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Inside Riße (VIDEO): Banken mit Dax-Ziel 11.500 bis Ende 2017 – dazu muss ich was sagen…

In vier Tagen hat der Dax 900 Punkte gemacht. Erstmal durchatmen zum Wochenausklang! Die Banken-Strategen sehen den Dax im Schnitt bei 11.500 bis Ende 2017. Die optimistischste Prognose lag bei 12.000. Dazu möchte ich hier mal was sagen…

Redaktion

Veröffentlicht

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Von Stefan Riße

In vier Tagen hat der Dax 900 Punkte gemacht. Erstmal durchatmen zum Wochenausklang! Die Banken-Strategen sehen den Dax im Schnitt bei 11.500 bis Ende 2017. Die optimistischste Prognose lag bei 12.000. Dazu möchte ich hier mal was sagen…

https://youtube.com/watch?v=BUcFuMoVaF0%3Frel%3D0

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    sascha

    9. Dezember 2016 11:34 at 11:34

    Hallo Herr Riße, bitte weiter so.
    danke für die kostenlosen Kommentare , dass vergessen hier viele.

  2. Avatar

    Schleswig-Holsteiner

    9. Dezember 2016 12:54 at 12:54

    Moin Herr Riße, vielleicht dürfen wir Sie ja demnächst in einer Commerzbank Filiale persönlich kennen lernen.
    Vielen Dank für ihre Kommentare !

    • Avatar

      Stefan Riße

      9. Dezember 2016 15:17 at 15:17

      Das verstehe ich nicht ganz. Commerzbank-Filiale?

      • Avatar

        Schleswig-Holsteiner

        9. Dezember 2016 18:38 at 18:38

        Hallo Herr Riße,
        war nur eine launige Anspielung auf die Übernahme von Onvista durch die Commerzbank Tochter Comdirect (wurde ziemlich zeitnah bekannt gegeben).

        Grüße

        • Avatar

          Stefan Riße

          9. Dezember 2016 21:23 at 21:23

          Ah, ist an mir ganz vorbei gegangen! Danke

  3. Avatar

    Schleswig-Holsteiner

    9. Dezember 2016 13:03 at 13:03

    Übrigens kann ich mir gut vorstellen, dass die Donald Rallye den Dax bis Ende Februar noch auf 12000 Punkte hoch feiert (freilich mit Rücksetzern zwischendurch).
    Die EZB flutet weiterhin die Märkte (kein Ende absehbar) und Donald putzt schon eifrig die Bazooka, da werden auch noch ein paar Billionen abgefeuert.
    Ich bin schon gespannt auf ihren Onvista Beitrag. Keine Umverteilung Richtung Süden ? Unvorstellbar.

  4. Avatar

    ET

    9. Dezember 2016 13:17 at 13:17

    @S. Riße,
    habe gerade Ihre Onvista-Kolumne gelesen und kann spontan nur den Kopf schütteln und feststellen: Sie haben nichts dazugelernt! Es erscheint mir sehr überheblich, wenn Sie sich nun selbst in den Stand des Durchblickers erheben und allen Realisten/Fundamentalisten, Pessimisten, wie Sie sie nennen, „begrenztes Sichtfeld“ bescheinigen und sich sogar anmaßen Prof. Sinn zu beurteilen: er habe keine Ahnung und verstehe unser Geldsystem nicht. Was treibt Sie eigentlich zu solchen Ausritten? Besonders professionell erscheint mir das nicht. Stellen Sie doch Ihre Sicht der Dinge dar und lassen andersartige Sichten daneben gelten. Sie sind doch lange genug Börsenprofi um zu wissen, dass es an der Börse kein falsch und richtig gibt. Sie können sich jetzt freuen , dass die Börse Sie gerade bestätigt. Ich gönne es Ihnen auch, denn Sie haben lange Zeit Prügel einstecken müssen. Die Zeit der „Pessimisten“ wird aber auch kommen. So hat jeder irgendwann recht. Wenn diese Dann-Rechthaber wieder auf Sie eindreschen, …. macht das irgendwie Sinn? Oder sind Sie tatsächlich der Meinung, dass „Ihre Jahrhunderthausse“ nun begonnen hat und viele Jahre anhält?
    p.s.: ich kann mir diese Meinungsäußerung und gleichzeitige Beurteilung erlauben, denn ich bin kein Profi!

    • Avatar

      Lossless

      9. Dezember 2016 19:29 at 19:29

      ET, Wunderbarer Text und berechtigte Fragen. Ob Sie eine Antwort erhalten?

    • Avatar

      nordsüd

      9. Dezember 2016 20:51 at 20:51

      Herr Riße ist durch die „Schule“ von Andre Kostolany gegangen. Wer dessen Bücher gelesen hat, versteht die Kommentare zu Volkswirtschaftlern.
      Kostolany wäre vermutlich ein vehementer Gegner der Austeritätspolitik und hätte vermutlich sehr viel Verständnis für die EZB.
      Wer seine Bücher gelesen hat weiß, dass Kostolany die Welt außergewöhnlich gut verstanden hat.
      Wer auf unsere Volkswirtschaftler schwört darf das natürlich gern tun.

  5. Avatar

    Walter Schmid

    9. Dezember 2016 14:31 at 14:31

    In Sachen Überheblichkeit macht Herrn Riße ja wirklich niemand etwas vor. Von Volkswirtschaftslehre hat er offensichtlich genauso wenig Ahnung wie von der Problematik der Target-Salden beim Austritt einzelner Euro-Länder. Herrn Professor Hans-Werner Sinn zu unterstellen, er hätte unser Geldsystem nicht verstanden, ist an Arroganz und Anmaßung kaum noch zu überbieten.

  6. Avatar

    Christian

    9. Dezember 2016 16:01 at 16:01

    Die Pessimisten warnen ja schon seit Jahren, dass der große Crash kommt. Aber wenn man in der Börse länger unterwegs ist, weis man, dass man immer investiert sein sollte.
    Der Nachteil am Pessimismus ist, dass man alles schlecht sieht und vielleicht deshalb nie investiert.
    Ich finde Ihre Kommentare toll. Vor allem die Kommentare von Ihren „Hatern“. Sie scheinen immer einen Nerv bei Ihnen zu treffen. Hab auch die Kolumne auf Onvista gelesen und geb Ihnen recht.

    P.S.: Vielleicht sehen wir uns ja in einer Commerzbank Filiale. ……
    Was auch immer das bedeutet ?

  7. Avatar

    Denker

    9. Dezember 2016 16:04 at 16:04

    Hier beschäftigen sich zuviele mit der suche nach steigenenden Kursen.
    Die“Mafia“ steckt dahinter und da brauch man keine Gründe suchen warum die Kurse steigen. Als wenn Draghi und die Geldflutung was damit zu tuen haben, wenn es von heut auf morgen steigt und genauso wieder fällt. Alles blabla

  8. Avatar

    gerd

    9. Dezember 2016 16:40 at 16:40

    Tja, das ärgert einen natürlich, wenn man bei einem solchen Anstieg nur Zuschauer am Rande ist. Kenne ich auch.
    Aber warum man dann auch Beiträge Herrn Rißes von anderen Pulikationen auf diesen Seiten hier zerreißen muss, von denen die FMW-Leser gar nichts mitbekommen?
    Dadurch wird die Enttäuschung der Bassiers doch letztlich auch nicht kleiner.

    • Avatar

      Lossless

      9. Dezember 2016 22:41 at 22:41

      Gerd, glauben Sie mir, Ihre Chance kommt früher als gedacht. ;-)

  9. Avatar

    Pit

    10. Dezember 2016 00:09 at 00:09

    Jetzt einsteigen in Put Scheinen.
    zb. Dow Put Laufzeit Ende 2018
    und durchtraden bis der Dow unter 7000 steht

  10. Avatar

    Michael

    10. Dezember 2016 01:07 at 01:07

    Dass die Kurse noch bis Jahresende etwas steigen, könnte ich glauben. Abgesehen von der sehr hohen Bewertung der US-Aktien, die selbstverständlich noch wie 2000 in den Himmel schießen könnten. Aber Finanzmüll, auch in buntes Silberpapier gewickelt ist und bleibt Finanzmüll. Eine Prognose für das nächste Jahr wage ich im Gegensatz zu Scharlatan Riße nicht. Wer glaubt, irgendwas voraussagen zu können, sollte sich besser als Wahrsager betätigen. Die heutigen Märkte werden nur von Handelsautomaten bestimmt. Diesen Dingern sind Brexit, Trump oder Italien Wurst. Aber wenn ihnen die Liquidität ausgeht, schalten sie um. Die Zentralbanken sind keine Schutzvereine für Börsenzocker und wenn das Geld in die Realwirtschaft fließen sollte, könnte es an den Börsen auch dunkel werden. Sollte ein Kostolany-Jünger wissen.

    • Avatar

      Stefan Riße

      10. Dezember 2016 21:35 at 21:35

      Wie sagte doch Kostolany. Besser ein guter Scharlatan als ein schlechter Professor. In diesem Sinne.
      Was das Thema Geldfluss in die Realwirtschaft betrifft, so haben sie recht. Noch aber haben wir viel Überschussliquidität. Das hab ich natürlich im Auge.

      • Avatar

        Der Katamaransegler

        11. Dezember 2016 15:27 at 15:27

        Ja, der selige Kostolany ..
        Noch für jede Börsensituation hat sein Jünger stets ein Zitat bereit.
        Lieber Herr Riße,
        Ihre Kommentare und Videos lese und höre ich zeitweilig gern und aus der Distanz, fernab des Frankfurter Brimboriums tragen Sie durchaus zu meiner Belustigung bei.
        „Das sind Kaufkurse ! “ jubelten Sie unlängst.
        Einspruch, Euer Ehren.
        Die Kaufkurse waren im Februar. Nicht jetzt, wo alles heiss zu laufen droht. Noch in der Seitwärtsphase des Sommer/Herbstes gab es gute Kaufgelegenheiten. Da aber rieten Sie zu kleinen Trades mit Shorts, ohne Angaben zu Details. Kein Wort von „Kaufkursen“. Auch nicht im Februar, als die Kaufgelegenheiten wahrlich hervorragend gewesen sind.
        Ich habe an diesem Regensonntag im Archiv dieser Seite gestöbert. Da war kein Jubel über die günstigen Preise im Februar zu vernehmen.
        Verstehen Sie es nicht falsch: Ich will nicht nachkarten und Analysen ex post ausbreiten.
        Sie bezeichnen sich als Anhänger bzw. Schüler des alten Kostolany.
        Insofern sollten doch gerade Sie den Gedanken des langfristigen Investierens nach aussen verkünden:
        Kaufen, wenn es günstig ist und dann liegenlassen.
        Die abgedroschene Phrase der „donnernden Kanonen“ und der „Schlaftabletten kaufen“ erspare ich mir.
        Kostolany’s Weltsicht war geprägt von Langfriststrategie, von Dividenden etc.
        Das ständige Rein-Raus war ihm abhold, das Trading-Denken lief ihm zuwider.
        Genau das aber proklamieren Sie in Ihren Videos und Kolumnen.
        Sie erinnern sich an meine bissig-ironische Kritik auf ihr Video mit der Range-Trading-Empfehlung.
        Unter journalistischen Aspekten ist Langfristiges Investieren langweilig und ein ödes Thema. Zugegeben.
        Mir ist durchaus klar, dass man in der heutigen, nach Hype gierenden Medienwelt als Börsenjournalist und Kommentator nur gehört wird, wenn man polarisiert.
        Je mehr, desto besser,
        Die Negativseite ist bereits besetzt mit Crash-Gurus jeder Couleur, mit Mahnern und Warnern und so bleibt Ihnen Feld des Jubel-Journalismus.
        Warum auch nicht ? – Schon deshalb, weil Sie langfristig fast immer Recht behalten.
        Wie gesagt: Die Distanz zum Börsengeschehen lässt die polarisierenden Figuren (verzeihen Sie mir den Vergleich) wie ein Kasperl-Theater erscheinen, deren immergleiche hölzerne Figuren abwechselnd aufeinander eindreschen.
        Und auch morgen früh wird es wieder heissen: „Seid Ihr alle da ?? “
        Richtig investieren geht anders.
        Viele hier wissen das. Und Sie wissen das auch.
        Blöd eben, dass es ganz und gar nicht für Schnappatmungs-Börsen-Berichterstattung taugt.
        Wenn Sie das aber tun, und Sie sich auf die Kasperl-Bühne stellen, dann müssen Sie wohl oder übel mit der regelmässigen Klatsche rechnen.
        Vielleicht ein Tipp von mir: Es interessieren sich sehr viele Menschen tatsächlich für solides Investieren. Wie das geht, und was man tun kann, das wäre ein dankbares Thema, das sogar gut zu Ihnen passen könnte.
        Es gibt einige sehr gute Leute, an denen man sich orientieren kann.
        Ich will keinen Link reinstellen, will keine Werbung machen.
        Spontan fällt mir einer ein: Gucken Sie mal beim Nils Gajowy.
        Der Junge macht das richtig gut.
        (Nur für den Fall, dass Sie den Affenzirkus leid sind)
        Gruss vom segelnden Silberrücken

        • Avatar

          Lossless

          11. Dezember 2016 18:27 at 18:27

          Besser hätte man es nicht formulieren können. Aber sind wir doch mal ehrlich! Geht es hier wirklich um eine sachliche Analyse oder doch vielmehr um persönliche Empfindlichkeiten?

          Wehe der DAX macht eine Wende bei 11375 ? wird es immer noch welche geben die ein Kaufen ausrufen. Moment! Da war doch etwas letztes Jahr um die selbe Zeit. Rally Rally wurde mitgeteilt und was kam 8750. Aber der Mensch vergisst schnell. Ich kann nur raten schauen Sie sich die Performance an. In diesem Sinne Herr Riße. Bin gespannt was sie sagen werden wenn der DAX in die falsche Richtung rennt? Da sind wir schon lange positioniert und schütteln den Kopf. Wissen Sie, ich beurteile einen Analysten nach Zahlen und nicht nach Gaps. Aber die Inflation kommt. ?

  11. Avatar

    Stefan Riße

    12. Dezember 2016 09:04 at 09:04

    Wie war noch das Wort des Jahres? Postfaktisch nicht wahr? Der segelnde Silberrücken liefert hier ein wunderschönes Beispiel dafür, wie dasim Netz funktioniert indem er suggeriert, ich wäre im Februar nicht optimistisch gewesen und und im Sommer auch nicht. Alles hier zum Glück nachprüfbar …

    • Avatar

      Walter Schmid

      12. Dezember 2016 11:44 at 11:44

      Sagt der, der seinen eigenen Empfehlungen nicht vertraut. Auf seinem ayondo-Konto – auf dem ihm die Follower immer mehr davonlaufen – war Herr Riße beim gewaltigen DAX-Anstieg so gut wie nicht dabei. Er hat doch tatsächlich seine immer wieder proklamierte Jahresendrally verschlafen. Wie peinlich ist das denn?

  12. Avatar

    Der Katamaransegler

    12. Dezember 2016 12:36 at 12:36

    Mensch, Risse, altes Haus …
    Ihren Optimismus habe ich doch nie bezweifelt. Ja, auch im Februar ein bisschen.
    Aber haben Sie auch im Februar gut eingekauft und einige Procters, Gambles, Altrias und Disneys auf die „lange Bank“ gelegt ?
    Dazu eine ordentliche Portion Put Optionen auf Öl verkauft und den aufgestachelten VXX geshortet ?
    Da schreibe ich Ihnen einen langen Text mit pointierter Formulierung und augenzwinkerndem Humor, mit Kritik, gleichwohl freundlich formuliert und reiche Ihnen zum Schluss noch die Hand – und was passiert ?
    Beleidigte Leberwurst. Macht irgendwie keinen Spass mit Ihnen.
    Eigentlich hatte ich gehofft, dass Kollege Lossless falsch liegt mit seiner Frage:
    (Zitat: „Aber sind wir doch mal ehrlich! Geht es hier wirklich um eine sachliche Analyse oder doch vielmehr um persönliche Empfindlichkeiten? „)
    Schade. Dabei wärs eine Steilvorlage für Sie gewesen.
    Immerhin habe ich ein Weihnachtsgeschenk für Sie:
    Einen gaaanz langen Schlips, damit Sie sich noch besser drauf getreten fühlen können. Hey, Junge – Bisschen mehr Humor !
    Sie nehmen den ganzen Börsenpopanz viel zu wichtig.
    Denken Sie an Ihre Gesundheit. Und an Alternativen.
    Mit Können, Fleiss und Wissen und Investieren und Optionshandel verdient man gar nicht schlecht – Und Distanz tut gut. Ehrlich.
    Vom Wasser aus gesehen reduziert sich das ach so gigantisch wichtige Frankfurter Finanzuniversum auf einen kleinen Furz. Manchmal machen wir uns das Vergnügen, unterm Sternenhimmel das Geplapper der Berichterstatter anzusehen und dabei den Ton abzustellen.
    Postfaktisch hatten Sie schon erklärt.
    Profaktisch:
    Irgendwann geht Kollege Lossless mit seinem Kahn längsseits und dann gibts einen verdammt fröhlichen Abend.
    Faktisch:
    Ich hatte Sie einladen wollen, aber meine Liebste hat vehement opponiert: „Nee – hör auf. Solch humorlose Leute will ich nicht an Bord haben !“
    Und auf Frauen soll man bekanntlich hören.
    Na denn …Viel Spass noch in Frankfurt mit Ihren jetzigen Kaufkursen.
    Wirklich schade. Eigentlich mag ich Sie ja. VG

  13. Avatar

    Lossless

    12. Dezember 2016 13:15 at 13:15

    Lieber Katamaransegler, ich habe ihm schon so oft eine Steilvorlage geliefert. Schade, aber meine Einladung zu einen verdammt fröhlichen Abend steht. ;-)

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Dax: Wie nachhaltig ist das Short Signal ?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

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Das neue Jahr hat gerade begonnen, da zeigt der DAX ein Short-Signal. Doch ist das wirklich nachhaltig? Zeichen für schwächelnde Käufer gibt es ja schon eine Weile, doch reicht das? Werfen wir einen Blick auf die Entwicklung beim DAX, dem Dow Jones, dem S&P500 und beim Nasdaq und schauen uns die entsprechenden Chancen einmal genauer an.

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Dax: Jahresausblick – Anleger sehen mehr Gefahren als Chancen

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Der Dax ist 2021 bereits angesprungen, der Bitcoin hatte die 40.000 USD geknackt und Tesla konnte in den ersten Tagen des neuen Jahres bereits um 30% zulegen!

Der Quadratmeter Bauland wird in meiner Nachbarschaft auf 2.200 Euro taxiert, ich war bis vor kurzem von 800-1.000 Euro ausgegangen. Ja, liebe Notenbanken, von Inflation keine Spur, oder? Ich habe gelesen, dass die EZB im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung nach Möglichkeiten sucht, den Zins für langfristig laufende Anleihen zu beeinflussen, ohne über den Geldmarkt gehen zu müssen. Abenteuerlich.

Für uns Anleger sind das goldene Zeiten, wobei der Gradmesser der Inflation, das Gold, tatsächlich nicht anschlägt. Die Feinunze Gold verlor diese Woche 1,4%. Ich denke, die überschüssige Liquidität der Anleger wandert derzeit eher in den Bitcoin als ins Gold. Den Bitcoin können Sie problemlos über Landesgrenzen mitnehmen, beim Gold ist das nicht so einfach.

Durch Disruption zum Milliardär

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi

1990-2000:

Es ist nicht leicht, Milliardär zu werden: Bill Gates lief sich in der Industrie die Hacken wund, niemand wollte Computer für den Privatanwender bauen. Das solle man den Profis überlassen, war die Antwort und IBM hatte eine ganze IT-Industrie erschaffen, die von den Personal Computern nichts wissen wollte. Der IBM Mainframe fristet heute ein Nischendasein, Bill Gates wurde mit seinem Betriebssystem für Personal Computer, dem Windows, zum reichsten Mann der Welt.

2000-2010:

Man muss in Büchern herumblättern, wenn man sich eine Kaufentscheidung bilden möchte, so das Dogma des Buchhandels vor 20 Jahren. Jeff Bezos bot die Bücher im Online-Versand an und hatte nicht nur alle Buchhändler der Welt, sondern später auch alle Einzelhändler der Welt gegen sich. Eine kleine Nische, die kaum Potential habe, urteilten viele damals. Amazon liefert heute so ziemlich alles, was das Herz an materiellen Wünschen hat. Jeff Bezos löste Bill Gates als reichsten Mann der Welt ab.

2010-2020:

Wenn Sie sich einmal die Ölindustrie und deren weltweite Logistiknetze anschauen, dann können Sie sich vorstellen, dass nicht nur die Autoindustrie gegen die Ablösung der Verbrennermotoren war: Als wichtiger Abnehmer der Ölindustrie liefen also gleich mehrere Branchen weltweit Sturm gegen das Elektroauto. Elon Musk peitschte sein Projekt durch, baute weltweit mangels Kooperationswillen in der Ölindustrie (denen gehören die meisten Tankstellen) ein eigenes Netz an Ladesäulen auf, die weltweit größten Batteriefabriken (Giga-Factories). Durch den Kurssprung in den Tesla-Aktien löste Elon Musk gestern Jeff Bezos als reichten Mann der Welt ab.

2020-2030:

Vielleicht steht der nächste Milliardär ja schon in den Startlöchern. Der Erfinder des Bitcoin ist nicht bekannt. Die mRNA-Technologie wird von mehreren Unternehmen genutzt, aber Moderna und BionTech scheinen die Nase vorn zu haben. Beyond Meat krumpelt die Nahrungsmittelindustrie um. Und Zoom Video und Twilio verändern die Art und Weise, in der wir untereinander kommunizieren. Spannend! Und es lohnt sich, am Ball zu bleiben.

Ich habe den Eindruck, dass die Coronakrise in einigen Bereichen Entwicklungen der kommenden Jahre vorweg genommen hat. So konnten die Aktien von BionTech, Zoom Video usw. im vergangenen Jahr exorbitant anspringen. Im Jahr 2021 wird sich zeigen, welche Entwicklungen tatsächlich beschleunigt wurden, und welche lediglich eine Sonderkonjunktur erfuhren.

Dax: Jahresausblick 2021

Bereits seit sechs Jahren führe ich die Jahresumfrage unter Lesern des Handelsblatts durch. Im Sinne der Sentiment-Theorie interpretiere ich die Mehrheitsmeinung dahingehend, dass es unwahrscheinlich ist, dass genau diese Erwartung eintritt. Vielmehr haben Untersuchungen gezeigt, dass an den Finanzmärkten in der Regel das Unerwartete passiert.

Das Ergebnis meiner Analyse der Jahresumfrage vor einem Jahr war die Erwartung, dass der DAX frühzeitig im Jahr 2020 ausverkauft würde, um dann bis in den November hinein stark anzusteigen. Den Jahresschlusskurs hatte ich sodann auf knapp unter das Jahreshoch taxiert. Optisch betrachtet habe ich damit ziemlich gut gelegen.

Wenn wir jedoch die Beschriftung der X-Achse zufügen, könnte ich nicht schlechter gelegen haben: Das Tief hatte ich auf über 12.000 festgelegt und als Jahreshoch hielt ich die 15.000 Punkte für möglich.

Nun könnte man sagen, die Corona-Pandemie hat ohnehin alles auf den Kopf gestellt. Doch gerade solche unvorhersehbaren Ereignisse sollen ja mit Hilfe technischer Instrumente, wie beispielsweise dieser Jahresumfrage, berücksichtigt werden. Dennoch würde ich sagen, dass wir den Verlauf recht gut prognostiziert haben, wenngleich die Intensität durch Corona nach unten verstärkt wurde. Heute werden wir untersuchen, ob der Lauf in Richtung 15.000 nur um ein Jahr verschoben wurde, oder ob sich nach Corona eine vollständig neue Situation ergibt.

Bei unserer Jahresumfrage vor einem Jahr wurde die Anlage in Immobilien als beste Investmentchance bezeichnet, gefolgt von Aktien und Edelmetallen. Industriemetalle (bspw. Kupfer) und Nahrungsmittel (bspw. Getreide) wurden als mäßig attraktiv betrachtet.

Tatsächlich haben gerade Industriemetalle (+26%) und Nahrungsmittel (+16%) im abgelaufenen Jahr eine gute Performance gezeigt. Der DAX konnte sich auf Jahressicht knapp ins Plus retten (+3,5%).

Immobilien muss man für das Jahr 2020 detailliert betrachten: Bauland zeigt mit +13% den stärksten Wertzuwachs, gefolgt von Wohnimmobilien mit +8%. Gewerbeimmobilien litten stark unter der Corona-Pandemie, wobei Büroimmobilien Einbußen erlitten, während Flächen für logistische Nutzung gefragt waren.

Wenngleich der Wertzuwachs bei Wohnimmobilien nicht mit Industriemetallen und Nahrungsmitteln mithalten konnte, so ändert sich das Bild wenn wir berücksichtigen, dass Immobilien in der Regel zu einem großen Teil finanziert werden. Die Wertentwicklung des Eigenkapitals ist, auch nach Abzug der derzeit niedrigen Zinsen, deutlich höher anzusetzen.

Hier die Jahresperformance:

· Kupfer +26%

· Getreide +16%

· Gold +12%

· Immobilien 8%

· DAX +3,5%

· Anleihen +0,5%

· Öl -25%

· Dow Jones +6%

· Nikkei +16%

· Shanghai A-Aktien +12%

In einem Punkt haben die Umfrageteilnehmer vor einem Jahr gut gelegen: Der Median der Umfrageerwartung von vor einem Jahr erwartete einen DAX-Jahresschluss 2020 bei 13.750 Punkten, was einem Plus von 3,8% entsprochen hätte. Mit dem tatsächlichen Jahresschlusskurs von 13.719 (+3,5%) wurde dieser Median ziemlich gut getroffen.

In den vergangenen 50 Jahren hat der DAX nur fünfmal mit einem so kleinen Plus (kleiner 5%) geschlossen.

Nun hat die Corona-Pandemie zu einem durchweg überraschenden und untypischen Börsenjahr geführt, sowohl im Ergebnis als auch im Verlauf. Ich wäre daher vorsichtig, unseren Umfrageteilnehmern vorschnell eine hohe Trefferquote zuzusprechen: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Gedämpfte Erwartungen für Aktien im Jahr 2021

Für das Jahr 2021 erwarten Anleger nicht viel vom Aktienmarkt: zum Jahresende dürfte sich der DAX in etwa erneut auf dem aktuellen Kursniveau bewegen, wenn unsere Umfrageteilnehmer Recht haben.

Wo steht der Dax Ende 2021?
Abbildung 1: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahresschlusskurs DAX

Die meisten gehen von einem Jahresschlusskurs im Bereich von 13.600 bis 13.900 aus, was im Mittel einem Jahresplus von mageren 0,2% entspräche. Wenn wir die durchschnittliche Erwartung unter Einbeziehung aller Antworten errechnen, ergibt sich sogar nur ein Wert von 13.726 Punkten, also +0,1%.

Interessant dabei ist, dass die Streuung der Erwartungen sehr gering ist: 60% aller Teilnehmer erwarten einen Jahresschlusskurs zwischen 13.500 und 14.400 Punkten. Werte außerhalb dieses Bereiches wurden nur vereinzelt ausgewählt. Einen Schlusskurs unter 13.000 befürchtet fast keiner mehr. Nach oben gibt es vereinzelte Stimmen, die sogar einen DAX bis 16.000 Punkte erwarten.

Wo wird der Höchststand beim Dax 2021 sein?
Abbildung 2: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahreshoch im DAX

Das Jahreshoch wird gemäß der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer mindestens über 13.950 Punkten liegen, im Mittel wird ein Jahreshoch bei 14.250 (+3,9%) Punkten erwartet. Berechnen wir den Durchschnitt aller Erwartungen, so erhalten wir einen Wert von 14.385 Punkten (+4,9%). Ein Jahreshoch über 14.850 Punkte (+8,2%) hält kaum jemand für möglich.

Wo wird das Tief beim Dax sein?
Abbildung 3: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahrestief im DAX

Auch beim Jahrestief sind die Erwartungen etwas pessimistischer: Unter 12.750 Punkte (-7,1%) sollte der DAX nach der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer mindestens nochmals rutschen. Im Mittel wird sogar ein zwischenzeitliches Abrutschen bis auf 12.150 Punkte (-11,4%) befürchtet. Das durchschnittlich erwartete Tief im Jahr 2021 liegt bei 11.910 Punkten (-13,2%). Immerhin fürchtet kaum jemand ein erneutes Abrutschen unter 11.250 Punkte (-18%).

Ich finde dieses Ergebnis merkwürdig: Im Jahr 2019 sprang der DAX um 25% an. Im Corona-Jahr 2020 betrug die Schwankungsbreite im DAX über 60%! Für das Jahr 2021 gehen Anleger jedoch nur von einer maximalen Schwankungsbreite von 24% aus, die meisten erwarten eine Schwankungsbreite von nur 17%. Es wäre schön, wenn’s so kommt.

Für den DAX erwarten die meisten Anleger das Jahreshoch im Mai. „Sell in May and go away…” heißt eine Börsenweisheit, die sich offensichtlich in den Köpfen der Anleger festgesetzt hat. Doch in den vergangenen Jahren galt diese Regel kaum.

Das Jahrestief wird im August erwartet, ebenfalls entsprechend der obigen Börsenregel: „… and always remember to come back in September”.

Bis zum Jahresschluss würde der DAX dann wieder in Richtung seiner Höchststände marschieren, wenn wir der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer glauben. Soweit wird hier eine durchaus typische Jahresentwicklung erwartet.

Untypisch ist jedoch die Befürchtung eines unmittelbar anstehenden Ausverkaufs zum Jahresbeginn: Verhältnismäßig viele Anleger befürchten, dass wir bereits im Februar das Jahrestief sehen können. Daraus können wir zwei Schlussfolgerungen ziehen:

Zum einen wird der Markt aktuell als überhitzt wahrgenommen, so dass kurzfristig keine weiteren Kurssteigerungen erwartet werden. Nach dem Jahresschlussspurt wird nun eine Konsolidierung bis hin zu einer Korrektur erwartet.

Zum anderen spiegelt die Erwartung der Kurstiefs bereits so früh im Jahr die optimistische Erwartung der Anleger wider, dass die Kurse im Jahr 2021 überwiegend steigen werden.

Diese Erwartung widerspricht offensichtlich der weiter oben formulierten Erwartung der geringen Sprunghöhe im DAX: Wenn der DAX schon in den kommenden Wochen sein Tief sieht und dann für den Rest des Jahres steigt, dann erscheint das Kursziel bis zum Jahresende bei durchschnittlich 13.726 Punkten (+0,1%) sehr konservativ. Einzige Erklärungsmöglichkeit wäre ein heftiger Ausverkauf in den kommenden Wochen, so dass der DAX von tiefem Niveau aus dann das ganze Jahr steigen kann, ohne über die 14.000 Punkte zu springen.

Das wäre eine Entwicklung, die der DAX-Entwicklung aus dem Pandemie-Jahr 2020 entspräche. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

Umfragen zum Dax im Jahr 2021

 

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Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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