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Insideraktivitäten bei Commerzbank und Deutscher Bank

Commerzbank Tower in Frankfurt

Obwohl der Dax aktuell nur unwesentlich unter seinem Rekordstand notiert, fielen einige Bankmanager durch signifikante Insideraktivitäten auf. Selbst in die Chefetagen der Commerzbank und der Deutschen Bank scheint Optimismus zurückgekehrt zu sein.

Commerzbank-Aufsichtsräte in Kauflaune

Im Februar sind bei der Commerzbank gleich zwei Mitglieder des Aufsichtsrats mit Insideraktivitäten in Form von Aktienkäufen in Erscheinung getreten. Vor einer Woche erwarb Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter fast 40.000 Commerzbank-Aktien mit einem Transaktionsvolumen von 209.000 Euro. Am Montag folgte dann noch das einfache Aufsichtsratsmitglied Andreas Schmitz und investierte über 104.000 Euro (20.000 Aktien). Besonders interessant: Letztmals gab es bei der Commerzbank im Mai 2018 einen Insiderkauf zu vermelden. Vor rund drei Jahren wagte der damalige Finanzchef Stephan Engels ein Investment auf eigenes Risiko. Viel Freude dürfte er damit angesichts eines Einstiegskurses in Höhe von elf Euro (aktuell: 5,19 Euro) allerdings nicht gehabt haben. Mittlerweile ist er Finanzchef einer anderen Problembank: der Danske Bank.

Insiderkauf bei Deutscher Bank registriert

Vor einer Woche meldete auch der Branchenprimus Deutsche Bank eine interessante Insidertransaktion. Hier bezahlte die im Aufsichtsrat tätige US-Managerin Mayree Carroll Clark zum Preis von 10,72 Dollar für 10.000 Papiere. Ihr Optimismus scheint besonders ausgeprägt zu sein, schließlich erwarb sie bereits im Mai 2020 ein größeres Aktienpaket. Damals war sie allerdings deutlich mutiger und kaufte für über 236.000 Dollar mehr als 31.000 Aktien.

Unter fundamentalen Aspekten scheinen beide Banken nicht gerade vor Gesundheit zu strotzen. Anfang des Monats meldete die Deutsche Bank zwar erstmals seit 2014 wieder einen Gewinn, ob es sich dabei um einen nachhaltigen Positivtrend handelt, darf allerdings bezweifelt werden. Tiefrot fiel hingegen das von der Commerzbank vorgelegte Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2020 aus. Nachdem die Bank im Vorjahr noch einen Konzerngewinn von 585 Millionen Euro erzielt hatte, schlug 2020 ein Verlust von 2,87 Milliarden Euro zu Buche.

Fazit: Privatanleger sollten aufgrund der anhaltenden Risiken, die oben erwähnten Insideraktivitäten nicht überbewerten. Neben externen Gefahren, bergen viele Finanzhäuser hausgemachte interne Risiken, die selbst in den Chefetagen immer wieder falsch eingeschätzt werden. Deshalb: Lieber Finger weg!



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