Die wie immer von den Märkten mit Spannung erwarteten neuen Daten zur Inflation in den USA für den Juli sind da: die US-Verbraucherpreise sind mit +0,2% zum Vormonat wie erwartet ausgefallen (Prognose war +0,2%; Vormonat war +0,3%). Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +2,7% und damit etwas weniger als erwartet (Prognose war +2,8%; Vormonat war +2,7%).
In der von der Fed besonders beachteten Kernrate (ohne Nahrung und Energie) stiegen die Preise zum Vormonat um +0,3% (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,2%) und zum Vorjahresmonat um +3,1% (Prognose war +3,0%; Vormonat war +2,9%).
Wichtig für die Fed: US Supercore CPI YoY: 3.21%, prior 3.02% | US Supercore CPI MoM: 0.48%, prior 0.21%
Marktreaktion: US-Futures höher, allerdings sind die Daten bis auf die CPI zum Vorjahresmonat genau wie erwartet ausgefallen. Renditen tiefer – auch hier allerdings wieder eine Erholung. Dennoch: eine Zinssenkung im September ist damit wieder etwas wahrscheinlicher geworden- auch wenn noch die nächsten Inflations-Daten vor der nächsten Fed-Entscheidung dazwischenliegen. Die Kernrate zum Vorjahresmonat dagegen sogar etwas höher..
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wir dürfen uns auf weitere trump eskapade „freuen“. ist doch alles fein, oder!?
nur so miesepeter wie der powell haben eben keine ahnung.
Ich würde die Daten nicht übergewichten… da die Inflation erst am Anfang steht…
Viele Firmen haben sich mit Vorräten eingedeckt und außerdem sind viele Firmen us – amerikanischer Hersteller von den Zöllen ausgenommen, hauptsächlich dort wo Blackrock und Co investiert sind..
Alles in allem viel Lärm um nichts…
ob diese Zahlen stimmen? darf doch hinterfragt werden.
genau diese Zahlen will der Markt hören.
Was ist mit der Revision der Vormonate?
Ich bezweifle, dass Zinssenkungen tatsächlich dem schwächelnden Arbeitsmarkt zu Gute kommen. Werden dann wirklich die Unternehmer mehr Geld in ihre Firma stecken, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen – oder sind es nicht vielmehr die Gambler im Finanzcasino, die sich dermaßen vehement hinter Zinssenkungen klemmen, um billiger Spielgeld leihen zu können?? (siehe z.B. den prompten Bitcoin-Anstieg auf die angenehme Inflationszahlenmeldung hin).
Ich nehme auch an, dass für die milde Inflationssteigerung nicht nur eine Rolle spielt, dass es ja erst seit kurzem ernst wird mit den Zöllen, sondern dass die Händler für ihren Absatz auch mehr günstige Sale-Angebote ausrufen müssen, wenn die Konsumenten zurückhaltender werden und sparsamer kaufen. Denn verteuerte Waren werden sie dann ja schlechter los – zumindest in all den Produktsparten, bei denen die Anschaffung/der Einkauf nicht unmittelbar notwendig ist (wie es z.B. der Ersatz einer kaputten Waschmaschine wäre). Drum steigen die Preise für Bettwäsche – Herrn Kummerfelds Aufschlüsselung im Artikel von heute Morgen zufolge – vermutlich weniger…
In Bezug auf den heutigen Bitcoinrally-Prognose-Artikel von Herrn Jäger habe ich mich gefragt, wodurch sich die Geldmenge-Liquidität weiter steigert, wo die professionellen wie privaten Anleger angeblich doch „durch dien Bank“ schon so dick investiert sind. Wenn ich (fast) all mein Geld angelegt habe, bin ich (kaum) flüssig, oder? Wird irgendwo immerfort Geld nachgedruckt oder beruht die Liquidität auf digitalen Schuldscheinen (bei denen kaum noch jemand vorhat, das geliehene Kapital jemals zurückzuzahlen? Wer derzeit, jedenfalls in USA, unbekümmert Kredite aufnimmt, scheint im Endeffekt im Vorteil zu sein gegenüber denjenigen, die gewissenhaft oder vernunftbestrebt auf der Basis ihrer persönlichen „Fundamentaldaten“ handeln – leider! Jedenfalls würde ich, wenn ich könnte, am liebsten all die vielen Deppen, deren Denkspannweite sich auf „To the Moon“-Floskeln mit 10 Raketenbildchen dahinter beschränkt, selber auf den Mond schießen…)