beitrag, danke!

      1. Und wenn wir jetzt Herrn Fugmanns Ausführungen aus dem Video mit Feedbacks Überlegungen zuammenschließen, könnte sich doch für die offiziellen Inflationszahlen folgende Entwicklung ergeben:

        Wegen der von Herrn Fugmann beschriebenen Zeitverzögerung bei der Abbildung bestimmter Entwicklungen kompensiert der scheinbare Anstieg der Inflation möglicherweise ihr Absinken wegen des Abverkaufs überschüssiger Lagerbestände für die nächsten Monate. Und wenn der Anstieg der Owners Equivalent Rent voll eingepreist ist, dann sehen wir den von Feedback prognostizierten Anstieg der Produktionskosten in den Zahlen. Im Ergebnis könnten wir also für die nächsten Monate Inflationszahlen auf recht hohem Niveau erwarten (vielleicht nicht mehr so extrem wie jetzt). Und anschließend würden die Zahlen vielleicht etwas zurückgehen, aber längst nicht so stark wie erwartet, weil dann die langfristig gestiegenen Produktionskosten fühlbar werden.

    2. Hallo @Feedback,

      ich finde Ihren Kommentar ebenfalls sehr interessant, kompetent und informativ. Vielen Dank dafür!
      Auch beim abschließenden Teil zum Thema Toleranz gehe ich konform mit Ihnen. Ich erlaube mir an dieser Stelle noch ein paar Anmerkungen und Ergänzungen.

      Ein guter Anfang in Richtung Toleranz wäre schon einmal, andere nicht ständig als grüne Spinner, grüne Hüpfer, Traumtänzer, seiernde Kinder, Schönredner, Selbstgefällige und Ideologen zu adressieren, sondern als Menschen mit anderen Ansichten, die eine Energiewende für machbar und realistisch halten. Was sie nicht selten mit guten Argumenten, Quellen, Zahlen und Berechnungen belegen, über die dann gerne sachlich und fachlich diskutiert werden kann.
      Wenig hilfreich erscheint mir auch, anderen bei allen nur erdenklichen Themen Denkmängel, Ahnungslosigkeit, Uninformiertheit und fehlende Bildung zu unterstellen. Adjektive wie stümperhaft, dämlich oder auch elitär und überheblich sind ebenfalls nicht unbedingt dienlich für die eigene Toleranz, selbst wenn solche unfreundlichen Worte im Nachhinein mit „Ironie“ begründet werden.
      Derartige Verunglimpfungen im Polt’schen Sinne auszuhalten, mag gewiss förderlich für die eigene Resilienz sein. Persönlich kann ich andererseits auch Menschen verstehen, denen dabei manchmal der Kragen platzt.

      Natürlich ließe sich an dieser Stelle argumentieren, dass der spinnerte Ideologe das als andere Meinung tolerieren und kritisch gegenprüfen müsse, ob er nicht vielleicht doch ein ungebildeter und stümperhafter Traumtämzer ist. Aber ohne Gegenseitigkeit beißt sich da die Katze in den eigenen Schwanz. Toleranz sollte zwingend noch durch ein Mindestmaß an Höflichkeit und Respekt schon bei der Ansprache ergänzt werden. So ließe sich bereits im Vorfeld viel Dampf aus dem Kessel nehmen und ein Großteil der durch pure Aggression provozierten Kommentare wäre somit obsolet.

      Ich bin mir der politischen, soziologischen und weltanschaulichen Heterogenität der Mitglieder in einer Kommentarspalte durchaus bewusst. Daher plädiere ich natürlich nicht im Ansatz für einen Knigge-Club, vielmehr erfreue ich mich ab und an selbst diebisch an „gesalzenen“ Wortwechseln und lebhaften Diskussionen. Immer unter der Voraussetzung, dass rote Linien nicht überschritten und ein gewisses Mindestmaß an Höflichkeit eingehalten werden.

      Sorry, jetzt wurde es doch länger, als ursprünglich geplant. Ein alter Fehler von mir, an dem ich zu arbeiten verspreche.

  3. In der Eu, insbesonders in Deutschlanden dürfte die Inflation noch länger steigen. Grund sind die steigenden Energiekosten und die anstehenden Investionen in „neue“ Engerie, natürlich auch die steigende co2 -Steuer. Die Lebensmittelpreise dürfen auch noch einpaar Jahre ansteige, da die Eigenproduktion abgebremst werden soll (s. Holland). Fast hätte ich es vergessen, die Waren aus China werden auch teurer, da der dortige Mittelstand mehr verdienen will und die Partei die hohe Arbeitslosgikeit bei den Uni-Absolventen in Griff bekommen will und muß.
    Allerding ist mir nicht ganz klar, welche Auswirklungen ein weiter fallender Euro gegenübr dem Dollar haben wird.

  4. Richtig, und die höheren Löhne der Preis/ Lohn Spirale werden erst später wirksam,übrigens alle vernünftigen Märkte gehen wellenartig.
    Selbst Aktien in einem Crash haben grosse Gegenbewegungen.Auch der Euroverfall und der Bondcrash passierten wellenartig.Nur bei parabolartigen Charts und 100fach überbewerteten Nullwerten kann’s sturzflugartig abschmieren.

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