Die Zahl der Insolvenzen steigt immer weiter an, wie jüngst offizielle Daten bestätigten. Vor allem die Industrie hierzulande ist in einer massiven Krise. Und die Verbände könnten gar nicht lauter aufschreiben, als sie es aktuell bereits tun! So sprach der BDI letzte Woche beispielsweise vom freien Fall der Industrie, und von einem strukturellen Abstieg. Heute nun meldet sich die große deutsche Wirtschaftsauskunftei und Gläubigerschutzorganisation Creditreform zu Wort mit einer Übersicht zur Entwicklung der Insolvenzen in diesem Jahr, sowie mit einem Ausblick für 2026.
Insolvenzen dynamisch – Pleiten auf 10-Jahreshoch
Die wirtschaftspolitischen Verwerfungen treffen die Unternehmen weiter hart. Das Insolvenzgeschehen bleibt dynamisch und die Pleiten bei den Unternehmen steigen mit 23.900 Fällen auf ein 10-Jahres-Hoch, so die Headline-Aussage von Creditreform. Der bisherige Anstieg der Insolvenzen in diesem Jahr sei ein Plus von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (22.070 Fälle). Der Zuwachs fiel damit jedoch deutlich geringer aus als in den beiden Vorjahren (2023: plus 22,9 Prozent; 2024: plus 22,5 Prozent). Viele Betriebe sind hoch verschuldet, kommen schwer an neue Kredite und kämpfen mit strukturellen Belastungen wie Energiepreisen oder Regulierung. Das setzt vor allem den Mittelstand unter massiven Druck und bricht auch vielen Betrieben das Genick, so der Bericht.
Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten machen den größten Anteil der Unternehmensinsolvenzen aus. In diesem Segment meldeten rund 19.500 Firmen Insolvenz an – deutlich mehr als im Vorjah, und insgesamt 81,6 Prozent aller Insolvenzen. Bei großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten fiel der Anstieg moderat aus: 2025 wurden rund 140 Großinsolvenzen verzeichnet. Besonders stark betroffen war die Gesundheits- und Pflegebranche mit mehreren größeren Insolvenzfällen.
Laut Creditreform Wirtschaftsforschung sind die finanziellen Schäden für Gläubiger – darunter Lieferanten und Banken – weiterhin hoch. Für 2025 wird die Schadenssumme auf rund 57 Mrd. Euro geschätzt – fast auf dem Niveau des Vorjahres (59,1 Mrd. Euro).
Starke Zuwächse bei den Insolvenzen waren in den vergangenen zwölf Monaten im Verarbeitenden Gewerbe (plus 10,3 Prozent) und im Handel (plus 10,4 Prozent) zu verzeichnen. Weniger stark fiel der Anstieg im Baugewerbe aus: Hier legten die Fallzahlen lediglich um 4,7 Prozent zu. Auch im Dienstleistungssektor stiegen die Insolvenzen diesmal nur moderat (plus 8,4 Prozent). Im Bausektor, im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich liegen die Fallzahlen inzwischen rund ein Drittel über dem Niveau von 2019.
Die Unternehmensbonität – also die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit – zeigt in vielen Branchen einen anhaltend negativen Trend. Besonders stark betroffen ist das Gesundheits- und Sozialwesen. „Steigende Betriebskosten, unzureichende Finanzierung und komplexe bürokratische Anforderungen belasten diesen sensiblen Bereich massiv“, so die Aussage von Creditreform.
Ausblick 2026
„Die deutsche Wirtschaft verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Hohe Kosten, Bürokratie und die anhaltende Konjunkturschwäche werden das Insolvenzgeschehen weiter antreiben“, so sagt es Creditreform. Die geplanten Milliarden-Investitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Verteidigung könnten 2026 das Wirtschaftswachstum ankurbeln und den Anstieg der Insolvenzen bremsen. Dennoch seien zusätzliche strukturelle Maßnahmen nötig, etwa eine Entlastung bei den Stromkosten, um die wirtschaftliche Basis wieder zu stabilisieren und den Anstieg zu drosseln.
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Ach was. Mit dem Beitritt der Ukraine zur EU kommt das alles wieder in Ordnung.
Wir wissen ja jetzt, dass hier eindeutig die zukünftigen Rentner dran schuld sind auch wenn das nach Einsteins Relativitätstheorie noch nicht möglich sein kann. Politische Quantenmechanik, die kann alles.
Übrigens: Nach der Abstimmung im Bundestag Funkstille, Bas vergessen!
Ich interpretiere das nun noch mal genauso wie ich es vorher vermutet hatte. Es war ein persönlicher Angriff mit anschließender Hetzkampagne. Es ging niemals darum eine Ministerin „fertig“ zu machen. Es war ein versuchter Angriff auf die Rente.
Mich wundert, dass so viele Leitmedien das Spiel mitspielen. In der Welt saß kürzlich eine Parteichefin, die genau zu dem Thema viel sagen wollte. Ich schaue mir sowas normalerweise nicht an aber beim Thema Rente will ich schon wissen woran ich bin. Das lief dann vielleicht so 1-2 Minuten, maximal, der Rest der Zeit war dann wer hat wo was gesagt und in welche Ecke gehört das.
Schade, ich bin jetzt genau so schlau wie vorher, das war Zeitverschwendung.
Die Presse trägt zur politischen Willensbildung bei, heißt es doch. Ja dass die das so interpretieren, das ist natürlich auch möglich. Aber vielleicht sollten die das mit der Überschrift: „Wieder eine Eckendiskussion“ bewerben und nicht mit, wir reden über Rente. Dann könnte sich nämlich der aufgeklärte Bürger viel Zeit sparen, und Nerven.
Das wird dann gefährlich werden …wenn die Insolvenzen sich in den Bankbilanzen niederschlagen.
Bisher ist es dazu noch nicht gekommen …da bisher hauptsächlich die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken die Krise tragen…
Erinnern wir uns an 2007…da war es die Sachsen LB und die IKB.. …bei der die Krise zuerst zuschlug…
Was Mitte 07 ganz klein begann… weitete sich später zur großen Krise aus…
In den USA tragen bisher vor allem die Schattenbanken das Risiko…bleiben hier die Zinsen oben… dann werden die Refinanzierungen… der gigantischen KI Investitionen …kritisch..
Kritisch und gefährlich…die Regionalbankenkrise würde dann schnell in Vergessenheit geraten…dann reden wir hier von Billionen… die im Feuer stehen…
Aber noch ist es nicht so weit…noch hofft man auf die FED…sie möge doch bitte wieder die Banken retten…mit Zinssenkungen und neuen QE Programmen…
Liquidität in’s System pumpen…auf die eine oder andere Weise ist das ja schon erfolgt …mit den Nottfallkrediten im Bereich der Repos…
Jedoch müssten weitere Maßnahmen erfolgen… hin zur Niedrigzinspolitik mit den entsprechenden QE Programmen ….um ein Platzen der Blase zu verhindern..
Verbunden mit der endgültigen Preisgabe der Geldwertstabilität….dann ist der Inflation Tür und Tor geöffnet…
Ob die FED das will…wird man sehen…es ist jetzt schon ein Hauen und Stechen… um die richtige Geldpolitik entstanden…
Die Konservativen in der FED wollen die Zinsen möglichst lange oben lassen…die Trumpianer wollen das nicht…
…dann sollte die Ebbe langsam die bei Flut gehobenen Boote ausgedünnt haben und es sollte nach der Rezession endlich wieder ordentlich nach oben gehen…Dax 30.000 ist das Ziel nächstes Jahr…
Das tragische bei Kapitalgesellschaften ist die Anzahl der Menschen, die bei einer Insolvenz ihren Arbeitsplatz verlieren.
Bei Einzelbetrieben dagegen haftet der Inhaber mit seinem ganzen Vermögen, und verliert es oft auch bei einer Pleite.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Kredite für den Mittelstand sind auch ein Thema für die staatlichen Förderbanken, wie die Investitions- und Strukturbank in Rheinland-Pfalz oder die Investitionsbank Berlin.
Habe am TV ein Kommentar von Marcel Fratscher und von Insolvenz – Betroffenen angehört. Es ist dramatisch was dieser Pressesüchtige Oberknorz erzählte. Während die Betroffenen die echten Gründe von sehr hohen Stromkosten u.s.w. erzählten, hat der Wirtschaftspatient ( nicht Doktor ) nur Bullshit erzählt.
Da kommt mir wieder der Spruch des Journalisten in den Sinn, gewisse akademische Wichtigtuer ohne Bezug zur Realität haben sämtlichen Respekt vor den wertschöpfenden Leuten verloren.
Pressesüchtige Dummschwätzer sind schädlicher als eine Pandemie.
Naja- die Unternehmer werden schon mit einer Wegzugssteuer daran gehindert mit ihren Firmen das Land zu verlassen und nun sollen die Firmen ausbluten, wenn sie an die nächste Generation übergeben werden.
Ich kann nur erahnen, wieviel Insolvenzen angemeldet werden, weil die Firmen vorsätzlich „ausgehungert“ wurden, das Kapital ins Ausland gebracht wurde und nun in eine neue Firmengründung im Ausland investiert wird.
Alle Überweisungen ins Ausland, die über 50.000 Euro liegen, müssen jetzt schon gemeldet werden.
Kapitalverkehrskontrollen gibt es ja noch nicht.
Noch nicht.
Wer noch wartet, wird auch das bald erleben.
Die Maßnahmen an das Geld der Unternehmer und dessen Erben zukommen, werden immer weiter ausgebaut.
Dabei soll damit eigentlich der Unternehmen in die Lage versetzt werden, das Unternehmer mit möglichst wenig Krediten weiter aufzubauen, mehr Gewinne zu generieren und auch davon Steuern zu zahlen.
Z. B. Gewerbesteuer, von der die Städte auch die Kosten für die Millionen Menschen tragen müssen, die alimentiert werden, obwohl sie nie gearbeitet haben und auch irgendwo etwas eingezahlt haben.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut