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Inside Riße (VIDEO): Antwort an alle Kritiker + Marktausblick

Ich habe mich heute mal wieder den Kommentaren gewidmet. Auch gibt es viele Fragen, warum ich mich nicht zu allen Börsenthemen täglich äußere. Daher möchte ich mich an dieser Stelle an die Kritiker meiner Videos…

Redaktion

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Von Stefan Riße

Ich habe mich heute mal wieder den Kommentaren gewidmet. Auch gibt es viele Fragen, warum ich mich nicht zu allen Börsenthemen täglich äußere. Daher möchte ich mich an dieser Stelle an die Kritiker meiner Videos wenden – und ja, es gibt jetzt auch noch meine Meinung zur aktuellen Marktlage…

https://youtube.com/watch?v=THSo606UjQ4%3Frel%3D0

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Gixxer

    29. November 2016 12:59 at 12:59

    Oh da hat jetzt aber einer mal ausgeteilt.
    Wenn man dieses Jahr anschaut, hat er aber durchaus Recht.
    Und wo er auch Recht hat, keiner wird gezwungen, diese Videos zu schauen.

  2. Avatar

    hans-joachim

    29. November 2016 13:05 at 13:05

    Lieber Herr Risse, einfach so weitermachen. Ihre Kommentare sind eine Wohltat im Vergleich zu anderen. Vielen Dank dafür.

  3. Avatar

    m.d

    29. November 2016 13:12 at 13:12

    Das ist doch geil hier. :) Hier laufen nicht nur Ja-Sager rum. nein hier geht man sogar, intern mit Stoffbällen aufeinander zu. :)
    Ich finde das gut so, macht die ganze FMW nur interessanter.

  4. Avatar

    flyingwilli

    29. November 2016 13:16 at 13:16

    ..mit diesen Videos ist es wie mit dem Affen, der immer wieder unter den Stein schaut….. https://www.youtube.com/watch?v=c9ajpI8VCIE, man möchte nicht hingucken, tut es aber immer wieder… ;o))

  5. Avatar

    Schleswig-Holsteiner

    29. November 2016 14:50 at 14:50

    Ihre Kommentare gefallen mir in Form und Inhalt sehr gut, Herr Riße ! Und ich verstehe auch damit umzugehen.
    Vielen Dank dafür und bitte machen Sie weiter.

  6. Avatar

    Kenguru

    29. November 2016 16:07 at 16:07

    Quieeetsch…..!
    Da behaupte noch jemand Wirtschaftsjournalismus sei staubtrocken und öde .
    Ich kann nicht mehr……

  7. Avatar

    hans

    29. November 2016 16:19 at 16:19

    Jetzt scheint es soweit zu sein.

    Die Jahresendrally beginnt, der DAX ist aktuell schon 10 Punkte im Plus.

    Bis 12.000 fehlt also nicht mehr viel und wir haben ja noch 30 Tage Zeit:)

  8. Avatar

    marc

    29. November 2016 16:58 at 16:58

    „Auf welcher Basis wir Pessimisten uns eigentlich abfeiern“?
    Ja..äh… mmmmhhh….ja auf welcher???
    Hat jemand ne Idee?

  9. Avatar

    Wlad Prex

    29. November 2016 17:09 at 17:09

    Lieber Herr Risse,
    vielen Dank für Ihre Videos, bitte machen Sie weiter so.

  10. Avatar

    Risse

    29. November 2016 17:38 at 17:38

    Na, dann doch auch was schriftliches von mir vorab. Besten Bank an alle, die positive Worte fanden. Ich dachte mir auch schon, dass bei stetig über 1.000 Views nicht alle es nur schauen, weil sie es schlecht finden. Schreiben tun meist die, die sich beschweren.
    Und nicht traurig oder böse sein, wenn mal kein Video kommt. Manchmal gibt es nichts zu sagen und warum dann ihre Zeit stehlen.

    • Avatar

      EnjoyLife

      30. November 2016 12:13 at 12:13

      Herr Risse, ihre Videos finde ich schon interessant, aber früher fundamental fundierter und sie müssen schon zugeben, dass sie letztes Jahr um diese Zeit auch schon long waren und da stand der Dax bei 11400! Danach gings recht zügig runter auf 8700. Das heißt „shorties“ liegen immer noch vorne, selbst wenn sie nicht ausgestiegen wären in der langen Zeit, wo sich der Dax nun qualvoll hochgeschleppt hat.
      Dieser Anstieg ist nicht impulsiv und fand unter geringeren Volumen statt. Und das ist mEn entscheidend.
      Ich denke, sie haben sich mittlerweile zu sehr von der Notenbankeuphorie anstecken lassen und betrachten die Sache zu einseitig aus finanzpolitischer Sicht. Denn aus dieser Sicht dürfen die Kurse nicht fallen. Konjunkturell und geopolitisch gibt es jedoch begründetet Zweifel an einer anstehenden Jahrhunderthausse. Und auch charttechnisch. Zumindest nicht vor einem weiteren Rutsch unter die 8700. Der Anstieg seit 8700 ist korrektiv. Es gibt viele Wellen-Überschneidungen, so dass sich eine schöne bearishe Flagge gebildet hat. Das 62er Retracement wurde erreicht. Die „Last line of defense“ liegt im Bereich 10950. Das bedeutet wir sind nun in einem entscheidenden Bereich. Ich weiß, dass sie nicht viel von Charttechnik halten (habe ich früher auch nicht), aber immer mehr Marktteilnehmer orientieren sich daran. Und aus eben dieser charttechnischen Sicht wird nach Abschluß dieses korrektiven Musters ein weiterer Schub nach unten kommen unter 8700. Wie weit drunter läßt sich wiederum nur spekulieren oder mit Hilfe von Fibonaccios versuchen zu bestimmen, wenn der Abschluß der Aufwärtskorrektur beendet und bestätigt ist. Aber die 7500 könnte schon erreicht werden. Ich weiß nicht, ob man die ganze Strecke handeln will oder kann. Es wird ja auch nicht linear gehen, aber man sollte zumindest vorsichtig mit langfristig orientierten Long-Aktien-Investments sein und sein Pulver nicht vorzeitig verschießen, denn es wird wieder viel günstigere Einstiegsgelegenheiten geben als aktuell. Nämlich dann, wenn keiner mehr was von Aktien wissen will, auf beiden Seiten des großen Teiches. Schauen sie sich einfach mal das große Bild an. Schaden kann es ja nicht. In diesem Sinne weiterhin viel Spaß und Erfolg. Enjoy Life!

  11. Avatar

    jollon7

    29. November 2016 19:43 at 19:43

    Hallo Herr Risse,
    gut gefällt mir bei Ihnen, dass Sie grundsätzlich eher „bullish“, also Optimist sind.
    Eigentlich sollt man meiner Meinung nach in der Finanzindustrie nur auf steigende Kurse setzen können – „short“ finde ich allgemein destruktiv, wer „short“ geht, erwartet nicht nur das Negative, letztendlich erhofft er es auch, um zu „gewinnen“.
    Wenn zu viele das Negative (Schwingungen ;) erhoffen, kann das nicht gut sein.
    Was mir gar nicht bei Ihnen gefällt, ist Ihr Toptrader-Konto bei A…do.
    Computerprogramm hin oder her, ein Trauerspiel, das meiner Meinung nach unter Ihrem Namen dort abläuft, – so sollten Sie das niemals weiter laufen lassen.
    Skrupel sind manchmal durchaus wünschenswert!

  12. Avatar

    kandoo

    29. November 2016 21:10 at 21:10

    Sehr geehrter Herr Riße!
    Gut gebrüllt, sagen Sie ruhig Ihre Meinung.
    Ich denke Ihre Markteinschätzung hat Ihre Berechtigung, die von Herrn Fugmann aber auch, es kommt halt immer auf den Betrachtungszeitraum an.
    Großes Lob und Gruß aus Wien
    P.S. Für Herrn Fugmann Hofer und Öxit paßt nicht zusammen!

  13. Avatar

    Amadeo

    29. November 2016 21:42 at 21:42

    Sie sind in Ordnung, Herr Riße. Ich danke ihnen für ihre Kommentare, denn Undank ist der Welten Lohn….

  14. Avatar

    Walter Schmid

    30. November 2016 10:12 at 10:12

    Na, da gibt es doch noch ein paar Leute, die dem geschundenen Herrn Riße das Händchen halten. Es werden aber wohl nicht die sein, deren Geld er in verantwortungsloser Weise in seinem kürzlich liquidierten Fonds verbrannt hat und wohl auch nicht seine Follover auf ayondo, denen er seit 1,5 Jahren nur Verluste als Trader beschert. Ich aber bleibe Herrn Riße als Hörer und Leser treu, denn er ist seit Jahren der beste Kontraindikator, den ich kenne. Herr Riße nutzt sich aber offenbar auch selbst als Kontraindikator, weil er in seinem ayondo-Konto im DAX seit längerem short ist!!! Man sehe und staune. Wahrscheinlich glaubt er, es geht doch erst noch mal runter, bevor es dann nach Weihnachten richtig auf die 12.000 Punkte zukracht. Erstaunlich ist für mich, dass es ihm gar nicht peinlich ist, sich immer wieder unglaubwürdig zu machen.

  15. Avatar

    Marko

    1. Dezember 2016 22:42 at 22:42

    Hallo Herr Risse,

    genau, lassen Sie sich nix von der Bande da draußen sagen, richtig so !
    Was beim Markt auffällt, ist , dass der Öl-Preis steigt, während der Bondmarkt abverkauft wird. Gold, Silber lassen wir mal unter den Tisch fallen…

    Ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse daraus…

    VG

    Marko

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DAX daily: Impfstoff-Meldungen bleiben wirkungslos – ifo-Index im Blick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die erneuten Impfstoff-Meldungen verpufften gestern wieder schnell, vielleicht kann der heutige ifo-Index den Dax nachhaltiger beeinflussen. Wie so häufig in den letzten Wochen wurde der Leitindex am Montag zunächst von der Impfstoff-Hoffnung angetrieben. Zum einen hat das Pharma-Unternehmen Astrazeneca Daten ihres Covid-Impfstoffes veröffentlich (Wirksamkeit 70%). Zusätzlich haben die News von der beantragten Notzulassung in den USA von Pfizer/Biontech und die FDA-Zulassung eines Antikörper-Cocktails von Regeneron die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie geschürt.

Allerdings reichten die Impfstoff-Erfolgsmeldungen nicht aus, den Dax nachhaltig in die Gewinnzone zu hieven. Zwar konnte der Index im frühen Handel die Oberkante der Range bei 13.300 testen, ist dann aber erneut an dem Widerstand gescheitert. Das Tageshoch markierte der deutsche Leitindex bei 13.312 Punkten, bevor er anschließend seine gesamten Gewinne wieder abgeben musste. Schließlich ist der Dax mit einem kleinen Verlust von 10 Punkten bei 13.126 aus dem Handel gegangen. Viel passiert ist also nicht, auffallend war nur die Wiederaufnahme der Rotation von den Corona-Gewinnern hin zu zyklischen Werten. Das ist auch ein Grund dafür, warum sich der Dax so stabil auf dem hohen Niveau hält – hier mehr dazu.

News und fundamentale Daten

Heute stehen sehr interessante Konjunkturdaten aus Deutschland auf der Agenda. Zunächst wurden vor wenigen Minuten die endgültige Zahlen des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal veröffentlicht. Die BIP-Daten sind mit einem Wachstum von 8,5 % zum Vorquartal etwas besser als erwartet (8,2 %) ausgefallen. Der heutige Höhepunkt ist jedoch die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex um 10 Uhr. Aufgrund der jüngsten Corona-Beschränkungen könnte der ifo-Index die Erwartungen enttäuschen. Die aktuelle Prognose beläuft sich auf 90,1, zuletzt lag der Wert noch bei 92,7. Damit droht ein erneuter Rückgang bei der Einschätzung der konjunkturellen Lage. Je nachdem wie der ifo-Index ausfällt, könnte er für Bewegung im Dax sorgen. Zudem sollten die Anleger auf das vom Conference Board erhobene US-Verbrauchervertrauen um 16 Uhr schauen.

Zudem veröffentlicht die Deutschen Börse im Tagesverlauf die Ergebnisse ihre Befragung zu umfassenden Reformvorschlägen. Zu den wichtigsten Punkten gehören die Aufstockung der Dax-Titel von 30 auf künftig 40 Unternehmen sowie strengere Qualitätskriterien. Demnach könnten Waffenproduzenten unter bestimmten Umständen aus der Dax-Familie ausgeschlossen werden, dadurch wäre auch der Flugzeugbauer Airbus betroffen. Außerdem denkt man darüber nach den MDax der mittelgroßen Unternehmen von 60 auf 50 Titel zu verkleinern. Bis die Änderungen schließlich in Kraft treten, könnte noch einige Zeit ins Land gehen. Frühestens sollen diese ab März 2021 wirksam werden.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während der Asien-Rampe konnte der Dax wieder ansteigen und notiert vorbörslich fester. Damit könnte er den  massiven Widerstand bei 13.300 erneut testen, wenn er das Nachthoch bei 13.268 überwindet. Erst ein Ausbruch über 13.340 würde weiteres Anstiegspotenzial freisetzen. Dann wäre es nicht mehr weit zum September-Hoch bei 13.460. Weitere Impfstoff-Meldungen könnten dem Dax sicherlich helfen aus seiner Seitwärtsrange auszubrechen.

Kommt zur Eröffnung jedoch Schwäche in den Markt, dann dürfte sich der Dax auf den Weg machen die Kurslücke bei 13.126 zu schließen. Um 10 Uhr sollten den Anleger einen Blick auf den ifo-Index werfen, eine Enttäuschung könnte den Abwärtsdruck erhöhen. Um das Gap zu schließen, müsste er aber zunächst die Unterstützung bei 13.200 brechen. Darunter befindet sich im Bereich bei 13.140 eine weitere Unterstützung. Ein Bruch des gestrigen Tagestiefs könnte den Dax zur 13.050 führen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 24.11. - M30-Chart - Impfstoff-Hoffnung und ifo-Index

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.398 – Pivot Punkt R2

13.291 – Pivot Punkt R1

13.207 – Pivot Punkt

13.100 – Pivot Punk.t S1

13.006 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.200 – H1-Chart

13.126 – Tagestief 23.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.871 – außerbörsliches Tief 10.11.

Dax Widerstände (WS):

13.268 – Nachthoch

13.300 – neuralgischer Punkt

13.312 – Tageshoch 23.11.

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Die Wette, dass teure Aktien noch teurer werden! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute mit dem typischen Montags-Optimismus, der dann jedoch weitgehend verpuffte (Nasdaq drehte sohgar ins Minus). Derzeit sitzen alle im selben Boot: Rekord-Zuflüsse in Aktien, Rekord-Abflüsse aus US-Staatsanleihen und Gold. Jim Bianco hat es so formuliert: die Aktienmärkte wetten darauf, dass extrem teure Aktien noch teurer werden. Und das gilt ja nicht nur für die großen US-Tech-Werte, sondern vor allem auch für Energie-Aktien (KGV von 30, wenn durch Impfstoff hohe Gewinnerwartungen eintreffen) und den Sektor Health Care. Selbst wenn also alles gut geht und mit einem Impfstoff dann Mitte 2012 alle Probleme mit dem Coronavirus erledigt wären, starten die Aktienmärkte von einer historisch extrem hohen Bewertung (in fast allen Bereichen in der obersten Percentile). Das kann funktionieren – muß aber nicht..

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Dax: Hohe Selbstsicherheit, Kaufbereitschaft und Optimismus!

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Das Anlegersentiment gegenüber dem Dax hat die Verunsicherung der Corona-Pandemie mit der Vorstellung des Impfstoffes hinter sich gelassen. Auch die anderen Stimmungsindikatoren zeigen letzte Woche sehr konstruktive Entwicklungen.

“Seitwärtskonsolidierung” nennt man das an der Börse: Nach einem kräftigen Kurssprung infolge der Impfstoffmeldung von vor 14 Tagen war eigentlich zu erwarten, dass der Kurssprung “konsolidiert” wird, also zu einem Teil wieder abgegeben wird. In einer solchen “Verschnaufpause” sind die Kurse meist leicht rückläufig, geben beispielsweise ein Drittel des Kurssprungs wieder ab.

Doch in der abgelaufenen Woche konnte sich der DAX auf dem hohen Niveau, das er durch den Kurssprung erreicht hat, halten. Innerhalb der 30 DAX-Unternehmen gibt es natürlich dann reichlich Bewegung. Die Vorstellung des Impfstoffs hat die Finanzmärkte nachhaltig verändert: Unternehmen, die zuvor noch aussichtsreich aussahen, müssen plötzlich um ihre Zukunft bangen – und umgekehrt: Unternehmen, die zu den Corona-Verlierern zählen, sehen plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels.

So gab es in der abgelaufenen Woche nicht nur Gewinner unter den Anlegern, sondern auch einige, die noch in den “falschen” Aktien gefangen sind. Wenngleich das Licht am Ende des Tunnels sichtbar ist, so kann es zwischenzeitlich dennoch zu großen Schmerzen kommen. Entsprechend ist die Anlegerstimmung letzte Woche auf 0,8 (zuvor 3,1) deutlich zurück gekommen. Aber immerhin ist nun ein Weg aus der Krise vorgezeichnet und Anleger wissen, wie sie sich positionieren wollen. Das steigert die Selbstzufriedenheit, die mit einem Wert von 1,0 den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht. Seit dem Coronacrash dominierte Verunsicherung unter den Anlegern. Kein Wunder, solange man mitten in einer Pandemie steckt und ein Ende noch nicht absehbar ist.

Mag sein, dass das Licht noch 6-9 Monate entfernt ist, aber die Aktienbörsen blicken ja gerne mal 6-9 Monate in die Zukunft, wie Sie wissen. So ist die Zukunftserwartung gegenüber dem Dax auf 5,4 gestiegen. Wir messen somit den größten Optimismus des Jahres. Die Investitionsbereitschaft verbleit mit einem Wert von 3,5 auf hohem Niveau und stellt somit eine gute Unterstützung für das aktuell hohe Kursniveau dar. Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -4 eine leichte Absicherungsneigung. Ganz ähnlich sieht es bei den institutionellen Anlegern aus, die sich über die Eurex absichern. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 2,8 angesprungen und zeigt großes Interesse an Put-Absicherungen.

In den USA notiert das Put/Call-Verhältnis weiterhin auf niedrigem Niveau und zeigt weiterhin starkes Interesse an Call-Optionen. Anleger sind dort also überwiegend bullisch positioniert. So auch die US-Fondsmanager, die mit einer Investitionsquote von 106% unterwegs sind: Über Optionen haben sie ihre Spekulationen auf steigende Kurse sogar auf über 100% ihres verfügbaren Kapitals gehobelt. Abenteuerlich, aber nicht selten. US-Privatanleger sind weiterhin bullisch gestimmt, das Bulle/Bär-Verhältnis ist gegenüber der Vorwoche zwar deutlich zurückgekommen, aber mit +18% nach wie vor stark bullisch. So bullisch, wie seit Mitte Februar nicht mehr. Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 65% leichte Gier an, ich würde das aber noch als neutral bezeichnen.

Dax: Interpretation des aktuellen Sentiments

Ja, da ist sehr viel Optimismus im Markt, doch von einer Überhitzung sind wir noch weit entfernt. Wir haben diese Woche gesehen, dass Euphorie infolge der Impfstoffmeldung auch abgebaut werden kann, ohne dass die Aktienmärkte in voller Breite einbrechen. Im Gegenteil, das Anlegersentiment ist auf ein sehr konstruktives Niveau zurückgekommen, ohne dass der Aktienmarkt Federn lassen musste.

Wir befinden uns in einer Phase, in der zwar noch Ungewissheit über den genauen Verlauf der kommenden Wochen und Monate besteht, doch bis Mitte 2021 sollten die größten Probleme, US-Präsidentschaftsübergabe sowie Corona-Pandemie, gelöst sein. Somit sind zwischenzeitliche Rücksetzer an den Aktienmärkten Kaufgelegenheiten.

Da das so klar ist, wird in diesen Tagen bereits der kleinste Rücksetzer gekauft. Einen nennenswerten Rücksetzer gibt es kaum, vor allem nicht beim Dax. Vielmehr nehmen sich Anleger Zeit für die Rotation raus aus den Corona-Gewinnern und rein in die konjunktursensiblen, zyklischen Aktien.

Nun ist die Frage, wer zuerst die Nerven verliert: Diejenigen, die unbedingt zyklische Aktien ins Depot holen müssen und die, denen die Kurse weglaufen? Das könnte zu einer Kaufpanik führen, die den DAX weiter in die Höhe treibt. Oder aber diejenigen, die sich zuvor noch aus ihren Corona-Gewinnern verabschieden müssen, die dazu aber nicht mehr die gewünschten, hohen Kurse bekommen. Wenn diese Positionen auf den Markt geworfen werden, könnte der gesamte Aktienmarkt vorübergehend nochmals in die Knie gehen.

Bis auf weiteres haben wir wohl eine Patt-Situation. Cash, das durch verkaufte Corona-Gewinner im Portfolio landet, dürfte schleunigst wieder in zyklische Aktien eingesetzt werden.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie haben wir eine hohe Selbstsicherheit und Kaufbereitschaft, so dass der Druck derzeit eher für steigende Kurse sorgen dürfte. Dieser leichte Aufwärtstrend, der sich daraus bilden könnte, dürfte stärker ins Gegenteil umschlagen, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintreten sollte.

Sprich: Wir haben eine starke Unterstützung und tendenziell leicht steigende Kurse, es gibt jedoch noch genügend Positionen in den Portfolios der Anleger, die panisch auf den Markt geworfen würden, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintritt.

 

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Investoren im Dax zeigen eine hohe Selbstsicherheit

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