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Inside Riße: Achtung, die Luft im Dax ist erst einmal raus

Mittlerweile sind in den USA fast alle Stimmungsindikatoren im extrem optimistischen Bereich angekommen. Ob Investors Intelligence, Hulbert, Consensus…

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Von Stefan Riße

Ich hatte mich hier ja klar positioniert und gesagt, dass die Kurse deutlich nach oben laufen werden. Es hat etwas gedauert, aber die Geduld hat sich am Ende ausgezahlt. Ich bleibe auch bei meiner Prognose, dass wir noch deutlich höher klettern werden vor dem Hintergrund der historisch beispiellosen Zinssituation. 18.000 im Dax Ende 2018 stehen. Und wenn es nur 16.000 sind, wäre es auch nicht schlimm. Hier verweise ich auf frühere Beiträge oder diverse Onvista-Kolumnen.

Dennoch habe ich meine Einschätzung nun etwas verändert. Das möchte ich allen mitteilen, die mir gefolgt sind. Kurzfristig ist Luft meiner Ansicht nach nämlich erst einmal raus. Mittlerweile sind in den USA fast alle Stimmungsindikatoren im extrem optimistischen Bereich angekommen. Ob Investors Intelligence, Hulbert, Consensus, AAII oder Put/Call-Ratio, überall Verkaufssignale. Snap kann die Gewinne nicht halten und die Arbeitsmarktdaten heute können dem Markt kein Leben mehr einhauchen. Auch das sind Anzeichen einer Überhitzung. In Deutschland ist es anders, hier gibt es noch deutlich mehr Skepsis, doch was nützt es wenn die Wall Street korrigiert. Dann korrigieren wir auch. Eine scharfe Baisse erwarte ich aber nicht. Die Fondsmanager haben noch immer hohe Barreserven. Dennoch würde ich bestehende Long-Positionen zunächst mit engen Stopps jetzt absichern.


19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    PK

    10. März 2017 16:34 at 16:34

    enge Stops sind immer gleichbedeutend mit einem Glattstellen der Position, nur zu einem deutlich ungünstigeren Ausführungskurs.
    Stops können, falsch angewendet, so viel Kosten verursachen wie gar keine Stops.

    • Avatar

      KSchubert

      10. März 2017 18:48 at 18:48

      Hey, das ist ja mal eine Aussage! Stimmt!!

    • Avatar

      Walter Schmid

      13. März 2017 01:51 at 01:51

      Genau so ist es.

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    masud79

    10. März 2017 16:44 at 16:44

    18.000 hahahaha

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    Dennis

    10. März 2017 17:26 at 17:26

    Naja, nach dieser roten Kerze gegen 15 Uhr lässt sich das eine Stunde später auch leicht schreiben ;) Mittlerweile habe ich aufgegeben, auf all diese Prognosen auch nur einen Pfifferling zu setzen. Vor ner Woche hieß es, er kracht runter. Heute morgen hieß es, es geht Richtung AZH. Morgen heißt das Ziel 11400 usw.
    Ich werf jetzt mal die 10000 ins Spiel, das wir die irgendwann nochmal sehen… In einem Jahr komme ich hervor und schreibe, dass ich es doch gesagt habe. Ich denke, die meißten hier denken in Tagen/Wochen, nicht was Ende 2018 sein könnte.

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    Der Katamaransegler

    10. März 2017 19:00 at 19:00

    ach Dennis …
    Höre ich aus Deinem Posting etwa Frustration heraus ?
    Du siehst Kerzen in Minutenentfernung und kritisierst den Kollegen Riße, der das „big picture“ betrachtet.
    Mopedfahrer gegen Kreuzfahrtschiff-Betreiber .. wer hat Recht ?
    Niemand. Ihr unterscheidet Euch diametral im time frame.
    Herr Risse betrachtet Long time Sentiment Indikatoren und blickt ansatzweise in die Zukunft, über den Weg der Optionen, mit Ihren Strikes, an denen die grössten Open Interests sind und beurteilt den Markt nach Extremen im Put/Call Ratio.

    Huinter der dünnen Oberfläche der eindimensionalen Preisbetrachtung eines einzelnen Index (DAX) verbirgt sich eine ganze Welt von Hinweisen, Akteuren, Maschinerien. Eine ganze Industrie ist damit beschäftigt, eine gigantische Show aufzuziehen und den Zockern und den kleinen Händlern, ja dem breiten Publikum eine Scheinwelt vorzugaukeln.
    Wenn Du glaubst, mit Deinen Kerzen und vielleicht kostenlosen Daten aus dem Internet diese Scheinwelt als ganzes erfassen zu können, dann geniesse die Illusion solange Du kannst.
    :-)
    Es sind zwei völlig unterschiedliche Standpunkte.
    Ich würde zusätzlich zu den Sentiments noch die Betrachtungen der Distributionstage, sowie die Beurteilung des Advance/Decline-Indikators hinzunehmen.
    Vergleiche einmal den breiten Markt des Russel mit dem heisslaufenden NQ oder dem volatilen Dow.
    Die Alarmglocken beginnen bereits zu läuten.
    Ein P/C Ratio bei 0,5 ist an sich nichts besonderes.
    Der Kontext allerdings macht das Bild dunkler.
    Und die SNAP-Story sehe ich ebenfalls exemplarisch.
    Es wird spannend

    • Avatar

      Walter Schmid

      13. März 2017 02:03 at 02:03

      Mann, bist du klug. Was du alles weißt. Und die ganzen Fachbegriffe und Abkürzungen. Da kommt man ja aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ich bin schwer beeindruckt. Du bist bestimmt mega-erfolgreich an der Börse.

      • Avatar

        Petkov

        13. März 2017 07:59 at 07:59

        Der scheint nicht nur an der Börse mega-erfolgreich zu sein, wenn man sich seinen Lebensstil anschaut und besonders die Orte, wo er ihn zelebriert. Katamaransegler, haben Sie mir nicht Urlaubsbilder versprochen? Wo war das noch mal?Ich nenne das mal aufwertend Pandora.
        Warum ich auf diesen Post antworte? Ich will mich als Praktikant bei Ihnen bewerben, also zeige ich schon mal Bereitschaft, die Drecksarbeit zu erledigen :-)

        • Avatar

          Der Katamaransegler

          13. März 2017 12:40 at 12:40

          @Walter
          Wegen der Fachbegriffe: Ich verstehe nicht , was Ihre Antwort mir sagen soll. Könnte mir höchstens vorstellen, dass Sie mich für einen fake halten. Was auch immer.
          Die Begriffe ‚Distributionstage‘, Open Interest, Advance/Decline-Index, oder Put/Call-Ratio finde ich in einem Forum für Börse und Terminmärkte durchaus angebracht. Ob Sie beeindruckt sind oder nicht, ist mir egal.
          Ich nutze die Informationen hinter den genannten Bgriffen in Form einer täglichen Routine, welche mir eine Art Ampelsystem „Rot-Gelb-Grün“ liefert.
          Ich nutze dieses Ampelsystem als wichtige Quelle, um Optionsverkäufe zu tätigen. Der Handel mit FOP’s (short selling von future options) ist im mittleren Zeitfenster mein Brot-und Butter-Geschäft.
          Wie man das macht und wo man das lernen kann, will ich Dir gerne sagen.

          Es mag sein, dass es in diesem Forum lieber gesehen wird, wenn man sich einer flacheren Wortwahl bedient. Beispiele gibt es ja genug.

          @Petkov
          Ich hatte unlängst eine email adresse angegeben, um Kontakte aufzubauen.
          Geschrieben hat mir nur ein einziger Forist (Schubert).
          Daraus hat sich ein konstruktiver Austausch entwickelt. Dank und Gruss an Schubert !
          Im übrigen hatte ich Dir den Tipp gegeben, vom Markus Fugmann meine email geben zu lassen, damit man sich näher kennen lernt.
          Urlaubsbilder werde ich sicher nicht an dieser Stelle veröffentlichen.
          Ich kann Dir gerne unter privatem Kontakt einiges senden.
          Nur so viel: Es war eine Kombination aus Segeln und (medizinischem) sozialem Projekt bei den Kuna Yala, in der Region Darien. (Panama/Kolumbien).
          Und was weisst Du schon über meinen Lebensstil ??
          Es stinkt mir, wie Du hier verklausulierte Unterstellungen schreibst.
          Mensch – Das ist doch unter Deinem Niveau, Petkov.
          Wenn schon, dann sag ehrlich und auf auf Deutsch „Ich unterstelle Dir Aufschneiderei und Lügen“ – Dann kann ich Dir sagen:
          Denk was Du willst – Es ist mir wurscht !
          Du hattest es ja nicht einmal nötig, mit mir Kontakt aufzunehmen und mich kennen zu lernen und Deine Meinung zu überprüfen.
          Wie gesagt, ich würde mich über ein persönliches Treffen freuen.
          Dann musst Du nicht mehr spitzfindig geheimniskrämern und keine Pandora bemühen und ich muss nicht angepisst reagieren.
          :-)
          Hier nochmal eine adresse, unter der man mich erreicht
          bluewater@smashmail.de

          Wer wissen will, was und wie ich handle, erfährt es jederzeit.
          Wer wissen will, wer als Mensch und Händler hinter dem Segler steckt, der darf mich besuchen kommen oder ein Treffen vereinbaren – Hamburg war ja angedacht.
          Die Runde vom Lossless steht schliesslich noch aus, wegen der 11770, bei der er damals versprochen hatte, eine Runde zu spendieren, sollte der Dax diesen Wert nochmals überschreiten.

          Wer nichts zum Thema FOP’s oder Volumenprofile im daytrading erfahren will, der darf seine Vorurteile behalten und in diesem Forum weiterhin sein Riße-bashing betreiben, Spitzen gegen den Segler abschiessen, Meinungen absondern und über bauchgefühltes DAX-Trading salbadern und sich weiterhin im Kreis drehen.
          Aber nun – Karussel fahren ist lustig und durchaus unterhaltsam.
          Vorwärts kommt damit nicht. Aber wer will das schon ?

          • Avatar

            Petkov

            13. März 2017 14:03 at 14:03

            Nein,nein,nein, Meister der Chartdimensionen! Tut mir Leid, Sie haben mich komplett falsch verstanden. Ich fand den Kommentar von Walter unangemessen, da Sie seit Monaten dieses Forum mit Ihren Beiträgen wie kein Anderer aufwerten. Auf diesen Posting zu antworten, finde ich unter Ihrer Würde und da ich ohnehin nervös im Zahnarztwartezimmer rumsaß, habe ich den Praktikanten gespielt und was Doofes eingetippt. Damit Sie sich die Tastatur nicht schmutzig machen müssen. ;-) Ist wohl voll daneben gegangen, das tut mir wirklich Leid.

            Ich finde wirklich, dass Sie eine der komplettesten Persönlichkeiten auf FMW sind. Deswegen habe ich geschrieben, dass Sie nicht nur an der Börse erfolgreich sind.
            Und das Korrespondenzangebot habe ich wohl leider übersehen.
            Beste Grüße

          • Avatar

            gerd

            13. März 2017 14:20 at 14:20

            So sind wir Menschen verschieden, auch in unserem Denken.
            Ich hatte hatte die Antwort von Petkov an Walter als „ritterlich“ aufgefasst, um die mir wiederum etwas „bissig“ erschienen Sätze von Walter richtig zu stellen und nicht so im Raum stehen zu lassen.
            Konnte ja niemand wissen, wann Sie selbst Gelegenheit dazu finden würden. So dachte ich.

            Egal, ihr werdet das Kind schon schaukeln. Und heute Abend sehe ich dann womöglich, dass wiederum ich es bin, der eins auf die Mütze bekommen hat – von Petkov, weil ich versucht habe „in dessen Namen“ zu antworten.
            So what, das Leben ist hart aber ungerecht.

  5. Avatar

    Mimi1705

    10. März 2017 19:41 at 19:41

    … ein Hoch auf ca. 12150 wäre noch drin, bevor er sich in der Korrektur der 11400 nähert … man wird sehen …

  6. Avatar

    Tonovic

    12. März 2017 13:29 at 13:29

    Wenn der Herr Euphorisse ,mal überlegt warum das letzte AZH bei ca.12400 zustande kam, u.in kurzer Zeit um ca.25% korrigierte,würde er vielleicht ach mal von Daxkursen zwischen 7000 u.9000 reden.Es könnte auch sein ,dass den folgsamen Deutschen neben dem Militärbudget auch die Zinspolitik aufgezwungen wird.Gemäss eines Berichts von James Bianco,eines sehr beachteten Marktstrategen,werden die neuen Trumpleute im FED (ex Bänker) eher für eine schnelle Normalisierung der Zinspolitik hinarbeiten, was auch immer passiert ,irgendwann wird den geldabhängigen Börsen der Gratisstoff entzogen. Ich glaube nicht ,dass das 8 jährige Rally das 10 jährige Jubiläum feiern wird!

  7. Avatar

    Walter

    13. März 2017 08:28 at 08:28

    Die herausströmende Luft,wird ins Gold geblasen!
    Riße,sind sie auch dabei?

  8. Avatar

    gerd

    13. März 2017 14:27 at 14:27

    Mein Kommentar bezogen auf Katamaransegler, Petkov, Walter.
    Gerade sehe ich, dass Petkov bereits geantwortet hatte, so hätte ich mir die Zeilen an Katamaransegler sparen können.
    Immerhin wurde ich im Nachhinein in meiner Auffassung bestätigt, dass Petkov in guter Absicht schrieb.

    Und jetzt hau ich schnell ab an einen Platz draußen, wo die Sonne so sehr blendet, dass Display ablesen unmöglich ist. Da kann ich dann auch keine überflüssigen Kommentare mehr verbreiten.

    • Avatar

      Petkov

      14. März 2017 07:34 at 07:34

      Danke, Gerd :-)

  9. Avatar

    Der Katamaransegler

    13. März 2017 18:05 at 18:05

    Oha … Kognitive Dissonanzen ..
    Da ist der Segler übers Ziel hinaus geschossen. Sorry.
    Es gibt Zeiten, da ist die Haut dünn, das aufgestandene Bein falsch und die Kaffeemaschine defekt. Ein Wort gibt das andere und Zack ! – Hat Petkov die Torte im Gesicht.
    Oh mist .. und dann beim Zahnarzt.
    Muss ich nach Canossa ?
    Ich hoffe, die dental-oralen Kollegen waren freundlich gesonnen – Meistens haben sie hübsche attraktive Assistentinnen.
    Korrespondenzangebot gilt nach wie vor.

    • Avatar

      Petkov

      14. März 2017 07:44 at 07:44

      Ihre sanfte Reaktion auf die vermeintliche“Beleidigung“ unterstreicht erneut Ihre Größe. Die Email habe ich mir nun notiert.
      Schöne Grüße

  10. Avatar

    David Schaumalhin

    13. Oktober 2017 06:10 at 06:10

    Stefan Riße im Penner-Look!

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Rüdiger Born: Charttechnik bei Nasdaq und Gold

Rüdiger Born

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Nasdaq und Gold will ich mir im folgenden Video genauer anschauen. Was sagt die Charttechnik, was ist für uns Trader machbar?

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Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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