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Inflation vs Einfuhrpreise: So ein Mist, komm Draghi, verdoppel einfach Dein QE…

FMW-Redaktion

Was nützt das schönste Anleihekaufprogramm der EZB (QE) um die Inflation in der Eurozone anzuheizen, wenn sich die Rohstoffpreise sich in atemberaubendem Tempo zerlegen? (Öl von über 100 auf jetzt 40 Dollar). Da wird aus einem zarten Inflations-Pflänzchen mal ganz schnell eine ernsthafte Deflationsgefahr. Das Statistische Bundesamt hat heute die aktuellsten Juli-Daten zu den deutschen Einfuhrpreisen veröffentlicht. Diese gehen im Vergleich von Juli zu Juni zurück – natürlich noch drastischer im Vergleich zum Sommer 2014.

Einfuhrpreise Grafik
Grafik: Statistisches Bundesamt


Einfuhrpreise Juli gegenüber Juni 2015 -0,7%.

Einfuhrpreise Juli 2015 gegenüber Juli 2014 -1,7%

Die Einfuhrpreise für Energieträger (Öl, Gas etc) lagen gegenüber Juli 2014 sogar bei -25%.

Einfuhrpeise machen Inflation kaputt
Grafik: Statistisches Bundesamt

Deshalb unser Tipp für Mario Draghi: Komm Mario, lass Dich nicht lumpen, mach aus monatlichen 60 einfach 120 oder 150 Milliarden Euro, nochmal so richtig Gas geben und alles aufkaufen, was so das ist. Vielleicht bringt das die Inflation ein paar Hinterkommastellen nach vorne? Wenn gar nichts mehr hilft, Paul Krugman fragen!



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1 Kommentar

  1. Wäre ich Bankster oder ein sonstiger Finanzakrobat,würde ich diesen Artikel als genial bewerten.Leider ist es so,dass ich meine lebensnotwendige Penunze im Kampf auf dem freien Markt erkämpfen muss&nicht einfach drucken kann.Minuszinsen bei gleichzeitig angestrebter Inflation von 2% finde ich nicht so drollig.Dass ich dabei über den Tisch gezogen werde,die dabei entstehende Reibungswärme aber nicht positiv empfinde macht mich automatisch zum Gegner des GS-Paten!Scusi Mario!

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