Europa

IWH Insolvenztrend für August Insolvenzen aktuell 9 % höher als im Vorjahr und 63 % über Langfristdurchschnitt

Laut dem IWH Insolvenztrend für August liegen die Insolvenzen unter dem Hoch, aber dennoch sind es im Langfristvergleich massive Anstiege.

Amtsgericht Hamburg. Foto: Claudio Kummerfeld/Finanzmarktwelt.de

Der vom Institut IW Halle ermittelte IWH Insolvenztrend ist aktueller als die amtliche Statistik, und zuverlässig. Die Heutige Meldung für August zeigt einen weiter fortgesetzten langfristigen Anstieg, wenn wir aktuell auch nicht auf dem Allzeithoch liegen.


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Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland liegt demnach im August bei 1.525. Das sind zwar 10 % weniger als im Juli, aber 9 % mehr als im August 2025, und 63 % mehr als im langfristigen Vergleich für einen durchschnittlichen August der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie. Auch wichtig: Das IWH Halle sagt heute, dass die Frühindikatoren darauf hindeuten, dass die Insolvenzen in den kommenden Monaten wieder sehr hoch ausfallen dürften.

Stark steigende Anzahl der Insolvenzen in Deutschland

Laut IWH-Insolvenztrend waren im August in den größten 10 % der insolventen Unternehmen mehr als 16 000 Arbeitsplätze betroffen. Damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich über der im Juli (+21 %), 33 % über dem Vorjahresmonat und mehr als doppelt so hoch (+103 %) wie im August-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Es wäre interessant, wenn auch mal die Anzahl der Pleiten von Unternehmen bekannt würden, bei denen der Inhaber voll haftbar ist.
    Haftbar auch mit seinem Häuschen, dem Bausparvertrag und der Lebensversicherungen, usw.

    Laut Gewerbemeldestatistik haben etwa 165.000–175.000 echte Einzelunternehmer 2025 zusätzlich zu den im Artikel genannte Zahlen ihr Gewerbe abgemeldet.
    Die Gründe waren jedem, der es wissen wollte, schon seit vielen Jahre bekannt.
    Die seit vielen Jahren davor warnten wurden ausgelacht.
    Die sich vorbereitet haben können froh sein.
    Es wird so weiter gehen.
    Nicht lineal mit 9 %, denn dann wäre schon in einigen Jahren der Ofen aus.
    Es wird weiter versucht werden, mit einer gigantischen Schuldenaufnahme die schlimmsten Verwerfungen zu kaschieren, bis die Zinsen…..

    Wer noch mobiles Vermögen hat, sollte es in Sicherheit bringen.
    Wenn möglich auch sich selbst.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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