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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Aktien

ING als Commerzbank-Käufer? 44 vs 10 Milliarden Euro

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Die niederländische ING Bank (in Deutschland bekannt über seine Direktbanktocher ING Diba) gilt schon seit Monaten (dünne Gerüchteküche!) als Kandidat für die Übernahme der Commerzbank. Die ING hat einen Börsenwert von 44 Milliarden Euro, während die Commerzbank es nur auf 10 Milliarden Euro bringt. Bei einem denkbaren Aktientausch wären die ING-Aktionäre also eindeutig auch der Mehrheitseigentümer einer neuen Gesellschaft.

Alleine im 1. Quartal hat die ING laut heutiger Veröffentlichung 1,12 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. Zum Vergleich: Die Commerzbank brachte es im gesamten Jahr 2018 auf gerade mal 865 Millionen Euro. Auch dieser Punkt würde dafür sprechen, dass die Aktionäre der Commerzbank bei einer Fusion nur einen winzigen Aktienanteil einer neuen Gesellschaft abbekommen würden.

Auch dank ihrer kerngesunden Direktbank-Tochter hat die ING in Deutschland schon ein fettes stabiles Standbein. Von daher ist es auch interessant die heutigen Aussagen des ING-Chefs zu hören. Denn er sagte, angesprochen auf einen möglichen Kauf der Commerzbank, dass man es sich anschauen würde, wenn es zu einer Konsolidierung in einem der eigenen Märkte kommen würde. Damit meint er ja wohl logischerweise die Märkte, wo die ING bereits aktiv ist. Also zählt Deutschland zu einem der wichtigsten Märkte, bei denen man sich bei Konsolidierungen umschaut? Das wäre logisch. Direkt auf die CoBa angesprochen äußerte er sich gar nicht, aber die Gerüchteküche dürfte nun etwas stärker köcheln als zuvor.

UniCredit in Relation zur Commerzbank

Auch die UniCredit bleibt in der allgemeinen und noch unklaren Gerüchteküche ein Kaufkandidat für die Commerzbank. Die Italiener haben schon mit ihrem Kauf der HypoVereinsbank bewiesen, dass sie in Deutschland zuschlagen können. Mit 27,5 Milliarden Euro Marktwert ist sie deutlich weniger wert als die ING, aber wäre bei einem Aktientausch immer noch mit Abstand der bestimmende Partner bei einer „Fusion“. Die Wahrscheinlichkeit wäre mehr als groß, dass die Italiener Hypo und CoBa zusammenlegen, was enorm viele Jobs kosten würde.

Auch sollte man sich keine Illusionen machen. Die CoBa würde wahrscheinlich so enden wie die HypoVereinsbank – einst eine stolze Großbank, und einer der vier großen Player in Deutschland. Heute ist sie eine ausgeschlachtete Außenstelle der Mutter in Mailand, aus der man sich Gewinne entnehmen kann (vereinfacht und natürlich total bösartig ausgedrückt). Aber mal ehrlich. Von einer eigenständig handelnden Commerzbank könnte dann keine Rede mehr sein.

Würde die ING der CoBa mehr Freiraum lassen? Ungewiss. Wir finden es nach wie vor erstaunlich, dass die Bundesregierung die Fusion von DB und CoBa einfach so scheitern ließ. Es ist schwer vorzustellen, dass man in Berlin einfach so zuschaut, wie nach Dresdner und Hypo nun die dritte der einst vier Großbanken in Deutschland als eigenständiger Player aus der allgemeinen Wahrnehmung verschwindet. Börsenzocker sollten die CoBa-Aktie verstärkt im Auge behalten. Immerhin brachten schon die Gerüchte rund um eine Fusion mit der DB die Coba-Aktie seit Jahresbeginn um 47% nach oben. Gut, der Gesamtmarkt half der Aktie. Aber ist bei zunehmenden Übernahme-Gerüchten durch ING oder UniCredit noch mehr drin als der aktuelle Aktienkurs von 8,15 Euro? Gut denkbar (diese Worte bitte nicht als Kaufempfehlung interpretieren!).

Commerzbank-Tower in Frankfurt
Der Commerzbank-Tower in Frankfurt. Foto: Bohao Zhao CC BY 3.0

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Aktienrückkäufe: Kontroverses Thema im Detail besprochen

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Der Börsen-YouTuber Jens Rabe bespricht aktuell ausführlich das Thema Aktienrückkäufe. Und er sagt es ganz zu recht. Es ist ein kontroverses Thema! Im Video spricht er die Grundthematik an wie auch das Pro und Contra. Wir meinen: Kurzfristig und vordergründig mögen Aktienrückkäufe für die Aktionäre vielleicht reizvoll sein. Aber langfristig entziehen sie dem Unternehmen Cash, das man besser für Zukunftsinvestitionen nutzen sollte. Auch haben viele US-Konzerne in den letzten Jahren auf Pump (die tollen Niedrigzinsen) eigene Aktien zurückgekauft. Was für ein Wahnsinn. Und dann am Ende landen einige dieser Unternehmen im Voll-Desaster, siehe General Electric. Aber schauen Sie selbst das folgende Video (bitte erst ab Minute 3 gucken, dann ersparen Sie sich das Intro-Gelaber).

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Aktien

Vapiano: Kurze Pause vom Dauer-Desaster

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Die Vapiano-Aktie ist ein Dauer-Desaster. Kommen die meisten Kunden irgendwann auf den Trichter, dass Kantinen-Flair zu Restaurant-Preisen doch nicht das Wahre ist? Mal ganz zu schweigen vom teilweise langen  Schlangestehen? Da nützt auch kein Olivenbaum mit Holztisch für ein hippes Ambiete, um das grundlegende Problem zu kaschiren? Gut, das mag ein langfristiges Problem sein, ob die Kunden dem angeblich hippen Restaurant-Betreiber auch in Zukunft die Bude einrennen.

Aber schauen wir doch mal zurück bis zum Börsengang von Vapiano. Im Jahr 2017 mit 24 Euro als ersten Börsenkurs hat die Aktie bis heute eine katastrophale Entwicklung hingelegt. Aktuell notiert die Aktie bei 6,03 Euro, was gegenüber gestern Abend ein Plus von 1,69% darstellt. Bei der ganz aktuellen Nachrichtenlage ist das ein Witz. Denn eigentlich hätten heute mal locker +5% drin sein können? Denn immerhin hatte Vapiano heute Nacht etwas Erfreuliches zu verkünden. Zitat:

Am heutigen Tage hat Vapiano die Refinanzierungsverhandlungen zur finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft sowie zur weiteren Umsetzung der strategischen Neuakzentuierung erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschaft hat die verbindlichen Kreditzusagen im Gesamtvolumen von rund 30 Mio. EUR von den finanzierenden Banken und den Großaktionären Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, VAP Leipzig GmbH & Co. KG und Exchange Bioset GmbH & Co. KG erhalten. Die finale Dokumentation erfolgt in Abstimmung mit den kreditgebenden Banken bis Mitte Juni 2019.

Zwei Mal schon hatte Vapiano die Veröffentlichung seines Jahresabschlusses verschoben. Eigentlich sollte es heute so weit sein. Aber aufgrund weiterer Anforderungen an die Dokumentation der ausgehandelten Refinanzierung werde der Jahresabschluss auf den 18. Juni verlegt, wie man es aktuell verkündet hat.

Tja, erstmal 30 Millionen frisch aufs Konto, aber als Kredit wohlgemerkt! Die Begeisterung hält sich aber doch in Grenzen. Nur ein winziges Kursplus. Seit Oktober 2018 befindet sich der Kurs in einem fast komatösen Zustand, seitwärts auf extrem niedrigem Niveau. Dieser heutige Mini-Anstieg ist da noch nicht mal im Chart wahrnehmbar. Ahnen die Aktionäre, dass diese 30 Millionen Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind? Fehlt der Glaube an einen dauerhaften nachhaltigen Erfolg des Konzepts?

Vapiano in Fürth
Vapiano in Fürth. Foto: VAPIANO CC BY-SA 4.0

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Rückschau auf gute Trades und Vorschau auf neue Ideen

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An dieser Stelle nur eine ganz kurze Rückschau und auch Vorschau. Es gibt neue Forex-Ideen für den heutigen Freitag, und auch einiges bei Aktien zu beachten. Wollt ihr das vollständige Video von heute sowie für die kommenden Tage sehen, dann meldet euch einfach hier an. Es ist kostenlos.

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