Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Brokervergleich
  • Kostenlos das TRADERS´ Magazine erhalten

Aktien

ING Deutschland und Unicredit als Lichtblicke in der Bankenbranche

Veröffentlicht

am

Es gibt am heutigen Konjunktur-Horrortag der Börse auch Lichtblicke am Finanzhimmel. Da wäre zum Beispiel die ehemalige „ING Diba“, die als Tochter der niederländischen ING Group auch hierzulande jetzt nur noch ING heißt. Sie ist im Laufe der Jahre immer weiter gewachsen, und ist nun hinter Deutsche Bank und Commerzbank die Nummer 3. Gut, sonderlich schwierig ist das eh nicht mehr, denn nach den beiden kommen eh keine Großbanken mehr, sondern nur noch Volksbanken, Sparkassen und die eine oder andere kleine Bank.

ING

Aber gut, die ING ist am Wachsen, und macht in Deutschland offensichtlich einen guten Job. Sie zeigt, dass das Dahinsiechen von Deutscher und CoBa kein Naturgesetz in der deutschen Bankenbranche ist, sondern dass man auch gutes Geld verdienen kann. Natürlich kann man darauf verweisen, dass die ING keine Filialen und damit auch keinen wirklichen Kostenapparat am Bein hat. Ja, das ist schon wirklich eine unfaire Welt!

Der Gewinn vor Steuern der ING Deutschland lag nach 1,27 in 2017 bei 1,28 Milliarden Euro in 2018. Letztes Jahr hat man netto 250.000 neue Kunden gewonnen, und ist mit 9,3 Millionen Kunden wie gesagt die Nummer 3 in Deutschland. Still, leise, und ohne Probleme hat man sich hoch gearbeitet. Im Privatkundengeschäft zum Beispiel hat die Anzahl der Girokonten erneut deutlich zugenommen. Zum Bilanzstichtag führte die Bank 2,5 Millionen Girokonten und damit 375.000 mehr als im Vorjahr.

Auch die ING-Mutter in den Niederlanden hatte gestern ihre Zahlen präsentiert. Der Gewinn für 2018 lag für die ganze Gruppe (vor Steuern) bei 7,5 Milliarden Euro nach 7,2 Milliarden Euro in 2017. Also, die ING zeigt den beiden Großen in Deutschland, dass es auch anders geht. Die ING-Aktie in Amsterdam ist von Dienstag Abend 10,42 Euro auf heute 11,03 Euro gestiegen.

UniCredit

Die größte Bank Italiens UniCredit hat heute ihre Quartalszahlen vermeldet. Anders als die meisten anderen Banken in Italien hatte sie bereits einen großen Batzen an Schrottkrediten abgestoßen und vor zwei Jahren 13 Milliarden Euro frisches Eigenkapital eingeworben. Damit stabilisierte man seine Lage spürbar.

UniCredit hat im Geschäftsjahr 2018 mit einem operativen Gewinn von 3,9 Milliarden Euro abgeschlossen, 7,7% mehr als in 2017. 2018 sei laut UniCredit das beste Jahr die für die Bank seit 10 Jahren gewesen. Man bedenke: Die Bank hatte jüngst radikal gespart, mit 14.000 Entlassungen und 881 Filialschließungen. Der Gewninn soll im laufenden Jahr auf 4,7 Milliarden Euro steigen. Die Aktie von UniCredit notiert heute fast am Vortagsniveau. Sie lag heute früh aber schon gut im Plus. Der Rückfall liegt heute nur daran, dass die Konjunkturaussichten der EU-Kommission heute Mittag den ganzen Markt runtergezogen haben. Aber das frühe Plus heute Vormittag zeigt, dass der Markt die Unicredit-Zahlen positiv aufgenommen hat. Hier weitere Aussagen von UniCredit im Wortlaut:

FY19 key targets:
– Group revenues of €19.8 bn, operating expenses of €10.4 bn and CoR of 55 bps confirmed
– Group net profit of €4.7 bn, Group RoTE above 9 per cent and Group Core RoTE above 10 per cent confirmed
– Non Core gross NPEs confirmed at €14.9 bn and accelerated 2021 rundown fully on track
– Tangible equity to grow throughout FY19
– Year-end 2019 CET1 ratio confirmed between 12.0-12.5 per cent. CET1 ratio MDA buffer target of 200-250 bps. TLAC ratio buffer target of 50-100 bps

Jean Pierre Mustier, Chief Executive Officer of UniCredit S.p.A., commenting on the 4Q18 and FY18 Group results:

„UniCredit has delivered a record performance in 2018, with the best results in a decade. I am proud of our strong performance and the commitment of our teams, which have worked tirelessly throughout the year against a challenging macroeconomic backdrop.

Our Group Core bank is performing very well, resulting in high profitability, with a Group Core net operating profit of Euro 7.5 billion, up 12.3 per cent year on year. Adjusted Group Core RoTE stands at 10.1 per cent, driven by good commercial dynamics across the Group, with customer loans up by Euro 28 billion, around three times the growth in 2017.

Transform 2019 is well ahead of schedule. We have already achieved 100 per cent of the FTE reductions and 93 per cent of the branch closure targets. Our Group operating expenses at Euro 10.7 billion are better than the Euro 11 billion target. Group NPEs are down by more than 50 per cent since the third quarter of 2016. Non Core Gross NPEs stand at Euro 18.6 billion, down Euro 7.5 billion year on year. We continue to actively de-risk our balance sheet and the accelerated 2021 rundown of Non Core NPEs is fully on track.

We confirm our FY19 net profit target of Euro 4.7 billion and a RoTE of above 9 per cent, with Group Core RoTE above 10 per cent. The Group will continue to maintain a strong MDA buffer of 200-250 bps, with a fully loaded FY19 CET1 target ratio of 12.0-12.5 per cent.

Based on these results, we will propose to the AGM a cash dividend of Euro 27 cents per share, which is equivalent to a 20 per cent payout.

As a team, we continue to focus fully on Transform 2019 to ensure UniCredit remains a true pan-European winner.“

UniCredit Mailand
UniCredit-Hochhaus rechts im Bild in Mailand. Foto: Daniel Case CC BY-SA 3.0

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Marktbericht: Fed, Trump, Microsoft – Amis laufen besser als der Dax

Veröffentlicht

am

Von

Donald Trump feuert mal wieder volle Kanne gegen die Fed. Die solle gefälligst endlich die Zinsen senken, so quasi seine Anweisung an die Fed (hier nachzulesen). Unglaublich, aber inzwischen hat man sich an diesen Ton ja fast schon gewöhnt, obwohl die Fed unabhängig agiert! Aber das war heute für den Markt gar nicht wichtig. Wir wollten es vorab nur nochmal erwähnen, was da vor sich geht. Trump macht den Mini-Erdogan! Aber kommen wir jetzt mal zum konkreten Marktgeschehen.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Fed-Aussagen

Einzelne Funktionäre der Fed haben mit Aussagen gestern und heute die Kurse durcheinander gewirbelt. Da wäre zunächst der in Notenbankkreisen wichtige Chef der New York Fed John Williams. Er hielt gestern Abend eine am Markt viel beachtete Rede, deren Aussagen (Zinsen senken, sobald Wirtschaft schwächelt) dem Markt suggerierte, dass die Zinsen noch stärker gesenkt werden, als bislang erhofft. Heute wurden diese Äußerungen relativiert als grundsätzliche ökonomische Aussagen, aber im Nachhinein kann man Börsenkurse ja auch nicht mehr ändern… und so fiel der US-Dollar gestern Abend sprunghaft, und fast alles, was gegen den Dollar gehandelt wird, stieg sprunghaft an (gut sichtbar im folgenden EURUSD-Chart seit Mittwoch früh).

Dann wurden heute Äußerungen des St. Louis Fed-Chefs Bullard bekannt, der sich klar für nur 25 Basispunkte Zinssenkung am 31. Juli aussprach. Das müsse reichen. Diese Äußerung brachte den Dollar wieder nach oben, und den Euro wieder nach unten.

Und die Indizes?

Im folgenden Chart sieht man den Dax (blau) gegen den Dow seit Mittwoch früh. Seit gestern Abend laufen die Amerikaner besser als der Dax. Sie scheinen die Fed-Story unterm Strich besser wegzustecken. Und außerdem konzentriert man sich aktuell eher auf die heimischen Quartalszahlen. Vor allem berauschen sich die Amerikaner aktuell an den Quartalszahlen von Microsoft, die gestern nach Börsenschluss positiv überraschten. Und Deutschland? Hierzulande hat Angela Merkel sich heute in letzten Aussagen vor ihrem Sommerurlaub auch zur Wirtschaftslage geäußert. Dabei ging es auch um die Konjunktur. Die laufe nicht sonderlich gut usw. Den heutigen Absturz im Dax ab 11 Uhr ab 12.323 Punkten kann man zeitlich gut in Zusammenhang bringen mit Merkels Aussagen. Thema Sommerloch? Wenn solch ein paar allgemeine Worte schon für -80 Punkte gut sind? Denn so stark fiel der Dax. Hätte sich der Dax heute an die Amerikaner gekoppelt (was ja eigentlich der Standard ist), dann könnte man jetzt vielleicht bei 12.350 Punkten stehen? (reine Vermutung) Aktuell notiert der Dax jedenfalls mit 12.229 Punkten, und geht relativ schlaff ins Wochenende.

Dax vs Dow

Öl und sonstige Ereignisse

Der Ölmarkt wurde diese Woche (vor allem heute und gestern) überflutet mit Gründen für steigende und fallende Kurse. Zuletzt war vor allem der Iran ein Thema (bitte hier genauer nachlesen). Für Bullen wie auch Bären lassen sich Argumente finden. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Montag. Schubweise ging es immer weiter bergab. Man kann eindeutig das Gefühl haben, dass der Markt diese Woche einfach fallen wollte. Trotz einem angeblichen US-Abschuss einer iranischen Drohne zeigt sich der Markt eher fallend. Ein Wahnsinnsmarkt war Öl diese Woche! Wie gesagt, bitte im obigen Link die Details nachlesen.

Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan kam vorhin fast genau rein wie erwartet. Diese Daten brachten also keine Impulse. Vorausschauend kann man sagen: Die Amerikaner scheinen mit guter Grundstimmung in die kommende MEGA-Woche zu starten. Es hagelt jede Menge extrem wichtiger Daten von deutschen und US-Konzernen. Der Dax scheint mit seiner müden Sommerloch-Stimmung hinterher zu hinken. Man muss auch bedenken: Die negativen Industrie-Daten in Deutschland liegen wie ein Brett im Magen der Börsianer in Frankfurt, während die Konsumgesellschaft auf der anderen Seite des Atlantik weiter ihre Party auf dem brodelnden Vulkan feiert. Übrigens: Bis jetzt haben 15% aller im S&P 500 enthaltenen Aktiengesellschaften ihre Quartalszahlen gemeldet. Laut FactSet haben 79% davon die (zuvor oftmals gesenkten) Erwartungen übertroffen. Also, kann die Party in den USA nächste Woche weitergehen?

weiterlesen

Aktien

Aktien: Aktuelle Stories und Ausblick auf Q-Zahlen – Höhepunkt nächste Woche!

Veröffentlicht

am

Von

Microsoft hat gestern glänzende Quartalszahlen vermeldet. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 49%. Ohne Sondereffekte war es immer noch ein Plus von 20%. Irgendwie kaum bemerkt, haben die Microsoft-Aktien aktuell einen Marktwert von über 1 Billion US-Dollar. Damit steht man im Wert vor Amazon und Apple! Heute reagiert die Aktie vorbörslich mit +3,1%. Sie wird heute somit auf einem neuen Allzeithoch eröffnen!

Wirecard

Wirecard hat verkündet, dass man nun auch die Zahlungsabwicklung für Aldi übernehmen wird (sämtliche Zahlungen mit Kreditkarten und internationalen Debitkarten). Das bringt den Aktien von Wirecard heute ein Plus von 5,2%. Charttechnisch gesehen befindet sich der Aktienkurs seit Anfang Juni noch in einer Seitwärtsphase. Will sie ausbrechen, müsste sie das Zwischenhoch bei 162 Euro vom 28. Mai überlaufen.

Boeing

Der durch zwei Flugzeugabstürze arg gebeutelte Hersteller Boeing vermeldet 4,9 Milliarden Dollar abschreiben zu müssen. Die Abschreibung wird für die Zahlen im 2. Quartal verbucht (hier die Originalmeldung). Vorbörslich notiert die Boeing-Aktien mit 1,9% im Plus. Offenbar hatte der Markt wohl Schlimmeres erwartet?

Bayer

Ein US-Gericht hat nun eine gigantische 2 Milliarden Dollar-Strafe gegen Bayer im Fall von zwei Krebspatienten deutlich entschärft. Nun geht man davon aus, dass die Strafe bei bis zu 200 Millionen Dollar liegen könnte. Endgültig klar ist das noch nicht. Aber damit könnten folgende Klagen abgemildert werden nach dem Motto „Leute, Leute, bitte keine utopischen Summen verlangen“. Denn das Gericht sagt, dass die ursprüngliche Milliardenstrafe sich nicht im verfassungsrechtlich angemessenen Rahmen bewegt habe. Insgesamt kann man sagen: Die Klage-Welle gegen Bayer ist nicht ausgestanden, sondern steht offenbar immer noch am Anfang. Wie teuer die Sache letztlich für Bayer wird, ist immer noch völlig ungewiss. Die Aktien von Bayer waren heute schon mal stärker im Plus – aktuell ist es noch ein Plus von 0,8%.

Gesponserter Inhalt

Trade.com bietet einen der geringsten Spredas aller CFD-Broker beim Germany 30 CFD. Vollständiger Kunden-Support in deutscher Sprache! Und wir bieten Ihnen ein umfangreiches und kostenloses Ausbildungspaket für Ihr zukünftiges Trading. Handeln Sie zum Beispiel Google, Apple, GBP/USD, EUR/GBP, Gold, FTSE, DAX und über 2.100 weitere globale CFDs, einschließlich den neuen Cannabis-Aktien Mehr dazu erfahren Sie beim Klick an dieser Stelle.

Ausblick auf nächste Woche – der Höhepunkt der Quartalssaison

Nächste Woche geht es richtig rund in Sachen Quartalszahlen. Am Dienstag meldet Texas Instruments (wie überstehen die Chiphersteller den Handelskrieg?). Ebenso meldet am Dienstag Snapchat seine Quartalszahlen. Ein erneutes Debakel im Kampf gegen Facebook?

Am Mittwoch melden früh morgens Deutsche Bank und Daimler ihre Zahlen. Was für eine Spannung! Daimler voll im Angesicht der Autokrise, und die DB voll im Angesicht der eigenen Krise! Auch meldet Boeing Mittwoch Mittag seine Zahlen, und vor allem Caterpillar! Mittwoch Abend dann melden Facebook und Tesla ihre Quartalszahlen. Das wird hochspannend für die Börsianer.

Dann am Donnerstag den 25. Juli melden BASF (wie schlimm wird es wirklich?) und Volkswagen. Abends kommen dann Intel, Google und Amazon!

Am Freitag dann meldet Twitter seine Quartalszahlen.

Also, nächste Woche wird DIE Woche aller Wochen in Sachen Quartalszahlen.

Seattle, Heimat von Amazon - diverse Aktien-News und Q-Zahlen
Die Skyline von Seattle, Sitz von Amazon. Facebook ist zwar interessant. Aber noch mehr schaut der Markt nächste Woche wohl auf die Amazon-Zahlen. Foto: Unsplash @MILKOVÍ

weiterlesen

Aktien

American Express-Quartalszahlen: Vorjahreswerte übertroffen, Kunden weiter im Konsumrausch

Veröffentlicht

am

Von

American Express hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,84 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 10/erwartet 10,8).

Der Gewinn liegt bei 2,07 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,84/erwartet 2,05).

Die Vorjahreswerte bei Umsatz und Gewinn wurden spürbar übertroffen, und die Erwartungen wurden gerade eben so übertroffen.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,1%.

Die Vorsorge für Kreditausfälle steigt im Jahresvergleich um 7% auf 861 Millionen Dollar.

Konsumausgaben der Kunden über die Amex-Karten steigen um 7%. Kreditwachstum 11%.

Die Amex-Kunden sind weiter im Konsumrausch. Zitat Amex:

“We continued the broad-based momentum throughout our business with the eighth straight quarter of FX-adjusted revenue growth at 8 percent or better,” said Steve Squeri, chairman and chief executive officer. “Once again, our performance was driven by a well-balanced mix of spending volumes, lending income and card fees. “FX-adjusted Card Member spending was up 7 percent, led by consumers. This spending is occurring against the backdrop of an economy that is growing at a steady, but modest pace relative to 2018. Total loans grew 11 percent, with over 60 percent of that increase coming from our existing customers. Credit performance continued at industry-leading levels.

American Express-Quartalszahlen

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen